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- - ■ ■ Britische Schiffe liefen in die chinesischen Ge- . fiel; doch konnten wir sie nicht dazu bewegen, die An-

S1T S VâfH«,-«n »MX wird ' Eifer' in BrrMjun« ** ^«äÄ ' ““ " “" "" “'"" '’""“"'""’ ^ "" '"' - - "- - -I ein• aber sie fanden slch bald von unbekannten Stam-

men und ganz eigenthümlichen internationalen Ver- ' hältniffen umgeben; und da die chinesische Regierung ;

nicht die Kraft hatte, die britischen Kaufleute, ihre Schiffe und Güter zu schützen, so wurden zu ihrer Vertheidigung britische Schiffe dort stationirt; aber den Kapitänen wurde durch mehrere Parlamentsakten ausdrücklich eingeschärft, nur dann sich in einen Kampf mit den Piraten einzulassen, wenn sie dieselben ein britisches Schiff wirklich angreifeN- | äheu oder in sol­chen Fällen, wo der Angriff der Seeräuber durch evi­dente Beweise außer jedem Zweifel liege. Die Ue­bung der Rache an den Seeräubern liegt natürlich den britischen Schiffen nicht ob, sie haben keine gesetz­liche Gewalt in jenen Meeren. — Run ^wird von vielen Augenzeugen und nach authentischen Schilderun­gen behauptet, daß viele von den Kämpfen, für die jetzt ein so enormes Kopfgeld verlangt wird, nicht un­ter jene Kategorie der Nothwehrgefechte fielen, sondern daß ein großer Theil derselben provozircnde Angriffs- kämpfe seien. Es wird demnach Untersuchung des Parlaments für die Vergangenheit und Sicherstellung gegen Uebertretung für die Zukunft verlangt. (R.-Z.)

Der wahre Grund dieses Geheuls ist ein ganz anderer.

dem Kanton eine ergiebige Finanzquelle geöffnet, die Stadt wird erweitert und verschönert; Fazy behauptet sogar, und nicht unwahr, diese Maßregel sei erst de Schlußstein zum Siege der Demokratie über die aU: Stadt-Aristokratie. Daß diese großen Vortheile dem radikalen Genf zu Theil werden, daß es gerade das verhaßte radikale Fazy'sche Regiment ist, welchem Genf fiele Vortheile verdanken soll, — das ist cs, was die Konservativen in einen so komischen Zorn versetzt. — Der Bundesrath hat eine Kommission bezeichnet zur Untersuchung über die Zülässigkeit oder Unzulässigkeit dieser Schleifung: Es ist jedoch nicht abzusehen, wo­rauf diese Commission sich stützen soll, denn der Be- f Muy des Nationalrathes, welcher dem Bunde die Competenz einräumt, die Abtragung von Feftuugswer- k.'n zu untersagen, ist vom Ständerath noch nicht bestätigt und bis er Gesetzeskraft erhält, werden die Genfer wohl längst fertig sein. — Die Regierung von Bern will jetzt die Flüchtlinge zu einer längst noth­wendigen Straßenkorrektion in der Gegend von Prnn- trnt und Delsberg verwenden, und zu diesem Zweck einen Kredit von 35,000 Fr. beim Gr. Rath bcantra- gen. — Der bekannte Fickler hat sich nach seiner Entlassung in die Schweiz begeben, und gedenkt sich, falls der Bundesrath es ihm gestattet, hier aufzuhal­ten, bis er vor das Gericht, dem er sich gar nicht

entziehen will, gerufen wird.

Großbritannien.

London. Es ist vor einiger Zeit von den gefahr­vollen und blutigen Kämpfen berichtet worden, die die englischen Kriegsschiffe gegen die Seeräuber in den chinesischen Gewässern zu bestehen haben. Da die Re­gierung des himmlischen Reiches zu schwach und ener- , giekos ist, um den verwegenen Räubern gegenüber zu treten, so fällt die ganze Last dieser undankbaren Ar­beit auf die britischen Schiffe, die, wie gemeldet, nicht immer glücklich, ja oft mit den größten Verlusten aus den Kämpfen zurückkchren. Als Entschädigung für das Aussetzer; des Lebens bei solchen Gefechten kann die Schiffsmannschaft nach dem Gesetze ein sogenann­tes Kopfgeld beanspruchen, das oft zu sehr bedeuten­den Summen anläuft. So sind jüngst erst der Mann­schaft des „Samarang" 30,000 Pf. Sterl. Kopfgeld . . „

prahlt worden; jetzt fordert Kapitän Farquhar mit die Erscheinung ver .Apollonia Jagello zusammen. - Zustimmung des Admiralitäts-Hofes in Singapore Diese ungarische Heldin, die in mehreren schlachten

