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möxUr des jungen Krackrügge, der Handarbeiter Bern berg aus Kutzleben hingcrichtet.

Coültiiz, 29. Juli. Am gestrigen Rachnüttage traf dahier der k. PoUzm-Präsidcnt, Herr v. Hiuckel- dch, von Berlin in Begleitung ree Pclizei-JiispcctorS Ooldheün und noch zwei Polizei-Beamten ein. Der­selbe fuhr noch an demselben Tage nach Stolzenfels und ans den Ehrenbreitstein und wird heute nach Mainz abreifeu.

Kiel, 27. Juli. Das auf den Strand gerathene Linienschiff "St. Louis« wurde diese Nacht durch die gestern Abend hinzugekommene französische Dcunpffre- gatte «Abukir» glücklich wieder flott gemacht, indem das Wasser nach 12 Uhr um 1 Fuß höher slauete.

Berlin, 29. Juli. Prinz Friedrich Karl, welchen die Frankf. Postzeitung und die Breslauer Ztg. auf einer gcheimuißvollen Reise nach Petersburg wâhnen, befindet sich seit gestern in Berlin. Er besichtigte in Ostpreußen die Remonten. Während der Abwesen­heit des österreichischen Gesandten in Berlin, Grafen Thun, wird dessen Geschäfte der bisherige österreichische Gesandte in Madrid, Graf Esterhazy übernehmen.

Am Donnerstag (3. August) wird der König seine Reise nach Putbus anUeten, in Stettin übernachten und folgenden Tages mit bem Avisodampfer »Nix« weiter fahren.

In Betreff des BundeSvereinS- und Bundespreß- gesctzes wird den "H. N.» die Mittheilung gemacht, daß Preußen zwar zu beiden Gesetzen seine Zustimmung gegeben, jedoch mit der Verwahrung, dieselben nicht bei sich einführen zu dürfen. Das »C. B. meldet, daß auch die österreichische Regierung bem Bundestage zu erkennen gegeben habe, das beschlossene Bundespreßgesetz für Oesterreich nicht publiciren zu wollen. Der "Düsseld. 3-" schreibt ein officiöser Berliner Corre- spondent: "Es ist keineswegs im Staatöministcrium be­schlossen worden, mobil zu machen, sondern man hat nur dem Drängen des Kriegsministers uachgegebcn, welcher bei einem etwa eintretenden entscheidenten Falle so weit gerüstet sein will, daß es möglich wird, "mobil machen zu sönnen.«

* Daß die russischen Vorschläge den Westmächten nicht etwa bloß von Preußen, sondern auch von Oesterreich zur Annahme empfohlen seien, um sie wenigstens als Basis von Friedens-Verhandlungen zu benutzen, wird nun auch der "A. A. Z.» aus sicherster Quelle von München geschrieben. Es besteht jedoch in dieser Beziehung wie die "Köln. 3-" bemerkt, keine Ueberein­stimmung zwischen dem Berliner und dein Wiener Ca- binct und es soll die diesseitige Setidung des Obrist- lieuteuauts v. Manteuffel gänzlich gescheitert sein. Oesterreich, heißt es in diesem-Blatte, hat zwar die russische Antwort den Westmächten mit einer Note vor- gelegt, und es soll letzteren allerdings auch den Wunsch ausgesprochen haben, man möge in Paris und London die eigenen Propositionen zur Entscheidung über Krieg und Frieden kund geben, wie es auf der anderen Seite zu Anfang dieses Monats von Seiten Rußlands ge­schehen sei. Allein die Mittheilung der russischen Vor­schläge ist auf Seiten Oesterreichs eingestandener Maßen nur pro forma geschehen, und daß Preußen und Oester­reich sich in getrennten Noten erklärt haben, ist keines­wegs von nur formeller Bedeutung, vielmehr auch der Inhalt beider Noten ist völlig verschieden. Die Stellung, meint die "Kölner Ztg.«, ist nun so, daß, wenn nicht irgend eine neue günstige Wendung eintritt, Oesterreich zwischen Preußen und den West- mächten wählen muß. Es ist begreiflich, wenn Oesterreich vor dieser bitteren Wahl Scheu empfindet und der bekannten Zögeruugs-Mapime huldigt:Inter-

