Einzelbild herunterladen
 

Prafk dkö ^tmM, brr ihnen gegenüber sieht, unter» schätzten, während die eigenen in mancher Beziehung zu hoch angesiMgen wurden; deßyal^übkiltß sich auch fast Alles der günstigsten Erwartungen, und die wieder­holt eingetretenen NnglücksMe mußten die Statt ge­habte Selbsttäuschung später um so unangenehmer Machen. Her „Merkur" pofft indeß, daß oie jüngsten Ereignisse eine völlige Heilung von jener großen Fehler bewirkt haben, und wohl Niemand öc weifte mehr, daß man es Mit einem einsichtsvollen, in seinen Maß­regeln höchst energischen und Nichts schonenden Feinde zu thun habe. z Die Dänen werden dies sicher mit vielem Selbstgefühle lesen.) Der Artikel in „Hamb. Cor " weist die „hier und da bereits versuchten Bestrebungen, Mistkarren gegen General Willisen zu erwecken", nicht nur in Ausdrücken der größten Hochachtung für ihn mit Entschiedenheit zurück, sondern macht auch auf die G fahr aufmerksam, „daß, wenn es etwa gelingen sollte, mir dem Mistrgukn gifte auch die Armee anzustecken, unb der Mann, welcher für die schleswig-holsteinische Sache sein Alles aus das Spiel gesetzt, nur Kränkun­gen statt der verdienten Anerkennung amte, er sich ver­anlaßt sehen könne, ihr abtrünnig zu werden." Welch pi i Verlust für — die Dänen, welche allerdings „höchst einsichtsvoll" operiren, so lange sie in diesem "Diploma­tengeneral einen so zuverlässigen Helfershelfer haben. C K fein Wechsel im Oberbefehl und in der Statthal­ter,chaft erfolgt, ist auf keinen Erfolg zu hoffen; dieser Wechsel wird aber nicht erfolgen, folglich ist Schleswig für Deutschland verloren; es stirbt au der Gotha,scheu Krankheit.

Republik Frankreich

* Ports, 23. Oktober. Der Moniteur bringt zwei Depeschen, wodurch Schramm zum Kriegsminister, .pautpoul provisorisch zum Gouverneur von Algerien ernannt wird. Diese provisorische Ernennung soll dem General einestheils die Neuwahl, der er sich bei einer definitiven Ernennung unterwerfen müßte, er­sparen , rheils aber will man wissen, er werde gar n cht einmal nach Algier gehen, sondern nach Persignys Rückkehr von Berlin dorthin als Gesandter geschickt werden. Dieser Austritt aus dem Kabmet wird all- ß wein gelobt, da Hautpoul bei allen Parteien miß- ! kbig ist, selbst bei den Elyseeblättern ; bemerkenswerth tjl aber, daß er die spezielle Gunst seines Kameraden

Von iS in FSge des gestrigen Zankes keineswegs ver­scherzt hat, da dieser fpon wieder ganz Reue ist und die Bonapartisten Alles aufbieten, diesen Rücktritt nicht als eine Konzession gegen Changarnier erscheinen zu lassen: dieser Vorfall, behaupten sie, verändere in der Stellung des Präsidenten gegen Changarnier nichts. Auch wird erzählt, Herr Louis habe sich zu Hantpouls Sturz erst auf die Drohung zweier andern Minister, daß sie sonst austreten würden, entschlossen. Schramm ist ein tüchtiger General, aber als Politiker eine Null; Changarnier kann in dieser Beziehung also zufrieden sein.

Großes Aufsehen macht ein zuerst iu einem Pro­vinzialblatt erschienener und heute in allen bedeuten­deren Journalen adgeorucktes „Manifest der mili­tärischen Linke n", das man für den Ausdruck der Cayaignac'fcheu Pläne hält. In dem Manifeste er­klärt Cavaignac, er werde sofort nach Eröffnung der nächsten Session in Uebereinstimmung mit Lamon- ciere als Vertheidiger der Verfassung austreten und und für den Fall, daß die Majorität der National- Versammlung eine Versafsuugsrevision ohne die in der Verfassung selbst vorgesehenen Normen detretiren würee, einen Aufruf an die Nattsn erlassen. — Die Thiers- partel soll mit der Montagne wegen Abschluß einer Koalition in Unterhandlung stehen. — Montalembert ist nach Rom, Larochejacquelin auf Einladung Cham- dvrv's nach Frohsvorf geeilt.

