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entfernt; sie wurden vor neun Jahren von den Merika- nern eine kurze Zeit lang bearbeitet, und lieferten mehr Gold als irgend eine andere Mine in Meriko: allein die Apaches überfielen die Arbeiter, mordeten alle, mit Aus­nahme von 5 Mann, welche glücklich entkamen, und nah­men das Erz weg. Seit dieser Zeit wagten sich die Merikaner nicht mehr in jene Gegend. Trotz der Apaches wollen wir es doch wagen, etwas Gold zu holen; wir sind jetzt 50 Mann stark und nehmen es mit 500 und mehr dieser Wilken auf.

Wenn diese Minen so reich sind, als die am Sacra­mento, so ist unser Glück gemacht, und es heißt, sie sol­len sogar noch reicher seyn; ist dies nicht der Fall, so gehen wir weiter nach San Francisco und dem Rio- Sacramento.

Zwei ungedruckte Gedichte von und an Goethe.

Der Redaction der „Norddeutschen Freien Presse" geht folgender Brief aus London zu:

Der Güte des Fürsten von Carolat-Beuthen ver­danke ich den Besitz eines kleinen noch nie gedruck­ten Gedichtes von Goethe. Der liebenswürdige Fürst, unter dessen Familienvater diese poetische Klei­nigkeit Jahre lang ruhte, gab mir dieselbe mit der Er­laubniß , zu Gunsten der vielfachen Verehrer des großen Todten dieses, vielleicht eines seiner letzten Gedichte, der Oeffentlichkeit zu übergeben. Zur nâhern Verständigung bemerke ich, daß I. d. P. eine der höhern Gesellschaft angehörige, eben so schöne als talentvolle junge Dame war.

Empfangen Sie nun zusammt der Anlage auch die Versicherung meiner besonderen Hochschätzung, mit der ich mich zeichne Ihr ergebenster Rup ertu s.

An Goethe

mit einem Paar Pantoffeln zu seinem 82. Geburtstage,, den 28. August 1831.

Nur ganz bescheiden nah' ich heute mich,

Wo so viel schön're Gaben Dich umringen;

Doch, Herr, Bedeutung hab' auch ich,

Denn Liebe und Verehrung soll ich bringen.

Drum, wenn auch Höb're, Meister, Dich begrüßen, Mir gönne nur den Platz zu Deinen Füßen.

„Zwar Engeln kann ich nicht Befehle geben „Daß seine Schritte sie mit Liebe fahren, „Doch will ich weich mit Seide euch durchweben, „Daß ihn kein Steinchen möge hart berühren," So sprach die Herrin und so laß mich schließen, Und gönn' auch mir den Platz zu Deinen Füßen.

Goethe's Antwort.

Dem heiligen Vater pflegt man, wie toit wissen, Des Fußes Hülle fromm gebeugt zu küssen; Doch wem begegnet's hier im langen Leben, Dem eignen Fußwerk Kuß um Kuß zu geben; Er denkt gewiß an jene liebe Hand, Die Stich um Stich an diesen Schmuck verwandt.

Ihr ältester Verehrer W. v. Goethe.

Miszelle n.

Der Verfasser der „Vierzig Jahre aus dem Leben eines Todten", erzählt bei Erwähnung der beiden letzten Kaiserkrö­nungen in Frankfurt: Ein Lohnlakai aus dem rothen Haus, da­mals der erste Gasthof Frankfurts, der den Fremden als Cicerone diente, führte diese unter anderen Merkwürdigkeiten auch an das Wachthaus auf dem Römerberg, über welchem man hinter einem Gitter die Köpfe der bei den letzten Krönungen gebratenen Ochsen als eine besondere Sehenswürdigkeit aufbewahrte, und zeigte 2 dieselben mit der Hand hindeutend, den Fremden, erklärend: .„Dies ist dem Leopoldus seiner, und dies dem Franz seiner." Ein fremder Stabsoffizier, dem man gleichfalls diese Kuriositä­ten mit der sonderbaren, aber gewiß in Unschuld gemachten Er­klärung des Lohnlakais gezeigt hatte, machte eine etwas empfind­liche Anzeige über das Unpassende derselben bei dem Frankfurter Polizei-Amt. Dieses ließ nun den Lakai kommen und belehrte ihn, er habe künftig bei spanischer Bocksstrafe zu sagen: „Dies seyen diejenigen Köpfe derjenigen Ochsen, welche zu Ehren der gekrönten Häupter Ihrer Majestäten gebraten worden, und deren g e h ö r n te H ä u p t e r hier zur Schau aufgehängt seyen." — Der Lakai lernte die Worte auswendig und brachte sie fortan jedesmal vör, wenn er die Ochs.nköpfe zeigte. Da aber auch diese Erklärungswèjse bald höchst anstößig gefunden wurde, und der Mann noch obendrein die gekrönten mit den gehörnten Häuptern bisweilen verwechselte, so wurde dem Cicerone endlich befohlen, erchwbe weiter nichts mehr zu sagen, als: „Hier hängen die zwei kaiserlichen Ochsenköpfe aus der Krönung."

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Konrad in Kreuzer ist todt. Von ihm ist die Musik zu Raimunds Zauberstücken, von ihm eine Menge köstlicher Wei­sen zu Uhlands Liedern, von ihm endlich, unter zahlreichen andern Opern, vor allen Dingen das Nachtlager von Granada. Er starb in Riga, wo er zuletzt als Kapellmeister wirkte, am 14. Dez., 67 Jahr alt.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Theater zu Wiesbaden.

Donnerstag den 27. Dez. Mutter und Sohn. Schauspiel in 5 Akten in 2 Abtheilungen, mit freier Benutzung des Bremer'- schen Romans: „Die Nachbarin" von Ch. Birch-Pfeiffer-

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Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Lae ,d ad e n.