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Weg, die Wahrbett und das Leben ist, und lehren dieß Eure Kinder. Doch, dieß wißi Ibr durch dieselben, würden die Kinder aber davon schweige», so würden die Steine in den Schulmauern davon reden. Wenn der Sultan zu Konstantinopel sein Reich in Gefadr siebt, so pflanzt er die Fabne des Propheten aus und erklan: der Glaube sei in Gefabr, aber dao hilft nicht immer, denn wir als Christen wissen, daß die muham» medanische Lehre nicht ans Gott ist.
Wenn nun der Verfasser senco „Artikels" behaupte: „wir hatten lange die Religion verleugnet und verrathen," so schadet das ihr nichts, wenn die Behauptung auch wahr wäre, denn die christliche Lehre ist aus Gott und arme Schulmeister könnten ibr nichts anhabtii. Nun ist aber gewiß, das haben wir bewie- sin, daß wir brave Männer, gute Christen sind (unter stUen Ständen gibt« Ausnahmen), darum bat der Ver- faffrr feuer Schrift zweimal- Unrecht, wenn er wie der Sultan handelt.
Auch im Weltlichen ist er mt uns höchst unzufrieden. „Sie lieben doch nur Euer Geld, um Euern Beutel gehls." Das weiß Golt, daß dies bei Vielen von uns wahr ist. ,
Wie viele meiner Collegen sind unverschuldet Hauch verschuldet) recht arm, erstere oft wegen geringer Besoldung, daß einer von ihnen im letzten tbenern Jahr guN Nöth sein treues Haustbier---ich schreibe nicht aus. zum Lachen ist die Sache zu ernst und Wei nen ist unnrännlsh. Die Schrift fährt fort: „Der Herr Lehrer will flott gekleidet einhergeben, will im Sommer- *nd Wiruerpalktot erscheinen; die Frau Lehrerin will
Hut, Mantel, Sbawls tragen; der Herr Lehrer will, zu den Vornehmen gehörig, deren Gesellschaft besuche;., will einen Schoppen mit Etiquette trinken; die Frau Gemahlin muß sich doch eine Magd halten, weil sie Bücher lesen, dem theuern Gatten Pantoffeln, Tabacks beutel re. sticken muß." Wer erkennt hier nicht Jronu und Leidenschaft! In Wahrheit, in einem S-äoichen lebend, weiß ich, zu meiner Schande gereichlS nicht, was man Paletot nennt. Was den Schoppen bell isst, so halten wir uns dann und wann, gleich den atinsien Nassauern, an den Kronberger Clver, gönnend^ den mit „Etiquette" aber ebne Neid recht gerne dem Schreiber der „Antwort." Daß aber die zärtlichste Sorgfalt einer Frau für ihren Mann zum Gegenstand des spoltes gemacht wird, darüber habe ich kein Wort. Mit Rectu oder Unrecht bat der Verfasser besonders einen Lehrer im Auge. Wenn ersteres, >o ist wahrlich solches Handeln nicht human, ist letzteres, dann noch viel weniger. Wenn er weiter den Lehrern vorwisrt, sie beiratben ans Staats- und Gemeindekosten Kinder-, Nabmädchen oder Kammerfungfern, doch gebe es auch ehrenhafte, wUchr ein arbeitsames, tugendhaftes Weib nehmen mit einer, den Verhältnissen entsprechenden Milgabe," so :st kwß doch wahrlich empörend. Kindermädchen sind nach dem Evangelium Engel, die die Unschuld wahren; die von Petrus erweckte Tabilba machte für Arme Kleider und durch eines Kammermädchens Einfluß ward der »pro Namen von dem Aussätze reln. Man verzeihe, daß ich hier die Bibel cittre. Beweisen will ich wenigstens, daß cs unter den Lehrern gläubige Juristen gebe, bc, weisen, daß auch solche Wesen brav und edel sein kön
nen. Und die heiligsten Gefühle des Herzens will der Verfasser au eine äußere „Mitgabe" kette»! DaS ist mit Gemeinheit Gemeind eit gefordert. Daß der Ver» fasser febe, daß man Religion nicht blos im Munde habe, fonbern thätlich übe, so habe ich dieß ohne aßf ? Leiden sch aff geschrieben, erwägend, 1 Cor. 13. 4—7., welche Stelle ich auch ihm zu bedenken gebe. Die Bee deutung des Schlußes: „Ebre dem treuen und tüchtigen Lehrer" gilt unsern characterlosen College», nicht wenen, die sich freudig aller göttlichen und menschlichen Ordnung willig umetordnen. Und da der Verfasser versichert „er liebe Männer von deutscher Gradbeit und Feinde all r Schlttcherei," so nenne ich mit Vergnügen meinen ehrlichen Namen mit deutscher Grad- beit ohne alle Schleicherei, was er fordert, aber nicht lhUl.
