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Erhebung zu Gunsten des Grafen Montemolin auf die Begünstigung Oesterreichs zu rechnen habe, entbehrt je­des thatsächlichen Anhaltspunktes. Alan denkt hier durchaus nicht daran, sich in irgend einer Beziehung an den spanischen Angelegenheiten zu betheiligen, von einer offenen oder geheimen Unterstützung des Grafen Montemolin kann daher keine Rede sein. Uebrigens scheint cs noch nicht ausgemacht zu sein, ob sich der Graf wirklich schon in Catalonien befindet oder noch in Neapel verweilt, da die diesfälligen Nachrichten sehr widersprechend lauten. Der Vater des Grafen, der Jnfant Don Carlos, ein am Körper ganz gebrochener Mann, hält sich in dem in der Nähe Wiens liegenden Kurorte Baden auf und führt den Namen eines Gra­fen von Molina; sein zwcitgeborcner Sohn, der Infant Don Juan, ist vor Kurzem nach England abgereist.— Die hiesige russische Ambassade hat einen Bericht aus Bukarest erhalten, in welchem gemeldet wird, daß bei den Gefechten bei Giurgewo die Generale Orloff und Budurlin nur leicht verwundet wurden, dagegen aber General Fürst Scherbanoff und Oberst Tschertsch, Ad­jutant des Generals Dannenberg, schwer verwundet worden sind. Kalarasch ist von den Russen ganz ver­lassen, und ist diese Stadt theilweise bereits von den Türken besetzt worden. In Obileschti stehen hingegen vier Regimenter Infanterie und Cavallerie.

Der "Soldatenfreund-, vom 27. Juli bringt an der Spitze seines Blattes einen Artikel, welcher verlangt, daß Oderberg zu einer deutschen Bundesfestung gemacht werde. Es sei dieser Platz "in einem Kriege zwischen Oesterreich und Rußland der Schlüsselpunkt, zugleich aber auch der Bereinigungspunct für die mäh­rischen, schlesischen und galizischen Schienenwege. Deutsch­land, das geeinigte, müsse als europäische Großmacht die Front nach allen Seiten kehren. Wäre Rends­burg jetzt eine deutsche Bundesfestung, wir könnten im Norden mit weniger Mißbehagen in die Zukunft blicken.» — Die "Presse, welche diesen Artikel abdruckt, bemerkt dazu: »Derselbe scheine schon deßwegen von hohem In­teresse, weil er einem vollständigen Frontmachen dieses geschätzten Blattes gegen Rußland gleichkomme. Wenn nun selbst der "Soldatenfreund» seinen russischen Sym­pathien Schweigen gebiete, so müsse die entscheidende Stunde geschlagen haben.»

Die Festung Olmütz soll nächstens nicht bloß in completeu Vertheidigungszustand gesetzt, sondern auch ihre Approvisionirung aus eine Zeitdauer von drei bis vier Monaten veranstaltet werden. An den detachirten Forts ans der nordöstlichen Seite der Festung, unweit der galizischen und troppauer Straße, wird rastlos ge­arbeitet und sollen dieselben ihrer Vollendung ziemlich nahescm.

Wie man vernimmt, ist vom Armeeobercommando an unsere Observationscorps an der türkischen Grenze der Befehl ergangen, daß die bei ihren Gatten weilen­den O ffiziers frauen die Armee zu verlassen haben. Man schließt daraus, wenn auch nicht gerade aus die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs der Feindseligkeiten, doch aus eine nahe Bewegung unserer Truppen zur Besetzung eines Theiles der Walachei. — Nach der Köln. Ztg. wird durch eine gemeinsame Erklärung Oesterreichs und Preußens am Bundestag der Antrag gestellt wer- ben: die Kontingente mit der äußersten Be­schleunigung auf den Kriegsfuß zu stellen.

Aus Berlin sollen vorgestern Depeschen eingelaufen sein, die namentlich in militärischer Hinsicht befriedigend lauten sollen.

