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mer nehmen dieselben Ansätze 34,990 Thlr. in Anspruch. Dazu . kommen indessen bei der zweiten Kammer noch 150,000 Thlr. Kn Reisekosten und Traggelbern, wodurch der Aufwand für beide â"'Kammern zusammen auf 216,080 Thlr. steigt.

Seit längerer Zeit wurde wahrgenommen, daß im könig­lichen Garten zu Sanssouci Wilddiebereien stattfinden. Na- ^tnentlich wurden die Fasanen, die dort gehegt werben, heim- "^zesucht. Eine Füsilierpatrouille ertappte die Diebe vor einigen ""Diagen und schiß auf die Flüchtigen. Einer soll tödlich ver« »unbet seyn. Die Patrouille versichert von diesem, er habe s^Niene gemacht, sich zur Wehre zu setzen.

E Die hiesigen Kunsthändler sind angewiesen, aufregende ' "Bilder, wie Waldeck im Kerker, Dortu auf dem Richtplatz und "Dergleichen von den Schaufenstern zu entfernen.

"° Das Festmahl am 9. November zur Feier des Antritts cntad Ministeriums wird außerordentlich zahlreiche Theilnahme "binden. Die demokratischen Vereine wollen den Tag gleichfalls 'r^bfeiern, — als den Todestag Robert Blum's.

Wien, 3. Nov. (D. Z.) Gestern Abend ist, zur Feier . her silbernen Hochzeit ihrer Schwester, der Erzherzogin Sophie, ""Der Mutter des Kaisers, die Königin von Preußen, mit ihrer ^Zwillingsschwester, der Prinzessin Johann von Sachsen, hier eingetroffen.

Die neu entstandene „Zeit" ist bereits unter dem Schwerte ""des Belagerungszustandes gefallen: ihr Verbrechen war, daß ' "sie die Anwendung der Prügelstrafe, die neueste Erfindung der k. Zentral-Militär-Untersuchungs-Kommission „in gehässiger .pMeise" gerügt und der „berichtigenden Bemerkung" derStadt- ^"kommandantur die Aufnahme verweigert hat. Diese berichtigende Bemerkung deduzirte, zur großen Beruhigung der Einwohner­schaft, daß das Gesetz die Prügelstrafe während der Dauer des ^AusnahmSzustandes „bei den untern Schichten der Bevölkerung ,r*niht ausschließe."

tute Die Erinnerung an die Entente cordiale von Oesterreich l"^und Rußland bleibt jetzt auch der Nachwelt gesichert. Der '"^F.-M.-L.- von Hasford hat auf der Spitze deS Kapellenberges ^bei Kronstadt, „um der späten Nachwelt Kunde zu geben von ^e<ber folgenreichen Union zwischen Rußland und Oesterreich und lem gur Erinnerung an die glorreichen Siege des russischen Armce- ksforps", ein Denkmal errichtet. Es trägt die Jnnschrift: 9cnRussia et Austria unita MDCCCXLIX. rbe

Wien. Die Wiener Zeitung gibt über die Rückkehr '"der Flüchtlinge von Widdin folgende erfreuliche Details: „Von Wben geflüchteten ungarischen Insurgenten stand seit ihrem Ein- "" treffen die gemeine -Mannschaft mit wenigen Offizieren in

einem Lager —^Italiener, Ungarn, Polen — abgesondert und

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von türkischen Truppen bewacht, vor der Stadt Widdin unter Zelten außerordentlich elend untergebracht, die übrigen und der größte Theil der Offiziere wohnte in der Stadt unter Auf­sicht. Durch Entbehrungen aller Art, den Mißhandlungen der Türken und der Furcht zur Annahme des Islam gezwungen zu werden, preisgegeben, war bei den meisten der Wunsch rege geworden, selbst auf die Gefahr der strengsten Bestrafung in ihr Vaterland zurückznkehren. Am 12. d. M. langte hier der k. k. österreichische General Hauslab an, und wurde von dem hiesigen Statthalter Zia Pasch mit orientalischem Pomp und Auszeichnung empfangen. Die freud ge Stimmung der sich nach der Rückkehr Sehnenden, die in dem österreichischen General einen Befreier ahnten, wurde dadurch gerechtfertigt, daß 'bereits Tags darauf alle Mannschaft in die Vorstädte einquartiert wurde, und wenigstens jetzt bei dem Eintritt der schlechten Wit­terung vor derselben geschützt war."

