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F ^cmiBerg, 22. Juni. Nach einer zuverlsisiAen Mit theilung M der Bürgermeister Ost von SLwickershanftli bereits eine solche Erklärung an die KirchenbehörLe abgegeben, daß darauf bin ohne Zweifcl die gegen denselben auSgespro- Lene Cxcouimunicalion sofort wird aufgehoben werden. Es frag w^SK £if«ult£ fein, wenn snsdiesr Weise Li« nichts- würdige Intrigue alsbald zu Schanden wird, welche sich ein und der andere radicale Hetzer in der fragliche« Sache auf Kasteit des genannten MaunenS erlaubt hat.

Ht Dom Westerwalde, 22. Juni. Die in Ihre« Blatte seiner Zeit ausgesprochene Erwarwng, daß der ErioE- nalsenat Les Herzoglichen Hof- und Appellationsgerichtes zu Dillenburg die gegen deu Pfarrer Kuch zk Seck erhobene An- scputdiguttg des Forstdiebstahls unbegründet finden werde, ist beul 5 gerechtfèttlgt worden. Dieser Tage ist das Erkenntniß des genannten Gerichtshofes publiclrt worden, wodurch bet« selbe die Elnsttüuug des Verfahrens verfügt hat, da die Be­wirkung der Heimfahrt des Pfarrbefolbungsddlzes Seitens deS PsairerS Kuch als Forstdiebstahl nicht angesehen werden könne. Das Herzogliche Juilizamt zu Rennerod hat nun eine Unter- suchung wegen Verbrauches eines beschlagnahmten Gegenstan­des gegen den Pfarrer Kuch eingeleitet; es wird sich aber

etUbehre, da bckaniulich das Bermög. N der Pfarrei Seck, ins­besondere das BesoldungSholz derselben gar nicht obrigkeitlich beschlaguahmt, sondern lediglich vom katholischen Centratkirchen- foudS aus Grund des EdicleS vom 9. Octobcr 1827, 8 1 pos. 9 als ihm gehörig beansprucht worden ist. Dies ist na­türlich wesentlich verschiedeu von einer ohrigkerttichen Beschlag, nähme, wie sie der Art. 178 deS Strafgesetzbuches im Auge hat. Der Ausgang der neuen Untersuchung sost Ihnen feiner Zeit gemeldet werden.

München, 20. Juni. Dem Vernehmen nach Hat Se. Majestät der König die Absicht, der am 1. Inti ffaltstuden- den jcstlichen Eröffnung der Eisenbahn von Schwei,ffnrk bis Würzburg beizuwohnen. Der festliche Zug Mr E-rffiinüg dieser Bahnstrecke wirst am 1. Juli Morgens von Bamberg abjabreu.

Gera, 20. Juni. Gestern Abend gegen 11 Uhr starb auf dem Residenzlckloß Schleiz Ler regierende Fürst Heinrich LXII. Da Fürst Heinrich feine Descendenten hinterläßt, (er war niemals vrâiicht), so geht die Regierung an seinen Bru- der Heinrich LXVIL über.

Kassel, 21, Juni. Der Kurfürst ist mit Gefolge gestern von Fuiva wieder zu Mhetmöbohe eingetroffen.

Bonn, 21. Juni. Ritter Bunsen hat hier sein Domicil gewählt und begibt sich vorläufig zu einem kürzeren Aufenthalt nach Heidelberg. -

In der dieser Tage in Bonn abgehaltenen Generalver- samâuz ber Acüsnâre der Eisenbahn zwischen hier und Köln sprach sich die Directidn derselben auch über Lie Fork- setzung der Bahn nach RotandScck aus. Der Bau wird unter F.Ubattunz der Richtung und Ler in Bezug auf ben Zorlvau bis Loblenz u. s. w. weiter berechneten Höhe- Punkte ftattnnben unb ist bereits, wie es im Bericht der Direction heißt, im Kostenanschläge des OderbaMS der Zu- kunsl dieser neuen Seckioa, als einstiges Glied des großen Schieuenweges zwischen der Nordsee und dem Mittelmeere, volle Rechnung getragen.

