Einzelbild herunterladen
 

Großbritannien.

London, 4. Febr. „Daily NewS" gibt da» Gerücht, Herr Roebuck wolle beantragen, daß in der AntwortSadrcsse auf die Thronrede die katholische Frage durchaus unberührt bleiben solle. Im Ober­haus soll ein Amendement gestellt werden, daß der betreffende Paragraph der Thronrede auch auf Irr, land ausgedehnt und angewendet werde. Man hofft, dieses Amendement werde durchgehen.

Im Ordnungsbuch deS Unterhauses sind be­reits 50 Motionen über verschiedene Gegenstände von eben so vielen Mitgliedern vorgemerkt.

Aus den Mittagsposten.

München, 5. Febr. Nach der AugSb. Postzei­tung entbehrt die jüngst von der „AugS. Abdztq." mitgetheilte Nachricht, Prinz Ludwig, Sohn deS Prinzen Luitpold, werde in einigen Wochen in Be­gleitung deS Königs Otto von Griechenland nach Athen sich begeben, um daselbst in der griechischen Religion unterrichtet zu wergen, der Begründung.

Der Nürnb. Korrcsp. meldet auS zuverlässiger Quelle, daß der König den früheren Minister und ElaatSrath Herrn V. Abel und den General der Kavallerie Fürsten K. Theod. v. Thurn und TariS zu lebenslänglichen Reichöräthen ernannt hat.

Berlin, 6. Febr. Die „Lithogr. Corr." mel­det: „Einer verbürgten Nachricht zufolge ist von Frankreich hier eine Note eingetroffen, welche gegen den Eintritt Oesterreichs mit seinen Gesammtstaa» ten in den deutschen Bund protestirt. Die Note ist an alle deutschen Höfe gerichtet. Man ist in diplo­matischen Kreisen sehr gespannt, welchen Erfolg die­ser Protest haben wird.

Durch die jetzige Situation der Dresdener An- । gelegenheiten wird die Regierung wahrscheinlich ab« gehalten werden, wie sie Willens war, den preußi­schen Kammer schon jetzt vorläufige Mittheilungen über die bisher geführten Verhandlungen zu machen. In der „N. Preuß. Zig." liest man: „Sobald die Arbeiten der ersten und zweiten Kommission der Dresdener Konferenz ihrem Abschluß nahen, waS in kurzer Zeit der Fall sein soll, wird behufs Feststel­lung definitiver Beschlüsse eine Zusammenkunft deS Fürsten Schwerzenberg und deS Herrn Ministerprä- | siventen v. Manteuffel in Dresden statifinven." /

Der Antrag des Abgeordneten der zweiten Kam­mer, von Vinke, „auf Niederfetzung einer Kommis­sion zur Untersuchung der Lage deS Landes bei der drohenden Stellung der österreichischen Truppen in Holstein und Hessen re.", hat die nöthige Anzabl von Unterschriften gefunden und wird jetzt in die Kammer eingebracht werden.

Erzherzog Leopold wohnte gestern einer großen Parade in PotSdam bei, zu welcher Se. Maj. der König in österreichischer Husarenuniform erschien. Heute war Parade der Berliner Garnison unter den Linden. — Die Angelegenheit der Besetzung Rastatts soll jetzt dahin geordnet sein, daß an der­selben auch ferner 2000 Preußen Theil nehmen werden.

Hamburg, 5, Febr. (Fr.J.) Der österreichische Kommissär, Graf v. MenSborf-Poilly, ist mit dem heutigen Morgenzuge von Kiel hier eingetroffen und hatte eine Unterredung mit General-Feldmarschall v. Legeditsch. Man erwartet den Einmarsch der österreichischen Truppen in Holstein schon nächsten Freitag oder Sonnabend. Wenn die Bundeskom- miffarien den Rechten deö deutschen Bunde» nichts vergeben, so hat der dänische General von Barden- fleht keine Aussicht, das Kommando über daS hol-

steinisbe Kontingent zu erhalten. — Ob General v. d. Horst nach definitiver Regelung der Milüär- verhältnisse Holsteins daS Kommando behalten wird, wie eS heißt, ist noch ganz unbestimmt.— ES ver­lautet , daß die Zolleinkünfte deS schleswig-holsteini­schen Kanals dem Herzogthume allein zu Gute kom- mm sollen.

