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irnt sind entschlossen, sich nicht mehr von ihm täuschen zu lassen, sondern mit bewaffneter Macht gegen Bug- naluka zu ziehen, dem Statthalter den Einzug in die Kraina zu verwehren und ihn zu zwingen, daß er ih- üen die beOBihac versprochene Steuerfreiheit gewähre.

T ü r k e i.

Ksnstantinopkl, 15. Februar. Nach derKron- siädter Ztg." soll der Arzt,^welcher Bern behandelt, demselben gleichfalls mit Gift, das er in den Kaffee gemischt, nach dem Leben getrachtet haben. Bern sei rechtszeitig dahinter gekommen und habe den Arzt ge­zwungen den Kaffee selbst zu trinken, worauf derselbe nach einigen Stunden gestorben sei.

KepubLik Frankreich.

Paris , 22. Febr. (Mz. Z.) Die Patrie meldet, das Lvais Blanc und Leden Rollin eine Audienz bei Lord Palmerston gehabt, welche die beiden Flüchtlinge befriedigt haben muß, weil sie unmittelbar hierauf an die sozialistischen Journale Frankreichs die Weisung ab- fchicklen, Lord Palmerston in den anglo - griechischen An­gelegenheiten zu schonen.

Das Unteeriwlogesi!) trägt bereits seine Früchte. In Valenticnnes erwartet man die Eruchlung einer Jesuitcuschule, um das Kollegium dieser Stadt im Schach zu halten.

Paris, 23. Februar. Wegen der Wahlen des 10. März liest man jeßt Glaubensbekenntnisse und politische Aufrufe an den Straßenecken. Der Prokurator Der Republik bei dein Tribunal der Seine erster Instanz bringt deswegen heute in Erinnerung, daß das Gesetz vom 10. Dez. 1830 in Art. 1 auf eine bestimmte Weise jedes Anschlägen von Zet-eln verbiete, welche politische Gegenstände behandeln.

Vor einigen Tagen, als der Präsident der Republik eben eine Revue über zwei Bataillons im Hofe des Luxemburg abgehalten hatte, stellte sich ihm ein junger Mann entgegen, der aus einer Gruppe von Bufebau m hervortrat und rief:Es lebe die demokratische und sociale Republik !* Er wurde wegen aufrührerischer Re­den verhaftet.

Die Sentinckle du Jura bestätigt, daß Hr. Mazzini die Schweiz verlassen und auf seiner Reise nach London iSous-le-Saulnier berührt habe.

Chenu sonnte für seine Memoiren Anfangs in ganz Paris seinen Verleger finden, bis ihm der Gedanke kam, sich an die antisvzialistische Propaganda zu wenden.

Gestern AbcnV fand im Hotel der Mad. Ledru- Rollin eine Vereinigung der Dclegirlcn des soziatischcn Wahlkomites statt, welche um 7 Uhr Abends begann uni) bis heute um 11 Uhr Vormittags dauerte. ES waren 223 Delegirtc anwesend. Eine große Anzahl von Kandidaten trat auf. Die Herren F. Vidal und Carnot wurden als Kandidaten proklamirt.

Spanien.

Madrid , 18. Febr. Die Kammern wurden heute geschlossen. '

Italic ß.

Rom , 13. Febr. Unter diesem Datum wird dem 9t nomUe geschrieben: Eine tiefe Betrübniß erfüllt unsere Stadt. Mehr als 500 Personen ans den vor­nehmsten römischen Familien stur im Laufe von 24 Stunden verhaftet worden. Kaum war die Verordnung des französischen Generals erschienen, welcher zufolge die Waffcnvèrheimlichnng mit Tod bestraft wird, als eine Wache ermordet worden sein soll. An demselben Tage sollten dem Vernehmen nach zwei Familienväter erschossen werden. Sowohl die französische als die römische Polizei fahnden fortwährend und zwar bei hellem Tage auf die in öffentlicher Straße sich zeigenden Personen.

