eine Anwendung im Jahre 1847 so wenig, als daß auch zu dem, was er S. 240 vergleicht, eben nun der eigene Name kommt. Gibt es bei solchem Schicksale einen Ersatz, so findet ihn das Vaterherz im Hinblicke auf den jüngeren Sohn, welcher, umgeben von allgemeinem und dauerndem Vertrauen der Vertreter des deutschen Ge- sammtvolkes, an die Spitze der Gestaltung des neuen Reiches berufen wurde.
Diese Blatter haben im Laufe ihres kurzen Bestehens beiden Söhnen, nach obliegender Pflicht der Presse, besonders der nassauischen, den schuldigen Tribut der Anerkennung und der aufrichtigsten Theilnahme mehrfach gezollt. Nicht minder glauben sie die Pflicht zu haben, auch von dem Vater, welcher solche Söhne erzog, die literarischen Spâtfrüchte einer wohl verdienten aber nicht unthätig verbrachten Muse, aus dem neunten Jahrzehnte eines vielfach angestrengten Lebens, dem näheren Kreise der Mitlebenden anzuzeigen.
Der vorliegende Band ist die Fortsetzung des früheren Werkes „Die Resultate der Sittengeschichte", und enthält davon die Abschnitte VII, VIII, IX, „Wohnung, Arbeit und Eigenthum, oder die Familie," in einer Reihe von einzelnen Betrachtungen, welche uns, an der Hand einer ausgebreiteten Lektüre von klassischen Schriften aller Nationen, von den primitiven Zuständen bis zum Aufhören des westlichen römischen Kaiserthumes führen und auf die Fortsetzung vorbereiten. Fern von abstruser Systematik und „ihrem pedantischen Mißbrauche," wollte der Verfasser, nachdem er früher den Staat und seine Formen parteilos behandelt hatte, jetzt die Ergebnisse über Familie und Zivilisation darlegen, nicht als Arbeit der neuesten Zeit, sondern als Frucht seiner Lebensstudien nach Aufzeichnungen aus den „verschiedenartigsten Epochen und Stimmungen."
Was als Ansprache an des jüngern Geschlecht gerichtet wird, verdient, als die Weckstimme eines erfahrungsreichen Staatsmannes, der ohne Vorurtheil und Parteilichkeit nur Bewährtes ausspricht, wörtlich hier Platz zu finden. „Unter diesen Studien, Unterhaltungen, Anregungen, Bewunderungen nehmen allerdings klassische Litteratur und Geschichte die obersten Plätze ein; einen Dritten, wenn gleich tieferen, den Alten fast unbekannten, aber zu meinen Zwecken ungemein förderlichen, Reisebeschreibungen aller Art. Ich bin berechtigt, ich fühle mich gedrängt, meinen Zeitgenossen, den Leuten des heutigen Tages, also der Jugend, welcher primitiv auch die erste Zuschrift und vorzugsweise diese Blätter gewidmet waren, den Vorwurf zu machen, daß sie jenes Klassische in ihrer Gesammtheit viel zu sehr vernachlässigen. Befan
gen und gleichsam verstrickt in den modernen Singsang von politischen Streitschriften, philosophischen Systemen, Gedichten, Romanen und Tagesblättern, die alle ihren relativen Werth haben mögen. Oder sie sind durch ihren Beruf auf Elemente und Studien der Gewerbe, auf Mathematik besonders, oder auf Naturwissenschaften und Chemie hingewiesen. Unstreitig von großer Wichtigkeit erste und bleibende Denkmale des menschlichen Verstandes. Aber zur wahren Bildung, zur Menschenkenntniß, zur Weltkcnntniß, zur rechten Richtung des Gemüths, des Verstandes, des Witzes, des Geschmackes, zur ächtesten Zivilisation sind jenes nicht die besseren Hülfsmittel. Und ich wäre befriedigt und froh, wenn ich durch häufigen Gebrauch und zweckmäßige Anführungen den Reichthum die Unerschöpflichkeil jener Quellen bethätigen könnte. Darum entschuldige ich mich auch nicht gegenüber denen, die dafürhalten mögen, es sey darin zu viel geschehen."
(Schluß folgt.)
Miszellen.
— Die Amerikaner sind nicht die ersten Entdecker der Goldschätze Kaliforniens; Franz Drake, der erste Europäer, der diesen Theil der kalifornischen Küste sah und ihr wegen der weißen Klippen und Ufer, die auch jetzt choch die San Franciscobai charakterisiren, den Namen Neualbion gab, spricht in seinen Berichten schon von dem Reichsthum des Landes an kostbaren Metallen; an einer Stelle heißt es, überall wo man die Erde aufnehme, enthalte sie gold- und silberglänzende Theilchen. Die Eingebornen schenkten Franz Drake das Land; dieser nahm es für die Königin Elisabeth in Besitz und errichtete zum Zeichen der Besitzergreifung einen Pfosten mit einer Elisabeths Namen tragenden Platte, unter welche sechs Pencestück befestigt wurden Damals achtete indeß niemand auf diese Angaben und bis jetzt galt Nordkalifornien im Vergleich zu dem metallischen Südkali- fornien als ein ganz unproduktives Land. Capitän Beachy, der San Franzisko 1825 besuchte und Drakes Bericht vor Augen gehabt haben muß, stellte doch keine Nachforschungen an und der amerikanische Kommodore Wilckes, der späterhin die Gegend um den Sakramento aufnehmen und untersuchen ließ, kümmerte sich um Goldschätze eben so wenig.
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j) Ein altes Mönchs-Rezept noch jetzt brauchbar für alle Befriedigte und Unbefriedigte, lautet wörtlich so:
Recipe; probatum est: 1) De superioribus, prae- decessoribus, confratribus, Omnibus semper et ubique bene dicere; 2) Officium suum taliter qualiter facere ; 3) Mund um, sicut vadit, sinere vadere.
Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.
Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.