Kiel, 4. Febr. (W.-Z.) Der frühere Departe- mmtSchef Boysen hat sich nach Heide begeben, um sein früheres Amt als Landvogt wieder anzutreten; Francke und Krohn werden sich von hier wegbege- ben, ohne zu beabsichtigen, für'S Erste daS Land zu verlassen: Fontenay tritt wieder alS Ober- AppellationSrath ein, während der Superintendent Rehhof hier noch einstweilen privatisirm wird.

Kiel, 4. Febr. (Nordd. fr. Pr.) Die dänischen Truppen haben gestern den UebergangSpunkt über den Kanal bei Holtenau besetzt, so daß gegenwärtig M3 ganze Herzogthum Schleswig, mit Ausnahme der nächsten Umgebung von Rendsburg, in dänischem Besitz ist.

Dasselbe Blatt bestätigt, daß FriedrichSort heute vor und bei Tagesanbruch von dänischen Truppen besetzt worden ist. Unsere Besatzung hatte sich heute von dort wegbegeben; die dortigen Sträflinge sollen, wie man sagt, theils nach Rendsburg, theils nach Glückstadt kommen, je nachdem sie Schleswiger oder Nicht-Schleswiger sind. Im Uebrigen scheint die Regelung unserer Militärverhältnisse noch in der­selben Schwebe zu fein; heute wird jedoch das Generalkommando und General v. d. Horst selbst hier erwartet, (s. oben Hamburg.) Dagegen wird in einem Artikel der Wes.-Ztg. von der „Niederelbe" vom 5. Februar die Nachricht von der Besetzung FriedrichsortS eine verfrühte genannt.

Verantwortlicher Redakteur: Dr. A. Boczek.

Bekanntmachungen.

1021 Bekanntmachung.

Nächsten Dienstag den 11. l. M., Nachmittags 3 Ubr, sollen auf der Herzoglichen Rhein-Au bei Biebrich

6 fette Schweine und

1 fette Kuh an den Meistbietenden versteigert werden.

Die Ueberfahrt geschieht vom Gasthaus zur Krone in Biebrich auS — unentgeltlich.

Wiesbaden, den 8. Februar 1851.

Herzoal. Oekonomie - Verwaltung der Rhein - Au.

^Sf Brustreiz - Kra n khetteN. S^0^

R Modnillo^ Um die Brustkrankheiten, als Schnupfen, Husten, Katarrh, Engbrüstigkeit, Keuchhusten, Hei- © cm.,. O W p ferkeit, gänzlich zu heilen, gibt es nichts wirksameres und besseres als die Pâte pectorale von § JJieoaiUeo

v ^ Georgs, Apotheker zu Epinal (Vogesen). — Diese Husten-Tabletten werden verkauft in Schach- o 1848. q

ö©Q©O©0Ü teilt in allen Städten Deutschlands, in Frankfurt bei Hrn. Conditor Schott, große Sandgaffe-, ©009*0000 in Mannheim bei Hrn. Conditor Carl Thraner; in Mainz bei Hrn. Conditor Schlemmer; in Cöln bei Hrn. Conditor Mosler ; in Wiesbaden bei Hrn. Conditor Wenz. Preis der ganzen Schachtel 56 kr., der halben 28 kr.

90] Am 30. v. M. sind nachfolgend bezeichnete ZinScoupon« von Nassauischen Obligationen dahier entkommen, und liegt gegründeter Verdacht vor, daß dieselben gestohlen worden find:

I. Bon 3'/,procentigen Nassauischen Obligationen:

1 Coupon Lit. A. Nr. 2654 von 1 fl. 45 kr., fällig am 1. Januar 1851,

1 Coupon Lit. D. Nr. 725 von 7 fl., fällig am 1. Febr. 1851.

II. Von Sprocentigen Nassauischen Obligationen:

1 Coupon Lit. A. Nr. 643

1 „ „ 8. „ 196

1 „ „ „ r. 107

1 ........198

1 " ,, „ „ 645

1 „ „ „ „ 646

„ „ „ „ 647

„ „ „ „ 650

von 2 fl. 30 fr.

