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Sprechjaal für Stadt und Land.

*^.* Da uns auf unsre frühere Anfrage keine Antwort, geschweige denn eine Widerlegung der von uns erwähnten Ge­rüchte über großartige Diätenmacherei einer gewissen Sorte von Kammermitgliedern zugekommen ist, so sehen wir unS nunmehr veranlaßt, statt den früheren Andeutungen ganz ausdrücklich zu fragen:

1) Ist cs wahr oder nicht, daß der Abgeordnete Heh ner — wie verlautet — auch für die Zeit seines Hierseyns wäh­rend der Vertagung sämmtlicher Abgeordneten über die Weihnachts- und Neujahrsfeicrtagc hinaus, Diäten angespro­chen hat; wie will derselbe im Bejahungsfälle eine solche An­forderung rechtfertigen oder auch nur einigermaßen beschönigen; und sind ihm solche Diäten und durch wen angewiesen und ausgezahlt worden oder nicht?

2) Haben die Mitglieder des engeren Ausschusses für die Entwerfung eines Gesetzes über die Verwaltungsorganisation: Justi, Müller II. und Wenckenbach I. wirklich — wie gleichfalls zum gerechten „maßlosen" Erstaunen des Publikums verlautet — für die Zeit der ersten Beurlaubung oder Verta­gung der Kammer in dem Monat November v. I. Diäten angefordert und ausbezahlt erhalten, obgleich sie zum Hier­bleiben nicht nur nicht ermächtigt, sondern von der Kammer, zu Folge deren damals gefaßten Beschlusses, ausdrücklich angewiesen worden waren, sich gleich den übrigen Abgeordne­ten in Urlaub zu begeben, und dort abzuwarten, bis sie auf Antrag der Regierung von dem Kammerpräsidenten einberufen werden würden?

3) Wie wollen im Bejahungsfälle auch die genannten drei Herren ihr Verfahren, wodurch sie, soviel an ihnen lag, die wohlwollende Absicht der Kammer, dem Lande durch Beurlau­bung unbeschäftigter Abgeordneten unnöthige Kosten zu ersparen, vereitelten, rechtfertigen; und bilden sich dieselben etwa ein, daß eine solche Rechtfertigung in dem Eingang ihres gedruckten Berichtes enthalten sey, worin sie sagen, daß sie sich vergeblich bemüht hätten, von der Regierung das erforderliche Material zu ihrer Arbeit zu erhalten, daß sie sich daher solches auf vielen Umwegen — muthmaßlich per Eisenbahn — selbst hätten herbeischaffen müssen, welche Behauptung nicht nur dem Vernehmen nach von allen Seiten als unwahr zurückgewiesen worden ist, sondern auch in sich selbst zerfällt, da die drei Herren Organisateurs ja nach dem Obigen beurlaubt wa­ren, die Regierung aber mit beurlaubten Abgeordneten doch wohl nicht zu verhandeln hat.

4) Wird die Kammer wohl bald einen Beschluß über die beantragte Herabsetzung der Diäten fassen, über welche höchst einfache Sache, unsres Bevünkens, der Bericht schon längst hätte vorgetragen seyn sollen, da jeder Tag das Land die star­ken Diäten weiter kostet?

301 Fliedner & Gomp.

in New-Aork

empfehlen allen deutschen Auswanderern, insbesondere'den Kajüten- und S teerage - Passagieren, ihren neu eingerichteten Gasthof zum

Greenwich - House,

Greenwich-Straße Nro. 82, nahe am North-River.

Bei den vielen Prellereien, denen so manche deutsche Emi­granten in den hiesigen Gasthöfen ausgesetzt sind, kann eS jenen nur erwünscht seyn, nach einer langen beschwerlichen Seereise, einen soliden Gasthof zu finden. Wir bitten über unsere Rcellität und gute Bedienung bei der uns schräg gegen­überstehenden Agentur der deutschen Gesellschaft Nro. 95 . Erkundigungen einzuziehen und keinem Makler Gehör zu scheu- F ken, da wir solche nicht unterhalten.

New-Nork, den 24. November 1848.