dum aliquid iit. Unter diesen Umständen wird also das "europäische Concert", wenn nicht gänzliche Stö­rung, doch erhebliche Verzögerung seiner Action erleiden, Rußland seinerseits kostbare Zeit gewinnen und der für Handel und Gewerbe so nachtheilige Krieg in eine Länge sich ziehen, deren Ende noch gar nicht abzusehen ist. Die "Kölnische Zeitung- liebt es seit einigen Tagen, die diplomatischen Constellatiouen schwieriger darzustellen als sie sind und Österreichs Verhalten einer plötzlich aufgetauchten Zögerungspolitik zuzuschreiben. Oesterreich hat, so liegen die Dinge, die Entscheidung über die russische Antwortsnote der Wiener Conferenz anheimge­geben; bis zu dieser Schlußfassung wird ein eutschei- denter Schritt Oesterreichs nicht stattfinden. Alles deutet aber darauf hin, daß Oesterreich seinen Entschluß gefaßt habe und seinen Weg in Vertheidigung seiner und unserer, der deutschen Interessen unbeirrt verfolgen wird. In Paris und London hat die russische Ant­wort, von deren vertraulicher Mittheilung der englische Premier dein Parlamente kein Wort mehr sagte, aller­dings keine freundliche Ausnahme gefunden, und eine vorläufige ablehnende Antwort haben die Westmächte auch bereits durch ihre Gesandten in Wien und Berlin ertheilen lassen, aber noch fehlen die Rückäußerungen auf die jüngste», Rußlands Anträge unterstützenden Depeschen Oesterreichs und Preußens.

Triest, 29. Juli. Laut behördlicher Anzeige werden Provenienzen aus Gallipoli und den Dardanellen wegen der Cholera einer ^tägigen Contumaz in Konstantinopel unterzogen. In Livorno wurde am 24., weil eine Frau im Lazarethe au der Cholera starb, die Quaran­täne für französische Provenienzen auf 16 Tage erhöht. Der Generalintendant von Genua hat am 26. strenge Maßregeln gegen die Verbreiter beunruhigender Nach­richten angeordnet.

Frankreich.

Paris, 29. Juli. Heute, am Jahrestage der Juli- Revolution wurde in einer Anzahl von größeren Werk­stätten gefeiert. Die Polizei-Präfectur mußte Agenten- scharen nach dem Bastille-Platze senden, wo eine gewisse Aufregung sich kund gab und Verhaftungen vorgenom- meu wurden. Es heißt, daß der Kaiser wegen der zwischen dem Prinzen Napoleon und St. Arnaud herr­schenden Uneinigkeit ersterem die Rückkehr nach Frank­reich befohlen habe. Wenn dieses auch für jetzt viel­leicht nicht wahr ist, so dürfte es doch später wahr werden.

Der junge Patterson, Enkel des Prinzen Jerome Napoleon, ist als Franzose natnralisirt worden und tritt als Lieutenant in französischen Kriegsdienst.

Spanien.

Ueber die spanische Revolution schreibt die Times: "Wir dürfen es nunmehr als selbstverständlich ansehen, daß von einem bewaffneten Widerstände seitens des Hofes nicht die Rede sein kann. Theilweise Zugeständ­nisse würden eben so wenig etwas nützen. Jetzt, wo der Kampf einmal begonnen hat, steht es außer Zwei­fel, daß das Volk und das Heer mit Freuden gegen eine Wiederholung des Cabinets Sartorius kämpfen würden. Sollte die Königin einen General finden und wäre derselbe auch Narvaez selbst welcher auf Grund von halben Zugeständnissen ihre Partei ergriffe, so würde sein Untergang und die Vernichtung der _ letz­ten Aussicht für die Königin, sich auf dem Thron ihrer Vater zu behaupten, die schnelle Folge davon sein. Man wird die Königin beibehalten als ein Symbol der Ord­nung, und um die Unbequemlichkeit einer bestrittenen Thronfolge zu vermeiden. Von den Ansprüchen des Grafen von Montemolino kann eben so wenig die Rede sein, wie von denen Karl Eduards auf den englischen