Bremen, 17. Juni. Nach der „Zä f. 91." soll der zu mehl jähriger Zuchthausstras« verurtheilte ehemalige Aeltermaun Haase Ler Obhut emes Arztes außerhalb deS Zuchthauses übergebe« worden sein. Man will bemerkt haben, daß Haase an GclsteSzerrüttung leide, der man auch die Zerrüttung seines eigenen und fremden Vermögens zuzuschreiben ge­neigt ist.

Königsberg. 19. Juni. Am Freitage traf in unserer Stadl ein staUticmr Dampfer, der „Großfürst Constantin^ ein, wohl das erste S ch r a u b« n d a m p f s ch i ss, welches in Königsberg wär und das zur regeimäßlgen Fahrt zwilchen

jeur fülL .

durcheilen. Die Gräfin war schon auf der heilen Terrasse deS Echlos- angekommen, als ich noch im Dunkel »er Allee mich befan».

La Hötte ich sie Herz und Mark durchdringend: „Tilil Tili l" ru­fen und zugleich tav ich im dritten Stock deS Schlosse« im Eckflügcl, den man nur selten fremden Besuchen einräumte, eine Selle Gestalt auf oh Brüstung eines Fensters stehen, als sei sie im Begriff Hrrad- ^Die^ Gräfin schrie: „Tili, thue eS nicht! TM, ich rette dicht" D».«»ä«it-oben »—-tz»»4«r — war cs wirklich die arme Tüi? — kniete nun auf die Brüstung niet er — die Gräfin aber schrie noch im« Hier mit verzweifelnder Stimme: „Zurück, zurück, ich rette dich! um GotteS Barmhcrsigkcit willen zurück!'

"Die Gestalt stieg nun auch wirklich in's Zimmer zurück; als die Gräfin, an deren Seite ich jetzt angelangt war, dies sah, faltete sie die Hände und- sagte tief Aihem Volrao: „Gelobt sei Gott." Dann über stürzte sic ovnmächiig zusammen. Ich vermochte die schwere Dame nicht zu hatten und ließ sie sanft auf den Boven geleiten , ibr Haupt nur auf meinen Knien stützend. Zugleich rief ich um Hülfe, und zwar mit so durchdringender Stimme, als ich es nur vermochte. Tili, ober wer es war, stand noch im offenen Fenster und sah herunter.

Es kamen Diener mit Lichtern au« dem Schloß und zu meinem unaLSsprechlichen Entsetze« - der Graf; der Graf in seinen gewöhn- eichen Skibern und seiner gewöhnlichen Haartracht kam rasch aus dem Renale geschritten.

Wen hatte ich renn in ter Kegelbahn gesehen? l

Wir brachten die Gräfin zu Bett. A'S mich der Graf frug , was Vvigkfaüen, sagte ich, um für den Augenblick jede Erörterung, zu der ich mut- wahrhaftig nicht stark genug fühlte, zu vermeiden, weiter rn-dtS al«: „Wir kamen zurück, nachdem wir den Grafen Eckhard begleitet, auf der Terrasse des Schlosses sah die Gräfin Tili, die sich auS dem dritten Sieck zum Fenster hinausstürzen wollte, und rief ihr zu. Wadr- schctniich in Folge des Schreckens ist sie dann ohnmächtig geworden."

Der Graf war sehr bestürzt und so fassungslos, wie ich ihn noch nie gesehen. Währ nr die Kammerfrauen Gräfin Juliane mit Essig bestrichen, um" sie in’e Leben zurückzurufen, fiüürrte er mir leise zu: „Hier haben Sie den Schlüssel zum ge ben Ecktaal im dritten Stock. Sie ft den dort Tili - schaffen Sie sie nach Haus, sie darf keinen Augenblick länger im Schloß bleiben, morgen früh 'oU sie abreifen. In der linken Schieblade meines Srcretärs finden Sie Gold, geben

Derlt«, 20. Ju«r. Die „B. Z." hört, daß der Kaiser

' on Oefterreick bei Gtlegenheit^ b 1 Zusammenkunft in Tel­sche« die bestimmte Zusage ertheile b it, dem hiesigen Hofe noch im Laufe dieses Sommers mit sriver jugendlichen Ge­mahlin einen Besuch abzuftaM». J^ofcrn die politischen Er- eigütsse ât bindernd dazwischcntreten, soll dieser Besuch vor­läufig. für das Ende des.nächsten MonatS festgesetzt sein.

