Einzelbild herunterladen
 

Srn vermeintlich errungenen Sieg um den Hals, den vermein» > Schiffer von der schleswigichen ^" 10 ^“übe" den Fluß. Er brachte die Nachricht Seite her über den° Ischia g en en Sturm. Da von dem w ) E x traurigen Stimmung wän »'J blieb trocken. Bejahrte Leute L'Äiiu- * «-». ,*" ” « » einer unaussprechlich wehmüthigen Stimmung. -

Wir fanden bis jetzt nirgends erwähnt, daß die Dânnr iiur Abhaltung des Feindes auch Quarres von Pallisaden vor Friedrichstadt errichtet hatten; die Schleswig-Holsteiner wurden von denselben lange

aufgehalten.

Von der Elbe, 15. Okt. (Wes.-Z.).Vom Kriegs- schauplatz aus dem Festlande ist auch heute nichts Neues angelangt. Ein verwegener Fehmeraner Hal Nch bei Nachtzeit, als er seine Strafwache hielt, von Bord eines dänischen Kriegsschiffes in der eckern- sörder Bucht, wo noch mindestens zwei Dreimaster und Holger Danske liegen, mit dem Schiffsboot nach dem südlichen Ufer geschlichen und hat sich und das Boot in Sicherheit im fielet Hafen zu bringen aewußt DaS ist ein Heldenstück. Die Dänen auf den Inseln an bcrL schleSwig'schen Westküste, wo auf Silt 150 und auf Föhr 250 Mann liegen, sind, nachdem ihre Kriegsschiffe und Böte weggegangen, in einer unmuthigen Stimmung und trauen auch der Bevölkerung nicht.

Von der Niederelbe, 14. Okt. (D. R.) In Folge des mißlungenen Sturmes auf Friedrichstadt haben mehrere eiderstedtische Flüchtlinge, man sagt 18, ihr bisheriges Exil verlassen und sind in ihre Heimalh zu Weib und Kind zurückgekehrt, da sie nun auch jede Hoffnung ausgegeben haben, daß es unsern Waffen sobald glücken wird, ihre heimath­lichen Fluren von dem dänischen Joche zu befreien. Sie wollen daher Tillisch anerkennen und Alles über sich ergehen lassen, was die Dänen über sie ver­hängen, um mindestens von ihrem Hab und Gut noch so viel als nur möglich ist, zu retten.

Nachrichten aus Rom vom 9. Oktober zufolge hat der Papst eine Deputation englischer Katholiken empfangen, um deren Dank für die Erhebung deS Dr. Wisemann zum Kardinal und Erzbischof von Westminster entgegenzunehmen.

Kiel, 15. Oktober. (Alt. Merk.) Seit Anfang dieser Woche vertritt Hr. v. Harbou wieder unsere Interessen am Berliner Hofe. Es ist klar, daß man in der diplomatischen Welt sich abermals, viel­leicht ebenso vergeblich wie bei dem fehlgeschlagenen Versuche deS Londoner Protokolls, mit der Rege­lung unserer Angelegenheiten beschäftigt. Darum gehen auch die Gerüchte von der Abdankung des dänischen Königs und der Adoption der Augusten­burger von Selten deS Thronfolgers stärker als je umher, ohne jedoch, wenigstens in diesem zweiten Theile, Glauben zu finden.

In dem dänischen Heere wüthet die Cholera nach glaubhaften Angaben heftig; unsere in den feindlichen Lazarethen liegenden Krieger sollen jedoch sehr glücklich davon verschont geblieben sein.

Rendsburg, 15. Okt. (H. C.) Die Nachricht von der Aufhebung einer unserer Feldwachen bei Schwabstedt ist nur ein leeres Gerücht.— Dagegen können wir als Thatsache mittheilen, daß unsere Dragoner-Patrouille, nachdem sie durch ein von den Dänen als unwegsam angesehenes Moor geritten, einer feindlichen Kavallerie-Patrouille, aus 3 Dra­gonern und 4 Pferden bestehend, bei Kropperbusch in den Rücken gefallen und selbige heute gefangen hier eingcbracht hat.

