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Bekanntmachungen.
Veröffentlichungen des Herzoglichen Kreis-Amts zu Wiesbaden.
102] In der Sitzung des KreiSbezirkSrathS vom 4.
1) Die Beschwerde des Bernhard May von der Hammermühle, wegen der ihm auferlegten Brodaccisabgabe von 2 Heller für den Laib wurde unbegründet befunden, und beschlossen, dem Gemeinderath zu rescribiren, daß mur eine entsprechende Summe von dem an den Thoren entrichteten Accisc, an dem Aversum der Bäcker abzuschreiben, der Rest aber in der Stadtkaffe gu vereinnahmen sey.
2) Das Gesuch der Gemeindebürger zu Erbenheim, die der Gemeinde, als solcher, zustehende Weide- und Pferchgerechtsame aufziigeben und rinentgeldlich an die Gutsbesitzer zum Eigenthum zu überlassen, wurde abgeschlagen.
3) DaS Recursgesuch des Heinrich Fröhlich von Schierstein um Aufnahme nach Schierstein, wurde wegen mangelnder Nachweise eines die Ernährung einer Familie sichernden Vermögens oder NahrungSzweigeS abgeschlagen.
4) Recursgesuch des Philipp Lang von Kloppenheim, um Aufnahme in die dortige Gemeinde und Gestattung der Heirath mit Johannette Ferger von Westerburg, wurde abgeschlagen wegen mangelnder Nachweise eines die Ernährung einer Familie sichernden Nahrungszweigs.
5) DaS Gutachten der Gewerbe-Commission dahier, die Vorstellung der Kappenmacher wegen Schutz ihres Gewerbes, die Gewerbe- Commission wiederholt um Begutachtung der zwischen dem Kappenmacherund Säcklergewerbe festzusetzenden Gränze zu ersuchen.
6) Gesuch des Heinrich Wilhelm Weyer von Bierstadt, um Gestattung des Wirthschaftsbetriebs, dem Gemeinderath zum Bericht mitzutheilen.
7) Da« Recursgesuch des Andreas Becker von Würges um Aufnahme in die Gemeinde Dotzheim und Gestattung der Heirath mit der rc. Roßbach von da, wurde wegen mangelnder Nachweise eines die Ernährung einer Familie sichernden Vermögens oder Nahrungszweiges abgeschlagen.
8) Recursgesuch des Hutmacher Wei g le von Königstein, um Auf- «ahme in die Stadtgemeinde Wiesbaden, wurde für begründet gehalten, da Bittsteller den Besitz eines hinreichenden NahrungSzweigeS nachgewiesen.
103] Zwölfte Verloofung
der Herzog!. Nass. Prämienscheine â 25 fl.
am 1. Februar 1850.
Nachdem am 1. vieses Monats die zwölfte Verloosung der Prämienscheine â 25 fl. — des AnlehenS vom 14. August 1837 über 2,600,000 fl. •— stattgesunden hat, so wird solches den Interessenten mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß die geordneten Ziehungslisten der herausgekommenen Prämienscheine mit Bemerkung der gezogenen Preise bei dem Bankhause der Herren M. A. v. Rothschild ^Söhne in Frankfurt a. M. und bei sämmtlichen Recepturkassen des HerzogthumS, sowie auch in der Canzlei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht vorliegen.
Wiesbaden, den 3. Februar 1850.
Herzogl. Nast. Staats - Ministerium, Abtheilung der Finanzen.
Neuer Turn "Verein.
Montag den 11. (nicht Sonntag den 10.) Februar, Abends 7 Uhr,
Ball
im großen Saale der Vier Jahreszeiten. Vorher: Carnevalistische Vorstellungen von mehreren Dilettanten.
Das Nähere besagt das Programm, welches mit der Subscriptionsliste in Zirkulation gesetzt ist. [94
In der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung ist für 6 kr. zu haben:
Portrait von Philipp Martin Kopp von Breithardt, 19 Jahre alt, welcher wegen Raubmords und versuchter Nothzucht vor den Assisen zu Wiesbaden zu einer Zuchthausstrafe von 18 Jahren verurtheilt worden ist.
105] Bei Hof- Buchbinder PH. Selenka kann ein gesitteter junger Mensch in die Lehre treten.
Februar 1850 wurden folgende Beschlüsse gefaßt:
9) Recursgesuch des Anton Dachnahl von Molsberg um Aufnahme nach Wiesbaden, wurde für begründet gehalten, da Vermögen undNahrungr- zweig nach gesetzlicher Vorschrift nachgewiesen sind.
10) Gesuch und Beschwerde des Grafen von Bismark, dessen Aufnahme in die Gemeinde Schierstein betreffend, wurde begründet gefunden, da Bittsteller vor Erscheinen des Gesetzes vom 12. Dezember 1848 daselbst Gemeindebürger geworden ist.
11) Gesuch der Louise Frankenbach von Erbenheim, um Receptioa nach Biebrich, wurde abgeschlagen, da ledige Frauenspersonen überhaupt daS Bürgerrecht nicht erlangen können.
12) Gesuch der Gemeinde Bierstadt, um Genehmigung einer Ertrafällung von 60 Klafter, soll, im Falle nach dem vorzulegenden Budget ein Bedenken nicht vorliegt, genehmigt werden, unter der Bedingung, daß die 60 Klafter an dem Fällungsetat des DecenniumS in Abzug gebracht werden.
13) Gesuch der Gemeinde Naurod, um Gestattung der Verthei- lung von 25 Nothholzwellen für jeden Bürger, wurde genehmigt.
14) Recursgesuch deS Salomon Gerson von Rückershausen, um Aufnahme nach Wiesbaden, wurde wegen mangelnder Nachweise eines genügenden Vermögens- oder NahrungSzweigeS abgeschlagen.
15) Recursgesuch des Müllers Carl Wagemann von Bingen um Aufnahme nach Wiesbaden, an den Gemeinderath zu verweisen, wegen der in Bezug auf Vermögensnachweise vorgebrachten Nova.
16) Recursgesuch des KappenmacherS Maurer von Hirschhausen, um Aufnahme in die Stadtgemeinde Wiesbaden, wurde abgeschlagen, weil weder Vermögen noch NahrungSzweig nachgewiesen sind.
Wiesbaden, am 4. Februar 1850.
Der Kreisbezirksrath.
Frankfurt a. M., den 5. Februar
Mittags 1 Uhr.
Oesterreich, 5 °/> Metalliques.....•
Z 2'4% ".....
„ 3 % Bankactien o. D. ....
„ 250 fl. Loose........
Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . . . . „ 3 7, % Staatsschuldscheine â 105 kr. .
Bayern, 37, % Obligationen....... Berba cher-Ersenbahn-Actien..... Würtem berg, 37, % Obligationen.....
„ 47, % neue Obligationen . . .
Baden, 37, % Obligationen von 1842 .... „ Lotterie-Anl. â 50 fl. bei G. u. S. . .
„ 35 fl. Loose vom Jahr 1845 ....
Darmstadt, 3'/, "/» Obligationen.....
„ 4 <yo „
„ 50 fl. Loose........
„ 25 fl. Loose........
Kurhessen, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Actien
„ 40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .
Nassau, 37, °/„ Obligationen bei Rothschild . .
„ 5 „ „ „ „ . .
„ 25 fl. Looze..........
Frankfurt, 3 % Obligationen.......
„ 37,7« „ von 1839 . . .
„ 37, „ „ von 1846 . . .
TaunuS-Eisenbahn-Actien s 250 fl. . . . Holland, 27, % Integralen....... Spanien, 3 % Innere Schuld....... „ 5 „ Ardoin incl. 17 Coup.....
Polen, 300 fl. Lotterie-Loose....... „ 500 fl. „ „ .......
Sardinien, 36 Frcs. Loose bei Gebr. Bethmann D i Sconto ..............
Papier.
Geld.
857« 66’/, 447,
1222
967,
897, 827, 847, 827, 957, 80
54
337, 837, 907, 737« 287, 457, 337« 847«
1037, 23%
797, 947, 897, 309
557, 297,
124
817, 337«
85
667, 447, 1216
96 1037,
89
82 837« 82'/« 957, 797, 537, 337, 83
897, 73'/« 287, 457, 337, 847«
103
237, 79 93%. 89
307 557, 297,
817« 337,
17,
Gold
Pistolen......
Pr. Friedrichsd'or. Holl. 10 fl. Stücke Rand- Ducaten . . 20 Francsstücke . . Engl. Souverains.
fl.
9
9
10
5
9
12
kr.
56
17,
40
37
3
Silber.
Gold al Marco . Laubth., ganze. . . Preuß. Thaler. . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber. Gering u. mittelh.
fl.
382
kr.
1
2
24
45 217, 32
Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes, welche an jedem Werktage, Vormittags um 10 Uhr, aus- gegeben wird.
Die Expedition der Nass. Allg. Zeitung.
Druck und Verlag der & Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden,
