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4) Den 21. August, gegen Alois Dumm von Rauen thal, wegen Raubs.

5) Den 22. August, gegen Johann Pütz von Diet­kirchen, wegen Schriftfälschung und Betrugs.

6) An demselben Tage, gegen Gemeindediener Con­rad B a l d e w ein von Oelsberg, wegen Schristfälschung und Betrugs.

7) Den 23. August, gegen Joh. Jos. Meister von Bornich, wegen versuchter Tödtung.

8) Den 25. August, gegen Franz Joseph Nägler von Geisenheim, wegen Meineids.

9) Den 26. August, gegen Joh. Phil. Obel 4r. von Dachsenhausen, wegen Schriftfälschung.

10) Den 27. August, gegen die Ehefrau des Adam Neumann von Oberauroff, wegen Meineids.

11) Den 28. und 29. August, gegen Philipp Adam Winterwerber von Nochern, wegen Diebstahls und Landstreicherei.

12) Den 30. August, gegen Anne Marie Krahn von Erbach, wegen versuchten ausgezeichneten Dieb­stahls.

13) Den 1. September, gegen Conrad Kimmel von Wiesbaden, wegen Raubs, versuchter Nothzucht und Diebstahls.

14) Den 2. Sept., gegen Carl Ritter von Wies­baden und den guiescirten Prorektor Rossel von Dillenburg, wegen Verletzung der Amts- und Dienst- ehre des Herzog!. Oberappellationsgerichts.

15) Den 3. Sept., gegen' Günther Haas von Gei­senheim, wegen falscher Anzeige.

16) Den 4. Sept., gegen Jacob Müller/von Cronberg, wegen ausgezeichneten Diebstahls.

17) Den 5. nnd 6. Sept., gegen den vormaligen Hosgerichtspräsidenten Raht und Buchhändler Ritter dahier, wegen Verletzung der Amts- und Dienstehre des Herzoglichen Oberappellationsgerichts.

18) Den 8. Sept., gegen Johann Kärtner von Oberreifenberg, wegen Meineids.

19) Den 9. Sept., gegen Johann Jacob Schmidt von Eschbach, wegen Meineids.

20) Den 10. Sept., gegen Philippine Christiane Schepp von Wallrabenstein, wegen Meineids.

21) Den 11. Sept., gegen die Ehefrau Keil von Hattersheim, wegen Meineids.

22) Den 12. Sept., gegen Conrad Aug. Christ. A n ton von Egenroth, wegen Brandstiftung.

* Wiesbaden, 14. August. DasFr. I.", das in blinder Gier Alles aufrafft, was den Gaumen der Neuigkeitsjäger kitzeln kann, bringt aus demNürnb. Corr." einen Leipziger Artikel, worin es heißt, dem Professor Roßmäßler sei während seines hiesigen Aufenthaltes die Aufforderung vom Leipziger Kriminal- amte geworden,seine Vorträge hier einzusteUen und sofort nach Leipzig zurückzukehren, widrigenfalls man ihn mit Steckbriefen verfolgen werde." .Es Handle sich um Zuendeführung der Untersuchung wegen der Gedächt- nißreier für Robert Blum, wobei Roßmäßler einer der Hauptangeschuldigten sei, setzt der Bericht hinzu. Das §r. I.", das ja selber Berichte über die Roßmäßler- fchen hiesigen Vorlesungen gebracht hat, häde doch wissen sollen, daß eine Einstellung derselben nicht er­folgen konnte, weil dieselben längst beendigt sind. Roßmäßler befindet fich seit Wochen bereits wieder in Leipzig, um sich vernehmen zu lassen. Jene Nachricht ist daher theils an sich unrichtig, theils kommt sie um Wochen zu spät und entstellt so den Sachverhalt. Wir hoffen, dasFr. I." werde der Wahrheit die Ehre geben und sich berichtigen. DieAugsb. Allg. Ztg." enthält einen , wohl aus derselben Feder stammenden, Bericht, worin es sogar heißt,Roßmäßler habe seine Vorträge in Wiesbaden einstellen müssen"! Es ist dies ein Pröbchen von der Gewissenhaftigkeit der reak­tionären Presse.

Wiesbaden, 3. Aug. Der hiesige Gemeinde­rath hat beschlossen, in einer Eingabe an den Herzog

re'ö sowie der sonstigen Festfreunde findet den 13- Sept, l. I., Abends 6 Uhr, in demDeutschen Hause" bei Hrn. Franz Lothar Walter in Limburg statt.

Erster Festtag.