Thron im Jahre 1745, und die junge Herzogin von Montpensier der auswärtigen Verwickelungen gar nicht zu gedenken wurzelt nicht in den Gefühlen des Volkes, so daß der Name Isabella II. noch immer brauchbar für die Nation ist, wenn sie nur keinem zu hohen Preis dafür zu bezahlen braucht. Fürs Erste frommt Spanien am besten eine freisinnige Regierung unter der Leitung Espartero's oder eines andern Füh­rers, zu dem die Nation Vertrauen hegt. Dann bleibt noch die Frage übrig: Wird sich die Königin dazu ent­schließen, ihre Lebensweise um ihres Thrones willen aufzugeben?"

Die Ansichten der Insurgenten über die definitive Richtung des Aufstandes weichen von einander ab. Uebereinstiinmend fordern Alle die Bestrafung der Kö­nigin Mutter, der Minister und der am meisten coin- primittirteu Personen; aber Manche wollen nicht, daß man der Königin etwas anhabe. Die Mehrzahl ist für constituirende Cortes und die Regentschaft Espartero's. Eine dritte Partei will die Absetzung Jsabella's und eine provisorische Regierung, was nichts Anderes wäre, als die Republik. Die französischen Flüchtlinge drängen stark in letzterer Richtung, zu der sich anet; die geheime Junta der Freimaurer stark hinzuncigcu scheint. Orense, Führer der Republieaner, wurde stündlich zu Madrid erwartet. Zu den Forderungen der Insurgenten gehört auch noch die Absetzung sämmtlicher Generale, die im Augenblicke des Aufstandes ein Commaudo führten. Die "Patrie» entnimmt madrider Privatbriefen vom 22. Juli Folgendes über die dortige Lage: Die Trup­pen waren in ihren Quartieren, ohne irgend Antheil au dem Aufstaikde zu nehmen, und bereit zur Vollziehung der Befehle, die man ihnen geben würde. Ein Batail­lon, welches im Regierungsgebäude eingeschlossen war, lieferte seine Waffen erst nach vier Tagen unaufhör­licher Strapazen und Entbehrung der Nahrung ab. Diese unglücklichen Soldaten starben buchstäblich vor Hunger und Durst. Die Minister des Cabinetö San Luis waren, wie es hieß, in Sicherheit. Das Regi­ment Baeza nennt man als eines derjenigen, welche die meiste Festigkeit und Treue bewiesen. Die verbrannte Gemäldegallerie des Grafen Quinto wurde auf mehr als 500^)00 Fr. geschätzt; dem Grafen San Luis wurde seine aus den erlesensten Werken bestehende Bib­liothek ebenfalls verbrannt. Ein einziger Flügel des Palastes der Königin Christine ist geplündert und ver­brannt worden. Espartero war noch nicht in Madrid angelangt. Es hieß, daß er mit O'Donnel zu Alcala drei Stunden von der Hauptstadt, Zusammentreffen werde und daß beide Generale die Absicht hätten, mit einander in Madrid einzuziehen. General Turon hat an der Spitze eines Truppencorps, das er zur Unter­stützung der Königin herbeiführte, in der Umgegend von Madrid Halt gemacht.

Es erhellt, daß die Frcnnaurer bei diesem Auf­stand eine große Rolle gespielt hatten. Die Maurerei ist in Spanien als geheime Gesellschaft verboten, ob­gleich sehr hochstehende Personen, obgleich sogar der Jnsant Don Franzisco, der Vater des Königs, ihr an­gehören. An der Spitze des BiaurerthumS in Spanien steht eine Junta von 32 oder 33 Mitgliedern, bis zum Jahr 1853 schon meistens Progressistcn, gegenwärtig fast lauter Demokraten. Sie ist es, welche den Auf­stand geleitet hat, und welche ihn über den Constitutie- nalismus hinausführen will. Wie die »A. A. Ztg.» berichtet, hält man eine Dictatur nicht für unwahr­scheinlich , und fürchtet den Eindruck der Schmeichelei auf Espartero.

