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Der Wanderer.

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Belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung.

1850. M 111

Arthur Pendennis.

(Fortsetzung.)

Pen's Aufmerksamkeiten gegen sie find in der ganzen Schauspielergesellschaft bedroschen worden, und ich höre Alles von ihnen durch eine junge Dame, welche mit ihr auf sehr vertrautem Fuße zu stehen pflegte, und mit deren Familie ich dann und wann als Hausfreund eine Tasse Thee trinke. Miß Rouncy sagt, Sir Derby Oaks hatte an Miß Fotheringay die ganze Zeit über gehangen, seit sein Regiment hier steht; aber Pen wäre gekommen und hätte ihn endlich auSgestochen, was den Baron so toll gemacht, daß er auf dem Punkte 'gestanden hätte, ihr ebenfalls seine Hand anzutragen. Wünschte, er rhäl's, und Sie würden dann sehen, welchem von den Beiden Miß Fotheringay ihr Herz verkaufen würde".

Ich wünschte das eben so sehr", sagte der Major. Tie machen mir eine große Freude, Mr. Foker. Ich wollte, ich hätte Sie eher kennen gelernt".

Mochte meine Nase nicht in ungelegte Eier stecken. Spreche nicht eher, als bis ich gefragt werde; wenn ich aber gefragt werde, und sonst nichts im Wege steht, red' ich so ziemlich von der Leber weg. Hörte, Ihr Bedien­ter hätte sich an meinen Bedienten genestelt, wußte selber nicht recht, was im Werke war, bis Miß Fothe- ringay und Miß Rouncy den Zank wegen den Straußen­federn miteinander hatten, wo die Vertraute mir die ganze Geschichte erzählte".

Miß Rouncy, merP ich aus dem Allen, war die Vertraute der Andern".

Vertraute? Glaube, Sie haben Recht. Sie ist aber ein zweimal so gescheidtes Mädchen, als die Fothe­ringay, und literarisch gebildet und so weiter, während Miß Foth nicht viel mehr als Lesen versteht".

Sie kann schreiben", sagte der Major, indem er sich an Pen's Brusttasche erinnerte.

Foker brach in ein sardonisches Lachen aus und ant­wortete:Hi, hi! die Rouncy schreibt ihre Briefe; alle miteinander, und seit sie sich gezankt haben, weiß sie nicht, wie der Teufel sie damit fortkommen soll. Miß Rouncy schreibt eine ungewöhnlich hübsche Hand, während die Alte, wenn Bows nicht dabei ist, abscheuliche Buchstaben schreibt und eben so gräuliche orthographische Schnitzer macht. Die Rouncy hat's ihr früher abgeschrieben sie schreibt eine wunderhübsche Hand, diese Rouncy".

Ich vermuthe, Sie wissen das recht wohl", sagte der Major pfiffig; worauf Mr. Foker abermals mir den Augen zwinkerte.

Jch^'würde viel drum geben, ein Muster von ihrer Handschrift zu haben", fuhr Major Pendennis fort,ich wage zu behaupten, daß Sie mir eins geben könnten."

Nein, nein, das würde zu schlecht seyn," erwiedere Foker.Vielleicht sollte ich nicht einmal so viel gesagt haben, als ich sagte. Miß Fotheringay's Schrift ist nicht allzu schlecht, möcht' ich behaupten; sie ließ sich von Miß Rouncy nur den ersten Brief schreiben. Aber merken Sie sich mein Wort; bis sie wieder Freunde sind, wer­den keine Briefe eingehen."

Ich hoffe, daß sie sich nicht wieder versöhnen," sagte der Major, indem er von Herzen sprach, und ich kann Ihnen nicht sagen, wie froh ich bin, daß mich ein guter Stern Ihre Bekanntschaft machen ließ. Sie, mein lieber Herr, müssen, als ein Mann von Welt, fühlen, wie fatal für die Aussichten meines Neffen der Schritt ist, den er zu thun beabsichtigt, und wie eifrig wir Alle dar­auf bedacht seyn müssen, ihn von dieser abgeschmackten Liebschaft loszumachen."

Er hat's aber auch zu stark getrieben", sagte Mr. Foker.Ich habe seine Verse gesehen; die Rouncy