Die Gebrüder Rothschild find gegenwärtig in Ga­stein zu einer financiellen Conferenz versammelt. Bis jetzt hat sich dieses Haus an der National-Anleihe noch

erwiederte: Lieben Leute, es ist ja kein Bauer, sondern Neptun mit dem Dreizack. Antwort: Was sagst du von Rebhuhn ? Den Bauern vom Hause oder wir wollen dich was anders lehren! Der Kaufmann mußte nachgeben, wenn ihm nicht sein ganzes Hans zerstört werden sollte. Er nahm den vermeinten Bauern mit der Mistgabel herunter und stellte einen Kückeriki an seine Stelle, gegen den Niemand etwas einzuwenden hatte.

Mißverständnisse, sagt der Wandsbecker Bote, entstehen ge­wöhnlich, wenn man einander nicht versteht. Am wenigsten ver­steht man sich aber baun , wenn auf einer oder auch auf beiden Seiten Empfindlichkeit, Stolz und Dummheit Zusammentreffen.

3. Der gelobte Wein.

Zum Schluß noch eine kleine Geschichte, die zwar nicht in einer Seestadt, aber doch in einer freien Reichsstadt passirt ist. Ein Frankfurter Schneider sagte einst zu einem College» : Ach höre, in der Schnurgasse, int wilden Marin , ist ein köstlicher Trunk rothen Weins zu holen. Antwortete der College: Meister Hans, woher wißt Ihr daS? Ich habe ihn zwar tiidg selbst versucht, erwiederte Aieistcr HanS, aber meines Vaters Brnder- solm, der kleine Petermann hat gesehen, daß etliche Leute ihn ge- trunken und allezeit ihre Gläser rein ausgeleert haben. Daraus schließe ich, daß eâ ohne Zweifel ein köstlicher Wein sein muß.

Diese Geschickte soll schon sehr alt sein inib bald nach der Gründung Frankfurts sich zugetragen haben. Doch wiederholt sie sich mich jetzt noch zuweilen in Frankfurt und in andern Städten, z. B. wenn Recensenten ein Buch anpreisen, daS sie nie gelesen haben. (Vbl. s. St. u. L.)

Zur Tagesgeschichte.

** Die Münchener Industrie-Ausstellung, und waS drum imd dran hängt, beginnt allniälig auch die Pariser Presse zu beschäftigen. Während Alfred Bnöquet der Patrie einen Ersten Bericht einsendet, der freilich noch nicht über eine historisch Skizze des deutschen Zollvereins hinausgelangt, welches nur für ein französisches Publicum irgend etwas neues enthalten kann, ist der Charivari einstweilen speciell mit dem Gesammtgastspiel

nicht betheiligt; wahrscheinlich werden die Glieder be> selben sich gelegentlich der Cenferenz in Gastein über die Höhe der zu zeichnenden Suiume verständigen. Ans dein Auslande lauten die Berichte fortwährend befrie­digend. Nächst Paris ist es Amsterdam, wo sich eine sehr rege Theilnahme an den österreichischen Finanz- Operationen kund gibt, dann folgt London, Berlin, Frankfurt. In Paris sollen bis zum 25. mehr als 90 Mill. Fr. gezeichnet worden sein.

Der Oesterr. Corresp. zufolge ist den im Auslande befindlichen k. k. österreichischen Staatsangehörigen zum Behufe ihrer Betheiligung bei dem Nationalanlehen die Erleichterung gewährt worden, bei den k. k. Gesandt­schaften und Consulaten subscribiren zu dürfen.

