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gen Unmenschliches noch immer geduldig seyn. Und ch war es Zeit, das rollende Rad zu lenken. Man w auch bald über die Punkte einig, und als eben die tklage laut und vernehmbar von Einem formulirt wird, rt man plötzlich ein Schreien auf dem Gange, eine affe Bewaffneter wälzt sich in den Saal, athemlos ft Alles: Latour gefangen! Er wird hierher ge- acht!

Jauchzen dankte für diese Kunde; hierauf anhalten- : Lârm, Gerede; Jeder will erzählen oder sicherzählen, 'fen.

Das dauert einige Minuten, die Glocke gebietet aber haltend Ruhe, der Lärm legt sich nach und nach, ein itglied hat das Wort und spricht aus, daß man tief rauere, wie ein Minister es habe so weit kommen sen; aber noch dürfe man nicht vergessen, daß er Mi- ter war; jetzt sey er gefangen an uns ist es, durch würdigste Haltung ihm die Würde unseres Komite's zeigen er kommt hierher, wie wir hören, bald wird da seyn; nicht Zeichen der Freude über seinen Fall llen wir äußern, auch nicht mit Hohn ihn verunglim- n, mit feierlichster Stille möge er empfangen werden, ser Schweigen sey ihm zu aller Anfang das laut- echendste Urtheil. Kameraden! haltet Euch ernst und det eine Gasse, ihn zu empfangen!

Beifall folgte; im Nu war die Masse auseinander langen in zwei Gruppen, Bewaffnete bildeten beider- s in militärischer Haltung Spalier, und eine Gasse ! sich von dem Eingänge bis zum Tische.

Es war ein feierlicher Moment, man empfand tief# aerst die Schwere des Schicksals und seines Wechsels, rige Stunden hatten hingereicht, den ersten und mäch- sten Beamten des Staates, hinter dem eine Armee i Hunderttausenden stand, zum gefangenen Verbrecher i machen, und Jünglinge, noch vor wenigen Stunden te Macht und Stellung, standen nun weit über dem raukopf, waren seine würdevollen Richter!

(Fortsetzung folgt.)

tung feines Gemüths Raum, diese werden die entschei­denden Faktoren, und darum wählt er die Männer seines Raths nicht nach dem Bedürfnisse der Zeit und des Staates, sondern nach ihrer Kirchlichkeit, und in seinem Ministerrathe herrscht eine weihrauchdüftelnde Kirchenluft. Umgekehrt suchte er auf dem Gebiet des Glaubens und der Kirche, in Kunst und Wissenschaft den König gel­tend zu machen, und wollte ihnen, so zum wahren De­spoten werdend, ihre Bahnen vorschreiben. Beide sind die Träger von solchen Ideen, die theils dem sittlichen Bewußtseyn gegenüber gar nicht berechtigt, oder doch, an sich berechtigt, auf einem Gebiete zur Geltung gebracht werden sollen, wo andere Ideen allein berechtigt sind. BeiLear" führt dies dahin, daß zuletzt fast nur noch ein Narr sein Anhänger bleibt, und wie weit ist Friedrich Wilhelm IV. noch von diesem Aeußer- sten entfernt?

Auch vonHamlet" hat er eine große Aehnlichkeit, auch diesen ruft das Schicksal zu einer großen That, und statt zu handeln, hält er Reden gerade wie Friedrich Wilhelm IV.; während der Geist des großen Vaters, ungesühnt umherirrend, nach Rache ruft, hält er den Schauspielern Vorträge Friedrich Wilhelm IV. läßt, während die Stimme des Volks immer lauter und drohen­der ruft, griechische Trauerspiele aufführen, stiftet Schwa- nenorben und ersinnt Kostüme für die Professoren. Passen nicht endlich die Worte des grübelnden Dänenprinzen:

Seyn oder Nichtseyn, das ist hier die Frage!

ganz genau auf die Lage, worin er sich befand, als ihm die Kaiserkrone angeboten wurde, und hatte er sich nicht dieselbe Antwort zu geben, wie jener:

Der angebor'nen Farbe der Entschließung

Wird des Gedankens Bläffe angekränkelt,

Und Unternehmungen voll Mark und Nachdruck,

Durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt,

Verlieren so der Handlung Namen "

Zweimal schon sind die Schicksalsmächte in drohender Gestalt an ihn herangetreten, er ist ihnen entgangen, aber nicht entgehen wird er der Vergeltung, die Heinrich Heine ihm angedroht hat, dem Richtschwerte der Geschichte und der Geißel des Dichters. (Andree's Reichszeitung.)

Friedrich Wilhelm der Vierte.

(Schluß.)

Mit solcher Anforderung kann man im Besitze ber acht Tyrann werden, ohne die Macht wird man ein ^r Polterer, den eben nur der Wahnsinn vor der- rlichkeit rettet.

Auch Friedrich Wilhelm IV. gibt da, wo ihn nur höheren, ihm anvertrauten Staatsinteressen leiten bür» , der romantischen Gefühlsamkeit, der religiösen Rich­

Erinnerungen aus den Tagen der Schlacht bei Hanau.

Mitgetheilt von Cs.

Wer von Fulda kommend auf der leipziger Heer­straße Gelnhausen erreicht hat, dem öffnet sich hier ein herrliches, fruchtbares Thal. Zahlreiche Dörfer zeugen von der Fruchtbarkeit des Bodens, der selbst einen treff-