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„Die Erzeugnisse der tropischen Lande, die Erzeug­nisse der Bergwerke und der Maschinen waren bestimmt theurer als gegenwärtig. Zu den Waaren, für welche der Arbeiter im Jahre 1685 mehr zu bezahlen hatte als seine Nachkommen im Jahre 1848, gehören Zucker, Salz, Kohlen, Lichte, Seife, Schuhe, Strümpfe, und im allge­meinen alle Kleidungs- und Bettungögegenstände. Man kann hinzusetzen, daß die alten Röcke und Decken nicht nur kostspieliger, sondern auch minder tüchtig waren als die modernen Zeuge.

„Man darf nicht vergessen, daß diejenigen Arbeiter, welche im Stande waren sich und ihre Familien von ihrem Lohne zu ernähren, nicht die bedürftigsten Mitglie­der des Gemeinwesens waren. Hinter ihnen lag eine zahlreiche Klasse, welche nicht ohne einige Beihülfe Sei­tens des Kirchspiels bestehen konnte. Cs kann kaum einen besseren Maßstab für den Zustand des gemeinen Volks geben als das Verhältniß, in welchem diese Klasse zur gesammten Gesellschaft steht. Gegenwärtig bilden die Männer, Weiber und Kinder, welche Armenunter, stützung empfangen, den amtlichen Nachweisungen zufolge in schlechten Zeiten ein Zehntheil der Bevölkerung Englands, in guten Jahren ein Drei zehnt heil. Gregorius King schätzte sie zu seiner Zeit auf mehr als ein Fünftel, und diese Schätzung, welche wir, bei aller Achtung vor seiner Glaubwürdigkeit, kaum ge, neigt seyn würden von Uebertreibung freizusprechen, wird von Davenant für ausnehmend verständig erklärt." (Fortsetzung folgt.)

dern zum Sprechen ähnlich und im Allgemeinen ein Mangel an jenem bestimmten Fortschreiten, welches der Hauptköder für die Aufmerksamkeit eines gemischten Pub, likums ist. Fiesko ist die Hauptperson, aber sein heuchelnder Charakter erweckt keine allgemeine Theilnahme, keine besondere Hoffnung für den Erfolg seines Unter­nehmens , und nicht eine Thräne rinnt bei seinem Tode. Selbst der Mohr, von Hrn. Emery dargestellt, der dem Leser so viel Vergnügen macht, ließ gänzlich gleichgültig; weil bas Ganze, von dem er einen Theil bildet, des Interesses ermangelt u. s. w." Indeß , fügt die Times hinzu, immerhin müsse man dem Direktor, Hrn. Ander­son, Dank wissen für den Versuch, „einen von der lite­rarischen Welt hochgeschätzten, doch dem bloßen Theater, gânger fern stehenden Autor auf die Bühne zu bringen." Die angegebenen Fehler hat Schillers Tragödie allerdings, viel Schuld an der ihr von dem Londoner Theaterpubli­kum zu Theil gewordenen kalten Aufnahme mag aber auch die Bearbeitung haben, da Herr Planche ganz wichtige Szenen, wie die von Leonorens Tod weggelassen, auch sonst an den Monologen und Dialogen „unbarm­herzig" gestrichen hat. Und doch beruht die Hauptstärke des Stücks zum guten Theil in seinem Pathos, in den gewaltigen Worten, die freilich dem Briten nicht selten unnatürlich und allzutrunken erscheinen mögen. Das Strick war um die Hälfte gekürzt, und doch spielte es 3'/, Stunde! Das deutet entweder auf schleppendes Spiel oder zu lange Zwischenakte.

Schiller's Fiesko in London.

Am 4. Februar wurde Schillers Ficsko in einer Be- oder besser Verarbeitung aus der Feder des als Ver­fasser kleinerer Bühnenstücke bekannten Planche auf dem Drurylanetheater gegeben und ist, wenn man dem interes, santen Bericht der Times Glauben beimessen darf, so gut wie durchgefallen. Die Times sagt: „Das Stück ermüdete die Zuschauer von Anfang bis zu Ende und ließ am Schluß ein Gefühl zurück, welches eher alles andere als das des Enthusiasmus, wenn nicht ein cnfr schieden ungünstiges war." Der Berichterstatter meint, an der Darstellung habe eS nicht gelegen, die Schau­spieler hätten für das Stück ihr Bestes gethan. Herr Anderson habe den Fiesko ausgezeichnet gespielt, aber, fährt die Times fort, „Schillers Drama wird zwar immer mit Vergnügen gelesen werden, aber bei der Darstellung zeigt sich ein Mangel an konzentrirtem Interesse, ein Mangel an Mannigfaltigkeit in den Situationen, denn die Zusammenkünfte der Verschwörer sehen eine der an­

Literatur.

Mit so vielen periodischen Organen der Wissenschaft sind auch die Wiener Jahrbücher der Literatur der Ungunst der Zeitverhältnisse erlegen. Ihr sehr ver- dienter Herausgeber, Regierungsrath Deinhardstein, der seit zwanzig Jahren dem berühmten Slawisten Kopitar in dieser Eigenschaft gefolgt ist, hat bei diesem Anlaß an die Leser und Mitarbeiter unterm 15. Dezbr. 1849 einen Abschied gerichtet, worin er durch die Namen der Mitabrbeiter, sowie durch die Andeutung ihrer Lei­stungen, die Großartigkeit deS erloschenen Institutes zu belegen sucht. Bereits verstorben sind aus dem Kreise der Mitarbeiter: Goethe nebst seinen Freunden Meyer, Niemer und Staatskanzler Müller, Wilhelm v. Hum­boldt, A. W. Schlegel, Gentz, Zschokke, Jmmermann, Böttiger, Hase, Gottfried Hermann, Endlicher, Wenrich, Hormayr, Littrow, Feuchteröleben, Enk, La Motte-Fougue, Rochlitz. Unter den Lebenden richtet er seinen Dank an W. Aleris, Benfey, Carns, Flügel, Creuzer, Fürst, Geier,