X Wien, 1. August. Deutsche Blätter melden, daß die Westmächte unter gewissen Bedingungen geneigt sein würden, in neue Unterhandlungen über die orien­talische Frage einzutrcten. Die Donaufürstenthümer, heißt es in diesen Mittheilungen, sollen von den Russen geräumt, sofort geräumt werden; die Donaufürstenthümer werden unter den Schutz der Großmächte mit Vorbe­halt der Executive für Oesterreich gestellt; gleichen Schutz genießen die sämmtlichen, nicht muselmännischen Unterthanen der Pforte; die Schifffahrt auf der Donau und dein schwarzen Meere wird frei gegeben; Rußland muß sämmtliche Kriegskosten tragen. Es läßt sich nicht verkennen, daß dieses Friedensprogramm sich den Be« schlüssen der Wiener-Conferenz strenge anschließt, "Nichte» destoweniger müssen wir Bedenken tragen, die Authenti­cität des vorstehenden Programmes anzuerkennen; bis jetzt ist in den hiesigen maßgebenden Kreisen eine bestimmte Fassung auf die österreichische Notification an die Westmächte nicht bekannt geworden. Uebrigens wird es wohl nur Wenige geben, die da glauben, ein solcher Vorschlag werde der russischen Regierung als Fricdens- basis annehmbar erscheinen. Von einem Waffenstill­stände, ohne welchen Verhandlungen selten Erfolg ver­sprechen, ist ohnehin keine Rede.

Se. Excell. der Herr Feldzcugmeistcr Frhr. von Heß ist heute (1. Aug.) mit dem Frühtrain von seiner Inspectionsreise durch Ungarn, Siebenbürgen und Ga­lizien wieder in Wien eingetroffen.

Unter den neuesten Zeichnern für das Nationalan­lehen bemerken wir den Herzog von Braunschweig mit 100,000 fl., die Rothschilds mit 5 Millionen und den Redacteur des Lloyd, E. Warrens, mit 60,000 fl.

Frankreich.

Paris, 1. August. Durch eine Ordonnanz, datirt vom 15. d. M., ist der Proceß Montalembcrt's beendigt. Nach dem richterlichen Spruch liegt gegen­wärtig kein Grund zur Verfolgung vor. — De Moutrvrid, erster Gesandschaftssecretär zu Madrid, ist hier eingetroffen. — Gestern Nachmittag sah man auf dein Börsenplatz und dem Italiäner zum ersten Male mehrere Officiere der Kaisergarde in ihrer glänzenden Uniform. — Die Nachrichten aus Marseille sind fort­während beruhigend.

Zu Toulon sind soeben wieder Belagerungsge­schütze für die orientalische Armee auf auf Handels- fahrzeugen eingeschifft worden. In den ersten Tagen des Monats August sind auch fünf Batterien Artillerie, ebenfalls für den Belagerungspark bestimmt, erwartet, um sammt Mannschaft und Pferden auf Handelsfahr­zeugen nach dem Orient transportirt zu werden. — Die Patrie kündigt eine bedeutende Soldatenaushebung im ottomanifchen Reiche an. — Französische Blätter wollen wissen; die vereinigte Flotte werde sich zunächst .Kaffas, in der Krimm, bemächtigen, und von dort aus die Angriffe auf Sebastopol unternehmen. Außer dem General Ney ist auch der General Carbuccia, welcher

deutscher Bühnenkünstler, wenn auch in einer Weise beschäftigt, welche fast mehr Unsinn bringt als selbst der Charivari zu brin­gen das Recht und die Pflicht hat, und welche es schwer macht M errathen, wo der Scherz aufhört und der Ernst anfängt. Sein Berichterstatter kommt aus der „Theatrothek", wo man „keine Spur von einer Logenschließerin sieht", gerade an demselben Abend, wo man „drei Trauerspiele mit Chören gegeben hat," Der würdige Herr wird die Brant von Messina; gesehen haben. „In Deutschland sind alle Stücke mit Choren versehen; Trauer­spiele, Dramen, Melodramen, Lustspiele, Singspiele — der Chor fehlt nirgends, selbst in der Pantomime nicht, und es ist wahr­haft imposant ein Chor wie einen einzigen Mann sich erheben zu sehen, um Pierrot füufmtdzwanzig Fußtritte zu versetzen." Die hervorragendste Stelle dieses Artikels nimmt eine 'Abhandlung über Göthe und Schiller ein, welche beide, wie der Berichterstat­ter historisch bemerkt, vor „einigen" Jahren in Weimar gestor­ben sind Goethe, der nicht blos das Lied gedichtet: „Kennst du das Land wo die Citronen blühen," sondern auch den Wer- ther geschrieben, und vor allen Dingen.den Faust, d. h. denicnl- gen Faust, „den kein Mensch verficht, und für dessen Erklärung in allen deutschen Städten eigene Lehrstühle bestehen, während die Buchbäudler-Kataloge bis jetzt eine Zahl von 15<2 Commen- taren aufweisen;" Schiller, dessen berühmtestes u>eu die Räuber heißt. „Als es erschien, gingen alle jungen Leute aus den ersten Familien Deutschlands in die Wälder, und machten sich daran, die Eilwägeu anzuhalten und die Reisenden ausznplündern. Noch gegenwärtig hat sich diese Wuth noch nicht gelegt, und es ist etwas Gewöhnliches vor den deutschen Geschwornengerichten Verbrecher erscheinen zu sehen, welche nicht« Anderes zu ihrer Vertheidigung auführcu als: Ich habe Schiller« Ranberge­lesen! Und dieser mildernde Umstand wird in der Regel mit dem größtem Erfolg geltend gemacht, jede deutsche Jury nimmt darauf Rücksicht." Damit brechen einstweilen die werthvollen Notizen des Berichterstatters ab, weil derselbe genöthigt ist auf der Ecke eines Tisches in einer „Estaminccothek zu schreiben, voll von „Studenten und Philosophen," welche ihn mit „Geschrei und Tabakranch ersticken." Der Briefsteller schließt Mit der, Anerken­nung der ihm persönlich gezollten Aufmerksamkeit. „Eine bahe-

