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Achelruf. Den Verlust der Russen wagt er nicht genau Luzugeben, aber er hält ihn für sehr groß. Die Tür­ken zählten ein paar Stunden nach dem letzten Sturm 20 Todte, aber unter den Verwundungen waren viele tödtlich. Halil Pascha wurde von Omer Pascha nach der Action zum Obersten befördert; er halte eine leichte Wunde an der Hand erhalten. Einer von Prim's Ad­jutanten, Oberst Detente, war im Feuer und blieb un­verletzt. Vom 5. Nov. schreibt derselbe Berichterstatter: Heute beißt es, daß 1000 Musketen erbeutet worden find. Eine Hälfte der 11. Division des 4. ArmeceorpS enthält das 21. Regiment Selimginski und das 22. Täküt — jedes von 4 Bataillonen. Die obigen nu­merischen Angaben waren demnach zu gering.

Türkei

Constantinope!, 17. November. (Lloyd.) Der neue französische Gesandte ist vorgestern auf einer eige­nen Dampfcorvette, einen Tag nach dem Eintreffen deS französischen Postschiffes, hier angenommen. Gestern ver­ließ er daS Schiff, um das GesandtschaftspalaiS zu be­ziehen. Heute hat derselbe bereits mehrere Besuche bei der diplomatischen Welt gemacht, und wie man hört, bei dem kaiserlichen Jnternuutius längere Zeit verweilt. — Wie man aus den Provinzen vernimmt, ist der Fana­tismus der Türken durch die Siegesnachnchte» vom Kriegsschauplätze noch erhöht worden; die griechische Bevölkerung zeigt sich gleichfalls opfcruiüthig, aber, wie Unterrichtete wissen, nur aus Furcht, um nicht von dem Muselmann abzustechen. Ein Vorkommniß in Adriano- pcl gibt dem Rajah einen Wink, daß er Ursache habe, feine Gedanken und Gefühle wohl zu bewachen. Da­selbst wurde nämlich vor einigen Tagen ein Muselmann öffentlich enthauptet, weil er unehrerbietig über den Pro­pheten Mahomed sich geäußert. Dieser Muselmann ge­hörte zu einer in Rumelien viel verzweigten Seele, de­ren Glauben sich dem Christenthum insofern nähert, als derselbe keinen Propheten anerkennt seit der Geburt Jesu Christi. Heute circuliren hier Gerüchte von einer be­deutenden Schlappe, welche Ismail Pascha erhalten, als er etwa 15 Stunden über Calafat in die Walachei vor­rückte. Es heißt auch, Omer Pascha habe überhaupt

nicht den von Ismail Pascha unternommenen ^Donau- übergang gebilligt. Wie viel an diesem Gerücht sei, laßt sich nicht mit voller Bestimmtheit sagen, doch ist es gewiß, daß die letztangekommenen Staffelten aus dem Lager keine Siegeslicdcr singen.

Der Judcpcndauce Belge wird aus Constanti- nopel unterm 15. Nov. geschrieben: „Der Vice- König von Aegypten hat der Pforte angekündigt, daß er ihr eine neue Sendung von Truppen, Kanonen und Waffen aller Art schicken werde. Eine Nachricht, welche hier allgemeine Ueberrasckung erregt hat, ist d.e von der bevorstehenden Ankunft sechs spanischer Kriegsschiffe im Bosporus. Aus derselben Quelle hat man er­fahren, daß Herr Miquelmi zum außerordentlichen Ge­sandten der Königin Isabella in Constantinopel ernannt worden ist." — Die englische Fregatte Fury ist am 15. Nov. in das Bassin des Arsenals von Constanti- nopcl eingelaufen, um sich dort ausbessern zu lassen, da sie sich im Marmora-Meere fcstgefahren und dadurch ziemlich erhebliche Beschädigungen erlitten hatte. Einige Tage später rannte die englische Fregatte Arethusa, welcher schon früher am Eingänge der Dardanellen ein ähnliches Unglück zugcstoßkn war, gegen denselben Fel­sen, wie die Fury.