In Vknediq wüthet Die militärische Untersuchungs- kommission gegen Alle, die sich an der Revolution be- I Heiligt haben. Lloyd erzählt u. A.: Ein bejahrter (ich glaube 68jähriger) Mann hatte ein werthvolles Stilet, das er aus dem einzigen Grunde nicht ablie­ferte, weil er Dasselbe für keine verbotene oder gefähr­liche Waffe hielt, während es ihm auch sehr leid that, sich Dieser kostbaren Waffe zu entledigen, was schon aus dem Umstande hervorgeht, durch welchen Die : Sache entdeckt wurde, und vors Gericht kam. Der Besitzer Dieses Stillets fand sich nämlich in Geldver- legenheit: und schickte dasselbe durch Jemanden ins * Versatzamt, um darauf Geld zu bekommen. Natür- i licherweise wurde das betreffende Individuum angehal- I ten und sogleich der Behörde angezeigt. Hätten beide i dabei beteiligten Individuen verbrecherische Absichten ' gehabt, oder ihre Strafwürdigkeit geahnt, so würden sie gewiß ihr Unglück vermieden haben denn das Kriegsgericht verurtheilte den Eigenthümer zu zehn, (eigentlich ward er zum Tode durch Pulver und Blei condcmnirt , und vom Gouverneur begnadigt) und denjenigen, der das Stillet ins Versatzamt trug, zu zweijährigem Festungs-Arreste. Mit der Einhebung der Kriegs-Contributionen wird man bald fertig wer­den. Nur (!) die ßompromittirten wurden in der Regel tarirt. Manche müssen 100,000, 200,000 Lire , und noch mehr zahlen. (Den Ausschlag gibt ; in der Regel die Polizei.) Zur Einhebung der Kriegs- I steuer ist in jeder Provinz ein . Beamter unter dem Titel:Primo Euratore" aufgestellt.

S ch w e i z.

Zürich, 13. Februar. Alles was bis jetzt in Po­lizeikunst geleistet ist, wurde vor einigen Tagen von unserer republikanischen Negierung übertroffen. Niko­laus Hertz gen 5 (fünf) Jahr alt, taubstumm, ist ausgewiesen worden! Wenn tote ungläubig den Kopf schütteln, und mich für einen Satyriker halten, so kann

I «ch es Ihnen nicht übel nehmen. Es ist aber wörtlich ) wahr. Das fünfjährige Kind des russischen Barons von Hertzgeu, welches einem hiesigen therapeutischen Institute übergeben wär, ist ausgewiesen worden, weil der in Paris lebende Vater ein rother Republika­ner sei, und man nicht wissen könne, zu welchen ge­fährlichen Umtrieben das taubstumme Kind benutzt wer­den könne. Solches geschah im Jahre 1850 nach Christi Geburt. Wie wird der betreffende Spion, der der hiesigen Behörde diesen schlauen Nath gab, gelacht ha­ben, als er sah, daß der freie schweizerische Blödsinn in die Falle ging. (W. Z.)

Amtliche Nachrichten.

Dem provisorischen Lehrvikar Müller von Cla- renthal und dem Lehrgehülfen Fiedler an der 3M Abtheilung der Elementarschule zu Wiesbaden sind die dafigcn SchulstcUen Definitiv übertragen worden.

E v k t ä r H g.

Da mir ein gewisser in Der Nähe als Correspou- dent (H- Bon Der Lahn) in Nro. 43 derFreien Zeitung" durch falsche Behauptungen meinen guten Namen zu beschmutzen sucht, so sehe ich mich zur Be­seitigung eines jeden Mißverstäudnißes veranlaßt, schließlich nachstehendes Zeugniß zu veröffent­lichen.

Niedertiefenbach, 22. Februar 1850.

Brandt, Lehrer.

Zeugniß

Ich bekenne hiermit, daß am 21. Januar ds. J. mein Sohn Johann in guten Obern auf mein Geheiß für die Frau des Herrn Lehrers Brandt mach Obertiefenbach ging und nicht den mindesten Schaden durch diesen Gang erlitt.

