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Medaille für die ausbedungene Gruppe in gebranntem Thone. Die Auszeichnung im Vaterlande der Künste ward für ihn der günstigste Vorbote seiner Rückkehr in die Heimath. Schon im Jahr darauf (1788) erhielt er die Berufung zum Rektor an der Akademie der bilden­den Künste zu Berlin, als Nachfolger des verstorbenen Bildhauers Teffaert. In dieser gesicherten Stellung schuf der 24jährige Meister sein erstes großes Werk: das Denkmal des jungen Grafen von der Mark in der Do- rotheenkirche. Diesem reihten sich in rascher Folge an: die Bildsäulen Friedrichs des Großen in Stettin, des Generals v. Ziethen und des alten Dessauers (jetzt auf dem Wilhelmsplatze) und die damals vielbcwun- derte Gruppe, welche die Königin Louise mit ihrer Schwester, der nachmaligen Königin von Hannover , in traulicher Umschlingung darstellt. Diese beiden Porträt- Statuen entzückten alle Besucher jener Kunstausstellung.

Von Schadow's übrigen Werken nennen wir hier nur noch das Denkmal Luthers in Wittenberg, des Ge­nerals v. Tauenzien in Breslau, des Feldmarschalls Blücher in Rostock und das von ihm modellirte Vierge­spann auf dem Brandenburger Thore, von Jung zu Potsdam in Kupfer ausgetrieben. Ebenso sind mehrere Sandsteinarbeiten an der neuen Münze von Schadow's Meisterhand und eine Menge berühmter Büsten tragen den Stempel seiner Kunst. Aber nicht nur mit Griffel und Meißel, auch mit der Feder war er im Bereiche der Kunst thätig: seine „Wittenbergs Denkmäler", sein „Po- lyklet", seine „Nationalphysiognomien" sichern dem Ehren­namen Schadow ein würdiges Gedächtniß auch in der Kunstliteratur. Außerdem finden sich in seinen Papieren Aufzeichnung aus seinem Leben, die, wenn sie veröffent­licht werden, einen Schatz der köstlichsten Memoiren zu Tage fördern dürften. Seine künstlerische Stellung brachte Schadow oft in die unmittelbare Nähe der höchsten Per­sonen, deren Portraits in frischer Anschaulichkeit zu ent­werfen, seiner Feder nicht minder gegeben war, als sei­nem Meißel.

wie viel das Ableben ihm eintragen würde, ließ sich auch jeden Tag wiederholt nach dem Befinden des Kranken erkundigen. Die lustigen Vögel an der Stockbörse verbreiteten hierauf das Gerücht: Wilks habe dem kranken Mäkler öffentlich den Tod gewünscht, und sorgten dafür, daß es dem Sohne des Letztern zu Ohren kam. Erzürnt eilt dieser zu Wilks und macht ihm wegen seiner Aeußerung und schmutzigen Habsucht die heftigsten Vorwürfe. Wilks hört sie ruhig an, und als Jener geendet, antwortet er mit der ihm eigenen Kaltblütigkeit: „Mein liebster, bester Freund, Sie sind meilenweit auf dem Holzwege. Ehe ich Ihrem Herrn Vater den Tod wünschen sollte, möchte ich lieber, daß alle andern jüdischen Mäkler das Zeitliche segneten." So berichtet John Francis in seinen belehrenden und unterhaltenden „Chronicles and characters of the stock-cxchange“ (London 1849).

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Für das Radetzky-Album zu Innsbruck sind Blätter einge­laufen von: Kaiser Ferdinand, Kaiserin Maria Anna, Erzherzog Franz Karl, Erzherzogin Sophie, Erzherzog Ramer, Erzherzo­gin Elisabeth; den Erzherzogen Rainer, Heinrich, Leopold, Ernst, Sigmund, Erzherzog Maximilian d'Este, Erzherzog Al­brecht mit der Devise: „von einem seiner wärmsten Verehrer aus den Reihen der k. k. Armee in Italien." Erzherzogin Hilde­garde, Erzherzog Karl Ferdinand, F.M.L.; Feldzeugmeister Heß mit der Devise: „Unerschütterlich wie Eure Berge und treu wie ihre Schützen." General der Cavalerie Schlick mit dem Motto: „Wohl überdacht —rasch ausgeführt — das Uebrige findet sich." F.M.L. Appel: Dieses Erinnerungsblatt möge den kommenden Geschlechtern sagen, daß die Söhne Tyrols treu dem Wahlspruche der Väier in den merkwürdigen Jahren 1848 — 1849 für die Rechte des Kaisers mit den k. k. Truppen vereint, tapfer und redlich gestritten." Brescia 24. Oktbr. 1849. — F.M.L. Thurn u. a. m.

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Bevor Jenny Lind nach Bremen kam, hat sie in Göttingen zwei Konzerte, davon eines zum Besten der Armen, gegeben. Die Wes. Ztg. enthält darüber ein begeisterte Zuschrift mehrerer Göttinger Studenten, welche der Künstlerin durch einen Fackel­zug, eine Morgenmusik und ein solennes Geleit nach Nordheim, wobei acht Vorreiter mit blaugelben (schwedischen) Schärpen den Zug.eröffneten, ihre Huldigung dargebracht haben. Jenny Lind dankte den Musensöhnen in einer freundlichen Ansprache, die sie mit den Worten schloß: „Gott segne euch alle, meine lieben Freunde, die Studenten."

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl,

Miszellen.

(Eine gute Antwort). Noch im Jahre 1774 war die Zahl der jüdischen Mäkler an der Stockbörse in London auf zwölf beschränkt, und pflegte eine solche Stelle vom Lord Mayor durch ein ansehnliches Geldgeschenk erkauft zu werden. Da ge­schah es in genanntem Jahre, wo ein gewisser Wilks das Bür­germeisteramt verwaltete, daß Einer jener Zwölf auf den Tod erkrankte, und mit charakteristischer Keckheit sprach Wilks davon,

Theater zu Wiesbaden.

Zum Vortheil der Wasserbeschädigten,

Samstag, den 16. Februar. Teil, große herorische Oper in 4 Akten. Musik von Rossini.

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hos-Buchhandlung in Wiesbaden.