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und bisweilen laut und öffentlich behauptete, der Mensch müsse immer Mensch bleiben', und auch mit Feinden menschlich verfahren.

HäsleinS flammender Muth hatte selbst die vor­nehmsten Frauen und Mädchen der Stadt entzündet. Sie waren insgesammt zum Kampfe für's Vaterland entschlossen. Die Seele dieses kleinen Amazonen­heeres war die verwtitwcte Fâhnrichin P o l t e r a tz k i, eine Frau beinahe von riesenhafter Gestalt, männlichem Antlitz und donnernder Stimme. Sie hatte sich schon in einem früheren Kriege hervor gethan. Sie zog damals mit ihrem Gatten, dem bei seinem Re- gimente sehr geachteten Feldwebel P o l t e r a tz k i, alö Marketenderin zu Felde, und nahm einsmals einen feindlichen Offizier, der sich bei Nacht und in her Trunkenheit von seiner Fahne verirrt hatte, mit eigenen Händen gefangen. Dafür empfing sie eine goldene Ehrenmünze, die sie nachher immer am Halje trug. Auch der Herr Feldwebel hatte von der Tapferkeit seiner Ehegenossin den Vortheil, daß er nach geendigtem Kriege den Abschied als Fähnrich und die Stelle eines Accis - Einnehmers in Tauben­feld erhielt. Seine rüstige Gemahlich verbat sich aber bei allen Leuten, mit welchen sie umging, den bür­gerlichen Titel: sie ließ sich nicht anders als Frau Fähnrichin nennen.

Als der Landsturm in Taubenfeld errichtet ward, wollte sie Mannskleidung anlegen und als Offizier angestellt sein. „Ihr Entschluß entzückt mich, Frau Fähnrichin!" sagte H äs lein. „Sie konnten sich aber auch ohne Verläugnung Ihres Geschlechts neue- Lorbeern erwerben. Die Frauen der Vorzeit beschütz­ten ost dadurch die Städte, daß sie von den Mauern und aus den Fenstern herab siedendes Wasser auf die Köpfe der andringenden Feinde gossen. Wir wol­len, um diese Art von Vertheidigung noch zu ver­stärken, unsere beiden Stadtspritzen am Thore auf­fahren, und daraus glühende Ströme dem Feind' ins Gesicht pumpen. Diese nasse Batterie wird un­streitig große Wirkung thun, wenn Sie, Frau Fähn­richin, das Commando derselben übernehmen."

(Forts, f.)

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Bußtags - Predigt für christ l ich-g erm anisch e H ei d e n.

Ihr Männer, lieben Brüher! Thut Buße und

seid fröhlich, denn das Himmelreich ist nahe und die Hölle ist da, großes Heil erwartet Euch und auch das Unheil wird nicht auf sich warten lassen; also faßt euch auf Alles, wenn ihr nicht wollt, daß Alles Euch fassen soll.

Das Provisorium geht zu Ende, wie daS Professorinn! zu Ende gegangen ist; der Reichs- Provisor geht auf seine Berge, wie die Profes­soren auf ihr Catheder gegangen sind und —

— das Interim geht an. —

Was ist das Interim ? werdet ihr fragen. Das will ich Euch sagen : Das Interim ist ein e i n st- weiliger Zustand, der einstweilen kein Ende haben wir d. Das Interim ist d i e deutsche Einheit, denn diese hat auch kein Ende, weil sie keinen Anfang g e h a b t h a t: das Interim aber ist der Anfang der deutschen Einheit, darum freuet Euch, denn —

— das Interim nimmt seinen Anfang. —

Was heißt das? Daö will ich Euch sagen: was provisorisch schlecht gewesen ist, das wird interimistisch noch schlechter, was Ihr provisorisch nicht haben wolltet, das bekommt Ihr interimistisch, was Euch provisorisch versprochen wurde, das wird Euch interi­mistisch auch nicht gehalten, was Ihr provisorisch verloren habt, das erhaltet Ihr interimistisch niemals wieder, waS man Euch provisorisch gelassen hat, das wird Euch interimistisch auch noch genommen. — Also wird es geschehen: darum seid fröhlich und klappert mit den Zähnen, denn daS Reich GotteS-ifl nah', und das Reich Manteuffels ist da. DaS Provisorium ist der Vater, der Interim der Sohn, und der heilige G c i st — licgt im Champagner

DaS ist die deutsche Dreieinigkeit, die da erlösen soll die Welt von allem Uebel, nur nicht von sich selbst, und erfüllen wird die Worte der Fürsten, wie es prophezeit haben den Völkern die Demokraten von Anfang an. — Johannes, der Vorläufer unsers Herrn und Heulands, der da getauft hat zu Frankfurt in der Paulskirche die Freiheit mit dem Wasser deS Jordan und andern Redeflüssen, ist heimgegangen zu seinen Ochsen und Schaafen; der aber nach ihm kommt, derselbige tauft mit Feuer und Schwert und Pulver und Blei, und wer da getauft wird von ihm, der kommt gewißlich in den Himmel und muß daran glauben für und für. Da­rum thut Buße und trinkt Aepfelwein, auf daß Ihr gestärkt werdet im Glauben und Vollbringen. Setzt Eure Schlafmützen auf und legt Euch zu Bette, denn das Interim ist da , und Ihr könnt schlafen gehen von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen!

—k^Esi-LZ-^'—