Fliedner öt Comp

MHßMS^^

S 5

g Neue Nassauische 5p Ct. Obligationen sind kurs- § 8 mäßig zu haben bei }

§ lüaphael Merx Sohn, §

84] Taunusstraße Nro. 30. K

f^MfiEKVBKimMraze^

85] In meinem Landhause am Müblweg habe ich eine bequeme Fami- ticnwvhnuiig, welche jetzt oder auch am 1. April bezogen, und zu der ein Garten abgegeben werden kann, zu vermiethen. v. Trapp.

Frankfurt a. M., den 8. Februar.

Mittags I Uhr.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Bekanntmachungen.

86] Vom Februar d. I. an erscheint in unserem Verlage unter der Re­daktion von ve. Fr. Haupt in Hessen, K. Eichhorn in Baden und Joh. Schiller in Rheinbayern und ist durch die Buchhandlung von Chr. Wilh. Kreidet in Wiesbaden zu beziehen:

Der deutsche Volksfreund.

Nro. 1 und S sind erschienen.

Dieses Blatt ist vorzüglich für den Bürger und Landmann bestimmt. Es Wirb bei seiner Beurtheilung unserer Zustände in Staat, Kirche, Schule, Familie und Einzelleben das Christenthum als Maßstab anlegen. Mögen Manche das veraltet und unserer.aufgeklärten Zeit unwürdig finden; unser deutsches Volk kann "davon nicht ablaffen, wenn es sich nicht selber aufgeben will. Viele treffliche Männer haben ihre Mitwirkung zugesagt aus dem ganzen südwestlichen Deutschland, und sind Bürgen, daß nur ge­sunde Kost unserem Volk hier geboten werden wird.

Vorerst erscheint das Blatt wöchentlich einmal, das Vierteljahr zu 27 ft. Alle Postämter nehmen Bestellungen an.

Frankfurt, den 8. Februar 1849.

H. L. Bronner.

Oesterreich, 5 % Metalliques . .

„ 3 % Bankactien o. D. ...

„ 500 ff. Loose......

„ 250 fl. Loose.......

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine .. . . „ 3 7, % Staatsschuldscheine â 105 kr.

Bayern, 37i 7o Obligationen ...... Verba cher-Eisenbahn-Actien . . . . Würtemberg, 3'/,°/» Obligationen. . . .

„ ' 47, % neue Obligationen . .

Baden, 37i % Obligationen von 1842 . . . „ Lotterie-Aul. â 50 ff. bei G. ii. S. .

„ 35 ff. Loose vom Jahr 1845 . . .

Darmstadt, 37, % Obligationen ....

50 ff. Loose

„ 25 fl. Loose......

Kur Hessen, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-

„ 40 Thlr. Loose bei Rothschild.

Nassau, 37, % Obligationen bei Rothschild

„ 25 fl. Loose........

Frankfurt, 3% Obligationen.....

37,7« „ von 1839 .

Actien

„ 37, „ „ von 1846 . . .

Taunus-Eisenbahn-Actien s 250 ff. . . . Holland, 27, % Integralen....... Spanien, 3 % Innere Schuld .......

„ 5 „ Ardoin incl. 16 Coup. . . . .

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose.......

„ 500 ff. „ „ .......

Sardinien, 36 Frcs. Loose bei Gebr. Bethmann D is conto . . . 1...........

Papier.

Geld.

75%

7571

607,

—

39%

397,

1218

1213

128%

128

81

80 7,

—

98

80%

8071

77%

77%

71%

71%

79%

787,

94%

93%

78%

777,

497.

49

28%

28%

79%

78%

8771

87

7171

707,

25%

25%

38%

37%

27%

27%

—

8171

21

20%

777*

76%

92 7.

91%

87%

8771

284

281

49%

497,

22 71

21%

- ■

—

10071

—

75

74%

277,

27

1%

I

Gold.

fl.

kr.

Silber.

ff.

kr.

9

54

Gold al Marco ....

382

—

Pr. Friedrichsd'or. . .

9

5571

Laubth., ganze.....

—

—

Holl. 10 fl. Stücke . .

10

1

Preuß. Thaler.....

—

—-

Rand- Ducaten ....

5

37

5 Frankenthaler ....

—

—

20 Francsstücke ....

9

35

Hochhaltig Silber. . .

24

28

Engl. Souverains. . .

12

1

Gering u. mittelh. . .

24

20

Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes welche an jedem Werktage, Vormittags um 11 Uhr, aus­gegeben wird.

Wie Expedition der Aass. Mg. Keitung.

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiejöbaden.