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Der Wanderer.

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Allgemeiw« " " „.

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Montag den 27, December

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Eugen Stillfried.

Bou F. W. Hackländer.

(Fortsetzung.)

Damit öffnete sich die Thür, und Herr von . Steinbeck trat ein.

Der Wolf in der Fabel! rief lachend die Majorin dem jungen Mann entgegen. Wir sprachen so eben von Ihnen.

Herr von Steinbeck hatte eine sehr hübsche Toilette ge­macht: blauer Frack mit weißer Weste; er trug strohgelbe Handschuhe und hatte Hut und Stock in der Rechten. Ohne diese beiden für ihn nothwendigen Dinge — Hut und Stock nämlich — wagte er sich in keine Gesellschaft. Nur durch ihre Hülfe gelang es ihm, seine Hände ans eine halbwegs un­gezwungene Art mitnehmen zu können und überhaupt durch einen Salon zu steuern. Er war der Baronin sehr dankbar für das Wort, das sie ihm entgegenwarf, denn er konnte sich daran festklammern und lachend $um Kamin gelangen, wo er sich augenblicklich neben der Majorin Rückhalt und Stützpunct suchte.

Wir bedauerten Sie vorhin, wiederholte der Major mit einem freundlichen Lächeln; Sie Aermster, der auf diesem prächtigen Schlosse künftig seine Sommer zubringen soll! Ich sagte, Sie würden es hier nicht auöhalteu, und ich bin we­nigstens davon überzeugt, daß Sie es nicht über sich gewin­nen werden, die Eröffnung und den Schluß der großen Asü- seu zu versäumen.

Das ist freilich für mich sehr interessant, antwortete der junge Mann. Nun, dann läßt man eben einspannen und fährt hinüber. Das ist bald geschehen.

Der Justizrath, der nicht auf dieses Gespräch zu hören schien, blickte jeden Augenblick nach der Thür.

Der alte Verwalter erschien, immer nicht.

Endlich ging er selbst hinaus, um wenigstens nach dem Bedienten zu sehen, der ebenfalls noch nicht zurückgekommen.

Fräulein von Stillfried wird bei der Toilette sein, sagte bée Majorin nach einer längeren Pause. Ich freue mich recht sehr, das liebe Kind kennen zu lernen. Sie ist schön? Bei diesen Worten sah sie ihren Gemahl fragend an.

Ja, sie soll ein hübsches, wohlerzogenes Mädchen fein, entgegnete der Freiherr von Brander, indem er seinen Degen etwas nach hinten schob.

Ich könnte Sie darüber fragen, Herr von Steinbeck, fuhr die Majorin fort; aber ein Bräutigam hat kein richtiges Urtheil.

Ein Verliebter, wollten Sie sagen, versetzte der junge Mann lachend und glaubte, etwas Gescheidtes gesagt zu haben.

Der Major sah seine Frau bedeutsam an und hustete ein wenig.

Von der Mutter finde ich eS eine hochpoetische Idee, sagte hierauf Rosa Immergrün, Verlobung und Hochzeit auf diesem einsamen Schlöffe hier feiern zu lassen.

Ja—a—a, meinte trocken Herr von Steinbeck.

So abgeschieden vcn der Welt, nur sich selbst lebend —1 cs. ist das ein glücklicher Gedanke.

Poetisch vielleicht, erwiederte der junge Mann, auch feier­lich; aber nicht freundlich und angenehm. Dabei sah er sich wie ängstlich in dem Gemache um. Unter uns "gesagt, das Schloß scheint mir so ein finsteres, altes Gebäude, und als wir vorhin über die breiten Gräben und die Zugbrücke fuh­ren, durch das dunkle Thor hinein, da kam es mir gerade vor, als würde ich ins Gefängniß gebracht.

Ja, mein Lieber, sagte der Major mit einem forcirt lusti­gen Tone, die Ehe ist immer eine Art Gesäugniß.

Pfui! sagte Rosa Immergrün mit tiefer Entrüstung.

Nein, allen Scherz bei Seite! antwortete der junge Mann, indem er eine entschlossene Haltung anzunehmen versuchte. Mir thut es wahrhaftig leid, daß ich nachgegeben habe und hierher gegangen bin. Ich weiß nicht, aber ich komme mir wie ein Opfer vor, das man zur Schlachtbank führt.

Die Majorin lachte laut hinaus.

Ja, lachen Sie nur, gnädige Frau, es ist doch wahr. Wir sind ja unter uns und können darüber sprechen. Zu sehr unter uns! Warum läßt man uns hier allein? Das hätte eigentlich schon ein anderer Empfang sein müssen; da mögen