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Wird dieser Zauber je gebrochen werden und welche Ent- Wicklung wird die chinesische Civilisation dann nehmen? Der Bürger des himmlischen Reiches mit seinem Zopfe und den schicfgeschlnuen Augen Schweinoangen, wie die groben Engländer sagen, der ja ne vaterländischen Produkte bewacht, wird uns darüber wahrscheinlich keine Auskunft geben, und lange nachznsinnen , haben wir unter dem Gesumme der Nationen keine Zeir. Doch drängen sich so eigne Gedanken aus über Centralisation, Bevormundung und Manvarinenrhum. Ich meine, wenn man der Bureaukratie auch mein mathematisch bewegen kann, daß sic schuld an der Versteinerung sei, so spricht es wenigstens nicht zu ihren Gunsten, daß sie dieselbe Nicht abgrwendct hat.

Wer das vollkommene Bild des himmlischen Rei­ches, daS er in der Ausstellung auf nimmt, vervollstän­digen und beleben will, der mache der chinesischen Dame von Stande" seinen Besuch, die in einem mit ent­setzlichen Farben angestrichrnen Hause am Eingang des Parks 'ihren Fuß präsensirt, nach Mr. Punch's Ansicht einem alten Tischfuß vergleichbar, und eine Arie mit Guitarrenbegleitung zum Besten gibt, die ich dem Leser rathe, lieber nicht abzuwarten. Beim Hinausgehen wird man ihm ein Plakat in die Hand stecken, das in Papier, Format, Druck und Verzierung genau der eng­lischen Gesetzsammlung nachgebildet ist und einen sehr wichtigen Zweig der englischen Industrie, den humbug, wüthig vertritt. Die Ueberschnft lautet: L. R. Amt­licher Bericht über die feierliche Eröffnung der In­dustrie-Ausstellung aller Völker am 1. Mai 1851 Der Tert beginnt:Die Inhaber von Scasontickets wurden von 9 Uhr ab zngelassen." Es folgt eine Schilderung der Feierlichkeit im Protokollstyl, in der das Erscheinen He-sing's, seine Begrüßung mit dem Herzog von Wcl- tington, der Fußfuß, den er der Königin applicirte, gewissenhaft registrirt sind. Dann heißt cs weiter: DemerkenSweeth ist cs, daß der Mandarin He-sing, als emsiger Vertreter des unermeßlichen chinesischen Reiches, dessen Einwohner ein Drittel ins Menschengeschlechtes ausmachen, auf diesem friedlichen Völkerkongreffe er­schien. Er ist auch der erste Cmncsc, der in England einen Gewerbschein zum Tyrehandel gelöset hat Die b.rühmte he-singsche Mischung der königlichen chinesischen Junkenthces (mit fingerlangen Buchstaben geknickt) wird uurcr ,einer unmittelbaren Aufsicht bereitet. Der Man­darin He-sing wild für eine kurze Zeit Besuche cm- pfangen ui seinem Staatskostüm am Bord des kai erl. chinesischen Schiffes Key-ing, Templebarquat, Esser- tzreel." Incommodire sich aber Niemand mit Frack und weißen Handschuhen; denn es heißt weiter:Die Eigenthümer dieses glänzenden Erzeugnisses chinesischer Schiffsbauklinst lassen nach wie vor Besucher ge^en Er­legung eines Entree von einem Schilling zu." Urbri- gciis ist der Schilling wohl angewantt. Die Bauart, Dakellage, Steuerung und innere Einrichtung der Junke ist höchst merkwürdig. Unter den Geräthschaften in ter Kajüte wird der Besucher die Rechenmaschine am meisten bewundern, ein Brett mit Lochern, in denen kleine Pflöcke stecken. Will man z. B. 3 und 5 aevi- ren, so steckt man erst 3 Pflöcke in das Bretl, dann 5 und zählt nun, wie viel Pflöcke darin stecken.