Berlin, 2t. Ju«i. Der „Staatsanzeigcr- bringt einen allerhöchsten Erlaß vom 17. Juni 1854, betreffend die in Gemäßheit deS Gesetzes vom 20. Mai 1854 auszunehmende Staats Anleihe von 15 Millionen Tvalep.

In der letzten Sitzung der Bundesversammlung sind be­kanntlich die Ausschuß^ Anträge wegen mehrerer Aenderungen der GtschästSordnuiig zur Annahme gelangt. Der „8. 3 " werde» die wichtigsten Mvdificationen in Folgendem mitgetheilt: Die Bundesversammlung soll in Zukunft wenigstens eine Sitz­ung wöchentlich , und zwar in der Regel am Donnerstage, hatten; künftighin soll jedesmal eine vertrauliche Erörterung vorauSgeheu, bevor ein Abstimmungstermin für einen Gegen- staud anberaumt wird, oder wenn nach ber Abstimmung noch eine Ausgleichung von fKeuinn^öe^ zu erzielen

ist; fortan soll daS Präsidium keine Sitzung Mehr ohne An­gabe deS Grundes abbefteßen; in dem IrgMidttizcttel für jede Sitzung soll eine möglichst vollständige Bezeichnung der zur Verhandlung kommenden Gegenstände ertheilt werden; sämmtliche GesanLte der Curiat-Stimme können fortan an den Berathungen Theil nehmen, nicht mehr blos der jeweilige stlmmsührcnde Gesandte; die au die Bundesversammtturg ge­langenden Eingaben werden nach ihrem Einträge in das Protocoü drei Tage lang zur Einsicht der Gesandten im Bureau der Canzlei - Direktion niedergelegt; keine Eingabe kann mehr von dem Präsidium ohne vorherige Zustirnnrung Ler Bundesversammlung für unstatthaft erklärt werden; der Druck und die Vertheilung der Ausschußberichte soll küuftig- btn vor der Sitzung, in welcher die bezüglichen Gegenstände zur Verhandlung kommen, erfolgen; die Frist für JnstiucllouS- einholung darf nicht über vier Wochen erstreckt werden; die Vertagung der Bundesversammlung soll in der Regel in die Monate Juli biS October fallen; -während der Vertagung sollen außer Lem Präsidialgesandten oder dessen Stellvertreter vier Bundestagsgesandle in der BuudesstaLl anweseud sein; die Ernennung deS BundeSeänzleidireclors und der übrigen Bimdesbeamten soll fortan durch bie Bundesversammlung in geheimer Abstimmung erfolgen , dem Bundespräfidium indeß die VorschlagSbefugniß zustehen; das Siegel der BundeSver- sammlnng und der Bundescanzlei soll künftig ausschließlich der deutsche Reichsadler mit der Umschrift „Deutscher Bund" für jene, „Deutsche Bundes-Cauzlei" für diese sein.

