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Keine Schaffnerin», klug in künstlicher Speisebereitung, Schaltet allhier; ich selber begafft von der alternden Köchinn, Fertige schnell ein Gericht und die festliche Schale des Punsches, Roth von der Gluth, und bediene den Gast an der winzigen Tafel, Froh des genügsamen Sinn's und des anmuthreichen Gesprächs."

Also redete jen' und verschloß die Kammer des Vorraths.

Hör' itzt, Weimariade; denn nicht Unbilliges rath' ich. Selber jitm häuslichen Gast erbitte Dich. Dann mit Begeistrung Ueb' ich mein Amt, wie im schönen Eutin, und flöße Dir Muth ein, Oft Dich der winzigen Tafel zu nah'n, ein genügsamer Gastfreund.

Miszellen.

In der Kölnischen Zeitung macht ein Hr. Dr. Garthe Fol­gendes bekannt: Eine sehr wichtige Erfindung von ganz un­berechenbarem Einfluß auf das praktische Leben soll, nach einer kurzen Anzeige, wie fle der Neuyorker Sun berichtet, im Gebiete der Naturwissenschaften gemacht worden seyn. In Worchester, Stadt der Grasschaft des nordamerikanischen Freistaats Massachu­setts, soll eine Maschine erfunden worden seyn, welche das im Wasser befindliche Orygen demselben entzieht und — so sagt die Nachricht — Leuchtgas erzeugt. Wenngleich das Letztere eine Unmöglichkeit besagt, da das Zurückbleibende nur Wasserstoffgas ist, so ist doch dessen Darstellung in großer Quantität mit ge­ringen Kosten eine Sache von hoher Wichtigkeit für das prak­tische Leben, da man dieses Gas leicht zu intensiver Leuchtkraft er­heben kann. Man will mittels einer neu erfundenen Maschine auf elektrischem Wege das Wasser in seine Bestandtheile trennen und behauptet, daß die Ausgaben sich nur auf die Kosten der Maschine beschränken würden. Eine Arbeit von fünf Minuten alle zwei Stunden des Tages genüge, um die Maschine in Thä­tigkeit zu setzen und 250 Kubikfuß Gas zu erzeugen. Die Vor­richtung, welche ein Mann unter dem Arme tragen könne, koste nur 400 Doll. (560 Thlr.) So weit die Nachricht, die mir von ungemeinem Werth erscheint und gewiß die Aufmerksamkeit Aller in einem hohen Grade beansprucht. Bewährt sie sich im Großen, so dürften alle unsere Erleuchtungs- und Erwärmungs­operationen von der Küche an bis zu den technischen Gewerben und hüttenmännischen Arbeiten eine totale Reform erleiden, da der Kohlen- und Holzbrand in allen Nuancen für immer ver­bannt werden dürfte.

Von Bettina wird nächstens ein neues Werk, betitelt: „Der Dämon", erscheinen — Auch von Fanny Lewald wird in diesem Moment ein neues zweibändiges Werk bei Vieweg in Braunschweig edirt. Sein Titel ist noch nicht bestimmt, wahr­scheinlich aber wird er mystischer Weise die Zahl „1848" an der Stirne führen.

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Der Aufseher der Straf- und Besserungsanstalt Müller zu Brandenburg erdrosselte in der Wiege das unehelich geborne Kind seiner Tochter.

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen

Karl Gutzkow wird, wie Feodor Wehl demHNürnberger Korrespondenten schreibt, in Berlin erwartet, wie man sagt, um wegen seiner Anstellung am königlichen Theater in der Art wie Heinrich Laube in Wien zu unterhandeln. Was einige Zei­tungen von einem Stücke „Shakespeare" erzählen, an dem er schreiben soll, durch das gleichnamige Werk von Gervinus dazu veranlaßt, ist ein rein aus der Luft gegriffenes Mährchen. Karl Gutzkow arbeitet an einem Romane, der den Titel führt: „Die Ritter vom Geist", sich in der neuesten Zeit und zwar hauptsäch­lich in Berlin bewegt und — neun Bände ausmachen wird. Vor dem Herbste dieses Jahres wird er, wie wir hören, damit nicht fertig werden. Daß er daneben an keine andere Arbeit denken kann, ist wohl begreiflich.

Zwei Dinge verzehren sich im Wachsen: Die Liebe und die Staatsschulden. Zwei Dinge wachsen im Verzehren: Der Neid und die Flamme.

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Frankfurt, 18. Febr. Der vor 20 Jahren mit 500 Mit­gliedern gestiftete Kunstverein schloß das vergangene Jahr mit einem Bestand von 521 hiesigen und 169 auswärtigen Mitglie­dern, welche zusammen 784 Actien, jede zu 5 fl. 24 kr. besitzen. In dem verflossenen Jahre kamen 15 Oelgemälde, 7 Aquarelle, 2 Zeichnungen, 2 plastische Arbeiten, und 11 Kupferstiche und Steindrücke zur Verloosung, auf deren Ankauf etwa 2800 fl. verwendet wurden. Bekanntlich übt der Verein auch noch eine schöne gemeinnützige Fähigkeit durch seinen Fond „für öffentliche Werke", welcher gegenwärtig 5200 fl. beträgt. Der vorliegende Bericht stellt die Beiträge int Gesammtbetrag von 9685 fl. zu­sammen, wovon das Göthe-Denkmahl 4900 fl., das Frankfurter Denkmal der Druckerfindung 1500 fl., die Ausschmückung des Römers, besonders des Kaisersaals 2300 fl., das Mainzer Gu­tenbergsdenkmal 486 fl., das Guioletts-Denkmal *) 300 fl., das Hermannsdenkmal 100 fl. u. f. w. erhielten. Zur 100jährigen Geburtsfeier Göthe's wurden 100 fl. zugeschossen. Seit seinem Bestehen ergibt sich für den Kunstverein eine Verloosung von 294 Oelgemälden, 60 plastischen Werken, 36 Aquarellen rc. und eine Gesammtausgabe für Kunstzwecke von 86,300 Gulden.

*) Guiolett ist der Begründer der städtischen Gartenanlagen auf den ehemaligen Festungswerken.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Theater zu Wiesbaden.

Freitag, den 22. Februar. Endlich hat er es gut ge­macht! Lustspiel in 3 Akten. Nach einer englischen Idee für die deutsche Bühnè bearbeitet von Albini.

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Hof--Buchhandlung in Wiesbaden,