Börse: Die deutschen Wirren fangen an dieGeld- männer ernstlich besorgt zu machen: 3pCt. 37,50 (Baisse 45 C); 5pCr. 92,90 (Baisse 65 C.); Bank­aktien 2,300 (Baisse 5 Frs. ) — (London 22. Okto­ber- Couf. 97.)

Italien.

Turin, 18. Octbr. (Köln.Z.) Aus der weiteren Mittheilung des „Risorgimento" geht hervor, daß die Stellung des Hrn. Pinelli in Rom eine äußerst pre­käre gewesen sei. Der Papst wies die Hauptpunkte des Plntlli'schen Mandates von vornherein entschieden zurück und weigerte sich, Hrn. Pinelli in seiner Eigen­schaft als Gesandter des sardinischsn Hofes zu empfan­gen. Letzterer hat sich aus Rom fortbegeben, ohne ein­mal eine Privatandlenz bei dem Papste nachzusuchen, um sich zu verabschieden. Durch die Abreise des Hrn' Pinelli aus Rom, meint der „Risorgimento", ist die

picnwntefüche Frage weder verwickelter geworden noch vorgeschritten; sie steht auf demselben Punkte, w o sie vor der Abreise des sardinischen Gesandten aus Turin stand. Obgleich hier das allgemeine Loosungswort ist: mit Rom ist jede Aussöhnung unmöglich — so will es doch scheinen, deß das Turiner Cabiuet eine Wieder­aufnahme der Unterhandlungen mit der päpstlichen Curie nicht gänzlich aufgegeben hat.

* Die neuesten Nachrichten aus Turin melden offiziell, daß das Parlament am 5. November eröffnet wird.

Türkei.

Constantinopel, 10Okt. (Tel.Dep.) Sir Strat­ford Canning ist nebst Familie abgereist. — Die türkische Flotte ist am 3. D. im Bosphorus eingelaufen. — Aus Athen sind Depeschen für den Geschäftsträger Rußlands, Tito ff, eingelaufen.

Griechenland.

Athen, 15. Okt. (Tel. Dep.) In Missolungh ist Maurokordato einstimmig zum Depntirten er­wählt worden. Iu Athen wird wahrscheinlich Metar a gewählt worden.

Handels- und Börsennachrichten.

Frankfurt, 24 Okt. (O.-P.-A.-Z.) Die flaue Tendenz blieb auch heute während der Dauer der gan­zen Börse vorherrschend; nur wenige Verkäufe, die ge­schahen, waren hinreichend aufs neue die Cours herab- züdrucken, namentlich waren österreichische Fonds wiederum stark angeboten. 5pCt. Met. blieben Tß’Apßtv ö'/zpCt. Met. 66V«pCt., Wienerbank- aktien 1128 fl., 500 fl. Loose zu 152^pCt. zu haben, 250 fl. Loose 96%p(St., nach der Börse wurden benannte Fonds noch unter besagter Notiz ver­handelt, da erst spät eine neuere niedrigere Wiener No­tiz vom 23. d. M. durch den Telegraph bekannt wurde. Alle übrigen Papiere, sowie süddeutsche Obligationen folgten größtenteils dem Impuls der österreichischen Effekten und waren zu niedrigern Preisen als gestern zu erhalten. In sämmtlichen Eilenbahnacten fand wenig Bewegung noch Coursver- änderung statt, Friesrich-Wilhelms-Nordbahn bleibt 48 yti pCt., Bexbacher 78 pCt., Köln - Minden 97 pCt, Taunus 303 fl.

