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bet bte Petersburger Zeitung von Zeit zu Zeit welche Millionen von Neuem dorthin iranSportirt werde». Die letzte Ankündigung der Art erfolgte am 19. Oct. v. I., und danach wären 115 Millionen Rubel in Silberbarren und Goldmünzen im Schatze. In der kaiserl. Credit-Expedition blieben auch damals noch o Millionen baar zurück. Die bedeutenden Anspnlche an diese, machten es nothwendig, daß am 2. b. -i. zum ersten Mal sechs Millionen aus dem Schatzgewolbe entnommen werden mußten, wonach der Inhalt bei Gold - und Silbersäcke in der Petcr-Paul-Festung auf 1097^ Millionen gefallen. Der Schatz soll als Si- (berbett dienen für die u n g e b e u r e M a sse von Papiergeld, womit das Land überschwemmt ist. Bei den jährlichen Umzügen aus den Festungen in die Münze und umgekehrt, werden Seiten, der Regierung Männer des Handelsstandes herbeigezogen, um 'ich mit eigenen Augen von dem Vorhandensein des Gel­des zu überzeugen.

Angesehene und keineswegs regierungsfeindliche Männer in Moskau und Petersburg, in Betreff jener mystischen Millionen besorgt — gaben, nach einer Cor- responvenz der Allg. Ztg. die Antwort: „man hat uns einen oder zwei Säcke geöffnet, was aber in den übrigen war, wissen wir nicht — Papier mögen wohl dasein, — aber kein Geld." — Wer es weiß, welche Schurkereien in dem russischen Berwaltungssystem be- stehen — der wird es auch glaublich finden, daß die schweren Säcke in der Peter-Paul-Festung mehr mit Blei gefüllt sind, als mit edleren Metallen.

Als nach der schlauen Politik des Czars im vori­gen Jahre Rußland so großmüthig dem Auslande seine

edlen Metallen schickte, begann alsbald das Silber ou^ dem inländischen Verkehr zu schwinden. Im Falle ei­nes Krieges würde die ganze ungeheure Papier-Circu- lation sich zu den Metall -Cassen drängen, und dann würde sich zeigen, daß Rußland für seine Schulden keine Bürgschaft besitzt. Die sibirischen Bergwerke geben bei der bekanntlich gewissenlosen Verwaltung einen höchst unbedeutenden Ertrag und was den Reichs­schatz in Peter-Paul anbelangt, so glaubt Niemand in Rußland an dessen Existenz,

Rußland kann also einen Krieg nicht mit Nachdruck führen und zwar ans folgenden Ursachen:

1) Seiner Finanzen wegen, welche, trotz aller Auf­schneiderei, schlecht stehen;

2) wegen der bedrohlichen Stimmung unter den Leibeigenen;

3) wegen der Besetzung Polens ;

4) dcö kaukasischen Krieges wegen;

5) endlich wegen der Gäbrung in den Ostsee-Pro- vinzen, denn trotz der Pferdespenden des liefländischen Adels sind die Ostsee - Provinzen in bedenklicher Gäbrung.*)

Vermischtes.

Der Professor und Director der chirurgischen und ophthalmologischen Klinik an der Universität zn Kiel

*) Wir machen in Bezug der Russischen Streitkräfte im

Falle eines Krieges ic., auf diè Schrift aufmerksam:„Teutschlaiid und die Donau-Mündungen. 1844. Siegen.

Dr. L angcnbeck ist an die gleichnamige durch den Tod Diefenbach's erledigte Stelle an der Berliner Hochschule berufen worden.

Sechlerbüchle für die deutsche Flotte bei Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz.

Bis zum 22. Mai eingegangen .... fl. 80. 48 fr.

Am 23. Mai sind eingegangen:

Von G. nebst Familie 5 Pers. 30 fr. Von Hr. Wilhelmi 11 P. fl. 1 6 fr. Präs. Hergxnhahn 2 fl. Zus. fl. 84, 24 fr.

Börsenberichte.