20,700 Pf. zu demselben Zwecke; und zwei andere Schiffe sind im Begriff, ebenfalls Ansprüche auf 30,000 Pf. zu machen; dies macht also in kurzer Zeit die Summe von mehr als 80,000 Pf. Bei so enormen Kosten ist es natürlich, daß man genauer in die Na­tur der Piratenfeldzüge eingeht, und ihre Recht- und Zweckmäßigkeit prüft. Ihr Ursprung ist einfach fol-

Am e r è k a

— Ueber die Ankunft ungarischer Flüchtlinge in New-York berichtet der „New-York-Heralv" Folgendes: „Am Sonnabend, (15. v. M.) landete hier das schöne Dampfschiff „Hermann" Capitän Grabtrce, vom Bre­mer Hafen und brachte uns den General Grafen Ujhazy (Wehazy), ehemals Civilgouvernenr von Komorn, Apollonia Jagello und andere ansgezeichnete ungarische Flüchtlinge. 1 Sonntag früh strömte eine ungeheure Menschenmenge an Bord des Schiffes, um sie zu-> em­pfangen und sie in die Wohnungen zu geleiten, die zuvor für sie in Bereitschaft gesetzt worden. Der Be­richterstatter hatte das Vergnügen, ihnen vorgestellt zu werden. Der General Ladislaus Ujhazy ist ein alter, ehrwürdiger 60jähriger Mann. Sein Benehmen ist einfach und freundlich, und hat dennoch die Grazie sei­nes Standes. Früher war er einer der reichsten Grund­

besitzer, aber durch Konfiskation hat er Alles verloren. ■ Seine Familie gleicht ihm ganz an Adel des Beueh- ! mcnö.^ Indessen drängte sich das Hauptinteresse in

für die Freiheit ihres Vaterlandes so tapfer mitge­fochten hat, ist eine 24jährige Dame, schön, blühend, von gefälligem Benehmen und mit allen Reizen edler Weiblichkeit ausgestattet. Gewiß würde Niemand, der diese zarte Gestalt sähe, glauben, daß sie oft im Schlacht- getümmel dem Feinde Tod drohte, und daß so man­cher österreichischer Krieger durch ihr blitzendes Schwert

zahl der von ihr Getödeten anzugeben. In der Zeit der Waffenruhe übte sie in den Hospitälern die zärt­lichste und aufopferndste Krankenpflege. — Am Abende der Ankunft wurde den Fremden eine glänzende Se­renade von einem 60 Mann starken Sänger-Chore gebracht, das größtentheils aus Deutschen bestand. Natürlich wurden nur ungarische National-Lieder ge-

sungen.

Frankfurt, 7. Januar, Abends. Telegraphi sche Depesche der geeinigten Frankfurter- Blätter. Berlin, 7. Januar. Die Regierung überreichte der zweiten Kammer den mit den Fürsten abgeschlossenen Staatsvertrag, betreffend die Ueb er­gäbe beider Hohenzollern an Preußen.

Erklärung.

' Dillenburg, 5. Januar. 1850. In Rum. 298. der nassauischen allgemeinen Zeitung wird Einiges von Weilburg aus mitgetheilt, was „dem allgemeinen Ver­nehmen nach" und „Wie man sich erzählt" in der von mir in der Untersuchung gegen die Herrn Wimpf in Weilburg wegen angeblich gegen preußische Mili- tärpersonen verübter Ehrenkränkungen eingereichten Vertheidigungsschrift enthalten sein soll, und daran die Aufforderung an die angeblich „angegriffenen" Ge­richts- und Verwaltungsbehörden geknüpft, „ihre Ehre gegen solche Verdächtigungen zu wahren".