(1320)

Maiuz, Schustergasie C. 96

Pariser Mantel in reicher Auswahl und den geschmackvollsten Faxons, sowie mein für gegenwärtige Saison wohl a^foetirtes Waarenlager, erlaube ich mir hiermit bestens zu empfehlen. , feCST Die Patrons der Mäntel, Paletots, Talma s re. re. stehen meinen geehrten Abnehmern bereitwilligst zu Diensten.

€• Fr. Winter«

(3. S. Willms.)

Mainz, Schustergasse C. 96.

e Die galvano elektrischen Ketten

von

(>»> j. , Goldberger

üuö seit ^jahr und Tag tausendfach bewahrtes Heilmiliet gegen nervöse, rheu­matische und gichtische Leiden aller Art, als: Gesichts-, Hals- Iiiid Zahn­schmerzen, Kopf-, Hand-, Knie- und Fußtzi'cht, Ohrensiechen, Harthöriqkeit, Dau­sen und Fransen in den Ohren, Brusi-, Rücken- und Lendeniveh, Gliebe reißen, Krämpfe, Lähmun­gen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit rc. und werden nach wie vor in Wiesbaden nur allein bei Carl heyenaecker in ihrer ursprünglichen, bisher unübertroffenen Form und Zusammen­stellung acht und zu den festgestellten Fabrikpreißen (a Stück mit Gebrauchsanweisung 1 Thlr., stärkere 1 Thlr. 15 Sgr., einfache Sorte lö Sgr., in doppelter Conftruction (gegen veraltete Uebel anzuwenden) a 2 Thlr. und 3 Thlr. verkauft. Diese Goldberger'schen Ketten find patroni- ficirt von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich

und concessionirt von den

Hohen Ministerien der Medicinal-Angelegenheiten in Preußen und in Bayern, ebenio sind sie geprüft und empfohlen von der

Medicinischen Facultät in Wien und von vielen hundert renommirten Aerzten aus den verschiedenen Ländern Europa'«; es verdient daher dieses berühmte Heilmittel mit vollem Rechte das Vertrauen, welches man ihm schenkt. Eine gedruckte Bkochüre mit mehr denn Eintausend amtlich beglaubigten Attesten über die heilkräftige Wirksamkeit dieser leicht anwendbaren elektrischen Ketten von achtbaren Personen aller Stände wird in dem obenbenannten Depot un- entgeldlich ausgegeben.

(1069) In der H. 28. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist vorräthig:

Ledru Rollin, von dem Verfall Englands. Aus dem Fränzösischeu übersetzt von Friedrich Schütz. I. Band 3 fl. 30 fr.

Frankfurt.____ Cours der Staatspapiere. Schluß der Börse.

Leu 24. Oktober i^âv.

pCt. ] Papier

Geld

Den 24. Oktober W5O.

pEl.

Papier

Geld

L qterreia

Preußen

Bauer»

W . emb.

Baden n

W

Metalliqurc- Obligationen ....

Wiener Bauk-Actie»..... 500 fl. Lovie........

250 fl. L.osc von 1839 . . . . Belhmänilische Obligationen . . .

50 Thaler Prämicu-Scheiue , . . Staars-Schuld-Scheiue a 105 . . Obligationen........ Bexbacher Eiftubahu-Actien . , . Obligakiouen . .......

Obligationen........

Lotterie-Anlebeu a 50 fl. von 1840 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . . ,

5

1%

4

3

2%

3

4

17.

3% 3%

4% 3% 5

3%

76% 66% 59% 45

40% 1138

152% 95%

123% 86

84% 78% 98

82% 101%

80% 52% 31%

76% 66% 59

44'/, 40%

1128

95%

72%

85% 83% 78

97%

82

100% 80% 52%

31%

Darmstadt ff

W

Kurhessen

Nassau

Frankfurt

Holland

Spanien Polen

[ Sardinien

Obligationen........