„ 5 fl. -

" sämmtlich

" ? ) fällig am 1.

" H 1 Februar 1851.

" 5 fl. I

5 fl- /

881 Wiesbadener Theater.

Abonnement suspendii.

Sonntag, den 9. Februar 1851,

zum fünften Mal:

Der Prophet, große Oper in 5 Akten von Scribe, übersetzt von Rell st ab. Musik von Meyerbeer.

Mit neuen Dekorationen und Kostüms.

Anfang um 6 Uhr.

t^yr" Zwanzig Minuten nach beendigter Vor­stellung geht ein Ertrabahnzug nach Biebrich und Castel.

In der L. Scsrelleiiberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden ist vorrâthig :

Liederkranz.

Eine Auswahl der schönsten und besten deutschen Volklieder. Für fröhliche Gesellschaften, heitere Zirkel, lebens­lustige Jünglinge und Mädchen, überhaupt für Jedermann.

192 Seiten. Elegant geb. Preis 18 fr

Frankfurt a. M., den 7 Februar. Mittags 1 Ubt.

Die Polizeibehörden werden ergebenst ersucht nachzufor­schen, etwaige Spuren zur Ermittelung de« Diebstahl« zu verfolgen, und da« Resultat dahier zur Kenntniß zu bringen, sowie du bezeichneten Coupon«, vor deren Ankauf zugleich ge­warnt wird, im Betretung«falle anzuhalten.

Wiesbaden, den 4. Februar 1851.

Hrrzogl. Nass Polizei-Kommissariat, v. Rößler.

93] Zur Erhaltung der Gesundheit ist als sehr hülfreich jedem Familienvater in Wahrheit zu empfehlen:

Achte, 6000 Er. starke Auflage von

Der Leibarzt,

oder

500 der besten Hausarzneimittel gegen 1 45 Krankheiten der Menschen, al«: Husten, — Schnupfen, — Kopfweh, — Magenschwäche, — Magensâure, — Magenkramps, — Diarrhöe, — Hämorr­hoiden, — Hypochondrie, — träger Stuhlgang, — Gicht und Rheumatismus, — Engbrüstigkeit, — Schwindsucht, — Ver­schleimung, — Harnverhaltung, — Kolik, — Wechselfieber, — Wassersucht, — Scorphelkrankheiten, — Augenkrankheiten, — Ohnmacht, — Schwinvel, — Taubheit, — Herzklopfen, — Schlaflosigkeit, — HaulauSschläge, nebst 24 allgemeinen Gesundheitsregeln, die Wunderkräfte des kalten Waffers und Hufeland'S HauS- und Reise-Apclheke.

Achte Auflage. Preis 54 kr.

Der Absatz von sieben starken Auflagen liefert hinreichend den Beweis von der großen Nützlichkeit dieses Buches.

W* Beachtenswerte Anzeige!

Nach mehl fachen Proben ist es mir gelungen einen Ge- würzschwcfel zu fabriziren, welchen ich N 21 fl. per 100 Pfund und 15 fr. per Pfund abgeben kann. Ich bin über­zeugt, daß bi« jetzt noch sein Fabrikant diese Qualität zu diesem Preise liefern konnte. Derselbe eignet sich sowohl für gute als für geringe Weine aufzubrennen, sogar verschimmelte Fässer sind durch diesen Gewurzschwefel wieder in Stand zu setzen. Auch verfehle ich nicht, meine gewöhnliche Sctiwofel- schnitten â 10 fl. 30 fr. per 100 Pfund und 8 fr. per Pfund in Erinnerung zu bringen. Wiederverkäufer genießen 5pCt. Sconto. Den Betrag bitte ich portofrei einzusenden.

