len Schäferspielen und adeligen Bauernhoch- -obei jedesmal ein Bauernpaar wirklich getraut von den Hofleuten platt gesprochen wurde, zu Abenteuern scheint den Bewohnern des ger Schlosses eigen gewesen zu seyn. Die
Charlotte Sophie verheirathete sich mit nem Sohne der Kaiserin Katharina II., floh ch, während man sie in Rußland zu beerdigen »rch die Veranstaltung ihrer Freundin Aurora Smark nach Louisiana, heirathete dort einen Aubert und starb 1770 in Brüssel. Die zahl- rke über den Harz würden sehr gewinnen, wenn : einer verständigen Gruppirung und Auffassung .gen auch interessante Parteien aus der Ge-
Harzes, wie das Leben am Hofe zu Blanoeiter auSmalten. Viele dieser Arbeiten sind it, namentlich die im „malerischen und roman- tschland."
oollte an demselben Tage vom Brocken aus rrlichen Roßtrappe gelangen und erreichte dies, auf dem Rübelande einen kundigen Führer »elcher auch im Dunkel den Weg rurch's Ge- nden wußte. So schritten wir im Walde 5 .weilen gelangten wir auf einen rings von torft eingeschlossenen Wiesenplatz, der durch den ewöhnlich in zwei Vierecke zerlegt wurde. Wenn n Führer, ein blutjunger Bursche, Plötzlich laut seine Stimme erhob, sah man ganze Heerden nden Rehen aufspringen und nach allen Seiten Zalde zueilen, was in der tiefen Abenddämme
prächtigen Anblick gewährte. (Schluß folgt.)
der von Humboldt s Ansichten der Natur
(Fortsetzung )
6lüste mit ihren zahllosen Seitenarmen sind die lege des Landes. Zwischen dem Orinoco, dem und dem Rio Negro brauchen die Mönche i nur wenige Meilen von einander entfernten St rfern anderthalb Tage, um in dem aus einem me gezimmerten Canoe, den Windungen kleiner end, sich gegenseitig zu besuchen. Den auffal- »eweiö von der Undurchdringlichkeit einzelner Waldes gibt aber ein Zug aus der Lebensgroßen amerikanischen Tigers oder pantherar- uars. Während durch Einführung des euro- indvieh's, der Pferde und Maulesel die reißen
den Thiere in den Llanos und Pamras, :n »r reit« baumlosen Grasfluren von VarinaS, d;m Mera uns Buenos-Aires reichliche Nahrung finden unt sich \ - Entdeckung von Amerika dort, im ungleichen Kamr^e mit den Viehheerden, ansehnlich vermehrt haben, führen andere Individuen derselben Gattung in dem Dickicht ter Wälder, den Quellen des Orinoco nahe, ein mühevolles Leben. Die Indianer erzählen, daß der schwarze Jaguar, die größte und blutgierigste Abart, sich aus WanderungS- lust und Raubgier in so undurchdringliche Theile der Waldungen verirrte, daß er auf dem Boden nicht jagen kann und, ein Schreckniß der Affenfamilien und der Viverven mit dem Tollschwanze, lange auf den Bäumen lebt.
Von der Insel Del Diamante an tritt man in eine große und wilve Natur. Die Luft ist von zahllosen Flamingos und andern Wasservögeln erfüllt, die^wie ein dunkles, in seinen Umrissen stets wechselndes Gewölk sich von dem blauen Himmelsgewölbe adheben. Das Flußbett verengt sich bis zu 900 Fuß Breite und bildet in vollkommen gerader Richtung einen Kanal, der auf beiden Seiten von dichter Waldung umgeben ist. Der Rand des Waldes bietet einen ungewohnten Anblick dar. Vor der fast undurchdringlichen Wand riesenartiger Stämme von Cäsalpinia, Cebrela und Desmanthus erhebt sich auf dem sandigen Flußuser selbst mit großer Regelmäßigkeit eine niedrige, nur 4 Fuß hohe Hecke, die aus einem kleinen Strauche, Hermesia castaneifolia, besteht. Einige schlanke, dornige Palmen stehen der Hecke am nächsten. Das Ganze gleicht einer beschnittenen Gartenhecke, die nur in großer Entfernung von einander thorartige Oeff- nungen zeigt. Die großen vierfüßigen Thiere des Waldes haben unstreitig diese Oeffnungen selbst gemacht, um bequem an den Strom zu gelangen. Aus ihnen sieht man, vorzüglich am frühen Morgen, den amerikanischen Tiger, den Tapir und das Nabelschwein heraustreten, um ihre Jungen zu tränken. Wenn sie, durch ein vorüberfahrendes Kanoe der Indianer beunruhigt, sich in den Wald zurückziehen wollen, so suchen sie nicht die Hecke mit Ungestüm zu durchbrechen, sondern man hat die Freude, die wilden Thiere vier- bis fünfhundert Schritte langsam zwischen der Hecke und dem Flusse fortschreiten und in der nächsten Oeffnung verschwinden zu sehen. Es erscheinen, um zu trinken, sich zu baden, zu fischen, gruppenweise Geschöpfe der verschiedensten Thierklaffen: mit den großen Mammalien vielfarbige Reiher, Pala- medeen und die stolz einherschreitenden Hokko-Hühner. Hier geht eS zu, wie im Paradiese, sagte mit frommer Miene Herrn von Humboldt's Steuermann, ein alter Indianer. Aber der süße Friede goldener Urzeit herrscht nicht in dem Paradiese der amerikanischen Thierwelt. Die Geschöpfe sondern, beobachten und meiden sich. Die Ca-