die buben Regimenter der Fremdenlegion befehligte, in Galipoli an der Cholera gestorben. Die Nachricht vom Tode des Admirals Parseval Dcchenes war unbegrün­det; auch wurde der englische Admiral Corry nicht ver­wundet, sondern nimmt wegen Alters und Kränklichkeit seinen Abschied. — Graf Walewsky, der bekanntlich Urlaub genommen, hat dem Kaiser seine Entlassung angeboten; dieselbe ist nicht angenommen worden.

Was die orientalische Frage betrifft, so glaubt man jetzt hierorts die Gewißheit zu haben, daß die Oester­reicher zwischen dem 20. und 21 August wirk­lich in die Fürstenthümer einmarschiren wer­den. Schon hat die Pforte in der Person Derwisch Pascha's einen Kommissär bei den österreichischen Occu- pationötruppen bestellt.

Straßburg, 24. Juli. (Allg. Z.) Die Central- Rheinschifffahrts-Commission versammelt sich am 16. k. Mts. in Mainz. Mehrere im vorigen Jahre unerle­digt gebliebene Fragen werden in der dießjährigen Sitzung erledigt werde». Die beantragte gemeinschaftliche Strom- befahrung von technischen Kommissorien sämmtlicher Ufer­staaten wird dieses Jahr stattsinden, indem nun auch, wie wir hören, Nassau dem Vorschlag beigetreten ist. Frankreich hat in diesem Jahre etwa 860,000 Fr. für Rheinbauten ausgegeben.

Spanien.

Madrider Briefe schreibt der Pariser Corresp. des St.'A. f. W. vom 26. bestätigen, daß die drei Haupt- puncte in Espartero's Programm- waren: Vollständige Erneuerung des Hof-PersonalS, dem General zu über­lassende Verfügung über daö künftige Loos Marien Christinen's, endlich Einberufung von coustituircndcn Cortes, aber mit dem weittragenden Beisatz ; »um über die für das Land passenden Institutio­nen zu entscheiden.» Isabella hat natürlich Alles angenommen. Ob sie damit ihren Thron gerettet hat, muß die Zukunft lehren. In einem Privatschreiben aus Bayonne lese ich: »Jede Local-Juuta stellt ihre ver­schiedenen Forderungen, aber alle wollen nichts mehr vom Hause Bourbon wissen.» Umgekehrt kann ich Jhneu aber aufs Bestimmteste versichern, daß die Ma­drider Junta, wahrscheinlich auf Espartero's Weisung, obwohl aus Leutèn bestehend, die der Königin ebenso feind sind, als irgend Einer, alles Alvgliche thut, um den Thron wenigstens einstweilen noch — zu halten. Unglaublich soll allenthalben die Erbitterung gegen Marie Christine seyn. In Madrid verkauft man neben der Lebensbeschreibung "San Luis des DiebeS» das Bild­niß der »Maria Christina piojosa». In der königlichen Familie scheinen heftige Scenen vorgefallen zu sein: der König soll während des ärgsten Wüthens der Re­volution Marie Christine mit seinem Degen geschlagen und sie sogar verwundet haben.

