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Elmr Proviiiziul-Conespoiidenz zufolge wären die grapsten von ter Absicht ver Negier ung unterrichtet worden, die Neuwahlen jur gesetzgebenden National­versammlung nach cem Gesetz vom 3k Mai, die Prä­sidentenwahl dagegen nach dem allgemeinen Stimmrecht vornehmen zu lassen.

Der neuesteMoniteur de l'Armee" meldet große Truppeiiveräiiverungen.

Börse: 3pCt. 56,25 (Hausse 5 C.); 5pCt. 92 (Hausse 5 C)

Amerika.

Ueber die deutschen Flüchtlinge in Amerika erhalten wir aus New-Mork durch dieNeueOver- Zeitung" solvente Notizen:Goldmark aus Wien prak- tizirt in New Aork als Arzt und ist außerdem Associe eines bedeutenden Zündhütchen-Fabrikanten. Kapp steht dem Geschäfts-Bureau der Firma: Zitz, Kapp und Fröbel vor, welches Rechtfälle und Agenturen versieht. Heinzen und Pelz redigiren ein neues deutsches Blatt in New-Aork. Struve gibt denDeutschen Zuschauer" wieder heraus und bekämpft dann den modernen Atheis­mus. Schlöffel, Kiefer zaus Baden) und Reichard (aus der Pfalz) leben in Philadelphia als Gast- und Weinwirthe. Dr. Wiß auS Berlin praktizirt in Bal­timore. Julius Fröbel bereist seit längerer Zeit Cen­tral-Amerika und macht dort natunyissenlchaftliche Col- lektaneen; er befindet sich jetzt in New-Granada. We- senvvnck und Cantador aus Düsseldorf sind in einem Seitenimportgeschäft in Philadelphia etablirt. Bren­tano ist Lanvbauer in Michigan. Greiner (auS der Pfalz) ist Gerber, circa achtzig Meilen von New- Aork. Blöde aus Dresden studirt in New - Aork Medicin und will sich in Pensylvanien niederlassen. Dr. Hoffbauer aus Preußen, ehemals Parlamentsmit­glied, praktizirt in St. Louis. Schmidt von Löwen­berg hat in St. Lonis eine Penfionsaustalt. Annecke ist als Bibliothekar bei einer kleinen Universität in Makion zStaat Wisconsin) angestellt. Claussen ist Landbewohner in St. Louis. Der Maler Kauffmann aus Dresden lebt von Portraitiren in New Aork. Ols­hausen ist in New-Aork eingetroffen. Bei der jüngsten Eula-Eipeditivn waren auch einige Flüchtlinge aus der Nhkinpfalz betheiligt."

Kladderadatsch»«.

Der Möbelfuhrmann Kollerhahn ist aber­mals mit Ausladen beschäftigt.

Nu zieht der Mann schon wieder! Des is nu seit vier Jah-en das fünfte Mal, deß ick die faulen Möbel rum schleppen muß. Un wird immer ekliger. Is allens durch b c Zen jo wacklich un auseinander, ick habe immer Furcht, die janze Jeschichte seht mich mal aus'n Leim, und ick bleibe mit uf de Straße sitzen denn is de Barri­kade fertig. Ne, ick sage, es taugt doch jar nischt mehr^was heut zu Tage jemacht wird. Wenn man sich iVn alles Möbel von runnemals ansieht, was det vertragen konnte, was bet jehallen hat. Aberst der neue Kram! Ach Jotte doch! Da hat sich nu dieser Mann Ostern 48 janz neu eingerichtet. Allens prop-