Wien, 14. Oktober. Die erzherzogliche Villa Weilburg bei Baden ist zum Empfang Sr. Maj. deS Königs von Griechenland hergerichtet worden.

Der Kölnischen Zeitung wird aus Wien vom 12. Oktbr. geschrieben: Unter den mehrfachen Kon­fiskationen, welche diese Woche mit den neuesten Erscheinungen der Literatur vorgenommen wurden, befinden sich auch die „Bekenntnisse eines Soldaten". Das Motiv dazu ist aber nicht ver hochverrätherische Inhalt, sond'ern ganz einfach ein verbotener Nach­druck, der ohne Wissen des Verfassers durch einen Mißbrauch des Vertrauens stattgefundcn hat. Wie man oben darüber denkt, beweist wohl am besten die Thatsache, daß der Verfasser nicht, wie ich Ihnen früher schrieb, nach Siebenbürgen versetzt worden ist, sondern sich mit dem Kaiser und in sei­ner unmittelbaren Umgebung auf Reisen befindet. So behandelt man nicht einen in Ungnade Gefalle- nen. Was die Minister sagen, ist Hrn. Barbaczy einerlei; ihn hält die Kamarilla. Sehr richtig frag­ten mehrere Blätter, was dem Schriftsteller gesche­hen wäre, welcher eben so weit links ausgeschweift wäre, wie dieser rechts. Standrechtliche Behandlung und Festungsarrest in Elfen!

D â n e m a r k

Kopenhagen, 12. Okt. General Meza soll zum Großkreuz und der Chef der Intendantur,

Wachs, zum Kommandeur ves ivanneorog oeuunmr sein, wie die „Postnachrichten" melden. Der Chef deS Generalstabes , v. Bülow, ist vom König von Schweden und Norwegen zum Kommandeur deS Olafsordens ernannt.

Mit dem Dampfschiff „Ophelia" sind von Flens­burg in Faaborg hundert verwundete und kranke dänische Soldaten und drei verwundete gefangen genommene Schleswig-Holsteiner, von denen Einer vier Kugeln im Leibe hat, angekommen.

Kopenhagen, 12. Okt. Die „Berling'fche Ztg." theilt ein vom 28. Sept. datirteS Reskript des Königs an den General K r o g h mit, in welchem derselbe beauftragt wird, dem Heere die Anerkennung des Königs für dessen Hingebung und Tapferkeit auszusprechen.

Frankreich

Paris, 16. Oktober. Die Regierung erklärt heute die Erzählung deS Morning Chronicle von dem ungleichen Austausche der üblichen Begrüßun­gen zwischen dem französischen Admiralsschiffe Ar- chimcdes, und der argentinischen Goeletle Julio für positiv falsch. Der Julio hat den ^französischen Ad­miral, als er sich auf sein Schiff begab, zuerst mit 17 Kanonenschüssen begrüßt, die von der französischen Korvette Astrolabe mit derselben Anzahl erwiedert wurden.

Eine sehr wichtige Note deS Fürsten Schwar­zenberg ist heute bei der französischen Regierung ein­gelaufen.

Es begeben sich sehr viele Franzosen nach Brüssel, um dem Leichenbegängniß der Königin bei« zuwohnen.

Die hier anwesenden Abgeordneten haben sich gestern Abend versammelt, um wegen der Beleidi­gung der Volksvertretung durch den Abdruck des heftigen Artikels, welchen „Constitutionnel" gegen die Fünfundzwanzig im „Moniteur" veröffentlicht, eine Berathung zu halten. Man kam überein, bei der ständischen Kommission auf sofortige Berufung der gesetzgebenden Versammlung anzutragen. Die meisten Journale unterstützen dieses Begehren.

ES wurde heute versichert, Frankreich, England und Rußland hätten eine definitive Vereinbarung getroffen, um eine Beendigung deS Krieges zwischen ■ Dänemark und den Herzogihümern herbeizuführen. | Diesen Vormittag ging aus dem Ministerium der I auswärtigen Angelegenheiten ein Courier mit wich­tigen Depeschen für den französischen Geschäfts­träger in Kopenhagen ab. Auch ist man hier der Meinung, die kurhessische Angelegenheit werde bald beendet sein.