Jerlin, 20. “Kai. Seehandlungsprämienscheinc 78V. B. Staatsschiildscheinc 69 bez. Bankantheile 59'/, u. 7« bez. Berlin - Hamburg 57 G. Köln - Minden 59'/, bis 60'/. bez. Rheinische 44 B.; Thüringische 39 zu machen. Fricdrich-Wil- Helms-Nordbahn 29'4 bis 7« bez. u. B. Russ. 4pCt. bei Stieg­litz 66 bez. Hess. 40 Rthlr. Loose 207, bez.

Von Fonds wurden preußische Bankantheile billiger ver­kauft. Von Eisenbahnactien stellten sich einige höher im Preis und das Geschäft war im allgemeinen etwas lebhafter.

Amsterdam, 20. Mai. 2'/, pCt. Integrale 40, 33 7,; 3pCt. Schuld 457,, 467,. - ipCt. 607,, 617,. - 5 pEt. Ard. 10,/, bil 7«. 4p@t. russ. 60'/,, Ard. â 510 Pf. St. 9"/,,; 2'/,pCt. Metall. 27, 7,.

Paris , 19. Mai. Stand der Rente: 5pCt. 69. 25 ; 3pCt. 47. 75. Innere Schuld —. — ; Bankactie» 1370. — Ver­sailles (r. lt.) 125. - ((. U.) 103. - Par.-Orleans 570. 00. Paris - Rouen 420. —. Orleans-Bordeaux 400. —. OrleanS- Vicrzon 280. —. Marseille - Avignon 235. —. Straßburg- Basel 90. Nordbahn 365. 25. -. Paris-Lyon 307. 50. Paris - Straßburg 355. —. Röm. Anlehen 59.

London, 17. Mai. 3pCt. Stocks 84 — 5pCt. Span. 13. Neue 3pCt. 24'/,. - 4pCt. Port. 177,v - 27,p6L Holl.

Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.

Taunus

Eisenbahn

Dom 16. Mai bis 30. September d. I. finden die Fahrten auf der Taunus- Eisenbahn folgendermaßen statt:

Bekanntmachung.

Da in den letzten 6 Wochen keine neue Erkrankungs­fälle an der Lungenfäule unter dem Rindvieh zu Hohen­roth vorgekommen, so wird hiermit die angeordnete Localsperre aufgehoben und der Handel mit Rindvieh daselbst wieder gestattet.

Herborn, 19. Mai 1848.

Herzoglich Nassauisches Amt.

Abfahrtstunden.

(308)

Rullmann

von Frankfurt

von Castel (Mainz)

von

Wiesbaden

von Biebrich

nach

nach

nach

nach

nach

nach

nach

nach

nach

nach

nach

nach

j Tastet

Biebrich

Wittdad.

Franks.

Diedrich Wiesbab.

Biebrich

Tastet

Franks.

Tastet

Frankf. Iwitsbab.

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Vorm.

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Nachm.

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Nachm.

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Nachm.

3

3

3

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97*

8

8

8

8

8

9%

Außer vorstehenden Fahrten finden noch folgende Extrafahrten statt:

Täglich: Von Castel (Mainz) nach Biebrich und Wiesbaden . . um 2 Uhr Nachmittags.

„ Biebrich nach Wiesbaden..............„ 2 „ „

Au Sonn- und Festtagen:

Bon Frankfurt nach Höchste . 1 % Uhr Nachmitt.

Von Castel (Mainz) n. Wiesbaden 37« „ „

Von Höchst nach Frankfurt . 8% „ Abends. Don Wiesbaden nach Biebrich

und Castel (Mainz) . . 77» „ „

Don Biebrich n. Castel (Mainz) 77, „ „

Jeden Freitag bis zum 31. August:

Von Wiesbaden nach Biebrich

und Castel (Mainz) . . 37, Uhr Nachmitt.

Von Biebrich n. Castel (Mainz) 37, „ „

Von Castel (Mainz) n. Biebrich

und Wiesbaden ... 8*/« „ Abends.

Von Biebrich nach Wiesbaden 87« „ „

Mehrere kleinere und größere Häuser, welche sich vortheilhaft interesfiren, sind zu verkaufen.

Möblirte und unmöblirte Wohnungen sind zu ver- miethen.

Größere und kleinere Capitalien werden gegen gtr richtliche Sicherheit zu leihen gesucht. - ' ^^W»«.

