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druckt, ertönt, entfernt fid) und verhallt enMid). Dieses Di­minuendo modt einen unbcfdireiMid'en Eindruck, und wenn es go^ltd) vtittungln ist, kiufdt das ungesäkligte Odr nod) immer Nnadt und glaubt rS zu böten. Ecton biefer erste Art riß das Publicum zu ftihnufdnm, nicht enden wollenden Beifall bin. Damit allein schon war der neue Triumph des Meister gesichert, und doch hatte er noch nicht seinen Höhe- puntt erreicht. (Schluß folgt.)

Jur CKijesHrlchichte

** Das „Mainzer Journal" bringt den Entwurf zu einem Glaubeneblkenniniffe für die künftige barisch-katholische Natio nalkirche, wie der „Schwäbische Merkur" und das -Frankfurter | Journal" sie sich deuten und projccnren: Art. 1. „Wir haben Alle nur einen ®oti" — und verwerfen daher, im Interesse des eonsessioneUen Friedens, alle sogenannten Unterscheidungs- Wehren der verschiedenen Confessionen. Art. 2. »Staat und Kirche sind Eins" — Ein Unterschied zwischen beiden bestehet nur insofern, als die Siaalsviener nicht verpflichtet sind in die Kirche zu gehen, während die Diener der Kirche nur in die Küche zu gehen haben. Art. 3. Das Evangelium er­kennen wir als die Grundlage der Glaubens- und Sütenlehre an, insofern dasselbe mit den bestehenden oder zukünftigen Ge­setzen und Verordnungen des Landes nicht im Widersprüche steht. Art. 4. Auch der Papst genirt uns nicht, wenn er das „Staatsoberboberts- und Staatsoberaufsichis- und Schutz« recht" über die Kirche nicht gefährdet, z. B. ohne unser Vor- Wissen nicht Ablässe ertheilt u. s. w. Art. 5. Die letzte Ent­scheidung in eigentlich katholischen Angelegenheiten steht übrigens dem jeweiligen protestantischen Minister des Innern zu. Art. 6. Die SiaatSviener verpflichten sich, wenigstens Ein« mal, am Gebuuslage des Lanveofinsten, die Kirche zu besuchen. An. 7. Dagegen ist den Dienern der Kirche und den übrigen Gläubigen der Küchenb.such gestaltet, so oft sie Lust dazu fühlen. Ait. 8. Zur Privalantacht ist natürlich Niemand verpflichtet; doch wird in dieser Be.ühung die ausgedehnteste Freiheit ge­währt. Art. 9. Die Kiiche besitzt, um ihrem geistigen Be­rufe ausschließlich leben zu können, kein Eigenthum. Art. 10. In Anbetracht jedoch , daß die Diener der Kirche auch leben müssen, erkalten dieselben aus dem vereinigten Staats- und Kiichen'onv ihren nöthigen Lebensunterhalt, sowie für den Fall der gänzlichen Untauqlid feit, den landesüblichen „Tischtitel." Ait 1 f. Da wir Geistliche nur insofern anerkennen, als sie Lehrer sind, so haben die Schullehrer auch Ansprüche auf das Kirchenvermögen. Ait. 12. Das sichtbare Zeichen der neubarüch katholischen National Kirchengesellchsaft ist die Staats- diener Uniform.

** Von dem jetzigen Treiben der politischen Flüchtlinge in Nord-America gibt ein längerer Artikel in der Allg. Zig. Kunde. Siebzig Ungarn hielten in New-Mork Kriegsrath, und : der Beschluß war, daß sie „für die ihnen st a m mverwandte j türkische Nation inniges Mitgefühl hegten." Die Polen thaten j ebenso mitgefühlvoll, aber weniger auS Stamm-, als auS poli- ■ tifcher Wahlverwandschaft. — Sigel und Germain Met- | ter nid) lesen in New Mork über Kriegskunst, Tactik und Stra­