Die jetzt zum Organ der aiffständischen Behörden sich hergebende Madrider Zeitung vom 23. Jul^

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ihre Erziehung angewöhuter Empfindlichkeit entgegen zu wirken. Man muß den Männern nicht alles übel nehmen", sagte sie. Alle haben sie etwas Rauhes an sich." Und am dringendsten warnte sie vor dem Nachtragen und laugen Zürnen. Da nun Christine ihren Mann wirklich liebte, fanden diese Rathschläge willige Aufnahme, Außerdem ging sie derselben im Hauswesen mit Rath und That an die Hand und suchte gut zu machen, was bei natürlicher Schwäche die Erziehung verdorben hatte. Christine, die zu fühlen begann, daß sie ihrer Stellung nicht ge­wachsen sei, zeigte sich fügsamer, als man von dem Stolz einer reichen Bäuerin hätte erwarten sollen. Je mehr sie sich mit der Häuslichkeit des Schwagers beschäftigte, um so wärmer wurde ihre Theilnahme. (Forts, folgt.)

Aus München.

Der erste Gang nach dem Glaspallast.

ES ist nicht zu beschreiben, wie heiß die Julisonnë auf die breiten, schattenlosen Straßen und Plätze Münchens niederbrennt. Und selbst da, wo der Schatten in schmalen Streifen zu Tage tritt, ist er für den Wandler, Dank der bereits durch achttägigen Sonnenglanz ganz durchglühten Lust, von keinem besondern Nutzen- Weist doch der Thermometer im Schatten des Glaspallastes, wo durch stetes Offenhalten der Glasfenster unb reichliches Ausspritzen des Wassers eine angenehine Frische erhalten wird, nichtsdesto­weniger 24 Grad Reaumur. Nicht einmal die Abende bringen eine Abwechslung in diese abspannende Monotonie der Hitze nur der früheste Bèorgen erquickt ein wenig, aber die angenehme Frische dieser einzigen genießbaren Tagespartie vermag ein Feuille­tonist nicht auszubeuten.

Sehr lebendig wird es gegen die elfte Vormittagsstunde in den Arcaden; die Fremden mustern die schönen Wandgemälde, schlür­fen Tombosi's Eis unb lassen sich erst durch die türkische Trom­mel der Wachparade von ihren Sitzen ansscheuchen. Die Mili- tarmusik spielt, von Menschenschaaren umgeben, einige Piecen und wird nicht selten von einer Truppe niedergetrommelt, welche

die Lndwigsstraße herabkommt und durch den fürchterlichen Lärm ihrer Kalbfell-Instrumente die Spieler zwingt, mitten im Stücke innezuhalten. Die Hitze und das stete Gerassel der Equipagen, Fiaker und Droschken, welche sich fast in einem ununterbrochenen Zuge hin und her bewegen, tragen auch das Ihrige bei, um dem Zuhörer den musicalischen Genuß theilweise zu verleiden.

Indem wir die Lndwigsstraße hinabgehen wollen, tommt ans einer Seitenstraße eine einfache, mit vier Pferden bespannte Equi­page mit einem Vorreiter heraus. Im Wagen sitzt ein Herr, dessen Züge mit den uns bekannten Portraits des bayerischen Monarchen zusammensallen. Ehrfurchtsvolle Grüße empfangen und geleiten den Daherfahreuden längs der ganzen Linie.Ist das der Kö­nig?" fragten wir, um uns zu vergewissern; aber von sechs der Umstehenden, an die wir uns hintereinander um Bescheid wenden, weiß Keiner uns gerecht zuwerden. Wir haben es mit lauter Fremden zu thun und erst der Siebente gibt uns den Bescheid, daß der freundliche, wohlwollend aussehende Mann in schlichter, bürgerlicher Kleidung in der That des Königs von Bayern Ma- jestät gewesen.