Unter der Rubrik China, auS der ich den Gour­mand noch auf die eßb ren Vogelnester aufmerksam machen will, finden sich im Katalog, ganz am Ende, vier Zeilen mit der Ueberschrift Japan: rothes Kup­fer, vegetabilisches Wachs, Firniß und ein Faserstoff, aus dem man nichts zu machen weiß. Ein dürftiger Beitrag von einem Lande, das etwas mehr Fläche iuiD viel mehr Einwohner hat als England. Wir ver­danken cs den Missionären, daß sich dies merkwürdige Reich seit 300 Jahren noch strenger abgeschlossen hat als China und nur einigen Holländern erlaubt, in einem Gefängniß in Nangasaki zu vegetiren. Nach den älteren Nachrichten, die in diesen Tagen unter dem TitelMemoirs of the einpire of Japan hier heraus- ge,geben jtnb, ist in Japan die Bureaukratie noch reiner und vollständiger entwickelt als in China. Wie es aus ihrem natürlichen Gegensatz gegen das Priesterthum folgt, ist sie in religiöser Beziehung freisinnig, duldsam. Als die Bonzen gegen die Zulassung der ersten Mis­sionäre petitionirten, fragte der Kaiser sie, auf wie vielerlei Weise Gott in seinem Reiche verehrt werde, und als ihm gesagt wurde, auf 35 Arten, erklärte er: dann kann auch die sechs und dreißigste nichts schaden! Im Jahre 1587 aber sah sich der Minister des Innern veranlaßt, dem portugiesischen Provinzial folgende Fra­gen vorzulegen: 1) weshalb er und seine Genossen ihren Glauben den Japanesen anfzuzwingen versuchten, 2) weshalb er die Bekehrten aufhetze, die buddhistischen Tempel zu zerstören, 3) weshalb er die Bonzen ver­folge und lästere, 4) weshalb seine Glaubensgenossen Japanesen raubten und als Sklaven verkauften? Die Verantwortung fiel ungenügend aus und durch ein höchst merkwürdiges, in der genannten Sammlung ab­gedrucktes Reskript wurden die Bekenner des christ­lichen Glaubensim Interesse der Ruhe und Ord­nung" ausgewiesen und nur den Mynheers, die stets einen lebhaften Sinn für Gesetzlichkeit bewiesen hätten, ein beschränkter Aufenthalt unter polizeilicher Aufsicht gestattet. Seitdem sind in Japan Akte, betreffend den Verkehr mit fremden Völkern, reponirt. Die Mynheers aber sind kluge Leute, und zeigen uns von den Sachen, die sie aus Japan ausführen, Nichts als ein Stück Seife Niederlande Nro. 71 an der ich nichts Absonderliches entdecken kann. Man sagt, dieAankees hätten große Lust, mit ein paar Dreideckern der Rhede von Nangasaki einen Besuch zu machen. (Forts, folgt.)

Vermischtes.

(Deutsches Leben in Amerika.) Die New- AorkerAbendzeitung" von welcher uns Nr. 216 vom 27. Mai also in sechszehn Tagen zugckommen ist, wird von einerAssociation deutscher Buchdrucker" redigirt und Herauögegeben. Jede Nummer enthält einen Leitartikel und ein gut geschriebenes Feuilleton. Den meisten Raum aber, nämlich zwei große Folio- seilen, jede zu 5 Spalten, nehmen die Annoncen ein; dieAssociation" mag mithin durch diese Zeitung ein sehr guteö Geschäft machen. Diese Annoncen, sämmt­lich in deutscher Sprache und zum größten Theile von Deutschen inserirt gewähren die beste Einsicht in