Wie das Journal de Constantinopel meldet, wurde der türkische Dampfer Chchper, welcher eine kleine mit Pferden und Munition beladene Brigg nach Dattum bringen sollte, unterwegs von einem russischen Geschwa­der überrascht, daS aus zwei Linienschiffen, drei Fregat­ten, einer Korvette und einem Dampfer bestand. Die Russen suchten den Türken den Weg zu verlegen und feuerten einige Schüsse auf sie ab, ohne jedoch Schaden anzurichten. Dem türkischen Dampfer gelang es, un­versehrt in den Hafen von Sinope zu entkommen. Er hatte es, als ihn das feindliche Geschwader bedrohte, für nöthig befunden, sich von der von ihm geschleppten Brigg loszumachen, welcher der Befehl ertheilt wurde, sich auf den Strand treiben zu lassen, wo sie vielleicht eine Beute der Russen geworden ist.

Das „Journal de Constantinople" bringt Details über den Sieg von Olteuitza und berichtigt einige seiner

! frühern Angaben über die dort stattgefundenen Gefechte. I Aus diesen Angaben des türkischen Blattes geht her­vor, daß General Prim denn doch der Affaire beige« wohnt habe. Nebst ihm befanden sich um Omer Pascha die Hrn. Bathurst und Hebert Wilson, Kapitäns, dann die Brüder Buchlcy, Lieutenants im Dienste der Königin von England.

Es heißt, daß die Pforte die osmanischen Handels­dampfer zum Kriegsdienste requirirt, dagegen die sonst üblich gewesene Ausfertigung von Kaperbriefen allen Behörden strenge untersagt habe.

-Aegypten.

Alexandrien, 18. Nov. (Tr. Z.) Stephan Bey, der Vekil des egyptischen Ministeriums des Aenßern, wurde bei Gelegenheit der von uns erwähnten Getrei­deausfuhr-Concession seines Postens entsetzt und hat bereits die Leitung seines Ministeriums abgegeben. Ab­bas Pascha machte ihm nicht ganz ohne Grund den Vorwurf, daß er diesen wichtigen Gegenstand nicht mit der nöthigen Umsicht behandelt und ihm namentlich in seinen dießfälligen Berichten unrichtige Daten angegeben habe. Stephan Bey gehört zu den wenigen Beamten in Aegypten, die ihren Ruf im Puncte der Rechtlichkeit ganz unbescholten erhalten haben; er wird wahrschein­lich einen Posten im großen Divan erhalten; sein Nach­folger im Ministerium des Aenßern ist noch nicht be­kannt. Außer Stephan Bey, der mit einem Viertheil seines Gehaltes in Ruhestand versetzt worden, ist auch Scherim Bey, der Zollverwalter in Alexandrien, abge­setzt worden.

Frankfurt, 1. Decemb. Bei der heute hier stattge­habten 2. Ziehung 1. Klasse der 125. hiesigen Stadt­lotterie gewann Nr. 21475 10,000 ft.

Karlsruhe, 30. November. Bei der heute dahier stattgehabten .32. Serienziehung der großhcrzogl. badischen 35 fl.-Loose sind nachstehende 20 Serien herausgekommen: 576, 717, 811, 830, 1013, 1687, 2301 , 2491, 3750, 3806, 4266, 4395 , 4821 , 4979, 5457, 5552, 6621 , 7719, 7859 , 7998.________________

Veraiuworlllcher zKecacteur. Dr. A. Aocztk.

Bekanntmachungen.

Anordnung einer Curatel.

3230] Nachdem auf Ermächtigung des Herz. Hof- und Appellations-Gerichts zu Wiesbaden wegen der verschwenderischen Lebensweise des Johann Geo g S tieg litz zu Wallau der dafige Gemcindebürger Franz Born 3ter zum Curator desselben ernannt worden ist, so wird dieses mit dem Beifügen öffentlich be­kannt gemacht, daß Rerytsgcschäfte, woraus derselbe gültig verpflichtet werden soll, nur mit seinem benannten Curator abznschließen , find.

Hochheim, am 25. November 1853.

Herzog!. Nass. Justizamt. Wenckenbach.

Bekanntmachung.

3229] Donnerstag den 22. December

l. I., Mo r g enS 10 U h r, werden bei un- / tcrzeichncter Stelle

309 Malter Korn

aus der diesjährigen Erndte öffentlich ver­steigert.

Wiesbaden, den 28. November 1853.

Herzog!. Nass. Receptur.