tegie, so daß die Feinde der humanen und liberalen Türken zum Voraus verlesen sind. Willich hat eine Militär. Com­mission gebildet , in Erwägung brennender Ungeduld deutscher Helden, unter dem Halbmond zu siegen oder — zu flüchten. Wär' ja nicht das erste Mal. Andere sind klüger und froh, auf ihren demokratischen Lorbeeren zu ruhen. So Schlüssel, der jetzt Bier und Wein schänkt; Zitz, der ein Geschäfts- Bureau hat, für welches Fröbel als Commis voyageur thätig ist. und RöSler von O.ls, der zu Quincy in Illinois eine deutsche Zeitung schreibt, worin er sich sehr ermäßigt, zum Wer» ger unmäßiger Demokraten. Heiutzeu mußte in Louisville, wo er einen „Hrviv des Westens" herausgab, erleben, daß sein eigener Drucker ihm die Druckerei in Brand steckte. Um so ge« fâhllicher für einen „Strohkopf", wie die rothgluhenven Demo­kraten jetzt Heintze« schelten.

** Ein echt englischer flau; schreibt au den Herausgeber deS "Heralv»: Verstehen unsere Minister auch Phrenologie? Ich habe bei einem Diner neben Sir Charles Napier gesessen und kann darauf schwören, daß der Admiral einen gefdbrlidvn Schädel hat. Ich habe seinen Hirnkasten genau beobachtet und gefunden, daß die -Beule der Vorsicht- darauf nicht sichtbar ist. Ich sage, es ist eine Gewissenlosigkeit sonder Gleichen, ek neu Admiral ohne düscs nothwendige Gehirn-Organ mit einer der wichtigsten Erpeditioneu zu betrauen. Napier wird stracks in den Haren von Kronstadt dringen, vielleicht die dortigen russischen Krügsschiffc vernichten, — aber weiß der Himmel mit welchen Opfern, die ein vorsichtigerer Seemann uns ersparen würde ic. 1C - So der Engländer. Jedenfalls kennt er seinen Mann , den rücksichtslosen Sir Charles Napier.

** Die zweite Sängersahrt deS Kölner MânnergesangvereinS nach London ist beschlossen, der Vertrag mit Herrn Mitchell vollzogen und zwar auf 4 Wochen in den Monaten Mai und Juni. Wert günstiger als im vorigen Jahre sind die Be­dingungen für den Verein, und es läßt sich voraussagen, daß die Ernte noch weit reicher für das große Werk, dem die Fahrt wieder gilt, fein wird als im vorigen Jahre, da auß-r den Concerten in London auch mehrere in Liverpol und ren andern Hauptstädten des Landes gegeben werden sollen. Die Theil­nahme Seitens des Vereins ist sehr groß; eS haben sich schon über fieberig Mitglieder bestimmt gemeldet.

*♦ Bei der Mittheilung der Nachricht, daß Kapellmeister Taubert der Nachfolger Fr. Schneiders werden wolle, fragt ein Referent, ob denn der Komponist des Ioggeli, (welche Oper ned) folgendes Recept hervorgerufen: Rec. einen Juden und einen Schweizer; beide gut umqeschüttelt, bis der eine jüdelt und der andere jodelt. Davon regeln âßiq alle '/, Stunde einen Theelöffel voll, bis Gähnen oder Schlaf sie einstellt) nicht das Weltgericht scheue I

** In einer Gesellschaft wurde über Mobilmachen oder "sticht- - Mobilmachen veballirt. „Wie heißt mobil?" nahm ein Orientale das Wort. „Wenn Fünf werden sein in einer Stube, und vier davon werden sich prügeln, wird der Fünfte da nicht neh­men auch einen Stock?" —

•* Während deS Irrten Fischings sollen in Wien nicht we­niger als 60,000 Flaschen Champagner und in München an den drei Fastnachtstagen blos im Hofbräuhaus, 24,000 Maaß Bier vertilgt worden sein.______________________ .__________

Sb^antivi'nlidjei Red^cirur : Dr. .4. Sorjch.

Schnellpressen- Druck ni» Expedition von Wilhelm Friedrich in Wiesbaden.