das deutsche Leben in Amerika: Alles wie zu Hause als wenn man Tante Voß oder sonst ein Annoncen­blatt liest. Da wird von Meyer, Breitenbach und Langemann im Namen der klebrigen dem Ka­pitän Jacobs von ter Bremer BriggOcean" Dank gesagt,für freundschaftliche Behandlung und gute Kost"; dersocialistische Turuervereiu" ladet sämmt­liche Mitglieder ein, Mittwochs, 28. Mai, auf dem Turn­plätze zu erscheinen; Mitglieder desSchleswig, Holstein-Vereins" versammeln sich an demselben Abende. Lindenmüller aus Berlin kündigt eine neue Restauration" an alle Speisen äußerst billig nebstBerliner Weißbier."Bayerische Biersei­del", mit oder ohne Deckel, sind so eben eingetroffen bei Peter Hoffmann. ImDeutschen National, theater Olympic" wird Mittwoch den 28. Mai Abendszum Benefiz für August Hörning" aufgeführ: Das bemooste Haupt, oder der lange Israel"; tot Deutschen Theater in New - Uork" große Vorstei, lung:Peter in der Fremde"; hierauf Tanz-Divertis­sement, und zwarLa Cachucha", getanzt von der an« mutigen Demoiselle Henriette Laug, genannt die kleine Fanny Elsner." Ein Abonnent der Weserzeitung wünscht dieselbe abzutreten; er scheint also vom Gotha-Constitu- tionalismuS zur Demokratie übergetreten zu sein. Ge­sucht wird ein guter Dreher, derauf Spazier­stöcke" zu arbeiten versteht. In einer andern Annonce werden verlangt 200 Erdarbeiter und 10 Knaben, so wie Zimmerleute, Tischler, Knopfmacher, Gärtner und Mädchen zum Nahen. Dr. Adolph Heramer (im Jahr 1848 Mitglied des demokratischen Centralsaus- schuffes), praktischer Arzt, wohnt Nr. 252 William-St.; tägliche Officestunven von 121 % Uhr Mittags. Bay er'sch es Bier" wird von allen Seiten an ge­kündigt tu derbayerschen Bierhalle" bei Schwalbe (aus Leipzig?), imLagerbier keUer," das Seibel 4 Cents (1'4 Sgr., jedenfalls nachgemachtes, vielleicht Friebe'sches oder Webcrbauer'sches u. s. w. Wer Geld braucht und noch Etwas zum Versetzen hat, für den eristiren zwei Pfandhäuser; beide kündigen sich als deutsche" und alsprivilegirte" an, das eine von John M. Davies, das andere von A. Aoolphus. Men sieht aus bietet Annoncenlcse, daß Rew-Uork dem Deutschen ganz deutsch vorkommen wird; ist Al­les da, n u r v o np o l l z e i l l ch e n B e k a n n t in a ch- uugen" haben wir keine gefunden.

Geld-Sortrn

nach bem Sraiiffurter CourS vom 20. Juni 1851.

Neue LouiSd'or . Pistolen . . . . bitto Preuß. . . Hoil. 10 fl. Stucke Rauv - Ducuteu . . 20 FruufenNucke Gugi. Seeerechns . Geir al Maree Preuß. Tauler . . 5 giankeu-Thalei .

Hoch Null g Si l bi r .

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B e f a 11 11 t ui a ch ii ii g c n.

Geborne, Proclamirte, Getraute und Gestorbene in der Stadt

Wiesbaden.

Geboren. Am 19. Mai, dem h. B. u. Schneidermeister Philipp Christian Veit ein Sohn, N Georg Karl Heinrich Ludwig. Am 25. Mai, dem Lehrer Gustav Zehrung eine Tochter, N. Katharine Elise Wilhelmine Hermine Ida. Am 25 Mai, dem Schuhmacher- meister Johann Philipp Guthmann, B. zu Ädolphseck, ein Sohn, R. Ernst Hemrech Emil

Proclamirt. Der h. B. u. Schneidermeister Friedrich Wilhelm Stritter und Katha­rine Margarethe Henriette Brühl, ehl. led. Tochter des Schueidermelsterö Ludwig Christian Brühl zu Usingen. ,

Copulirt. Am 15. Juni, der vcrwitlwrte h B. u Schuhmachcrmclster Johann Zacha- riaS Christ uud Kattarine Philippine Wilhelmine Schmidt. Nm 15 Ium, der h. B. u. Land­jäger-Wachtmeister Karl Leonardi und Mar.e Susanne Elisabethe, geb. Schildknecht, verwiltwete

Tbamerus.

Gestorben. Am 14 Juni, Wilderich Wilhelm Karl Mar, deS Herzogl. Hofgenchts- ratheS Friedrich Wilhelm von Bierdrauer-B.reunstein Sohn, alt 2 M. 4 T. Am 15. Juni, Ludwig Georg Aßmann, Äaufmai N, des H. B. u. Kaufmanns Johann Christian Aßmann Sohn, alt 23 I. 7 M. 23 T. Am 15. Juni, der General Um>nski, alt 75 J. Am 16. Juni, Therese Hatzmann von Schlangenbad, alt 46 3 Am 16 Ium, der Taglohner Johann Stritter von Dorchheim, alt 39 J. Am 18 Juni, Clara Luise Feger, genannt Hatzmann, des b. B. u. Tagtvhners Johann Feger Tochter, alt 16 J. 3 M. 15 T. - Am 19 Juni, der Herzog.

Archivar Joseph Schiffner, alt tt4 I. > M. 9 T.

(66b) In der H. W. Ritter'sch n Buchhandlung in W.esladen ist zu dabcu: Das goldene Familienbuch

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