Uib Bär,

8TJ Fabrikant in Wiesbaden.

30] Eine Deutsche, die französisch und englisch spricht und schon mehrere Jahre in einem Institute allen Elementar­unterricht, sowie den Unterricht in weiblicher Handarbeit er­theilt hat, sucht eine Stelle al« Erzieherin in einem Privat­hause oder in einem Institute. Nähere« in der Expedition diese« Blatte«.

103] Gestern ist hier ein Metzger vom Lande (Israelit) von den GenSd'armen angehalten worden, welcher Fleisch von kran­kem oder gefallenen, Vieh — die darüber eingeleitete Unter­suchung dürfte die Sache aufklären — zum Verkauf brachte. So viel steht indessen jetzt schon fest, daß die ganz eigenthüm­liche Art der Aufbewahrung des noch in der Wohnung dieses Metzger« aufgefundene» Fleische« aller Vermuthung Raum läßt.

Aus Rücksicht der Gesundheit für die Bewohner Hiesiger- Stadt glauben wir diesen Vorfall zur öffentlichen Kenntniß bringen zu müssen.

Yfliesbaden, 7. Februar 1851. ***

Oesterreich, 5"/, Metallique« . . .

4 7,7. „ - - -

„ 27, » n ...

„ 3 V, Bankactien o. D. . .

„ 500 fl. Loose.....

„ 250 fl. Loose .....

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . .

„ 37, V. StaatSschuldsch. â 105 fr

Bayern, 37, 7. Obligationen .... Berbacher-Eisenbahn-Actien . . Wü rte in be rg, 3'/,"/» Obligationen . .

„ 4 7, 7. neue Obligationen

Baden, 37,7. Obligationen von 1842 .

„ Lotteric-Anl. â 50 fl. bei G. u. S.

„ 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . .

Darmstadt, 37, 7, Obligationen . . .

„ 4 7. .....

„ 50 fl. Loose .....

„ 25 fl. Loose.....

Kur Hessen, Friedr.-Wilh. -Nordbahn-Ac tien „ 40 Thlr. Loose bei Rothschild

N.assau, 3 7, 7. Obligationen bei Rothschild „ 5 „ „ " „

„ 25 fl. Loose.......

Frankfurt, 3 70 Obligationen ....

„ 37, °,. ,, von 1839 .

„ 3 7, „ „ von 1846 .

TaunuS - Eis enbahtt - Act ien â 250 fl. Holland, 2'/, °/, Integralen ....

Spanien, 3% Innere Schuld ....

„ 5 „ Ardoin incl. 17 Coup. .

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose ....

„ 500 fl. „ ,,

Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Bethmann Disco ii t o...........

Gold.

fr.

Silver.

Pistolen .... 9 307, «■ »mi n

Pr. Friedrichsd'or 9 56 Laubth., ganze

' 9 41 Preuß. Thaler

5 31 5 Frankenthale

9 23 Hochhaltig Sill

Holl. 10 fl. Stücke Rand-Dncaten

Pav.

Geld.

757, 757,

•67, 66 7, 40% 407.

1120 !11I5

1537, 927.

153

927, 128

— i«

85'/. 847,

86

85'/,

817, 80’/, 857, 847, 99'/. 987.

84 7, 837, 547. 537.

33%

88

92 7

7.

--7. 327, 87 7, 917,

747, 747,

287, 287,

387, 377,

327, 907.

1047,

247.

947.

927.

305 577, 337.

827.

347,

377, 317, 907.

247, 82

947.

927.

303

57’4 337,

fl.

Gold ul Marco 372

5 Frankenthaler

81*/.

17, fr.

20 Francsstücke 9 23 Hochhaltig Silber 24 2

Engi. Souverän,« U 41 Gering u. mittelh. —

457.

207, 28

Hierbei als Beiblatt „Der Wanderer",

fl.

1

2

Druck und Verlag der 8. Schelleuberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.