Der "K. Z.» wird über die angeblichen Auftritte bei Hof folgendes gemeldet: Nach Briefen aus Madrid wurde das Schreiben Espartero's der Königin in Bei­sein ihrer Mutter, des Königs und einer vierten Per­son übergeben, bereit Stellung keine ossicielle ist. Chri­stine wollte sich des Schreibens bemächtigen, Isabella widersetzte sich. Christine ergoß sich nun, in die heftig­sten Anschuldigungen gegen Espartero; die Königin ant­wortete ihr, daß sie in Espartero volles Vertrauen setze. Der König stimmte ihr eifrig bei, die vierte Person aber war der Ansicht Christinens. Die Erörterung wurde nun immer hitziger. Christine rief aus: das Leben ihrer Tochter werde in Espartero's Händen ge­fährdet sein; der König erklärte diese Befürchtung für lächerlich und rieth der Königin, ihrer Mutter nicht zu trauen. Christine soll sodann, durch den Wortwechsel aufgeregt, auf ihre -Tochter loSgestürzt sein, um sie

rische Herzogin hat mich zwei Stunde» lorgnettirt." „Ich würde", fügt er discret hinzu, „Ihnen mehr davon erzählen, wenn wir unter vier Augen wären."

** Die Zahl der augekommcncn imb auf unbestimmte Zeit gebliebenen Fremden betrug in München am 23. b. in runder Summe 450, am 24. b. 550, am 25. b. 650, ant 26 b. 800, zusammen in diesen 4 Tagen 2450; • Die Zahl derjenigen Frem­den, welche Morgens und über Tag ankamcn und Abends oder Nachts wieder abreisten, betrug in diesen 4 Tagen 7550. Die Gesammtzahl der von Sonntag Morgens bis Mittwoch Abends angekommenen Fremden beläuft sich auf 10,000. Der Stand der auf unbestimmte Zeit verweilenden Fremden war bis Sonn­tag den 23. früh 3000. Hiezu kommen bis incl. 26. b. die oben erwähnten Neuangekommenen 2450, was, abzüglich der inzwischen abgèreisten, welche 950 betragen, bis incl. den 26. b. eine Sum­me von 4500 verweilenden Fremden ergibt. Bon den 8000 in München für Fremde disponiblen Betten waren also am 27. Juli früh noch 3500 frei.

** Aus Paris schreibt man unterm 28. Juli: „Die plötzliche Hitze der letzten Tage hat eine Menge Krankheitsfälle, die sich zum Theil auf offener Straße eiustellten, zur Folge gehabt. Einem Dieb, der eben eine Stube vollständig geleert hatte, begegnete es sogar, daß er auf dem Bette, wo er sich von der Arbeit etwas anSruhen wollte, in eine solche Lethargie verfiel, daß der nach Hause zurüakchrende erstaunte Bewohner ihn nicht wieder aus­wecken konnte und dazu amtlichen Beistand holen mußte."

** Im Ural ist kürzlich, wie eS heißt durch Zufall,. eine nickt unwichtige Entdeckung gemacht worden. In den Minen von Kameno-PawSlowsk, Gubernium Orenburg, wurden beim C old­waschen sehr schöne rosenfarbige Topase, gefunden, wie sie bisher nur Brasilien ansznweisen hatte. Diese Entdeckung ist um so wichtiger, als das Anffinden solcher Topase als ein sicheres Zeichen betrachtet zu werden pflegt, daß in der Nähe auch Gold, Platina und Diamanten vorhanden seien.

** Auf der RigiMidegg stürzte "kürzlich bei einem furchtbaren Sturmwind daS neu erbaute Kurhaus unter heftigem Krachen' zusammen, ohne daß ein Menschenleben zu beklagen ist.