Reichmann.

Beste schwarze Tinte per Schoppen 10 fr. ist zu baden bei

Wilh. Friedrich.

D' sm DE BOETEMARD’S "^n^

5 Päckchen < ? A Päckchen < s â < aromatische 5 â ? ^^ä ZAHN’ - PASTA ^^d

gewinnt vermöge ihrer anerkannten Zweckmässigkeit zur Conservirung der Zähne und des Zahnfleisches und ihrer wesentlichen Vorzüge vor all den verschiedenen Zahnpulvern, eine sich immer steigernde rühm­liche Anerkennung in den weitesten Kreisen und ist auf den gutachtlichen Antrag des König 1. Ober-Medicinal-Ausschusses neuerdings auch von dem König 1. Bayer. Staats-Ministerium pr i vileg ir t wor­den. — Das alleinige Debet von Dr. Suin de Boutemard's Zahn- Seife für Wiesbaden befindet sich bei ZI /todter , in Biebrich bei A« Fisher, in Weilburg bei D. E. Lanz, in Bad-Ems bei F. Lang. 12896

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Photographische Poeteaite.

2854] Für bevorstehende Weihnachten erlaube ich mir auf mein Atelier aufmerk­sam zu machen, und empfehle ich dasselbe für Photographien, Daguerrotypen und Lithographien. Auf Verlangen können Aufnahmen von Photographien am hiesigen Platze stattfinden. Aufträge erbitte mir baldigst, damit mir die gehörige Zeit zur Ausführung bleibet.

Wiesbaden im October 1853. Herman» Emden,

photographisches Atelier Bockenheimerstraße No. A „zur Harmonie" in Frankfurt a. M.

Auswanderung über Bremen

nach den

Vereinigten Staaten von Nordamerika. 32181 Sie Erfahrung hat gelehrt, daß die Auswanderung, für unsere deutschen Landsleute über Bremen Annehmlichkeiten und Bortheile barbietet , die auf keiner anderen Linie erreich; werden.

Passagiere erhalten während der Ueberfahrt, freie und gute Beköstigung, bei billigen Ueber- fahrtspreiwn.

Von Biebrich nach Bremen betragen die Kosten einschließlich des Gepäckes nur Ä Thaler 10 Eroscheu; Kinder unter 10 Jahren zahlen die Hälfte; Säuglinge werden frei mitgenommen.

Um Gelegenheit zu bieten, insbesondere meinen Landsleuten , bei denen „ber Vorsatz auszu­wandern feststeht, eine sichere und bequeme Ueberfahrt über Bremen nach der neuen Heimath zu verschaffen, gaben mir Veranlassung, aus diesem Seeplätze die solidesten Verbindungen zu diesem Zwecke anzuknüpfen. .

Nähere Auskunft ertheilt Der Haupt-Agent für das Herzogthum Nassau: Biebrich im October 1853. J. G. Russ.

Angekommene Fremde.

W i e s b a d e n , den 1. December.

Adler. Hr. Cherckle, Kfm. a. Weinheim. Hr. Poppcnbaum, Kim. a. Frankfurt. Se. Durchl. Fürst Wiasemèky a. Rußland. — Hof von Holland Hr. Müller, Knn. aus Cöln. — Taunus-Hotel. Hr. Küster, Med.-Rath ans Cronthal. Mad. Fußner mit Fam., Gastw. a. Darmstadt.

Wiesbadener tägliche Pofte«.

33RCTDDKS®

Abgang ton Wiesbaden. untunu in Wiesbaden..

Mainz, g r , n I f h rt <it!'enbahb. >' J Morgens 6, M u ^::g: k “. 2 ” ...

Nachm. ^, L ll. >â M. >0U. Nachrn. ir 45. 4, >5. 7, 45.:

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Morgens 7 Ubr. W'liaqs 12 Uhr.

RaLm. 3 Uhr. AbenrS ö Ubr 15 Mn.

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Morgens W Uhr. Nairn 3 brs 4 Uhr.

Soblenz eSrieixost) NaÄ!« 10 Uhr 80 Mr». Morgens S Uhr. R' er n g a n (Eiiwaqcn.r

.Morgens 7 Nbr 30 Mm. Morgens 10 Uhr 85 Min.

