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bürg aufgefordert, die Spielpächter Blanc in Homburg (soll wohl heißen: die Spielpachtassociation) zu entschädigen, da der mit ihnen auf 30 Jahre abgeschlossene Pachtvertrag schon nach dem 6. Jahre aufgehoben werde. Es ist nicht wohl zu glauben, daß die französische Regierung, sey es auch zum Vortheil eines französischen Bürgers, einer deutschen Regierung eine Entschädigung zumuthete, bevor der betreffende französische Bürger den Weg des Rechts gegen die vermeintliche Verletzung eines Vertrags eingcscblagen. Wenn aber das deutsche Gericht sagt, daß der Kläger keine Entschädigung beanspruchen könne, wird sich die französische Regierüng nicht anmaßen, sie zu dekretiren.

Frankfurt, 19. Febr. (D. Z.) Die preußische Note ist angekommen. Preußen besteht mit würdiger Mäßigung auf seinem und jedes deutschen Staates Recht, sich enger zu ver­einigen; es besteht auf dem Bundesstaate, in welchen zu treten Niemand gezwungen, aber auch Niemand abgehalten werden dürfe.

München, 17. Februar. (A. Z.) Eine heute stattgehabte Reichsrathssitzung bot großes Interesse, Auf den Antrag des Grafen Arco-Dalley stimmte die Kammer mittels Namensauf­ruf einstimmig der Erklärung bei: „Die Kammer der ReichS- râthe folgt dem Gebote der Pflicht und Ehre, indem sie für Deutschlands wie für Bayerns Wohlfahrt und Bestand einer­seits sich gegen die Lostrennung Oesterreichs aus dem deutschen Bundesreiche, andererseits gegen die Errichtung eines preußi­schen Kaiserthums ausspricht."

Nach einem beute Vormittag bekannt gewordenen Beschlusse der seitherigen Minister werden dieselben sämmtlich im Amte bleiben (?), da sie es verzogen lieber Alle zu bleiben als den Austritt Einzelner zuzugeben. Ihr Auftreten gegenüber der Kammer wird höchst wahrscheinlich in der Art sich gestalten, wie ich Ihnen bereits gestern angedeutet habe.

Hannover, 17. Febr. Die Anerkennung der Grundrechte ist so eben im Landtage mit 53 gegen 27 Stimmen ausge­sprochen. Das Volk bringt den Wortführern, beide Lang, Freudentheil Lebehochs. (Mgztg.)

In Wien wollte man am 25. Februar wissen, Kronstadt sey von den Szeklern genommen.

Frankreich.

0 Paris, 17. Febr. Das Ministerium fährt in seinem Wechsel des Beamtenpersonals fort.

— Sind wir gut unterrichtet, sagt ein Morgenblatt, so benachrichtigte eine telegraphische Depesche das Kabinet vom Ausbruch einer Revolution in Barcelona, in Folge deren Soto, Major, in das Ministerium des Aeußern gerufen wurde.

— In Lyon ist nicht nur die Mobilgarde, sondern auch die ganze Bürgerwehr aufgelöst.

Ita l i e n

Briefe aus Genua reichen nur bis zum 7. Febr., wissen also noch nichts von der Umwälzung der Dinge in Rom und Florenz. Sie schildern aber die Agitation für Krieg und Re­publik auch dort im Steigen begriffen, und versichern, daß in Turin selbst der König und sein Minister (Gioberti) fortwäh­rend durch stürmische Volkshaufen aufgefordert werden, die italienische Konstituante zu beschicken, Oesterreich und Neapel mit Krieg zu überziehen und die Schweizer zum Lande hinaus- zujagen.

Rom, 10. Febr. (O.-P.-Z.) Der erste Befehl, der daS Daseyn der Republik bezeichnet ist: die päbstlichen Wappen binnen drei Tagen abzunehmen. Die große Klippe, die hier­bei zu drohen schien, hat man glücklich und klug umschifft. Die Wappen bleiben unangetastet an den Kirchen, frommen

Stiftungen und an den Wohnungen der Diplomaten, wegen der kirchlichen Beziehungen, die sie zum Pabste haben. In der Masse herrscht wenig Vertrauen an das Bestehen der Re­publik. Der Enthusiasmus muß künstlich vergrößert werden.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Frankfurt a. M., den 19. Februar. Mittags 1 Uhr.