Die Anffaffung, welche die Bamberger Conferenzbeschlüffe in Len Blättern finden, ist nach der A. A. Z. nicht ganz rich­tig, dürfte manche Berichtigung erheischen. Mag der Wunsch, TUT PimëMgiWig brr beiden MoMMeu"MrU AiWei^ Lung bundesrechtlichcr Normen zu erwehren , auch nicht ohne Einfluß auf die scharfe Betonung geblieben sein, mit welcher die Mimtstaaten eben diese Normen hervorheben, so sei doch an und für sich gegen Las Bestreben, den BunV durch strenge Einhalluug der Form zur vollen Geltung zu bringen, nichts einzuwenben. Man kann höchstens sagen, bemeift die A. A.Z., daß sein Anlaß zur Besorgniß vorlag, daß die beiden Groß- staateii dem Bund die Angelegenheit entziehen wollten. Es liegt das Gegentheil zu sehr in ihrem Interesse; auch hatten sie im Art. IV. Les Vertrags vom 20. April, der vom Bei­tritt ber Bundesregierungen handelt, den Art. 47 der Schluß­akte ausdrücklich angezogen und in der Note, womit sie die Vorlage vom 24. zuvörderst zur Kenntniß der Regierungen brachten, ausgesprochen: „daß die deutsche BundeSversamm- Imig berufen ist, aus verfassungsmäßigem Wege durch ihre Defchlüffe die Stellung vorzuzeichnen, die der Bund in seiner Gesammtheit in dieser großen europäischen Frage einzunehmen haben wird." Ihre an die Regierungen gerichtete Einladung zur BeitriNSerklärnng konnte daher unmöglich anders, denn als ein vorbereitender Schritt verstanden werden. Judeffeu d«s schließt die Berechtigung der Miltelstaaten nicht aus, ent-

Sic ihr huridert Ducaten — mein Leben lang wervc ich es Ihnen danken." ,

Ich antwortete nicht , nahm nur die beiden Schlüssel, tue er mir nichte uno ging; ich war grenzenlos erbittert gegen chn — hatte rr nicht v:eU icht feine Gcmavlin gctöctct I (Schluß folgt.)

Poesie und Christenthum.

In der Literaturgeschichte eines L^bsien des Dr. Friedr. Joachim Günther (Halberstadt, R. Frantz), finden sich frappante — zum überwiegend großen Theil auch vollkommen gerechtfertigte - Ur« keile über einige unserer pelvorragenostcn Dichter und Schriftsteller. Dr. Gunther hat im Japre 1848 „eine Weltgeschichte in fünfzig Le- bensbilvern" herausgegcben. Aus der Ferne dazu aufgeforvert, ver- anlaßte der Verleger den Dr. Günther, eine ähnliche Ueberfimt der Geschichte der deutschen Literatur zu schreiben. Anfangs darauf einge­hend, schrack Dr. Günther zurück uno ließ sich seines Wortes entbin» »rn. Mich schreckte, sagt er in seinem Borwort, »ir Schärsc des Ur- tbcils, da« ein Christ gerade den gepriesenem Erscheinungen sprechen muß, zumal ein evangelischer Christ. Je mehr ich Dann aber Dem, was mich zurückgeschrcckt hatte, nachrachte, desto empfindlicher wurde cs mir, mich dicscrhalb eben derselben feigen Rücksichtnahme zkihen zu müssen, die ich an ein gen Arbeiten von Christen so ungern bemerkt battte. Wir heben folgende Aeußerungen des Buches hervor.

„Lessing. Da er seiner Frindscligkeit gegen das Christenthum nicht mehr geradezu Luft machen durfte, suchte er dieselbe auf die Büdne ;u bringen uno schrick (in jambischen Fünffüßlern) das Schau- spicl: Nathan der Weise, das boshafteste Tendcnzstück, welches je über die deutschen Bühnen gegangen ist, das Evangelium der Reformju- ben und noch hcute aller Feinde des christlichen Gläubèüs/ den Cover der lächerlichsten HumanitäiSreligion (pag 381).

Göthe. Schon früh gefiel er wegen seines schönen Körpers und wegen seines Geistes dem weiblichen Geschlechte, und früh und nach­her oft suchte er zu gefallen uno auf kurze Zeit zu lieben, (pag. 405.)

Sehr bezeichnend für Göthe's vaterländische uns politische Gesin­nung ist, daß er in Egmont die Freiheit in der Gestalt einer solchen Dirne, als welche Clärchen ohne Die poetische Schminke sich darstellen muß, erscheinen läßt. (pag. 414.)