Maws Atcktr.
Briefkasten.
M. Höchst, 6. Mai. Weitere Mittheilungen find stets willkommen.
IL Bon der Lah n. Wir sehen der versprochen Zusendung entgegen.
An unsere Mitarbeiter. Wir bitten die Zusendungen an den Herausgeber „Herrn Wilhelm Friedrich am Friedrichörlatz in Wiesbaden" zu adresfiren und etwaige persönlich au die Ae- daction gerichtete Briefe beizulegen.
Druckfehler - DericktiKNNK.
In unserem gest-igem Leitartikel „Unsere Wabsen" muß es heißen: Epa te 2 No 7, Advotgren 6 statt t Spalte 2 Zeile 37 unpraktisch statt unparteiisch.
«MOT?
Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.
Bri Umerzeichnetem ist erschienen: Entwurf des deutschen Reiclks-Grundgesetzes.
Du ßpjcn, deutschen Bukcheoversammlung als Gutachten der 17 Manner des öffentlichen Vertrauens überreicht am 26. April 1848.
8ka»ls«rt t, W. Benj Krebs.
Exemplare des obigen wichtigen Werkes (Preis 12 Kr.) sind bei mir eingetroffen; Anbestellungen darauf »erden nach der Rechenfulge des Eingangs von mir erpedirt. W»erbade». Wilhelm Friedrich, (ist) Buchhändler am ^Zricdrichoplatz.
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Bei mir ist erschienen unb in aßen Buchhandlungen vorräthig: Das kt^t Mi}^ ^(t^t MâVt fcfT ^ßfföMff#
oder: Welche Staatsform ist für uns die beste? Von Karl Draon.
Das Gchrfftchen umfaßt 92 Seiten und kostet nicht mehr als 6 Kr. (182)
Wirsbaden. Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz.
G i u l a d u u g.
Oeffentlicbe Bekarrntmackung.
Adani Bell von Altstadt beabsichtigt oberhalb des dasigen Ortes in der Nähe des Dicinalweges nach Steinebach eine Mahl- und Schneid-Mühle anzulegen und zum Betriebe derselben das in dem von Gehlert nach Altstadt führenden Bache fließende Wasser zu benutzen.
Etwaige Einwendungen gegen diese Anlage sind binnen vier Wochen dahier vorzubringen, widrigenfalls später darauf keine Rücksicht mehr genommen werden kann. (1&6)
Hachenburg, 4. Mai 1818.
Herzoglich Nassauisches Amt.
Gö r*?.
Aufolge einer Jerordnu«q des Herzoglichen Staats - Ministeriums vom 1. Mai d. I. soll zur Berathung der auf Schutz und Arbeit bezüglichen Einrichtungen eine besondere Commission errichtet werden und zwar aus neun Personen, welche durch ihre Verhältnisse und Beschäftigung die Bedürfnisse der arbeitenden Klasse genauer kennen zu lernen Gelegenheit gehabt haben.
Der Gewerbeverein ist damit betraut worden, vier dieser neun Commissio»iömitglieder zu wählen.