per fonrnirt und uf Englische Rollen. Aber et jeht kcene Eeuzige mehr. Wie ick des zweite Mal mit ihm zog, Michaelis 48, da war ick schonst ja»; außer mir, wie sich des Allens in das halbe Jahr bestoßen hatte. Deß sich die schöne Helle Nöthe von die Mahajony- Sachen verloren hatte, da will ick nischt sagen, das macht die Zeit, Die Allens dunkelt. Aber janz schwarz mit weiße Streifen von die losjelösten Fourniere, dieser Anblick war mir doch zu überraschend in diese kurze Berflossenheit. Ick sagte indeß nischt, weil ick merkte, deß ver Mann am Ende ooch im Stillen einsah, deß er betrogen war mit diese Mobilien. Er hatte sie eenmal ufn Halse, er steckte drin, er mußte sie behal­ten. Denn alle Jahr kann sich der Mensch nicht neu einrichten. Ostern 49 schickt er schonst wieder zu mich: Ausziehn! Et wär' ihm zu enge, er brauch 'ne Kam­mer mehr. Also wiederrum un 'ruf mit die janze Pastete von de Breite Straße nach de Anhall-Straße. Na besser sin die Sachen nich geworden von dem Umzug, das steht fest. Indeß aber, meente er, diese Wohnung jefallt mich, es ls eene stille Jejend, die Aus­sicht is doch wenigstens in's Freie, hier bleib ick lange wohnen! Ja prost Mahlzeit. Anderthalb Jahr druf jings nach ve Dresdner Straße. Da war nu aberst schon von de Mobilien nich ville mehr zu je- brauchen. Er mußte sich zum Theil mobilisiren und demobilisiren. Bor det Letztere jab ihm na­türlich keen Mensch was, aber vet erschte det hat je- kostet! Na, sagte er, schadt nischt! Lehrjeld muß jeder jeben, un davor wohn' uf jetzt anständig. Ja, Kuchen! Da stehn wir nu wieder mit dem janzen Krempel ! Wo ziehn wir denn nu hin, Männecken? Nach de Alte Frankfurter Straße? Billige Miethe? Allens bequem, un nich hoch parterre janz parterre ? Aber Vie Sachen sehn aus! Hurr- jös! Des Alte rujenirt des Neue rujenirt! Ne, Meirnecken, ick bin keen Krakehler, aber Sie müssen bald eene neue Einrichtung haben feste solide mass in Eiche des paßt vor uns nich Amerikanische Fournire des is

Kladderadatsch.

Kossuth und Metternich.

Freiheit und Diplomatie, Aufgang und Un­tergang, Agitator und Hemmschuh, Triebkraft und Krücke, Löwe und Fuchs, Meer unv Sumps, Zephir und Samum, Schwert und Scheere, Malcontent und Zopf, Lebensovem und Leichengeruch, Feuer und Eis, Totaler und Opium, Riese und Kobold.

Kossuth und Metternich.

Der Eine im belagerten Wien, der Andre auf den freien Wellen des Oceans.

Zu Sieges durstigen der Eine, zu Siegestrun­kenen der Andre.

Metternlch aus dem Gasthof zum goldenen Krebs bis an ven Rennweg gekrebst.

Kossuth auf den Dampfer Missisippi.

Metternich und Kosuth, Metalliques und Mettal,

Schellen bube unb Valet de Coeur, Die Zeit und Freund Hain und -

Kladderadatsch.

Die'Neue Preußische Zeitung" erzählt, daß die Hasen.in diesem Jahr auffallend an Geschwüren in ver Leber leiden. Wahrscheinlich ist dies eine Folge von dem Aerger, welchen die ganze Familie über ih­ren Se^terau^ Breme »-(gehabt hat.

Die strengen Maßregeln, welche man gegen die Fremden in Paris ergriff, find.jetzt aus alle Departe­ments ausgedehnt worden. Alles, was fremder Zunge angehört, wird ohne Gnade und Barmherzigkeit aus­gewiesen. Wenn^das so fortgeht, so dürfte man bis zum Mai des künftigen Jahres in Frankreich wirklich nur eine Sprache hören!

Handels- und Börfennachrichten.

Wiesbaden, 9. October. Weizen 9 fl. 10 fr. Korn 7 fl. 30 fr. Gerste 6 fl. Hafer 3 fl. 12 fr.

Mamberg, 5. Oct. (B. Ztg.) Die Zufuhr zur gestrigen Schranne war wieder sehr stark, 1093 Schef­fel, von denen nur^46 eingestellt wurden. Der Wei­zen ist um 54 fr. und der Hafer um 30 fr. gestiegen, der Preis des Korns ist geblieben, und Gerste ist um 15 fr. gefallen. Der Mittelpreis war: Weizen 23 fl. 30 fr. Korn 16 fl. 58 fr. Gerste 16 fl. 15 fr. Hafer , doppelt 4 fl. 54 fr., einfacher 8 fl. 6 fr. Die gestrige Würzburger Schranne bot nur geringe Borräthe, die sämmtlich verkauft wurden. In Folge dessen hat sich ein, wenn gleich unbedeutendes, Anzie­hen der Preise beinerkbar gemacht.

StraSburg, 5. October. Die Getreide-Conjunk- tur stellt sich seit 8 Tagen wieder zu Gunsten der Käufer und Berbraucher heraus. Die Brovtaren sind abermals »rmäßigt worden.