3) Der Festzug bewegt sich in folgender Ordnung von dem Hause des Genannten um halb 8 Uhr Mor­gens nach Oranienstein: die Musik, die Trommler, 12 reitende Zugorbuer, die Mitglieder des Comites mit den Gästen, eine Abtheilung Schützen, die Gesang-, Musik- und Turnvereine, die Landlente, die Bergleute, die Handwerker auf geschmückten Wagen, eine Abthei­lung Schützen. Sofort sendet der Schützenoberst einen Adjutanten nach Diez, so daß sich beide Festzüge am Hain begegnen und einigen. Bei dem Erscheinen des gesäumten Zugs auf dem Festplatze werden die Kanonen gelöst. Die Musikchöre spielen einen Marsch, das Co­mite besteigt die Sängerbalustrade, der ganze Zug be­wegt sich um den Festplatz und schließt sich um die Tribüne.

4) Das Fest wird feierlich um 9 Uhr Morgens eröffnet durch das von den Sängern und Musikchören geleitetes und vom ganzen Volk mitgesungenes Lied Brüder reicht die Hand zum Bunde rc." Hierauf folgt die Festrede.

5) Um halb 10 bis 11 Uhr beginnen die Mitglie­der des Vereins für vaterländische Arbeit und Bildung in Sectionen ihre Verhandlungen im Saale des Hrn. Napp zu Oranienstein. Auf der Tagesordnung stehen:

und das Ministerium die Wichtigkeit brr Erbauung einer Eisenbahn von hier durch das Herzogthum nach Cöln-Deutz w. darzubringen, sowie Ertheilung der Concession und jede möglichste Unterstützung, dieses Unternehmens nachzu suchen.

Heidelberg, 11. August. Der Besuch der von den katholischen Missionären gehaltenen Predigten nimmt immer mehr ab, und sie mögen wohl unsere Stadt mit der Ueberzeugung verlassen, daß weder Heidelberg noch die Pfalz überhaupt ein Boden für die Jesuiten ist und nebenbei erfahren haben, daß sie als Kanzel­redner sich nicht mit Männern, wie Schenkel, Ditten- berger, Zittel, Holtzmann, messen dürfen , welche auf die Ueberzeugungstreue ihrer Zuhörer einen Einfluß üben, wie dieser nur, auf die Kraft der reinen Christus­lehre gestützt, geübt werden kann.

Stuttgart, 11. August. (Beob.) Die General­versammlung der würtembergischen Arbeitervereine wurde am gestrigen Sonntage in gewohnter, geordneter Weise in Eßlingen abgehalten. Die Verhandlungen, einzig die innern Angelegenheiten der Vereine, ihre Unter- stützungs- und Sparkassen, ihre Assoziation zu Erzie­lung wohlfeilerer und schmackhafterer Kost, ihre Bil­dungsmittel, namentlich die Bibliotheken u. s. w. be­treffend, wurden zii allgemeiner Zufriedenheit und mit parlamentarischem Takte rasch zu Ende geführt und da­durch abermals der Beweis geliefert, daß der denkende Arbeiter recht wohl weiß, daß nur die Hebung und Veredlung seines Standes durch sich selbst ihm eine bessere Zukunft nach und nach zu bereiten im Stande sein werde.

Tübingen, 11. August. (Beob.) Die Nachricht, daß der ehemalige Kanzler, Professor Wächter, einen Ruf als Oberappellationsgerichts-Präsident der freien Städte erhalten habe und sich demgemäß nach Lübeck nunmehr Bremen begeben werde, bestätigt sich. Die Hochschule verliert an ihm einen verdienten Lehrer, der auch als Politiker feine frühere Geschmeidigkeit we­nigstens nicht so weit treiben konnte, um der Regie­rung bei der Aufhebung des zu Recht bestehenden Ge­setzes vom 1. 3iili 1849 zuzustimmen, und deshalb seine Entlassung als Kanzler nahm. Seine jetzige Stellung ist die unabhängigste, die man in Deutschland finden kann.

DerSchwäbische Merkur" bestätigt, daß Kanzler- Wächter den ihm gewordenen Ruf als Präsident des Oberappellationsgerichts der vier freien Städte an­genommen hat.

Vom Oberamt Oberndorf, 6. August. (D. V.) Die fatale Kartoffelkrankheit hat bereits wieder viele Strecken unseres Bezirkes heimgesucht, und man be­fürchtet nicht ohne Grund, daß dieselbe allgemein wer­den wird. Bei jenen Stellen, wo sich die Spuren dieser beklagenowertM Fäule zeigen, werd jene Maß­regel gegen weitere Verbreitung angewendet, die durch einen praktischen ^Dekonomcn angerathen worden; bas Kraut mit dem Stengel wird bis auf die Erdefläche hin abgehauen und der übrige Theil der Pflanze mit der Erbe zertreten.