Ich will nicht untersuchen, ob jene Mittheilungen über den Inhalt der Vertheidigungsschrift befugte oder unbefugte sind, stehe vielmehr bereit, jenem sich dafür interessirenden Correspondenten auf Ansuchen dieselbe zur Einsicht zu stellen und das darin Enthaltene ge­gen Jedermann zu vertreten.

Ich glaube indeß, das; unsere Verwaltungsbehör­den jenes Ritters zur „Wahrung ihrer Ehre" nicht bedürfen, und habe von unsere Rechtspflege, die ich kenne und achte, einen viel zu hohen Begriff als daß ich annehmen könnte, es werde sich ein nassauisches Gericht unb insbesondere das hiesige Herzogl. Hof- und Appellationsgcricht, jemals aus Grund einer sol­chen anonymen Denunziation herablassen, das gute Recht der freien Vertheidigung zu verkümmern.

Karl Braun, Hofgerichtsprocurator.

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

Bekanntmachungen.

(Sebowte, Proelamirte, Getraute und Gestorbene in der Stadt Wiesbaden.

Geboren. Am 2. Dezember, dem Herzogl. Ministerialrathe Wilhelm Ludwig Georg Franz August Kraft ein Sohn, N. Wilhelm Franz Heinrich Karl August. — Am 3. Dezember, dem Her- ,eai. Regierungsrath Ludwig Christian von Rößler eine Tochter, N. Karoline Maximiliane Louise. — Am 11. Dezember, dem H. B. und Tüncher Valentin Karl Neumann ein Sohn, N. KailHein- ,ich. — Am 11. Dezember, dem h. B. und Tüncher Peter Friedrich Funk ein Sohn, R. Georg Wilhelm. — Am 30. Dezember, dem H. B. u. Mühlbesiyer Herz H-rrheimer eine Tochter, N. Amalie.

Proclamirt. Der H. B. und Schreiner Johann Friedrich Christian Sturm, ehl. led. Hiutl.

Sohn des H. B. und Taglöhners Johann Christoph Sturm, und Anne Marie Jung, ehl. leb. hintl. Tochter des Wagnermeisters Jacob Jung zu Lorch.

Copulirsi Am 1. Januar, der h. B. und Schreiner Johann Friedrich Christian Sturm und Anne Marie Jung. — Am 1. Januar, der Hausknecht Heinrich Schneider und Marie Ju­liane Dell. ,

Gestorben. Am 7. Dezember, Anne Elisabethe, geb. Schneider, des h. B. unb Mnnsterial- Pedellen Heinrich Konrad Müller Ehefrau, ult 63 I. 14T. — Am 28. Dezember, Christiane Mar­garethe, geb. Erckel, des h. B. und Schiniedemllsters Georg Nikolaus Becker Wittwe, alt 84 I. 11 M. 28 T — Am 30. Dezember, Elisabethe Margarethe, geb. Weiß, des h. B. und Leinweber- meisters Georg Philipp Staab Ehefrau, alt 69 I. 7 M. 23 T. — Ani 30. Dezember, Theodor, Wilhelm Emil, des Zahnarztes Philipp Wilhelm Cramer Sohn, alt 4 M- 20 T. — Am 30. De­zember, Friederike, geb. Zuckert, des Johann Christian Schulz Wittwe, alt 77 I. 1 M. 17 T. — Am 31. Dezember, ver h. B. und Schneicermeister Johann Wilhelm Ebert, alt 40 I. 8 M. 21 T. __ Am 31. Dezember, Anna, geb. Pitmann, verehl. Plokker, aus London, alt 60 3. 14 T. — Am 1. Januar, Elisabethe, geb. Bechthold, des Polizeidieners Philipp Wegmann Wittwe, alt 63 J. — Am 2. Januar, August Friedrich Joseph, des H. B. und MeKgermeisters Franz EltingShausen Sohn, ult 2 3. 11 M. 9 T.

Verein zur Wahrung der Voârechte.

Donnerstag den 10. Januar l. I. findet eine Sitzung des Vereins im Nassauer Hofe statt, wozu die Mitglieder eingeladen werden. Nichtmitgliedcr können durch Mitglieder eingeführt werden.

Tagesordnung: Besprechung über die Wahl des Bürgeransschusses und Wahl eines neuen Voistandes. Der Vorstand.

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^. ^. Schmitt, Tannusstraße Nr. 17.

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