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sein Freund und Gönner. Nach vielem Widerstand gegen seine Plane durfte er seine Maschinerie auf dem Werft von Portsmouth aufrichten.

Im Jahr 1806 stand, nach mehrjährigen Arbeiten, seine Blockmaschinerie fertig, und ist seitdem in voller Thätigkeit , unsere Flotte, mit viel besseren Blöcken als früher, und zwar ungleich wohlfeiler als vordem, ver­sorgend. Die Ersparniß im ersten Jahr betrug 24,000 Pf. St., und zwei Drittel dieser Summe wurden Hrn. Brunel als Lohn für seine Erfindung zugewandt. Zwei Jahre vor Beendigung des großen Kriegs erfand Brunel eine Schuhverfertigungsmaschine für die Armee, welche sich als sehr brauchbar und ökonomisch bewährte; in­dessen nach dem Friedensschluß von 1815 wurde, bei vermindertem Bedarf, diese Maschine bei Seite gelegt. Brunel baute eines der ersten Ramsgater Dampfboote; auch bewog er die Admiralität ihm mit dem Bau eines Schleppschiffs zu betrauen, welches das Erperiment ver­suchen sollte, Schiffe ins Meer zu bugsiren, was man damals noch für unthunlich hielt. Dem Kaiser Alexan­der von Rußland legte Brunel einen Plan vor, zum Bau eines Tunnels unter der Newa, auf welchem Flusse die starke Anhäufung von Eis und die plötzlichen Eis­gänge den Brückenbau sehr schwierig machen. Der An­trag ward abgelehnt, aber an diese Idee knüpfte sich sein Plan zur Anlegung eines Tunnel unter der Themse, welche vorher zweimal ohne Erfolg versucht worden. Der Tunnel zwischen Wapping und Rolherhithe ward im Jahr 1843 beendigt, und dieses große Werk sichert dem Sir M. J. Brunel — er warb unter der Melbourne- i schen Verwaltung in den Ritterstand erhoben — für, immer einen hohen Rang unter Englands Baumeistern. Sir Isambert war bei seinem Tode Vizepräsident der k. Sozietät der Wissenschaften, korresponbirenves Mitglied des Instituts von Frankreich, auch Ritter der Ehren­legion. Er hinterläßt eine Wittwe, einen Sohn, den be­rühmten Ingenieur Brunel jun., und zwei Töchter.

(Daily Ne w s.)

bedeckt; Baumstämme, Zweige, Blätter. Dabei bildete das Eis die wunderlichsten Figuren und im Walde war ein Lärm und Rasseln zu hören, als würde darin Holbein's Todtentanz aufge­führt. Baumstämme von 5 Fuß im Durchmesser bogen sich unter ihrer Last zur Erde, wie welke Blumenstengel. Ein % Pfund schwerer Birkenzweig hatte sechs Pfund Eis auf sich. Die ältesten Einwohner erinnern sich eines so wunderbaren Phänomens nicht.

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G. v. Struve hat bei Schlüpfer in Herisau einen Volks­kalender für 1850, betitelt: „Die neue Zeit," erscheinen lassen. Der Titel ist vermuthlich der L. Blanc'schen Monatsschrift: „Die neue Welt" nachgebildet. Statt der alten Kalendernamen figu- riren darin Namen, wie: Aristoteles, Xenophon, Miltiades k. Die Monate sind nach Analogie des alten französischen Revo­lutionskalenders benannt. Das ganze Opus spricht wieder ein­mal für die sektirerische Marktschreierei dieses „Bettelmönchs der Demokratie."

Wie doch das launenhafte Geschick der Revolutionen mit den alten Größen spielt! Julius Fröbel beabsichtigt in New- No rk Seifensieder zu werden. Seine Frau, welch er aus finan- zielten Rücksichten hier zurücklassen mußte, ist vor einigen Tagen « gestorben. Sie soll in den bedrängtesten Umständen gewesen seyn, so daß sie sich zu zwei bemittelten Flüchtlingen als Haus­hälterin verdingen mußte. Ueberhaupt ist die einst so »ermög­liche Familie Fröbel ganz herunter gekommen.

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Wien, 15. Dez. Erzherzog Johann ist gegenwärtig in Wien zu sehen, einstweilen in — Schnee. Die in der Kanonen­gießerei auf der Wieden beschäftigten Artilleristen haben in Schnee ein kolossales Werk aufgeführt, welches den Erzherzog, den bisherigen Chef des gesammten Geniewesens, in steirischer Jägertracht und in demselben Augenblick darstellt, wo er seiner nachherigen Gemahlin, der Tochter des Postmeisters, zum ersten Mal entgegentritt. Nicht blos das eigenthümliche Material, sondern auch der eigenthümliche Moment, den die Künstler für ihre Darstellung gewählt, lockt fortwährend ein großes Publikum ; herbei.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Theater zu Wiesbaden.

Miszellen.

Die „Moskauer Zeitung" berichtet vor Kurzem über ein seltenes Naturereignis welches sich in dem Dorfe Sparkie Tels- zewo (Minskschcs Dep.) zugetragen. Am 12. Okt. fiel des Abends und in der Nacht ein starker Platzregen, während der Thermometer auf Null zeigte und ein ziemlich starker Südwtst Wehte. Am Morgen des 13. Oktober bot sich ein schwer zu be- schreibenver Anblick dar: Alles war mit einer dicken Eiskruste

Samstag den 22. Dez. Don Juan. Große Oper in 2 Auszügen. Musik von Mozart. Donna Elvira: Frl. Krall.

Sonntag den 23. Dez. Deborah. Volksschauspiel in 5 } Akten von Mosenthal.

«UMSO

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.