Ulm, 11. August. (U. Schnellpost.) Vor einigen Tagen kam ein Ertrabote aus Rengingen Nachts 2 Uhr hier an und läutete einen hiesigen Arzte aus sei­nem Schlaf. Auf die Frage: was es gäbe, schrie der Bote:Kommen Sie, der Bauer N. 9L ist überle." Bei genauerer Forschung, was er damit sagen wollte, erfuhr man, daß der Bauer von einer Wallfahrt nach Einsiedeln zurückgekehrt sei und nun den Arzt brauchen müsse, weil sein Verstand hierüber, d. h. der Bauer verrückt geworden sei.

München, 9. Aug. (N. Nachr.) Die seitwärts eines durchbrochenen Durchlasses an der Bahnstrecke zwischen Stierhof hinter Augsburg und der Lechbrücke ! eiligt auf Rost hergestellte, circa 80' lange Hilfsbahn,

a. Bericht üeer die Wirksamkeit des Vereins während des verflossenen Jahres, vom Vorsttzenden; b. Erwei­terung des Lahn-Sängerbundes; c. Bericht über die Organisation der Nassauischen Musikvereine; <1. über die zweckmäßige Errichtung der Volksbiliotheken, nament­lich in den Aemtern Limburg und Diez, vom Vorsitzen­den; e. Verlesung der 'Statuten eines Nassauischen Turnvereins; f, Bericht über die Ausbildung des Nass. Schützenvereins; g. über die Frage: welche Industrie­zweige sind im Nassauischen anzuregen? (Spritzenbau, Holzschnitzerei, Marmorarbeit, Kannenbackerei rc.); h. über die Ausstattung der Lahnhalle, vom Vorsitzen­den; i. über die Grundzüge einer Gewerbeverordnung, vom Vorsitzenden; k. über den Fortgang der Seiden­zucht; 1. Bergbauwesen, von Hrn. Ohl; m, Bericht über die Mittel zur Hebung der Pferdezucht, über die Erweiterung des Pferderennvereins; n. Vorstandswahl.

6) Am Morgen des ersten Festtages wird die Aus­stellung künstlerischer, gewerblicher, berg- und land- wirthschaftlicher Erzeugnisse eröffnet. Die technische Commission wird einen ausführlichen Bericht über die­selbe erstatten, sowie über den Stand der Landwirth­schaft, der höheren und niederen Gewerbe, über die Gründe ihres Verfalls oder ihrer Blüthe.

7) Das Büchsenschießen findet an beiden Festtagen statt.

8) Von 11 bis 1 Uhr ist große Gesang- und Musik- Generalprobe.

über welche gestern früh die ersten Personenzüge glück- * lich gelangt waren, war ob einem nächst darauf i folgten, glücklicherweise leeren Bahnzuge dem gänzlichen Einstürzen nahe. DaS Locomotiv dieses Zuges befand i sich nämlich kaum auf deren Mitte, als der Rost nach- gab, welcher, wie man sagt, ohne Widerlager geblie­ben, so daß die Bahn unter Gekrach der Querbalken re. zu sinken begann, worüber das Locomotiv aus den Schienen kam. .Erst heute Mittag hoffte man dasselbe wieder flott zu bekommen, zum Glück stürzte es nicht über die Bahn hinab. Wäre dieser Unfall bei einem der erwähnten ersten Personenzüge eingetreten, so lasse» sich die Folgen, da die über das Gekrachte der Hölzer erschrockenen Mitfahrenden muthmaßlich aus den Wag- i gons hinausgesprungen wären, nur mit Schänder den­ken. An der Erhaltung des noch schwebenden Jochs an der Neichenbachbrücke in München wird gearbeitet und zur Gewinnung eines Grundes für dasselbe wer­den nun mit Steinen gefüllte Faschinen eingesenkt.

Aus Abendsberg vom 6. August wird ebenfalls ; von furchtbarem Schaden. berichtet, welchen die aus den Ufern getretene Donau bis Ingolstadt und Kelheim verursachte. So ging unter Anderm die ganze, ua- i mentlich in Zucker und Specereiwaaren bestehende La- dung des Nürnberg-Salzburger Boten zu Grunde, die ; sich auf einem achtspäunigen Wagen befand. Die 6 Pferde wurden gerettet.