Nun biegen wir <u8 der Ludwigsstraße gegen das Carlsthor hin und nähern uns dem Glaspallaste. In der Meinung, der Eingang zu demselben führe durch den botanischen Garten, brechen wir hier ein und stoßen sofort extra muros noch auf zwei intes- sante Ausstellungsgegenstände österreichischen Ursprungs, auf die Riesenstatue des Heiligen Georg von Fernkorn und auf ein Lust- Haus von Gußeisen ,' beides aus der Salm'schen Eisengießerei in Mähren hervorgegangene Werke, die wegen ihrer Größe im In­nern des Glaspalastes nicht Platz fanden unb hier im Garten zum Wenigsten ebenso gut und jedenfalls noch entschiedener in die Augen fallend stehen. Aber von dieser Seite gibt es keinen Eingang in den Pallast und wir müssen den botanischen Garten umgehen und von der Straße dem schönen Baue uns nahen.

Soll ich Ihnen das Aenßere des Glaöpalastes schildern, der bei seinem Eingänge immer von Menschen umwogt und von Fuhrwerken aller Art umstanden ist? Ich glaube, jeder Ihrer Leser wird den Prachtban bereits aus den mannigfaltigsten Illu­strationen her kennen unb wissen, wie viel Bèillwnen Glasschei­ben und wie viel tausend Centner Eisen zu demselben verwendet

wurden. So sparen wir uns denn die statistischen, topogra­phischen Daten, blos bemerkend, daß der Glaspallast eine impo­sante Erscheinung ist, welche von keiner Vorstellung, vielleicht auch von keiner Beschreibung und Illustration erreicht werden kann, da Schilderungeit und Abbildungen wohl die an sich seelen- und bedeutungslosen Details, nie aber einen Begriff von dem einheit­lichen Gcsainmteindrnck des Ganzen geben können.

Auch der Münchner Glaspalast hat seinen Transsept, ob eS gleichwohl hier nicht wie im Londoner Hydepark alte, werthe Bäume zu schonen galt. Nur ist die Mittelpartie, die den tiefsten Fond und die bedeutendste Höhe hat, nicht nach oben gerundet, sondern in der Form zu der Anlage des Baues stimmend, der überall die Quadratur anstrebt. Von dem Dèittelpunkte laufen zwei lange Arme ans, die wieder in Vorsprüngen von tieferem Fond enden. Siebt man den Bau in seiner Hanptfronte an, so macht er, namentlich unter dem Einflüsse des Sonnenlichtes, den Eindruck eines wahrhaften Ärystallpallastes. All Pas Eisen und Holzwerk, welches gleichsam das Cemeut des Glases bildet, ver­schwindet und der ganze Ban scheint eine glänzende, in Farben durch­einanderspielende, durchsichtige Glasglocke zu sein, von der man fast erwartet, daß sie vom Windeshauchc bestrichen, tonen müsse. Und in der That, hat der Glaspalast nicht etwas von einer Aeols- Harfe, ans welcher der materielle Ruhm einer großen Nation dem Verständigen in wohlgefügten Schwingungen und Accorden ent­gegen tönt? L

Einem noch überwältigenderen Eindruck geht man entgegen, so­bald man erst das Innere des Palastes betritt. Von einem ver- ständigen Schauen kann in den ersten Stunden keine Rede sein. Man sieht eben mir massenhafte Erscheinungen, über deren Wesen und Bedeutung man sich keine Rechenschast zu geben vcrinag. Ist eS aber auch anders möglich, wenn eine Nation von einem halben Hundert Millionen Menschen ihre glänzendsten Industrie- schätze in den Raum von einigen Hnnderttausend Knbikfuß zn- sammengedrängt, mit einem Male vor Einem präsentirt, gleich­sam ausrusend: Sieh' her da ist unser Stolz! Unb in der That hebt sich die Brust beim Anblicke dieser Herrlichkeit, die et­was Majestätisches hat in ihrem Gesammtanftreten. Wir bedür­fen nicht erst der begeisterten Ausrufe, die in allen Zungen des