L. Napoleon hat gestern die Arbeiten, welche in den kleinen Straßen um das Louvre zur Ver­längerung der Straße Rivoli ausgeführt werden, in Augenschein genommen. Er soll die Absicht ha­ben , noch im Laufe dieses Winters der National- Versammlung einen Vorschlag zum Ausbau des i Louvre vorlegen zu lassen.

Paris, 16. Okt. (K.-Z.) Lahitte tritt für | das Norddeparlcment als Kandidat auf. — Einem ' Gerüchte zufolge, daS jedoch keinen Glauben findet, würde Regnault den General d'Hautpoul e setzen, indem letzterer Gouverneur von Algerien würde. — In Ribeauville haben die Arbeiter ihre Thätigkeit eingestellt.

ES möchte Sie interessiren, zu sehen, welche Folgen die Unterrichtsfreiheit in Frankreich hat. Die Jesuiten haben in der kurzen Zeit allein in den Provinzen, Paris nicht gerechnet, 29 Kollegien und 8 Seminare errichtet, werden also bei fortgesetzter Thätigkeit bald den Unterricht größtentheilS in Hän­den haben.

Italien.

Turin, 11. Okt. Pinelli ist bereits in Florenz angekommen, seine Sendung ist mißglückt.

Turin, 12. Oktbr. Graf Cavour zeigt heute im Risorgimento an, daß er von der Redaktion die­ses Blattes wegen feiner Ernennung zum Handels- minister zurückgetreten sey. Nach den Registern, welche die Regierung über die Einkünfte der Kirche aufzunehmen befohlen hat, betragen diese jährlich etwa 7'/, Mill. Franken. Auf dem Festlande gibt eS 4, auf der Insel 3 Erzbischöfe, auf jenem 23, auf dieser 8 Bisthümer, außerdem noch 16 Abteien. Klöster zählt man 405, worunter 144 Frauenllöster. Die Erzbischöfe haben ein Einkommen von minde­stens 50,000, die Landpfarrer oft kaum von 500 Francs. Die Regierung will nun das Einkommen gleichmäßiger verlheilen, indessen ist zu fürchten, daß das reiche Gut nicht zur gänzlichen Erwer­bung auf die eine oder andere Weise locke, beson­ders da die Provinzialrâthe auf die Säkularisation gedrungen haben.

Rom, 2. Oktober. (A. A. Z.) Wenige Tage nach dem ersten vergeblichen Angriffe der Franzosen auf Rom drangen einige Carabinieri und Soldaten

