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Deutfehlan d.

ich Mainz, 18. Dez. (Mainz. Z.) Das Ministerium des .imitiern hat sich bewogen gefühlt, durch die hiesige RegierungS- olptmission den Aerzten von Mainz für die hingebende und 'ue Berufserfüllung während der Dauer der Cholera eine '«sondere Anerkennung eröffnen zu lassen. Dem Präsidenten bir Sanitätskommission für die Cholera, Medizinalrath Dr. oiröser, wurde bas Ritterkreuz des Ordens Philipps des Groß- Hiüthigen ertheilt.

ii« So eben ist unter Gendarmeriebedeckung Präsident Mohr -jein Oberingelheim hier eingebracht und ins neue Arresthaus Wgesührt worden. Der Grund seiner Verhaftung ist unbekannt; : fr Volksstimmung sucht ihn in seinem Ausharren bei der Rutschen Nationalversammlung zu Stuttgart.

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Ek- Frankfurt, l9. Dez. (O-P.-A.-Z.) Wie wir vernehmen, achader zwischen dem Reichsministerium und dèn Mitgliedern mr Bundeskommisffon in Bezug auf die Form der Uebergabe dms vollständigste EinverMndniß statt, und wäre die Ueber- Ichabe bereits schon erfolgt, wenn die Ausfertigung der er« pilwderlichen Urkunden keine Zeit erforderte. Besondere Feier- tchkeiten werden nicht damit verbunden sevn und waren auch mie beabsichtigt. Was die „Deutsche Zeitung" über solche Werichtet, ist zu abgeschmackt, als daß es einer Widerlegung Edürfte.

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de Stuttgart, 18. Dez. Joseph Fickler, gegen eine Kau- ton von 1000 fL von Hohenasberg entlassen, ist gestern Abend «fier angekommen, wird sich aber, dem Vernehmen nach, nur „upenige Stunden hier aushalten. (Beob.)

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an Aus Erfurt geht eine Abgeordnetenschaft der Stadt nach uAerlin, um dem Könige für die Auszeichnung zu danken, daß bei er Rcichstagssttz nach Erfurt verlegt wird. Die evangelische ünlugustinerkirche daselbst soll sich am Meisten zum Sitzungs- Kokale des Volkshauses empfehlen, indem die angrenzenden ej^äume des Martinstifts und Waisenhauses zugleich für die zuFlusschüsse, BüreauS ic. ein bequemes Unterkommen bieten.

Münster, 17. Dez. Die Stadtverordneten wollen Herrn ^iuEBalbëèf das Ehrenbürgerrecht ertheilen. Der Magistrat hat Mber in gestriger Sitzung entschieden, daß diesem Anträge keine infolge gegeben werden soll.

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ßm Berlin, 17. Dez. Gestern hat im Englischen Haus ein h^ehr heiteres Festmahl derjenigen Universitätsgenossen stattge- MUnden, welche in den Jahren 1820—34 auf der Universität ^Heidelberg studirt und in Verbindung Saro-Borussia angehört h^yatten. Unter denselben befanden sich eine große Anzahl von uKammermitgliedern und hohen Staatsbeamten. Die Festord- ;Wung untersagte die Verhandlung politischer Fragen. Es hätte seiber dessen nicht bedurft. Die Erinnerung an die Zeit glück- Ehlich verlebter Jugend ließ die Besprechung der ernsten Gegen- , ^'wart nicht aufkommen, und es bedurfte nur weniger Stunden „^des Zusammensepns, um alle politischen Schattirungen sich âigegenseitig in den Armen liegen sehen.

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mell, Berlin, 18. Dez. (K. Z.) Die erste Kammer hat in ihrer gestrigen Sitzung durchgängig den Beschlüssen der zwei- , Men Kammer gegenüber an ihren eigenen früheren Beschlüssen Arfe stg eh alten. Sie hat den Art. 60 und Art. 105 in der rumvon ihr früher beliebten Fassung hergestellt; sie hat ebenfalls den das Budget betreffenden Artikeln 98, 9 9 (1ujjunb 108 dLese Fassung restaurirt, und zwar mit 18^131 gegen 9 Stimmen! und hat endlich auch bei Art. 100, ,„„lder von den Steuerausgleichungen handelt, ihren Vorbehalt gyikcher Entschädigung wieder eingeschoben.

Uw Die „Konst. Korresp." meldet, daß den sächsischen Of- nmg^i zieren der Urlaub verweigert werde und die Beurlaub- h^ten für den 1. Januar einberufen seyen.

Wien, 15. Dezember. Der heutige „Wanderer" meldet: 181? "Eben eingehenden Nachrichten zufolge, ist Se. kaiserliche Al, Hoheit der Erzherzog Ferdinand d'Este heute Nacht in Brünn leren gestorben."