Johanne Wagen bach Wittwe.

Für die Uitterstützung bedürfenden lleberschwemm- ten in den Nassauischen Rheinorten sind bei Erpedition der Freien Zeitung folgende Beträge Angegangen, welche sofort durch Vermittlung des Herrn' Carl Habel dem Ort ihrer Bestimmung überwiesen worden:

1) durch den Vorstand der freien christlichen Gemeinde zu Mosb.-Biebrich von F. Lohn 10 fl. 51 kr.,' F. Brei­tenbach 7 fl. 45 kr., Kath. Böhler, Marie Laur, Chri­stine Griffelder und Friderike Clarmann 3 fl. 22 fr. C. Heim 24 fr., Dussel 24 fr., Kappes 30 kr.' 23 fl. 19 fr.

2) von den vereinigten Cigarren -Arbeitern zu Biebrich mit dem Motto: Liebet Eure Nächsten wie Euch selbst 5 fl.

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

Wekauntmachungeu.

(171) Durch die bei den Dein Publikum bereits bekannten Projekte, eine Eisenbahn von Wies­baden durch das Hcrzogibum Nassau über den Westerwald uach Deutz, sowie eine solche von der Mainweieibahn von Giessen durch das Lahmhal nach Koblenz zu bauen, ist ein drittes Projekt wieder neu ins Leben getreten, nämlich eine solche von Wiesbaden über Biebrich längs des Rheines nach Deutz-Cöln zu bauen und ist hierfür in der am 13. d. MtS. zu Eltville übgehaltenen Versammlung bereits ein Comite gebildet worden.

In der zweiten heute dahier deßhalb abgehaitcncn Versammlung sind nun solche gewich­tige Gründe ep'.wtckelt rovrven, welche dafür sprechen, daß diese letztere Hahn eine Hauptver­bindungsbahn des Haitdcls zwischen dem Süden und dem Norden des Coniinents werde, und sich sowohl wegW der'zu erwartenden Pcrsonenfrequenz, als wegen des Waarentranspvrtcö,

vorzugsweise rentiren werde, daß der Beschluß gefaßt worden ist, eine weitere Versammlung auszuschreiben, an welcher sich auch die Bewohner des unteren Rheines beteiligen möchten.

Es soll diese Versammlung, zu welcher bereits Herr Ingenieur Ubachs und im Ver­hinderungsfall desselben Herr Ingenieur Dümmler zugesichert hat zu erscheinen,

Sonntag, den 3. März L I., Nachmittags 1 Uhr

in dem Saale des Darmstadter Hofes zu Rübesheim abgehalten werden, und werden alle diejenigen, welche sich für diesen wichtigen Gegenstand interessireu, hiermit eingeladen, da­bei zu erscheinen und sich vorher über das Sachvcrhältniß, namentlich über zu erwartende Ren­tabilität, in ihrer Gegend soviel als möglich zu informiren.

Eltville, den 22. Februar 1850.

Das C o in i t ö

Joh. Jung. Joh. B. Cratz.

Gratz. Baus.

_______ F. Lade.

Muß der Börse.

Cours der Staatspapiere.

Den 25. Februar 1850.

pkt.

Papier

Gcid

Den 25. Februar 1850.

pkt.

Papier

Geld

Oesterreich

Preußen Bayern Würtemb.

Baden

Mrtalliques Obligationen .... ff " *

Wiener Bauk-Aclien..... 500 fl. Loose...... .

250 fl. T. ose von 1839 .... Beihmânnische Obligationen . . .

50 Thaler Prämien-Scheinc . . . StaatL-SchnlD-Scheine a 105 . . Obligationen........ Bexbacher Eiscnbahn-Actien . , . Obligationen........

Obligationen........

Lotterie-Anlehen ä 50 fl. von 1840 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . . .

5

4% 4

3 2%

3

4

47t

3% 3%

4% 37»

5 3%

82% 71% 63% 48% 43

1150 142%

91%

77

88% 817« 827, 95% 81% 99% 78%

> 52% I 32%

82% 71% 63 47%' 42%

1140 141%

91 ' 67

103 1 88 80%'

82 94%;

81% 99%' 78%;

32%l

Darmstadt

Kurhefsen Nassau

Frauksurt

Holland

Spanien Polen

Sardinien

Obligationen........

Lotterie-Anlehen von 50 fl. , . . 25 fl. Loose........ Friedrich-WilhelmS-Nordbahn . . 40 Thaler Loose bei Rothschild . . Obligationen........ Obligationen bei Rothschild . . .

ditto 25 fl. Loose . . ,

Obligationen........

ditto von 1839 ....

ditto von 1846 . . . ,

Tannus-Eiseubahn-Actien a 250 fl. , Jntegr.-Obligatiouen..... Syndicats......... Innere Schuld neue Obligationen . Lotterie-Loose 300 ......

ditto 500 ......

36 Frs. Loose bei Gebr. Bethmann

3% 4 4%

4

5 3%

3 3% 3%

2% 37, 3

83% 90% 94% 71% 26% 43%, 32%

102% 84 23% 79% 94% 88%

302

55%:

29% 121

80% 33

83% 89%

94%

26% 43% 32%

102

83% 23% 79% 93% 88% 300

54% 86

29

79% 32%

Cours der Wechsel. Den 25. Februar.

Kurze Sicht

Zwei Monat

GolD- und Silber-Sorten.

fl.

kr.

Briese

Weld

Briese

Neue Louisd'or............ Friedrichsd'or............. Ducaten..............

20 Frank-Stücke

Holländische 10 fl. Stücke........

Englische SouveraiuS..........

Laubthaler .............

Preußische Thaler...........

5 Franc-Thaler............

Hochhaltiges Silber . .........

11

9

5

9

10

12

1

2

24

(Fr1

6 52

40

38 1%

3

45 21% 32

f. 2)

Amsterdam, 100 fl. krt. . . . Augsburg, IOD fl. krt. . . . Berlin, 60 Thlr. , . . . . Bremen, 50 Rthlr. in Louisd'or . Hamburg, 100 Mrk. Bcv. . . . Leipzig, 60 Thlr. _.....

in der Messe .... London, 10 Livr. St. ... . Lyon, 200 Fr ....... Paris, 200 Fr...... Mailand, 250 Lir. Austr. . . . Wien, in 20r 100 fl. C.-M. . . Disconto ........

100%

105%

98% 88%

105%

121

95%

95%

104%

loo1/« 119%

120%

94% 91

87%

120%

100

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1

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(168) Die bekannten Hs>. Lang'schen Blttt- reinigungs-Pillen sind einzig âcht in Com­mission zu haben bei .#. C. Mit Her in Rödelheim.

(52) Es sind Kapitalien in jeder Größe stets zu haben W durch Friedrich Schauß in Wiesbaden, Marktplatz Nr. 12.

(146) Meinen Freunden und Gönnern bier- mit die ergebene Anzeige, daß ich als Gold- und Silberarbetter die Anfertigung aller in dieses Fach einschlagender Artikel, sowie das Repariren zerbrochener Gegenstände über­nehme. Indem ich mich zu geneigtem Zu­spruch bestens empfehle, gebe ich zugleich Die Zusicherung der reelsten und promptesten Be­handlung. </o/t, Carl Fischer

in Wiesbaden, wohnhaft im Ritter.

(97) Bei J. Ricker in Gießen ist erschie­nen und in allen Buchhandlungen zu haben: Schmid, Leopold, über die jüngste Mainzer Bischofswahl.

Ein Beitrag zur Kirchengeschichte und prakti­schen Theologie unserer Tage, bestehend in Aktenstücken und einigen wenigen Bemerkun­gen dazu. Preis: 24 kr.

Carl Schappers Portrait ist zu haben bei fl. Schwenk, Gold­gaffe Nro. 11. (156)

Druck und Verlag der C. Ritter'schen Buchdrucker«.