Narbm. 3 Uhr 45 Min. Naârnr. 5 Uhr 0 MtN.

V ng t i s rb e Post.

Morgens 10 Uhr. NaSm.'--4Uhr, Dienst.ausg.

AbendS 9 Uhr 0 Min. AbenS 8 Uhr.

AianzblisGe P o ir.

AbendS 9 Uhr 30 Min. AbrndS 8 Ubr.

Sours der Ltuutspapiere.

Frankfurt, 1. December 1853.

Gold und Silber.

Morflt.tö 8, 0 II. 45 M. I

Oesterreich, 5% Met. (b.R.)

1/

1/

L°,,L.-V.lb.R) 5% Metalliques 5\ do. 1851. A. 5\ ditto 1852. 4%% Metalliq. Bank-Actlkn ...

Abgang und Ankunft der Eisendahnzüge.

Abgang von Wiesbaden. 181 n t u nf t in Wiesbaden.

MorgenS: ; fl u. ir 8 a.

1.10 U. 15 W

;9?ad>mittafl#: I 2 n. 15 M.

; 5 U. 35 M.

Morgens: Nackininags: 7 U. 45 ®. 2 U. 4â M. 9 N. 35 M, 4 U. :z M. zr u. 4» w. 7 n. ao M.

Papier 94 84%

79'/. 79 7, 69%

13 0 1167.

200

907, 126%

90 102 I ü%

250 fl. Loo^e...

„ 500 fl. Loote...

Preußen, 37,7, Staatssch. Bayern, 3'^7» Obligation. Berdacher Eisenkadn-Actien Würtembcrg, 37,7» Oblig.

„ 4'/, 7, neucO.

Baden, 37,7. Obl. v 1842

„ L.-A»50fl.b.G. n. S.

„ 35 fl Loose-v. Z. 1845 Kurheffen, Fr -W.-N.-Actien 517, ! „ 40 Thlr. L. b. R. -

Darmstadt, 3%7o Obligat.' —

1 Geld

! 847, 79 79

69% 1324

! 917. I 90 120

897.

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Darmstadt, 47. Obligation.

„ 50 fl. Loose ...

„ 25 ft. Loose . . .

Nassau, 57, Obl. b.Röthsch.

40/

„ 37.% „ ,/

„ 25 fl. Loose......

Frankfurt, 37, Obligationen „ 37.7. O. v. 1839

„ 37,7. O. V. 1846

Taunus-Eisendahu-Actien ..

Frankf.-Hanaurr-Eisenb.-Act.

Holland, 47. Certisicate. ..

„ 27.7, Integralen .

Spanien, 37. innere Schuld „ 17. Neue......

DiSconto..............

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90%

Vereins 10 fl. Loose . . .. Darmstädter Bankactien.. Weimarischc Bankactien . ..

Papier 987,

IO!3/,

WO/, 100 917» 29

947, 94‘„

304 98

41

1037«

Geld 987, 1017.

317,

91

28%

Reue Louisd'or.......R. 10 57 fr.

Pistolen........... 9 37 7,-387.

Preuß. Friedrichsd'or . . . . „ 9 557.-56 7. Holl. 10 fl. Stücke.....„ 9 437.-447, Rankducaten ........ 5 34-35

20 Francöstücke....... 9 22 7.-23 7,

Engl. Souverains.....„ 11 44 fr.

Gold al Marco.......„ 378-380

Preuß. Tbaler ....... 1 45- /,

- ' „ 3 207,-%

„ 24 30-32

Vörken-Lourse.

Wien, 1. Dec. 5pCt. Metall. 927.. — 47 pCl. co. 82— — 5pCt.L.-Ven. 100-. - Bankactien 1342. — 250 fl. Loose - —. — K.-F.-Nordbahn 227 7,. — Wechsel auf London 11 fl. 20 kr.

Paris, 30. Nov. 47Mt. R. 99, 90. - ZpCt. R. 74,10. — Oester. 92 . — Span, neue Diff.---. — Innere Schuld 417,. — Darmst. Bankactien 495.

85'/, 5 Frankenthaler . .

947.

301

927,

61

407, 21%

47.

233

103

Hochhaltig Silber.

Druck »nd Erpedilion von Wilhelm Friedrich in Wiesbaden, Langgaffe 48.