cift f. deutsches Alterthum (Leipzig 1843) veröffent- et. DaS Gedicht ist gänzlich verschieden von dem sichte des H irze l i nj, das denselben Gegenstand hat. dürfte den Lesern, welchen die genannte Zeitschrift jt sogleich zugänglich sein wird, nicht unwillkommen , den Inhalt der Bruchstücke mit Maßmann's eigenen rten zu vernehmen.
„Der Dichler zeigt sich im Kampfe gegenwärtig 192. 290); daher seine lebendige Theilnahme, seine ge um die einzelnen Gefallenen (259. 465) und rentlich um den König Adolph selbst, den die Fürsten > alle gewählt hätten. Wer an seinem Tode recht ulv sei, will er nicht sagen, auch nicht recht, wer aus Schlacht geflohen. Daß der Dichter vom Nieder« n war, zeigt die Sprache und seine entschiedene ilnahme für Adolph; doch ist er auch gerecht gegen Feinde. Unmittelbar um den Kaiser war er im Anblicke von dessen Falle nicht. Daß ihm Albrecht r die Augen gestochen und die Wilde und Raugrafen vollends zum Tode verhelfen, hat ihm Dietrich von ubach erzählt. Aber das Gedicht muß unmittelbar der Schlacht gefertiget worden sein, als neue )re im Reiche. Er redet Adolfs Sohn Ruprecht mit besten Wunsche an, als wäre derselbe noch in Alb- s oder in des Mainzers Gefangenschaft."
„Das vielleicht nicht kurze Gedicht ist durchwebt lebendigen selbst aufgeworfenen und rasch beant- eten Fragen, und scheint überhaupt reich an frischen m gewesen zu sein. — Unser Bruchstück fügt manchen ien auf des Nassauers und des Oesterreichers Seite t und stellt uns mitten in die Gemüthsbewegung Zeit. — Der Dichter war aus der Wetterau oder dem Koblenzischen, schwerlich aus dem Oestrei- en." (Schluß folgt.)
taffau vom ZL März 1848 bis zum
4. März 1849.
(Fortsetzung.)
§o gewiß die weit überwiegende Mehrzahl der Be- ung festhielt an den Errungenschaften des 4. März auch in Zukunft dieselben eifersüchtig wahren wird, wiß ist es auch, daß gegen den Winter die äuße- Wahrzeichen derselben bereits in den Hintergrund rten begannen. Zu diesen Wahrzeichen rechnen wir die Bürgerwehren. Seit sich die Revolutionszeit ie Kriegszeit zu verwandeln begann, seit der vorher f gesunkene Soldat wieder König geworden, schwand iuschung, als ob man durch eine mangelhafte Volks
bewaffnung die stehenden Heere sofort überflüssig machen könne. Die Bürgerwehren blieben bestehen als ein Symbol, als eine Siegestrophäe der eroberten Volksrechte; aber in dem Maße, als ihr praktischer Nutzen mehr und mehr zusammenschrumpfte, wurde auch die Theilnahme lauer. Ebenso erging es mit den Volksversammlungen. Anfangs das stolzeste Wahrzeichen der Erhebung und in der That mitunter nicht ohne volksthümliche Poesie, schmolzen sie zu bloßen Parteiversammlungen oder Vereinssitzungen herab.
Von dem Augenblicke aber, wo die inneren Zustände unseres Landes nicht mehr die fieberhaft gespannte Aufmerksamkeit des heimischen Beobachters Herausforderin, ward der Blick des Volkes mehr und mehr auf die großen deutschen Verhältnisse, auf die Neubildungen in Frankfurt gelenkt. Es waren sehr nahe liegende Interessen dabei im Spiele. Eine gewaltige Furcht vor den „großartigen Mediatisirungen," wie sie Römer in der Paulsktrche ge- weissagt, ging durch die kleinen Länder. Nassau bildet ein in sich leidlich abgerundetes Ganze. Obgleich man sich daran zu gewöhnen sucht, Nassau als ein Chatten- land zu betrachten, kann es doch dem gegenüber andere Stammeseigenthümlichkeiten geltend machen, und die geschichtlichen Erinnerungen weisen mindestens eben so oft auf heißen Kampf, als aus Einigung mit dem Hessenland. Der Nassauer hält die Historie seines Gaues wenigstens instinktmäßig lieb und werth, wenn er auch in der Regel leider nicht viel von derselben weiß. Gerade weil unsere ökonomischen und industriellen Verhältnisse bescheiden und kleinbürgerlich sind, haben wir die Vortheile eines kleinen Staatsverbandes schon längst tief empfunden und nach totalem Untergehen in ein größeres politl- sches Ganze nie ein sonderliches Gelüsten verspürt. Was widersinnig und nichtsnutzig in den souveränen Kleinwirthschaften gewesen, das war durch die Einigungövoll- macht des deutschen Parlaments bereits mediatisirt.
Wir hatten also bei einer gänzlichen Aufhebung unserer staatlichen Selbstständigkeit nicht viel zu gewinnen, desto Größeres zu verlieren. Die Nachtheile der Zentralisation hatten wir in unserm Staathaushalte seit dreißig Jahren sattsam kennen gelernt, die Vorzüge der Selbstständigkeit kleinerer Gemeinschaften waren es ja, die uns eben erst bei der neuen Gemeindeordnung begeisterten; — wie nahe lag es also, diesen Vergleich der freien Gemeinde auf die Stellung Nassau's zu dem großen deutschen Ge- sammtvaterlande auszudehnen! Nassau hat sich in diesen Revolutionstagen gewiß nie als partikularistisch gezeigt, aber an einer ehrenvollen Selbstständigkeit, soweit sie das gemeine Interesse Deutschlands gestattet, wird es zähe festhalten. Auch der Fürst und das Ministerium verfolgten die gleiche Politik. Nassau hat stets die Kompetenz