D'S diese Wahl am zweckmäßigsten in der auf de» am 11. dieses Monats wie gewöhnlich, ausgeschriebenen General - Versammlung
vorzynchmen sein wird, — in welcher außerdem, wie schon bekannt gemacht worden ist, (Nr. 8 der Mitthei- lpntze« -für den Gewerbeverein) die Wahl der Wahlmänner zur theilweisen Ergänzung des Vorstandes und Aus- schuffeS stattfinden wird — so laden wir hierdurch noch einmal sämmtliche Mitglieder des Vereins zu jener Versammlung ein. — Dieselbe wird um 10% Uhr Morgens im Gasthofe zu den „Ditr IahresMlU" ihren Anfang Pehmen. —
Wiesba-dea, 7. Mai 1848.
(Ml) Der Vorstopd unb Ausschuß des Gewerbevereins.
~HTM«U^»> ujj^«»«m^ miJttXl &»*^V^~~£*'&tt ....." '- ■'■—'' '»■*-■ -■■•»—■ -■■>..*■■*... ■■■■. ...........—....... ■■ —• ■■-..... - ——..........
Eine achtbare Familie in Wiesbaden wünscht einige junge Mädchen, welche eine der hiesigen Schulen besuchen wollen, bei sich aufzunehmen. Man fände ssässewM» Umgang mit jungen Mädchen in der Familie und auch Gelegenheit in neueren Sprachen und Musik Unterricht zu bekommen.
Nähere Auskunft wird Hr. Schulinspector Ebenau gefälligst ertheilen. (187)
Bei mir ist so eben angekommen: (188)
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Vorräthig in der Expedition dieses BftltteS.
_ ^«r Abwehr eines Mißverständnisses.
f^ ®m ( Mai dze Wahlmanner vor dem Anfang' ,Lc Wtchchs.ndlung in dem Schloßhof zu Hachenburg mJ^nC waren, äußerte ich gegen Einige derselben Mw Bedauern darüber, daß n.cht poütrsche Parthe.en ÄtS ^M ’^ ^ gefreut haben/ - sonntest ÄT’y*11 w den Wahlkampf ein-' ^Wascher WabÄâ^"' ^ 8or^ltt «ne große Anzahl Eg* "n Nassauer Hof sich ch ein â evangelische Wähler ^^ i WUn hätten: ^ woljen wir ^* IT-' SMoMen wählen! * ^ W M- kemen
^M^â'Wi Umstehenden^ è ^ . . l^trn Worte aus meinem Wunde achört U^ f M-°, d«l-- »MM •• ÄÄ --
Ma.
WW%4^1 A Mai MA
Max Tchrödsr
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Bekanntmachung.
In Folge der Ermäcktigung des herzogl. Hof- und Appellationsgerichto zu Usingen ist Mathias Renno von Oberursel wegen Verschwendung unter Curgtel gestellt und ihm in der Person des Friedrich Brider le zu Oberursel ein Curator angeordnet worden.
Es wird daher zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Rechtsgeschäfte in Zukunft nicht mit Mathias Renno, sondern mit dessen oben gepaMten Curator ahzuschließen sind.
KP«igstein, 39. April 1848.
Herzoglich Nassauisches Amt.
(1Ä4) Webev.
und! -B«i Unterzeichnetem And sämmtliche Bücher, welche sx^/Xt ^t» hiesigen Schulen gebraucht werden, dauerhaft V -.MürM.nven, M.den billigsten Preisen zu h-chen.
Wilhelm Friedrich,
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Die unfehlbare und überraschende Wirkung dieses Mittels hat sich durch die vielfachsten damit an- gestetl en Versuche so bewährt, dass man dasselbe allen Personen, die an obigen fatalen Entstellungen des Antlitzes leiden, mit vollkommenem Rechte empfehlen kann. (t9Ä)
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Frachtbriefe M zur Versendung von Gütern auf der Taunus« Eisenhahn ssnp zu ’^Ä^^j^ ^" Wilhelm FrirLrich Hm Hriedrichsplatz..
Drvck OT> Verlag von Wikh^f« Friedrich am Zvcedrichsvlan »1— " —, / — ""
' Redacteur : Karl Brav«, — Verantwortllcher HerauSgeberr Wilhelm R^leNH*