Wilhelm Meister ist daS, wegen Seltenheit tieferer Kunstncigung

schieden für die Verhandlung der Beitrittsfrage am Bund fta auszusprecheu. Man mußte ihrem Tact zutrauen, daß |if bei nicht beabsichtigten, die Form als ein Hinderniß Ler Wah. rung des von ihnen laut anerkannten deutschen Interesse- entgegenzustemmen, b. h. Oesterreich und Preußen, ^([ Drittheile deS Bundes, durch daS dritte Dlittheil zu lâh. men, noch daß sie im Wahne lagen, daß btt «Stimmen, zahl und nicht das Stimmengcwicht in einer Machisi^x wie die eben vorliegende entscheide. DaS hieße die Form sprengen -wâ», waS sicher ihnen nicht als Absicht un> tergeschobèn werden kann. Wenn Lie Mitlelstaaten, in die Lage selbst eingehend, der Reciprocität daS Wort rebeten, d. h. wenn sie als wünschenSwetth aussprachen, daß die Aiis- sorderung zur Räumung des türkischen * Gebietes nicht blot an Rußland, sondern auch an die Seemächte gerichtet metty so haben sie damit nur auSgesproLen,„ was schon in ^ Wiener Protocollcn festgebalten wird, nämlici die Jiitezrnâ! ber Türkei. Die Gleichzeitigkeit dieser Aufforderungen hab«, sie nicht gemeint sein können, als Beitriltöbedingung binjii> stellen, denn eS kann ihnen ja die BersLiedenheil in den üj: gen nicht entgangn, fein, der zufolge die Rusien gegen, die Eugländer und, Franzosen aber mit Willen des Sultan# auf türkischem Gebier stehen, die Anwesenheit der einen somit eine unberechtigte, die der andern eine berechtigte ist. Lng k< in den Absichten einer Partei, die Aufforderung erst an dir Bercch igten richten zu machen und stck von dort eine abieh: neube Antwort zu holen, so hätte dieser Ealeul mit bm Ld- stäsen der Bgmberger Conftrenz nicktS gemein. Diese foiiute nur im Allgemeinen aussprechen wollen, baß die 3utegniit bei Türkei und Lie teutschen Interessen ebenso sehr Duiaj Dit ins Unbestimmte verlängerte Anweseuheit Ler Feinde als du FrenuLe Ler, Psprte bedroht seien. Gerade in dieser Aosichl muß die Billigung der Bestrebungen der deutsche« GrMaa» kn liegen, insofern sie Die Mittel in Anwendung billig welche der Räumung der Türkei auch Llkrch die Freundr dop ausgtheu müssen und allein sie zu erzielen im Stande slud.

ES ist in Berlin die Copie einer Denkschrift der Am- rals Rapier an die englische Regierung eingegangeii, »ms dieser die Unmöglichkeit tariert, im baltischen Meere Dor Dit | Ankunft einer KustenHot-FloM ctwas zu unternehmen.

Aus Petersburg soll schon eine vorläufige Antwort auf die österreichische Sommation eingetroffen sein; doch Miautet noch picht« Näheres über deren Inhalt. Dagegen lassen an» Lere beachtenswerlhe Mittheilungen aus der russischen Haspi- stabt mit Sicherheit darauf schließen, daß es der iiiiuji Wunsch des Kaisers Sjicolaus ist, den Weg der Unterbaut« Handlungen zur Beilegung des türkischen Streites zu be­treten.