in eine löigna vor Pvrea », öiwumu »»> um, griffen die Bewohner derselben, friedfertige Land- leute, unter dem Vorwand an, daß sie verkappte Jesuiten seien und zwei Carabinieri gelobtet hätten. Der Pächter der Vigna wurde bei dieser Gelegen­heit getödlet, einige andere Personen verwundet. Da diese That ungerügt blieb, ward der Versuch am folgenden Tage wiederholt und drei der Hausbe­wohner wurden fortgeschleppt. Schon am Thore wollte man kurzen Prozeß machen und sie erschießen, waS durch die Dazwischenkunft Galetti'S, damals Gene­rals der Carabinieri, gehindert wurde, der die Abfüh­rung der Verhafteten nach der Engelsburg anorb* netc. An Piazza Navona beabsichtigte man von neuem die Erekution zu vollziehen, unterließ eS aber, wie es scheint, aus Furcht vor der dort verkehrenden Volksmenge. Dagegen sammelte man bis znm Platz vor der Engelsbrücke einen gleichgesinnten Haufen und vollbrachte in dieser Umgebung den Mord auf die scheußlichste Weise, indem man die Leichname zerfleischte und verstümmelte und zuletzt in die Ti­ber warf, während der Garibaldische Feldpater Ugo Bassi auf die Thäter eine Lobrede hielt! Die Kunde dieser That verbreitete sich damals, und zwar ge­nau wie sie sich jetzt aus den Prozeßakten ergibt, schnell in der Stadt; allein trotzdem daß sie von der öffentlichen Meinung entschirden mißbilligt ward, geschah nichts zu ihrer Sühnung. Erst nach der Einnahme Roms ist der Prozeß eingeleitet und jetzt in allen Instanzen so entschieden worden, baß die sechs Hauptlhäler zum Tode, einige andere zu langer Galeerenstrafc verurtheilt worden. Man zweifelt noch an der Vollstreckung deS Urtheils; ja eS soll sich schon an mehreren Orten Miß­stimmung gezeigt haben, daß ein so ungeheures Verbrechen ohne eremplarische Strafe bleiben solle. Heute Morgen endlich hat die Hinrichtung durch Pulver und Blei an allen sechs Thätern statt­gefunden. Es sind dieß die ersten Hinrichtungen in Rom seit der Thronbesteigung PiuS IX., die Zeit seiner Abwesenheit abgerechnet, aber schwerlich die letzten; die Ermordung der freister in S. Callisto verlangt gleiche Sühne. — Die Anleihe zur Ver­minderung des Papiergeldes hat im ersten Monat den Erfolg gehabt, daß vorgestern 460,000 Scudi in Papier verbrannt werden konnten, was freilich kaum ein Zehntel der Oefammtfumme beträgt; in­dessen wird gegen das Ende deS ersten Termins der den 1. Dez. abläuft, sich voraussichtlich die Bethei­ligung bedeutend steigern, so daß sich nach und nach einige Erleichterung im Verkehr wird spüren lassen, für den Augenblick freilich, wo jeder daS Silber noch an sich hält, zeigt sich fast die entgegengesetzte Wirkung, namentlich wegen der fortwährenden Verminderung der kleinen Scheine. Doch wird dieß nur vorübergehend sein.

Aus den Mittagsposteu.

Stuttgart, 17. Oktbr. (Würtemb. Z.) Der wegen Beleidigung der Staatsregierung zu fünf­monatlicher, auf der Festung zu erstehender Kreis­gefängnißstrafe verurteilte Fürst Constatin von Waldburg-Zeil-Trauchburg, Abgeordneter für Leni- kirch, soll, so erzählt man sich, ein Strafaufschubge- such eingereicht haben, weil seinen Wählern Alles daran gelegen sei, daß er seinen Verrichtungen als Mitglied der Landesversammlung und zunächst als Mitglied der Finanz- und Verfassungökommission nachkomme.

München, 17. Oktbr. Meine gestrige Mitthei­lung, daß unser ganzes zweites Armeekorps mobil gemacht wird, bestätigt sich vollständig; der deßfall- sige Befehl ist gestern aus dem KriegSministcrium an die betreffenden Abtheilungen abgegangen. Heute erhielten auch Abtheilungen des ersten Armeekorps Marschbereitschaft, so namentlich die drei Bataillone deS hier garnisonirten Infanterieregiments König, bad leine Beurlaubten durch Erpressen einzuberufen hat, und zwar bis auf 150 Mann der Compagnie, d. h. bis auf Kriegsstärke.

Berlin, 17. Okt. In Folge des hevsrstehen« den Abschlusses einer Militärkonvention zwischen Preußen und dem Herzogthum Anhalt-Dessau dürf­ten nach Versicherung ißet „Spener'schen Zeitung" in Kurzem preußische Truppen nach dem Herzog­thum verlegt werden.

Der Major von Voigt-Rheetz, welcher sich in der letzten Zeit in Kassel als militärischer Beobachter der dortigen Zustände aufhielt, befindet sich gegen­wärtig hier.

Bremen, 15. Oktober. Die Versammlung der SchleSwig'Holstein.Freunde in Hannover hat hier schon ihre guten Folgen geäußert, indem von etwa 30 L.ânnern sofort 12,000 Thaler gezeichnet wur­den unter der Bedingung, daß in unserer Stadt überhaupt 100,000 Thaler zusammengebracht wür­den. An der Aufbringung der letzteren Summe wird nach diesem schönen Vorgänge nicht gezweifelt.

Altona, 16. Okt. Zufolge eines Schreibens von der Insel Fehmarn werfen die Dänen auf »er