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alterniren zu lassen, im voraus verworfen, weil ge­gen solchen Vieles ja Alles spricht. Der Stein des Anstoßes und Aergernisses wird immer die Erblichkeit sein, welche im Laus der Zeit ihre Machtvollkom­menheit auszudehnen bemüht ist. Die Wahl-Monar­chie scheint den Vorzug vor der erblichen zu verdienen, ist aber in der Praris wegen der bei jedem Thron­wechsel unausbleiblich vorkommenden Partheikämpfen die schlechteste. Aus diesem Allem ergibt sich, daß der Vorschlag, einen erblichen Kaiser zu wählen, durchaus unausführbar ist, auch daß nicht nur ein großer Theil der Nation, sondern auch die Fürsten Protest jdagegcn einlegen werden, also Allen, mit alleiniger Ausnahme des Gewählten, mißfallen Iwird. Eine kräftige Erekutiv- Gewalt ist aber unverzüglich einzusetzen, und es würde jeder Aufschub von den bedenklichsten Folgen sein. Soll das monarchisch- konstituionelle Prinzip erhalten werden, welches den Wünschen der Gesammtheit entspricht, so müßte auch in dieser Vollziehungs-Gewalt, Fürsten und Volksstämme darin gleichen Antheil erlangen. Es kann daher von einem aus dem Volk erwählten Präsidenten durchaus keine Rede sein. Höchst schwierig ist es, bei den einmal sehr verwickelten Verhältnissen ein anderes auszufinden, welches Alle befriedigen könnte. Die Einheit in der Erecutiv-Gewalt läßt sich zwar nicht vollständig, aber doch möglichst an­nährend in der Stimmenmehrheit finden. Sie könnte aber doch bewirkt werden, daß diese höchste Gewalt nur auf den Vollzug der von beiden Häusern erlas­senen Gesetze und Beschlüssen beschränkt sei, zu denen die Mitglieder derselben einzeln mitgewirkt haben, also nicht erst von der Zustimmung der erekutiven Gewalt ihre Gültigkeit erlangen. Ebenso unnöthig wäre cs, derselben außer der Ernennung des Ober­feldherrn und der verantwortlichen Minister noch die der Staabs-Offiziere des stehenden Heers, der künf­tigen Marine und der Wehrmannschaft zu über­lassen, weil durch diese zeitraubende Förmlichkeit doch Personen, welche, von Fürsten vorgeschlagen, man nicht kennt, auf guten Glauben ernennt werden müßten, wobei Begünstigungen und einseitige Ansichten sogar schädlich wirken dürsten.

Wird der Vorschlag, einen erblichen Kaiser oder einen

Präsidenren zu wählen, wie voraus zu sehen, verworfen, so scheint cs nöthig, die erekutive Gewalr einem Direk­torium zu übertragen, in welchem Oestreich, Preußen, die Fürsten des zweiten Rangs, die des dritten Rangs und die freien Städte jeder einen Bevollmächtigten nach eigner Auswahl, die Nationalversammlung aber aus ihrem Schoosvier, oder um eine ungleiche Zahl zu schaffen, drei Mitglieder zu ernennen hätten. Das Präsidium in dieser höchsten Vollziehungs-Behörde könnte, um alle Eifersüchtelei möglichst zu entfernen, monatlich zwischen Oestreich und Preußen alterniren. Diese Einrichtung ist nicht einfach, aber sie wird doch wohl dem Vorschlag vorzuziehen sein, Oestreich und Preußen periodenweise abwechselnd den Vollzug zu übertragen, wodurch alle andere Fürsten dcö Reichs und das Volk nicht vertreten würden.

Einleuchtend ist es wohl, daß der Gang der Ge­schäfte in beiden Häusern schwerfällig und schwierig würde, wenn man die in dem Entwurf vorgeschlagene Zahl der Mitglieder nicht bedeutend vermindern wollte. Außerdem ist nicht abzusehen, wozu die Abgeordneten der vier freien Städte in dem Rathe der Fürsten stimmen sollen, da sie in dem Parlament bereits voll­kommen vertreten und wozu außerdem die dem Ober­haus beigeordneten Reichsräthe dienen? Zum Schluß dieser wenigen Bemerkungen noch die Bedenklichkeit, wie es zu halten, wenn Ober- und Unterhaus beim Fassen eines Beschlusses nicht einig sind?

Fr. W. E.

Die Uniformirung der Wehrmannschaft soll dieser zur Last fallen, und wird wenig oder nicht Bemittelten eine drückende Ausgabe seyn, wenn man eine kostspielige wählt. Sey sie daher so einfach und wohlfeil als möglich, sie muß für Sommer und Winter brauchbar seyn , und die freie Bewegung aller Körpertheile , besonders der Arme bei den Waf­fenübungen nicht hindern. Sind diese Eigenschaf­ten vereint, so wähle man diese Tracht. Waf­fentuchröcke von Wolle, dem Körper anschließend, erhitzen bei jeder dauernden Anstrengung, besonders in der heißesten Jahreszeit. Werden ffe im Akkord