Tbkvpl'il W'S bcstchlst kn, tbeurcr König'? Was vom Könige befohlen ist, mich Alics in Eisüllung sieben.
Dcr K ö»i g. Ich habe von dir löse Knude vernommen, d.ch du tnmrhi seufzt nach Dorota, dem Weibe, daS Tausende von Klatschereien ver.nil.cht bat
Tbeovi l. Gnädiger König! Ich seufze nach Dorota, der ehrbaren Jnngfia».
Der König (für sich). Aengsten, wohin dringt ihr? WaS lasset ihr solche Pein über mich! In Eile zwei Henker tretet heran, wahret kein Könige die Macht.
Die uv e i genfer. Wir weiden dem Könige die Marit wahren, wiewohl wir nichts davon haben. Was vom Könige besohlen ist, wüd AlleS e> füllt werden.
Der König. Nehmt Teophil, führt ihn vor die Stadt, fegt ihm mit dem Schwerte den Kopf ab.
Der junge Henker zum ältern: Ei, btt älterer Bortasch, voll führe für mich den Dienst.
Der ältere Henkern zu in j n ngern: Ich werde den Dienst für dich vollziehen, wiewohl ich nichts davon habt. Wenn es einen Humpen Melh gäbe, damit sich mein Herz nfnfitk I Weicht mir aus auf allen Seiten, damit ich euch mit dem Schwerte nicht Wunden versetze, denn ich werde einen solchen Hieb führen, daß daS Haupt deS Theophil sogleich zur Eide fallen w rd.
(B »er schiri- gen das Sctwrrt ober tan Raupte des Tbeorbil, in- dem km int der Engel, fängt das Schwert auf und singt:)
O Henker, eile nicht und steh',
Dein blankes Schwert halt' ein!
O Theophile, hemm' dein Weh, k.
Der Teufel (der während des ganzen Spiels mit den Kelten rasse't und Wmsei spielt, ruft bei Beendigung des Ge- sanges aus): Der Würfel fb l fib hebn! (Dann ergreift er den König, springt mit ihm herum und schreit:) Mem, der Kön'g, mein!
Alle singen (der Teufel mit).
Dorota heilig und hold
Dorota heilig und Hold,
Wand sich einen Kianz aus Gold
Wand sich ei eil Kranz aus Gold.
Einen Kranz aus Lilien
Bon der Jungfrau Marien;
Kam ein königlicher Gast, Hat die Dora gleich umfasst.
Wust du Toiota nicht man, Hain auf dich cie 5ooeeyen.
Uno ich vn fyred'e nimmer dein, Ich versprach mich Golt allein! (U. a. h. H.)
Zur ^»jiiryßfldHdjtr.
** Man schreibt auS München, 1 i. März: ES ist bekannt, daßBiosesior Halbig den afr cauischen Loipen ans der K'eu,-
berg'schen Menagerie entlehnte zu Studien für seinen Kolossal- Löwen , der für den Hafen zu Lindau in .fiel bei liier Kalkstein auSgefuhit wird. Viele haben den Künstler in seinem Atelier besucht, aber die interessanteste Zeit war gewiß die am letzten Vormittag, an welchem man das schöne Thier im heftigsten Grimme tobend beobachten konnte. Es war ein Wärter dagc- wesen, der es trüber einmal tief gekränkt hatte, bei kesssn Anblick der Ler» in den rasendsten Zorn gerieih, der über I Stunde andauerte und sich druch Brüllen, Schweirschlagen, Geisern und die heftigsten Buvegungen im Jlafu ausprägte. Das Thier war । im Zustande der Leidenschaft majestätisch schön und ließ seine : ganze Furchtbarkeit im freien, wilden Zustände ahnen. Nicht i minder interessant war die ^amfrbr des - Simson« in die Me- ! nagerie, aus der er acht Tage abwesend gewesen war7 Er und i sein Weibchen halten nach einaneer gelangweilt," rind das Wiedersehen trug ganz das Gepräge befriedigenden Glückes. Schon 1 im geschlossenen Käfig ahnte die Löwin ihren Gefährten und gab f ihre Freude durch Sprünge kund Als das Paar zusammenge- i lassen wor, umhalsten und beleckten sich die Gatten, und die Löwin schmiegte sich zärtlich an den Löw n, als dieser sich endlich legte. Diese Bewillkommung ließ einen so tiefen Blick in das Gmüthöleben dieses Thieres thun, als die Beobachtung seines erregten ZorneS.
** Im Feuilleton des „S'ecle- heißt es, daß v'e französischen Schauspi'ler z»» Petersburg seit mehren Wachen sich sehr unbe-' haglich fühlten; das Publicum nahm sie sehr kalt auf, und sie geriethcn »virklich in Furcht. Der Minister d.s kaisrl. HauseS Graf Adlerberg lief sie zusammen, und erklärte ihnen Namen- des Kaiseis, daß sie nichts zu fürchten hätten, waS auch fom» men möge. — So sprach Kaiser p.'ikolanS znm G'asen Adlerberg: „Was auch komnien mög', Herr Minister, sagen Sie in meinem Flamen den französischen Schauspielern, daß sie unter meinem unmittelbaren Schutz stehen, und daß strenge Befehle gegeben werden, um nicht nur ihre Personen, sondern auch ihr Talent 'zu schützen." Alle französischen Schauspieler haben ein Dankschreibe.i an den Minister gerichtet, daS derselbe dem Kaiser miiiheilte.
** Der bekannte Proceß des russischen Beamten Sokolowsky wieder die Bankiers Levin und Collin in Berlin wegen Erstattung der bei den Verklagten devonirt gewesenen und von diesen nach Behauptung des Klägers dem flüchtig gewordenen Gasthofspächter Meyner gezahlten 17,000 Thalern ist küizlich auch in der Appellations Instanz vom Kammergericht zum Nachtheil der Beklagten entschieden »parken und sind rie Verklagten zur Erstattung der 1 7,000 Thaler verui theilt. Die Verklagten werden auch noch die Nevisions- Instanz beschreiten. I n schlimmsten Falle wird ihr Verlust jetzt nicht mehr sehr beventeno fein, | ra bekanntlich der größte Theil der veruntreuten Summe dem- Betrüger wi.der entrissen worden ist.
** Pci der Strenge, mit »velcher an verschiedenen Orten Dentsch- lands Angriffe gegen R .ßland geahndet werden, meint der „ <kla» reradatsch- müßte die Klugheit den deutschen Blättern gebieten, sich entweder gar nicht mit diesem Lande zu befassen, oder sich, wie die „Krenzzeitung", fest an dasselbe zu bähen. S'e thun dies aber nicht, weil sie nicht wissen, wie sie sich an Nußland lallen können ohne es anzugreifen.
B^antwerUicher Neracreur: f)r. 1. ' or j b.
Schnellpressen- Oruck und Erxeduron von Welheim Friedrich in LLlesdavek.