Wien, 15. Dez. (D. Z.) ES sind so eben zwei Erlasse erschienen, von welchen namentlich der erste von Wichtigkeit für die Armee ist, insofern derselbe die Bildung einer vollkom­

men eingeschulten und zuverlässigen Kernmannschaft anbahnt. Es sollen nämlich Soldaten vom Feldwebel und Wachtmeister abwärts, die ihre gesctz- oder vertragsmäßige Kapitulationszeit ausgedient haben, wenn sie noch vollkommen feldkriegsdienst­tüchtig und eine entsprechende Konduite aufzuweisen im Stande sind, für eine weitere achtjährige Dienstzeit als Freiwillige eintreten können: einstweilen werden 6000 solcher Freiwilligen aus den verschiedenen Truppenkörpern, nach Vorschlag der Truppenkommanbanten, angenommen. Jeder von ihnen erhält ein Handgeld von 15. fl., C. M. und für seine gesammte übrige Lebenszeit eine tägliche Zulage von 5 kr. C. M. Die dazu erforderlichen Fonds werden aus den Geldsummen be­stritten, gegen deren Zahlung sich auch in Zukunft, im Frieden, die Militärdienstpflichtigen ihrer Dienstpflicht entziehen können: die Stellvertretung aber, und davon spricht der zweite Erlaß, ist gänzlich aufgehoben.

Italien.

Es sollen in Spoleto ernstliche Unruhen ausgebrochen seyn, zu deren Dämpfung am 8. Dezbr. sieben Kompagnieen Fußvolk abgeschickl wurden.

Sprechsaal

für Stadt und Land

fff Bitte um Belehrung!

In den Nummern 296, 297 und 298 der Freien Zeitung ist ein Sendschreiben an die freie christliche Gemeinde zu Diez und Freiendiez von Herrn Pfarrer F. H. Snell zu Langen­bach zu lesen, worin der Herr Pfarrer seine Ansicht über die Tendenz des Christenthums kundgibt.

Wie es sich von selbst versteht, so konnten darin die De­mokratie , die Revolutionen und der Gehorsam der Christen gegen die Obrigkeit, wie solcher vom Apostel Paulus seiner Zeit gelehrt wurde, nicht übergangen werden. Der geneigte Leser findet darin aber auch folgende Stelle:

»Und dennoch findet sich mitten unter diesen Ermahnungen „zur Unterwerfung unter die tausendfachen Arten der damali- „gen Knechtschaft, — wie es denn die Natur großer revolu- „tionärer Geister ist, daß sie über ihre Zeit, von welcher ste „sonst gleich allen Sterblichen abhängen, gleichsam übergreifen „und mit prophetischem Blick in die Zukunft schauen, — ein „merkwürdiges Wort deS Paulus, welches den Menschen auf „seine eigene Kraft hinweiSt. Es ist dies der Ausspruch „1. Korinth. 7, 20, 21: „„Ein Jeglicher bleibe in dem Berufe, „„darinnen er berufen ist. Bist du ein Knecht berufen, sorge „„du nicht; doch kannst du frei werden, so brauche das „„viel lieber!"" Daraus geht hervor, daß wir im Sinne „des Apostels Paulus zu all diesen Ermahnungen „zum Gehorsam gegen eine Obrigkeit und gegen alle „ungerechten Gewalten immer hinzusetzen müssen: „„doch, „„Knecht, kannst du frei werden, so brauche daS viel lieber!""

„Und jetzt endlich kann der „Knecht" das in vollem Sinne „des Worts werden, dessen er „viel lieber brauchen soll," jetzt „endlich, nach achtzehn langen Jahrhunderten, ist die Zeit ge- „kommen, wo das Volk, dieser unterdrückte, stets niedergetre-- „tene und ausgebeutete „Knecht", frei werden kann!"

Einsender dieses bittet um Belehrung in diesen Blättern darüber, waS wohl der Herr Pfarrer Snell damit sagen wollte, ob er vielleicht lehren will, daß man von nun an von der Obrigkeit sich frei machen solle, oder ob etwa ein, nicht dem Laien, sondern nur dem bibelkundigen Theologen verständlicher Sinn darin zu finden ist.

Die Geistlichen unserer christlichen Kirche finden wohl den Beruf in sich, die bescheidene Bitte zu erfüllen.

Vielleicht gibt ja ohnehin das ganze Sendschreiben zu einigen kirchenrechtlichen und theologischen Erörterungen genüt gende Veranlassung, bei welchen obige Anfrage beantworte- werden kann.

Verantwortlicher Redakteur; W. H. Riehl.