Oesterreich, 5 % Metalliques ...... rf 4 „ „ •

9 V 0/ " /2 /0 " ......

„ 3 % Bankactien o. D. ....

„ 500 st. Loose........

„ 250 fl. Loose........

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine .... „ 37, % Staatsschuldscheine â 105 fr. .

Bahe rn, 37, % Obligationen.......

Berba cher-Elsenbahn-Actien .....

Würtcmberg, 3 7t % Obligationen..... „ ' 4'4% neue Obligationen . . .

Baden, 3 7i % Obligationen von 1842 .... „ Lotterie-Anl. â 50 fl. bei G. u. S. . .

„ 35 fl. Loose vom Jahr 1845 ....

Darmstadt, 3*4 % Obligationen.....

4

„ 50 fl. Loose . . . '.....

„ 25 fl. Loose.........

Kurhessen, Friedrich-Wilhelms-Rordbahn-Actien „ 40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .

Nassau, 37, % Obligationen bei Rothschild . .

„ 25 fl. Loose..........

Frankfurt, 3% Obligationen'....... „ 37, % „ von 1839 . . .

„ 371 „ „ von 1846 . . .

Taunus-Eisenbahn-Actren â 250 fl. . . .

Holland, 2'/,°/« Integralen.......

Spanien, 3 % Innere Schuld.......

„ 5 „ Ardoin incl. 16 Coup.....

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose.......

„ 500 fl. „ „ .......

Sardinien, 36 Frcs. Loose bei Gebr. Bethmann

D isconto............ .

Papier.

76

607.

40 7.

1200

1277, 81

81% 78% 747, 79%

94% 79

50 297, 79%

8771 71%

38% 28% 82

217.

777, 9271 88%

291 507.

23

103 76

29

Geld.

75% 59% 40

1192

126 71 807, 98%

807. 787, 73% 797, 94% 787, 497, 28% 79

87

71

237, 387. 28% 817. 20% 76% 92

887, 288

50 22%

7571 2871

17.

Gold.

fl.

fr.

Silb er.

fl.

kr.

Pistolen ........ Pr. Friedrichsd'or. . . Holl. 10 fl. Stücke . . Rand- Ducaten .... 20 Francsstücke .... Engl. Souverains . . .

9

9

10

5

9

12

54 557, 2

37

35

1

Gold al Marco ....

Laubth., ganze.....

Preuß. Thaler.....

382

24

24

28

20

5 Frankenthaler .... Hochhaltig Silber. . . Gering u. mittelh. . .

981 Bekanntmachung.

Es wird beabsichtigt, die dermalen im Selbstbetriebe der Postadministration befindliche Posthalterei zu Limburg an einen dazu qualifizirten und das erforderliche Vermögen be­sitzenden Herzog!. Nassauischen Staatsangehörigen zu über­tragen. Lusttragende werden sonach hierdurch aufgefordert, sich mit ihren deßfallsigen Bemerkungen an das unterzeichnete Oberpostamt zu wenden, bei welchem auch Einsicht von den Bedingungen der Uebertragung dieses Dienstes genommen werden kann.

Frankfurt a. M., den 12. Februar 1849.

Herzoglich Nassauisches Oberpostamt.

(gez.) Vrints.

115] Freitag, den SS Februar wird der hiesige Frauenverein im Saale des Adler zu Gunsten unbeschäftigter Arbeiterinnen ein Konzert unter gefälliger Mitwirkung der Mitglieder des hiesigen Theaters, der Frau Riehl und der Herren Stadtfeld und Oberthür, ver­anstalten, wozu der Vorstand ergebens! einladet.

Billets zu 42 fr. sind in dem Laden des Frauenvereins zu haben. An der Kaffe kostet das Billet 1 fl.

Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes welche an jedem Werktage, Vormittags um 11 Uhr, aus- gegeben wird.

Wie Expedition der Nass. Allg. Zeitung.

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.