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Sept mietet mich 5nm Muittsschs-He stuft«.

Vcrgcffcuhcit und neue# Dustin triute*.

Ist alles stumm und teer.

Nichts macht mir Freude medr;

Duste sie düste» nicht.

Lüste sic lüsten nicht,

Mein Herz ist so schwer!

Ist alles öd und bin,

Bange mein Gcist und Sin».

Wollte, nicht weist ich was

Jagt mich ohne Unterlast.

Wußt ich wohin?

Und wer nun zum Schluffe von meinen freund­lichen Leserinen recht wissen will, wer die Mutter, der Freund, Bruder und Vater der hochbegeisterten Karoline gewesen sind, die mögen in Andacht und Liebe auf den Kirchhof in Winkel wallen und auf einem Grabstein folgende selbstverfaßte Inschrift lesen:

Hier ruh't

Caroline von Günderode gestorben am 26 Juli 1806 26 Jahre alt

Erde du meine Mutter , und du mein Ernährer, der Lusthauch, heiliges Feuer mir Freund, und du, 0 Bruder, der Bergström,

und mein Bater der Acther,

ich sage euch allen mit Ehrfurch t

freundlichen Dank: mit euch hab'

ich hicniedcn gelebt und ich gehe

zur andern Welt, euch gerne verlassend.

Lebt wohl denn Bruder

und Freund, Vater niid Mutter lebt wohl!

Alte Leute in Winkel wissen gewiß viel von der from­men Walleritt von Günderode zu erzählen, die oft freund! ich bei ihnen cingesprochen und ihnen Al­mosen gegeben hatte; sie sahen sie oft dort am Kirchhofe vorübergehen und ein Vaterunser beten. Thue desgleichen, liebe Leserin, am Grabe der Ka­roline von Günderode!

*t* Aller»nterthä Nigste, ergebenste Dani" Adresse der Rheingauer Volksbvtin km Ramendes d e ut sch e n Volkes an Sr. Maj. denKönig v. Preuß en für d ie all ergnä-

d i g st e, a l l e r h u l d v 0 l l st c Entschließung H 0 chd e s se l b e n die deutsche Einheit und Freiheit dem d c u t sch e n V 0 l ke a l S b l e i b e u - des Gut sicher stellen zu wollen.

Ew. Majestät!

DaS deutsche Volk, tiefdurchdrungen und iunig gerührt von der lebhaften Theilnahme, die Ew. Ma­jestät seit jeher an dem Wohle und Wehe Deutsch­lands nehmen einer Theilnahme, die sich im Märze 1848 schon in Berlin und noch ganz kürzlich in Baden gezeigt hat; einer Theilnahme, die sich durch die erneuerte feste Allianz mit Ihrem Schwager, dem hochverehrten Kaiser Nikolaus, so ruhmvoll auS- sprach; einer Theilnahme , die Sie in dem schleSwig-holsteinisch-dänischen Kriege Wunder der Tapferkeit und deS Muthes wirken ließ; einer Theilnahme endlich, die dem deutschen Volke eine Verfassung brachte, wie sich dieselbe Niemand gedacht: das deutsche Volk, tieferregt und bewegt durch Ew. Majestät offen und klar dargelegten Willen: Deutschlands Einheit und Freiheit auf alle mögliche Weise zu fördern, wagt eS, an Ew. königl. Hoheit diese Worte des innigen DankeS zu richten, für die so ehrliche, redliche Gesinnung, die Sie übe­rall und namentlich durch die Standgerichte in Baden bethätigt haben.

Ihr aufrichtiges Streben, sich,an die Spitze der deutschen Nation zu stellen, wo Sie an Glanz und Macht und Einfluß alle Ihre fürstlichen Freunde in den Hintergrund schieben würden, würde der deutschen Nation die Krone des Glückes aufsetzen und ihr einziger Wunsch sein, wenn diese nicht die Ueberzeugung hätte, daß Ihre königl. Schultern die Last der Regierungsgeschäfte für Deutschland nicht tragen könnten und Sie vielleicht, zu Deutschlands Schmerze, unterliegen müßten.

Nicht als ob die deutsche Nation an der Tüch­tigkeit Ihrer Gesinnung zweifelte nicht als ob sie irgend eist Mißtrauen in die Liberalität Ihrer Ansichten, in die Redlichkeit Ihrer Absichten setzte nicht als ob Sie etwa ungewiß wäre, ob Ew. Ma­jestät auch wirklich Ihr Gut und Blut opfern wollen, der Deutschen Glück und Wohl, sowie Deutschlands Einheit und Freiheit f e st z u st e l l e n; nein, Ew. Majestät! Ihre Regierungshandlungen, die jüngsten Thatsachen in Baden, die Maßregeln, die Sie ergriffen, die alte Ruhe und Ordnung Deutsch­lands wieder durch Hilfe Ihres herrlichen Kriegs- heereS hervorzuzaubern: daS Alles spricht mit unwiderstehlicher Kraft. Mögen Ew. Majestät fest davon überzeugt sein, daß es nicht Einen deutschen Mann gibt, der sich darüber täuschte, wessen sich die Freiheit der Deutschen von Ew. Majestät Hoch­herzigkeit zu gewärtigen habe! Ist ja die aUbtulfd?t