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stehen brave Soldaten, faßte er, und zwar von Dom Miguel Infanterie, und die hätten gar nicht Noth, solche Schmach zu dulden.

Vielleicht daß diese Berufung auf die früheren Ver­hältnisse den magyarischen Major reizte, die Diskussion wurde heftig zwischen beiden Offizieren und fluchend ritt Letzterer davon.

Schon nach wenigen Minuten kam Görgey heran und frug in deutscher Sprache: Wo ist der Hund?

Der begleitende Major wies mit der Hand auf Knaus.

Görgey ritt zornentbrannt aus ihn los und hieb mit dem Degen nach dem Hauptmann, daß er besinnungs­los mit einer tiefen Kopfwunde zusammensank. — Der General und seine Suite entfernten sich im Galopp.

Hauptmann Knaus war nicht blos ein von seiner Mannschaft geliebter Offizier, sondern ein von Allen, die ihn kannten, geachteter Mann, man war daher auf eine eklatante Satisfaktion gefaßt, die auch nicht ausgeblieben wäre, wenn die Ereignisse Zeit gelassen hatten. Aber das gekränkte Ehrgefühl der Soldeten suchte nach Ge­legenheit, sich zu rächen, und sonderbarerweise übernahm ein Husar das Amt der Vergeltung. In solchen Mo­menten zeigte sich in der Armee der Ungarn, wo die Disziplin streng aufrecht gehalten wurde, was selbst der so schmähende Gegner gestehen muß, der Mangel jener Ehrfurcht und Scheu, welche die geordneten Autoritäten genießen. Trotz der Anhänglichkeit und Liebe zu Görgey äußerten sich die ehemaligen kaiserlichen Soldaten in ihrer Erbitterung wegwerfend über den improvisirten Marschall. Nur durch diese Anschauung ist das folgende erklärbar.

Wie in jeder Schlacht trug Görgey bei OSzöny eine scharlachrothe Jacke. Sey es, daß er bemerkte, die Kugeln der Oesterreichs fielen häufiger auf den Platz, wo er sich jedesmal befand, er entfernte sich aus dem Ge- fechte und kehrte erst später, in den Reitermantel gehüllt, zurück.

Roh auffahrend tadelte er einen Husaren und holte nach löblicher Gewohnheit mit. dem Degen gegen ihn aus; der Husar sprang einen Schritt zurück, schwang den Sabel und hieb nach dem Kopfe des Gegners.

Daher die Kopfwunde Görgey's.

Als gleich darauf Gericht gehalten wurde über den Husaren, wurde er mit einem gelinden Verweis bestraft, denn er gab vor, den General nicht gekannt zu haben. Der gemeine Dieitermantel und die gewöhnliche Cam­pagnekappe habe ihn glauben lassen, es sey ein Kamerad, der zu viel getrunken hatte.

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Das Magyar Hirlap enthält folgende Skizze at erjer Re­volution in Siebenbürgen: Habor Aron t^C, wie eine alte Geige, in seinen vorgerückten Jahren Wunder.' Erst Ge­meiner im Szeklerregiment, dann Artilleriekorporal, wurde er zuletzt jubilirt. Als in der Versammlung zu Agyagfalva (Mitte Oktober 1848) davon die Rede war, daß keine Kanonen da seyen, trat unser Jubilar vor und versprach, daß er Kanonen machen werde. Der alte Aron wurde ausgelacht, zum Theil bedauert. Indeß wurde ganz Siebenbürgen zur Ruhe gebracht, nur das rebellische Haromßek hielt sich noch, und dagegen wurden so viel Kräfte, so viel Kanonen geführt, daß eine Vertheidigung als Chimäre erschien. Die Schlacht begann. Die Szekler, die keine Kanonen hatten, flohen schon, da kam endlich Habor Aron mit einer Kanone. Er hatte sie selbst in seinem Hause gegossen, nach­dem er Alles, was er besaß, zu diesem Behufe verkauft hatte. Mit dem zweiten Schusse demontirte er schon eine österreichische Kanone. Nun lachte man nicht mehr über ihn; er wurde sogar zum Major ernannt. Er hatte den Insurgenten später noch 30 Kanonen geliefert, alle sein Werk. In der Schlacht bei Sina- Zarda fiel er neben einer seiner Kanonen.

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Paris. Charivari spottet über die „Erkältung" des Präsidenten und meint, daß ja bei Ludwig Philipp diese Art Erkältungen, besonders seit 1840, als es sich darum gehandelt, durch eine Heerschau die glorreiche Rolle zu feiern, die man Frankreich in der orientalischen Frage habe spielen lassen, chronisch geworden, daß überhauptchie Aerzte beobachtet hätten, daß immer die polischen Umstände auf diese Krankheit und ihre Dauer, im vorliegenden Fall, also vielleicht der Zustand der Frage des Orients,. die Getränkesteuer, die römische Expedition, die Am­nestie von Einfluß seyen, daß es aber auch Leute gebe, welche wissen wollten, die Ursache des Erkrankens im Elisoe bestehe in einer Erkältung des Publikums.

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In Magdeburg und Berlin haben sich Komite's gebildet und vereinigt, um Gaben bi Empfang zu nehmen, welche man zum Ankauf eines Landgut für Waldeck zu verwenden gedenkt. — 1

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Die Sängerin Sonntag (Gräfin Rossi) ist nach Paris zum Gastspiel engagirt worden, und wird in den nächsten Tagen von Hamburg dahin abgehen.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Theater zu Wiesbaden.

Donnerstag den 20. Dez. Faust. Romantische Oper in 4 Auszügen von J. C. Bernard. Musik von Spohr.

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Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.