Wien, 19. Juni. Heute Vormittag wurde in Du Stilencapelle der Augustiner Pfarrkirche das jährliche Kirch» fest zur Erinnerung an die nach dem Siege bei Kostin trfolp Stiftung des Mariä-Therrsien-OrdenS aogehaltcii, wobei Se. k. k. Hoheit Herr Erzherzog Hcinrick sowie die hier aiiirM den Ordensritter, darunter F.ldmaischaü Fürst WtnbiichgiâK, Generallieutknant Lord.Westmoreland m a. M. erschienen. Le, der Kirche paradirten Abtheilung«,, bet bleft Garnison. Der Orden zählt unt>r seinen Mitgllèvern bfe in diesem Än^cn- blicke oft genmunttn Herren Gortschakoff, Douglas, Mier, PaSkiewitsch, Äntcaniu, LüderS, — Se. k. Hoheit der Herr Erzherzog Albrecht ist Donne,stag RacklS in Ofen an^Nt- — Der L ruff. MtittärbevoUmâchtigte Herr Graf v. ©täfel« ber i ist gestern mittelst Rordbahn von hier abgerch. M eS heißt, begibt sich derselbe nach Karlsruhe und ülste i» Kürze wieder hier eintreffen. — Der k. ruff. Gesandte, Hr». Baron v. Maycndorff, hat seinen Aufenthalt in W>cn nur einige Tage verlängert und wird seinen Urlaub vor WN dieser Woche nicht autreten. — Der k. ruff, Staaleralh von Fonlon wirb während der Abwesenheit des Botschafters H«l Baron v. Meyendorff die Gesanbtschüstsgeschäfte alS Cbargé d’Affaires führen.

Der aus Urlaub httr verweilende k. f. Gesandte deim römischen Stuhle , Graf Moritz Esterhazy, bereitet sich W

glücklicher Weise nur für Wenige verführerische, unreine Evangelium eines zwecklosen genüffelnden, uirfittlichen Lebens geworren. (p»k-^°

Göthe war oer Dichter der MrurLmen uno muß varum ven cin» auf christliche Bildung ernstlich befaßten Jugenv entwerte flänjiw gemieven, oder nur stückweise und selbst da nach Anleitung und mit großer Vorsicht genossen werden. Selbst Männer können noch M^ ihn Scharen leiden! (pag. 421.)

Tieck erfreuete stets Viele durch sein schönes Vorlesen, belonde-o Shakespeare'scher Dramen; uno ist der vielfach anregende, nie fv in das Znncrste wahrhaft christlicher Poesie eindrrngenve und einsu^ rende Dichter Der vornevmen Welt - ein reich begabter Geist, ane " wie uns scheint — ein Sophist der Gesuhlt, (pag. 459.)

Leopold Schestr schrieb gedankenreiche, unklare, stark auf da Gefühl wirkende, glücklicher Weise wegen ihrer KunstwidNg'ttt nw sehr verbreitete Novellen, (pag. 464.) .

E. T. A. Hoffmann vermehrte seinen Ruf durch seine gem"u chen und gut geschriebenen Spuk- und Geister-omane und wirkte • verderblich auf die ohnehin längst überreute Lesewclt. Er hat au» Schwärmerei für seinen Gtistesgenoffen Beethoven zuerst aufgevr * (pag. 465.) .„

Ludwig Börne lernte au. Jean Paul schreibe», (ne» einen Weltverbesserer, wühlte sich, als Apostel derRevolution von-o uno Fürsten nicht angebetet, in den Weltschmerz hinein, lasten». Patrioti'MuS in gemeinster Weite sein Vaterland und ward D«» sei für die neuen Reformiurenumtriebe. (pag. 467.) ^ä'âliite« H. Heine, auch eines Juden Kind, als Lbrist von einer «ruii Mutt>r erzogen, Doctor der Rechte, seit l83U Zeitungscorrttpo und Possenreißer in Bers und Prosa für närrische Deutsche, 1« zrm auf gemeinste Weise mit feinem Frommwerven die letw g ^, g-n affend, ein reich begabter Geist, auch wirklicher Lichts z. - .^ übertroffener Balladen, erregte große« Aufsehen durch wlne ver, in welchen Sinnlichkeit, Gemeinheit, Frechheit unv ^tütre w ^ flächlichkkit zu einem pikanten Gemisch zusammeugebraul wa • $

gerte Aufseben und Theilnahme »unb dir gut versisieltten, a .^it deutschen Gemüth und aller Sittlichkeit mit echt jüdischer^ r# Hohn sprechenden Gedichte im „Buche der Lieder" a”° w agioer« der Abgott der Genußsüchtigen, Biafirten, Revolutionäre $"?'« u beT D?un dt, Wikubarg und G u tz k o w als ehemaligk