Lotterie-Anlehen von 50 fl. . . . 25 fl. Loose........ Friedr.-Wilh.-Rordbahn ebne Zins. 40 Thaler Loose bei Rothschild . . Obligationen........ Obligationen bei Rothschild . . .

ditto 25 fl. Loose . .

Obligationen........

ditto von 1839 ....

ditto , von 1846 ....

TannuS-Eisenbahn-Actien â 250 fl. . Jnlegr.-Obligationeu..... Syndicats......... Innere Schuld neue Obligationen . Lotterie-Loose 300 ......

ditto 500 ......

36 Frs. Loose bei Gebr. Bethmann

3% 4

4%

4

5

3%

3

3% 3%

2% 3% 3

85 89% 95% 78 28

41% 32

103 86% 26 81% 93%

90% 305

56%

34%6

81% _33%

84% 88% 94% 77% 27% 41

31%

102% 85% 25% 80% 92% 1)0%

303 ö6% 88 331%6 137

81% 33%

Cours der Wechsel.

Den 24. Oktober.

Kurze Sicht

Zwei Monat

Gold- und Silber-Sorten.

fl.

fr.

Briese

Geld

Briese

Geld

Neue Louisd'or............

Friedrichsd'or.............

Ducaten..............

20 Frank-Stücke ...........

Holländische 10 fl. Stücke........

Englische Souverainè ..........

Laubthaler .............

Preußische Thaler...........

5 Franc-Thaler............

Hochhaltiges Silber .........

11

9

5

9

9

11

1

2

24

(Fr

5 55 36 28 46% 50

45 21 30

f. 3.)

Amsterdam, wo st. Crt. . . . Augsburg, 100 fL Lrt. . . , Berlin, 60 Lhir...... Bremen, 50 Nlhii. in Louisd'or. Hamburg, 100 Mrk. Bco. . . . Leipzig, 60 Thlr......

„ in der Messe .... London, 10 Livr. St..... Lyon, 200 Fr....... Paris, 200 Fr. ..... Mailand, 250 Lir. Austr. . . . Wien, in 20r 100 fl. C.-M. . .

........

119'/, 105'/» 97'/, 88'/.

105'/«

119

94%

99'4

99%

88

118% 94 94%

»8%

87%

99%

118%

2%

Bcrantwortticher Herausgeber und Verleger C. Ritter. — Druck der E. Ritter'schen Buchdruckerei.

(1331) Die Nass Allgem. Zeitung berichtet in ihrem belletristisch en (!) Beiblatt Nr. 241: „Im DorfeS seien von einem Manne int Jahr 1848 den Ochsen des vormaligen D orfschulzen die Schwänze abgeschnittcn wor­den u. s. w." Schade für die Schwänze! — wenn sie nämlich verloren gegangen wären; sie sind indessen, wenn auch etwas plump ge­striegelt, doch wenigstens mit schwerem Behang der Nass. Allgein. Zeitung neulich ohne Wei­teres wieder aufgebundcn worden.

Wie man sich vertraulich erzählt, soll die Allgem. Zeitung sogar auch die Hörner sich, im Stillen auf die Seite gebracht haben!

Nix für ungut!

Westerwälder Dialcct!

Wohnung zu vermiethen

in Biebrich a. NH.

In der Behausung des Herrn Adolph Fischer in der neuen Kasernenstraße ist der erste Stock, bestehend aus 4 geräumigen Zim« mern mit Küche, Bodenkammern und sonstige» Bequemlichkeiten zu vermiethen und Anfangs. Oktober zu beziehen. Näheres im Hause selbst, zu erfragen. (1332)

(1326) Ein hier in Kondition stehender junges- Commis sucht seine jetzige Stelle gegen eine- andere zu vertauschen, am liebsten in einer Co- lonialwaarenhandluug. Näheres in der Erped. d. Bl.

(1329) Friedrichstraße Nr. 15 ist ein möblir-- teS Zimmer mit (Sabinet zu vermiethen..

(1327) Mehlwürmer sind in der Bäcker- Herberge zu haben.