München, 11. August. (A. A. Z.) Der geheime Rath im Handelsministerium v. Kleinschrod begab sich | vorgestern als baierischer Bevollmächtigter zu den Sitzun­gen der Rheinschifffahrtskommission nach Mainz; die­selben beginnen am 15. d. M. und enden mit dem 15. September. Die Zahl der Kurgäste im Bade i Kissi» gen betrug bis 4. August 3275, und die im Bade Bocklet bis 2. August 598.

Von der bayerisch-französischen Grenze, 10. Aug. (Pf. Z.) Alle Fremden, welche sich in Frankreich über ihren gesicherten Erwerb nicht gehörig ausweisen | können, werden auf dem Schube an die Grenze gebracht und gezwungen, das Land zu verlassen. Es find darun­ter selbst Leute, die schon über 20 Jahre in Frankreich sich aufgehalten und ihre deutsche Muttersprache fast ganz vergessen haben. Die Maßregel beabsichtig ohne ° Zweifel, einem aUenfallfigen neuen Aufstande eine be- deutende Zahl von Parteigängern zu entziehen.

Kassel, 12. August. DieKaff. Ztg." berichtet: Dem vorhinnigen Verwaltungsbeamten v. Ur ff von Rotenburg wurde gestern das Urtheil zweiter Instanz in der gegen ihn anhängigen kriegsgerichtlichen Unter# suchnngösache eröffnet. Es ist hiernach das Erkenntniß des Kriegsgerichts, auf dreimonatliche Festungsstrafe lautend, vom kurfürstlichen Generalanditorate bestätigt, :

Hannover, 11. August. Ueber die von den Ritter­schaften nach ihrer Abweisung durch den König beab­sichtigten Schritte berichtet dieBieders.Ztg.":Nach­dem nun auch die lüneburgische Landschaft, untermrt 31 3uh', auf ihre Eingabe vom 12/24. April d. I. | durch Sr. Maj. Regierung eine abschlägige Antwort s erhalten hat, so hat diese Landschaft sofort den Weg der Beschwerde bei dem Bundestage zu Frankfurt be- ) treten, um bei dieser hohen Behörde das unzweifelhaft | den PrvvinziäIlandschaften zustehende Recht der Zustim- ) stimmung bei Reorganisation ihrer eigenen Corporation, das ihr durch Sr. Maj. Regierung für dieses Mal ? soll entzogen werden, für sich zu vindiciren. Gleiche ) Schritte stehen sicherm Vernehmen nach von Seiten der | bremen- und Verden scheu Landschaft, so wie der Calen- | berger und Hildesheimer Ritterschaft in nächster Kürze | bevor. Auch steht zu erwarten, daß die hoyaische Land- I schaff, die in allen Punkten bislang mit ben. oben ge- I nannten Korporationen in Uebereinstimmung gehandelt | hat, jetzt ebenfalls dieselben Wege einschlagen wird." (Aus | Frankfurt wird bereits gemeldet, baß Dr. Tabor daselbst | von der Calenberg-Grubenhagenschen Ritterschaft ersucht

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9) Von 1 bis 2 Uhr Pause. Volkslustbarkeiten, s 10) Von 2 bis 3 Uhr Festziig nach angegebener Ordnung um den Festplatz und nach der Ausstellung. (

11)3 bis halb 6 Uhr Preisfingen und Preismusik- Darstellung nebst einigen kurzen Vorträgen.

12) Von halb 6 bis 7 Uhr begibt sich das Comite zu den Turn- und Fechtübungen, welche schon früher begonnen haben.

13) 7 bis 8 Uhr Pause.

14) Um 8 Uhr bewegt sich der Bergmannszug mit Musik nach dem Sängerplatz, wo ein Mitglied des Comites die Bergleute anredet und die Verloosung einiger Festerinnerungen anordnet. Der Festplatz ist " mit Transparenten geschmückt und ein Feuerwerk wird abgebrannt. Tanzbelustigung auf dem Festplatz bis ; spät Abends.

Zweiter Festtag.

1) Der Zug bewegt sich wie am ersten Tag nach dem Festplatz.

2) Folgt das Volkslied mit Musikbegleitung.

3) Von 9 bis 11 Uhr werden die Verhandlungen über Landwirthschaft, Berg- und Gewerbeweseu und Volksbildung fortgesetzt und beendigt und das neue Comite resp, der Vereinsvorstand gewählt. Auch wird eine Commission zur Prüfung des Rechnungswesens bestellt.

4) 11 bis 12 Uhr werden die Spritzen probirt.

5) Von 12 bis 1 Uhr Musik- und Gesangprobe.