Frankfurt, 8. O^ober. In der heute fortgesetzten Ziehung sechster Klasse der 120. Hiesigen Lotterie fielen auf jedes der folgenden Loose die bèigesetzten Haup - preiie: Nr. 20 736 12,000 fl ; Nr. 4779 , 6666, 1i,270 und 21,713 jede 1000 fl.

Geld-Sorteu

».ich ftm ih'infnirUr Hoars von, 8. Okt. 1851

91 <ii# kouiSd'or .. ......

Piâol-n . .........

bitt,- Preuß.........

HoU. 10 |. Stück»

Rund - Ducaleii ........

10 Kronklnüuck».......

iângt. Koo»r,i»»s.......

Bol» al M irco..... .

Preuß Ibaki.........

5 äranf.-u«ibaUr.......

Hochhaltig Silber ......

9

37

9

56

9

♦7%

5

34%

9

26%

11

50

378

I 45%

34 80

Bekanntmachungen.

ii««) Deutschkatholischer Gottesdienst Sonntag den 12. Oktober, Morgens 9 Uhr, im Saale des Hotel Schneider in der Spiegelgasse, geleitet durch Herrn Prediger Dr.

E. Duller. Der Vorstand.

Für Tapeten Bedürfende!

! « i Große Versteigerung

von Mir schönen Pariser Glanz-Tapeten und Borden zu kleinen und großen Zimmern einnctyeckt, auch Hausflur-Tapeten. Lte Bersteigerung ist Mittwoch den 13. October, Morgens 10 Uhr, im Veigant-Zimmer, im Braunfels ir. Frankfurt.

In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist vorräthig: Der

NordameriKanische UandwLvLÜ

Ein Handbuch für Ansiedler in den Vereinigten Staaten. Von C. L. âeiscömann.

Mit 246 Original-Holzschnitten. Preis 3 fL 36 fr.

In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist vorrâthig: ! Für Alt und Jung und Arm und Reich! Die &piniistube^ HolKsbupH für das IaHr 1852. Herausgcgebkn von W. O. v. Horn, illustrirt von L. Richter. Siebenter Zahrgang. Preis 45 kr.

Der Jahrgang 1846 ist schon vergriffen! Die Jahrgänge 1847 bis 1851 sind zum selben Preis vorrâthig!

In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist erschienen und zu haben: Ohrenbeichte und Ablaß.

Eine Rede, gehalten im Kreise christlicher Brüver von

Eduard Duller.

8°. 28 Seiten stark. Geheftet Preis 6 Kreuzer.

(614) In der p. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist vorrâthig :

Ignatius Loyola

und

-ev Orden der Jesuiten.

Geschichtlicher Vortrag, gehalten zu Mannheim, den 27. Juli 1851 von Kzcribcrt Ban,

Pfarrer der deuisch -kacholischen Gemeinde. Zweite &uflagt.

Preis 6 fr.

(1048) Auf der Abendunterhaltung des Quartett - Vereins Sonntag den 2 8. September 1851 wurden in dem Hotel Schneider mehrere Hüte verwechselt; diejenigen Herren, welche daselbst in den Besitz eines unrechten Hutes kamen, werden ersucht, denselben bei Herrn Heinrich Engel umzutauschen. _______

Am 20. October nehmen bei dem Unter­zeichneten die Privat-Stunden im Zeichnen und Mathematik rc. für alle Gewerb- treibende wieder ihren Anfang. Ich ersuche daher die geehrten Theilnehmrr sich baldigst bei mir zu melden, damit ich die Stunden nach den Geschäfts-Bedurfniffm ordnen kann.

C. Hawm, Ärch.leii, (996) wohnhaft imdeutschen Hans».

In allen Buchhandlungen, in Wiesbaden in der H. W. Ritter'schen, ist so eben an» gekommen:

Enthüllungen ter neuesten Umtriebe

(1043) der

Jesuiten in Deutf^eManb

gegen Fürsten und Völker.

Mit besonderer Beziehung auf dieNeuen Gespräche über Staat und Kirche." Nebst einem Abriß der Geschichte des Jesuitenordens.

Sie bleiben, wie sie sind, ober sie tzbren auf." Ordeiiègeneral Ricci, 1772.

Leipzig, Chr. C Kollmann. % Thlr.

Lichtbilder auf Papier,

Neue Cclcmiade Nr. 5 it. ti 411 WieSdaben. (.494)

Verantwortlicher Herausgeber und Verleger C. Ritter. Druck der 6. Ritter'schen Buchdruckern.