Dienstpersonen jeder Branche werden placirt durch das GeschäftSbüreau von

(309) Earl Leyendecker.

(310) In einer Familie als Gehülfin der Hausfrau, oder in dieser Eigenschaft bei einer einzelnen Dame, auch als Gesellschafterin für englische und holländische Familien, deren Kinder sie in der deutschen Sprache unterrichten und auf Reisen begleiten würde, sucht ein junges Frauenzimmer von sehr guter Familie, welches in allen weiblichen Arbeiten erfahren ist, eine Stelle. Freundliche und humane Behandlung wird großem Sa» lair besonders vorgezogen. Die Exped. der Nass. Ztg. ertheilt nähere Auskunft.

In der Wilbelm Friedrich'schen Verlagsbuchhandlung in Wiesbaden ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu be­ziehen: (311)

Weiter nothwendig erscheinende Extrafahrten werden besonders angekündigt.

SC?“ An Sonn- und Festtagen findet die letzte Abfahrt auf allen Stationen eine halbe Stunde später statt, demnach:

Von Frankfurt nach Castel (Mainz), Biebrich und Wiesbaden . . um 9 Uhr Abends.

Von Castel (Mainz) nach Frankfurt............... . . „ 9 „ „

Von Wiesbaden nach Biebrich, Castel (Mainz) und Frankfurt . . „ 87, „ „

Von Biebrich nach Castel (Mainz) und Frankfurt . ........„ 8% „ „

Von Castel (Mainz) nach Biebrich und Wiesbaden . ....... „ 10% „ „

Bon Biebrich nach Wiesbaden...........-........„ 10% „ „

Frankfurt n. M., den 11. Mai 1848. „ , (305)

Der Verwaltungsrath der Taunus -Eisenbahn-Gesellschaft.

Teutschland

und die

Vanan - Mündungen.

Ein Beitrag

zur Beleuchtung der äußern Verhältnisse des Va­terlandes und der europäischen Civilisation.

Von einem Offizier.

Preis: 36 Kreuzer.

Grostherzoglich Badische fl. 35 Loose.

Staatslotterien - Anleihe von 14 Millionen Gulden, Ziehung den 30. Mai. Der kleinste Gewinn ist 4% Gulden.

Hierzu sind Original-Loose coursmäßig und Loose nur für diese Ziehung gültig â fl. 1 30 kr. ^^aben im Commissions- und Geschäftsbureau von

Carl Leyendecker.

So ist bei mir eingetroffen: (307)

wohlgetrofferie Bildniß des General

Friedrich v. Gagern,

3c7™' Zs^^m^ “s 24' ^"°bcr 1794, gefallen bei Kandern am 20. April 1848. (i* auSgesOr. in «^S-ÄS? ^ ** **» "»» f>«f™ Kupferdruck *. »«treff.

D. Wichls ileuerfundene chem. Vichtsockm gegen Gicht, kalte Füße und Frostbeulen.

Die Wirkungen dieser mit einer chemisch präparirten Sohle versehenen, in Rorddeutfchland, Holland und Eng­land berühmten Socken sind außerordentlich; ärztliche und Erfahrungszeugnisse bestätigen die erfolgreiche AnwendUM derselben gegen obige Leiden. Sie werden an den bloßen Füßen vorzugsweise bei Nacht getragen und belästigen bis Füße nicht im Geringsten, da sie aus den weichsten Stoffen, fabrizirt sind.

Preis pro Paar fl. 3.

Zu haben bei der Expedition dieses Blattes. (312)

Wiesbaden.

Preis 36 kr.

Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz.

Aromatisches Zahnpulver. Das vorzüglichste Mittel zum Putzen der Zähne und .Verhütung des Weinsteins, um nach nur kurzem Ge- brauch blendend weiße Zähne zu erhalten. Die Schachtel â 40 kr.

Zu haben in der Expedition dieses Bl.

(313)

Druck und Verlag von Wilhelm Friedrich am Friedricksvla^ Z“~ Z Z ‘ TT 7 ' , ”7777 ” '

0 — Redacteur: Karl Braun. — Verantwortlicher Herausgeber: Wilhelm Friedrich.