Am 16. d. früh wurde an das k. k. Konsulargebäude nach­stehende Proklamation angeheftet: „Die k. k. österreichische Re­gierung hat, nachdem sie in Erfahrung brachte, daß viele ihrer Unterthanen sich hier in trauriger Lage befinden und den Wunsch hegen, zurückzukehren, in ihrer väterlichen Vorsorge sich bewogen gefunden, diesen von wahrer Reue erfüllten, und im Durchschnitt gewiß mehr verführten als mit Bewußtseyn schul­digen Kindern des Vaterlandes dasselbe wieder zu eröffnen, und wegen der hierzu nöthigen Einleitungen mich hierher zu senden. Der gejammten Mannschaft vom Feldwebel und Wachtmeister abwärts, insofern es österreichische Unterthanen sind, wird, straffreie Rückkehr in das Vaterland verbürgt, jedoch mit der Bestimmung, baß sie nach Befundnahme ihrer Taug­lichkeit wieder in die k. f. Armee ohne Rücksicht auf die früher bekleidete Charge cingelheckt werden. Jene Kadetten, Erpro- Priis oder Unteroffiziere und Soldaten, welche nach dem Ueber»

tritt in das Jnsurgentenheer zu Offizieren vorgerückt sind, wer­den in diese Bestimmung mit einbegriffen. Die Offiziere deS Jnsurgentenheeres, welche als solche schon in der k. k. Armee dienten, oder jene, welche nicht in derselben gedient haben, haben sich bei der Rückkunft nach Oesterreich der Untersuchung der betreffenden Kommissionen und derem Ausspruche zu unter­ziehen. Um die Abtransportirung mit möglichster Schnelligkeit und doch der nöthigen Ordnung einleiten zu können, haben sich alle jene Offiziere und die höchsten Chargen mir zu melden, um dann durch sie die Verfassung der Listen über die Mann, schaft und deren Eintheilung veranlassen zu können. Der Ab- marsch geschieht sogleich nach dem Eintreffen der Dampfschiffe, welche bereits heute von Orsowa hierher bestellt wurden. Nach­dem vollkommene Straflosigkeit zugesichert wird, versteht eS sich von selbst, daß bei der Assenlirung der Individuen des ehema­ligen Jnsurgentenheeres keine Verurtheilung zu einer lebens­länglichen Dienstzeit, oder immerwährendem Verbleiben als Gemeiner stattfinde. Widdin, 16. Oktober 1849. Hauslab, m. p. Generalmajor."

Bern, 3. Nov.

(K. 3-) Ein Gerücht macht seit gestern Es heißt, die österreichische Regierung

gewaltiges Aufsehen.

habe auf das Ansuchen des Bundesrathes die in ihren Staaleä errichteten Werbe -Bureaux für die Schweizer-Regimenter in

Neapel aufgehoben. Ein Privatschreiben aus Neapel meldet, dieselbe Kunde sey dort im Umlauf. So viel ist gewiß, daß Schritte von Seiten des Bundesrathes gethan worden sind und daß in Como auf Befehl Radetzky's keine deutschen Flücht­linge mehr angeworben werden dürfen. Wir halten dafür, das ganze reduzire sich am Ende auf diese Verfügung deS neuen Generallieutcnantö der Lombardei. Nun langt heute einfach und ohne weitere Motivirung die Nachricht an, die Bank der neapolitanischen Werbgelder für die Schweizer Re­kruten sey von Genua nach Livorno verlegt worden.

Paris, 5. Nov., Morgens. L. Napoleon hielt gestern zu Versailles eine große Revue. — Der pâbstliche Nuntes ist das einzige Mitglied deS diplomatischen Korps, welches bei dem neulichen Empfange im Elysee fehlte, was ziemlich allgemein

auffiel.

Nachdem „EvenemerU-— schât-dre Majorität entschieden in » zwei Theile gespalten zu seyn , bereit eine für daSMänifëst I deS Präsidenten gegen daS Programm des Kabinels Partei i nimmt, während die andere das Programm als die unerläßliche j Berichtigung der Botschaft genehmigt. Man glaubt, daß ein I beträchtlicher Theil der zwischen der Rechten und Linken schwan, , kenden Repräsentanten fich der Botschaft gegen das Programm

anschließen werde und daß die Frage bezüglich dieser Unter« scheidung schon in der heutigen oder morgenden Sitzung zur Sprache kommen dürfte.

Paris, 5. November, Abends. Das Gesetz über die Auf­lösung der Lyoner Nationalgarde wurde in der National«Ver- sammlung diskutirt. Das neue Ministerium hat mit großer Energie gegen die Opposition, welche die Berwerfung des Ge­setzes anstrebte, die Auflösung vertheidigt.

Großbritannien

London, 3. November.

Die westindische Post Dringt Nachrichten ans Trinidad von unruhigen Auftritten, die in der Port of Spain am I.Okt. stattgefunden haben. Das Volk verlangte eine Abänderung deS Gesetzes über Schuldhaft, warf den Wagen des Gouverneurs mit Steinen und mußte durch eine Musketensalve, wo der mehrere Personen blieben, zerstreut werden. Im Innern wur­den viele Landgüter angegriffen und in Brand gesteift; Matt fürchtet einen allgemeinen Aufstand. Unzufriedene Auswanderer aus Martinique und den französischen Kolonien vermehren bis Reihen der Unruhestifter.

Verantwortlicher Redakteur; W. H- Riehl.