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Hart und den Grafen zum Selbstmorde verleitet ha- | hon. Am 26. Abends wurde der Hörer der Chi­rurgie Josef Pfaff beim Eintritt in das Militärspital von dem dort ausgestellten Wachtposten, nachdem er auf die Aufforderung, seine Cigarre zn entfernen, wei­ter ging, durch einen Schuß lebensgefährlich verwun­det. Die Kugel drang durch den Rücken, durchbohrte die Lunge und blieb unter der linken Brustwarze in der Haut stecken. Man muß sich allerdings verwun­dern, warum gerade Civilpersonen wegen Tabakrau- chen von den Wachposten angehalten werden, wo man doch allenthalben Offiziere mit brennender Cigarre die Wachtposten passiven sieht. .

Dr. L aube ist zum artistischen Direktor des Hof. und Nationaltheaters ernannt worden.

Am 26. Dezember wurde in Pesth die Verfayuug des Kaiserthums Oesterreich unter großen Feierlichkeiten verkündet.

Herrmannstadt, 17. Dezember. Heute wurde die sächsische Nations-Universität durch eine Rede des Prä­sidenten der Versammlung, des Grafen der sächsischen Nation, Franz v. Solmeu, eröffnet; in derselben be­zeichnete er die kaiserlichen Manifeste und Reskripte vom 21. und 22. Dezember 1848 als die Brücke, auf welcher die getreue sächsische Nation zur Verfassung vom 4. März 1849 und zur organischen Einfügung in den Einheitsstaat, ihres Daseins unbeschadet gelan­gen könne.

Freibnrg. Ein Skandal sondergleichen hat sich hier ereignet. Auf der Straße zwischen Autigny und Chcnens wurde ein Mensch vom jähen Tod befallen und gegen den Willen des Pfarrers und der Vorge­setzten, aber auf Befehl des Oberamts auf dem Kirch­hof von Autigny beerdigt; denn der Verunglückte, Adam Ilchmann von Ulm, war zwar während eines siebenjährigen Aufenthalts in Areonciel als rechtschaf- ' feuer Mann bekannt, aber reformirter Konfession, und konnte deshalb nach der Ansicht der Kirchenväter in Autigny nicht ohne Gefahr neben dem katholischen Todten liegen. Wenige Tage nach der Beerdigung vernimmt der Oberamtmann, daß der Leichnam des

Jlcbmann ausgegraben und aus dem Kirchhof wegge- schaft worden sei. Die Fanatiker gingen so weit, daß sie den Leichnam seiner Bekleidung beraubten und ihn dann in einer sumpfigen Wiese hinter einer Hecke ei- neu Fuß tief unter den Boden verscharrten. Am Tage dieser Kanibalenthat hatte man den Pfarrer in der Nähe des Grabes wüthend ausrufen hören:Er muß weg, der Kirchhof ist verflucht." Die Ausgrabung faiit Ende Novembers statt. In der Nacht vom 7. . Dez. wurde der Leichnam von seinen Verfolgern jedoch erkrankt

wieder zurückgeholt und in fein früheres Kirchhofgrab fast oben auf gelegt, ob aus GewiffenSbiffen oder aus Angst vor den Lärm, der unterdessen M Publikum laut geworden, ist nicht bekannt. Die Behörde Ueß darauf den Leichnam wieder gehörig beerdigen; der Pfarrer von Autigny aber sammt mehreren seiner P argenossen sind gefänglich nach Freiburg emgebracht worden. 0". Zürch. Ztg.)

Republik Frankreich.

Paris, 31. Dezbr. Der National meint, das Bureau der National-Versammlung habe nicht das Recht, ohne Erlaubniß der Kammer dem Präsidenten einen offiziellen Besuch zum Neujahr zu machen. Das Bureau beabsichtige jedoch, sich heute Abend ms E!y-

fee zu begeben. ,

Graf Aberdeen ist dieser Tage hier angekommen. Gr hatte, wie ein Journal meidet, eine Ilntel Haltung mit dem Herzoge von Broglie und seinem Freunde Guizot. Er hatte später eine Audienz beim Präliden­ten Man will diese Reise mit einem Projekt gegen des politische System Palmerstons in Verbindung brin­gen. Palmerston's antirussische Politik ist ein großes Hinderniß für manche Personen.

Die Opmion publique sagt, die Compagul der Huissiers habe sich darüber beklagt, daß sie nicht am Reujahrstage im Elisee empfangen werde. Ein Mit­glied derselben meinte, er sei ja sonst vom Präsiden­ten im Elysee emsangen worden.

Die Juden aus den östlichen Provinzen Frankreichs, sowie der Präsident des israelitischen Konsistoriums werden wegen der Ausweisung Cahens aus der Uni- versität, weil er Jude ist, ernste Schritte thun. Der National enthält das Aktenstück, durch welches der Bischof von Lewon das Lyceum zu Bourbon Veudce wegen der Ernennung Cahens zum Professor der Philo­sophie interdizirt!! Das Aktenstück ist in mannichfa- cher Beziehung merkwürdig^und versetzt die Israeli­ten in ihre mittelalterliche Stellung.

Den 28. Dezember ereignete sich ein Unglück auf der Eisenbahn von Lille nach Noubaur. Eine Loko­motive, die den Schnee fortschaffen sollte, traf aus den letzten Waggon eines Zuges. Der Zusammenstoß war schrecklich. 20 Personen sind verwundet, doch ist noch kein Todesfall zu bedauern.

Die Journale melden täglich Absetzungen und Sus­pensionen von Elementarlehrern und anderen Beam­ten, die einen Einfluß auf ihre Umgebung in der Ge­meinde haben. Die sozialistischen Ideen sind es, die ihnen den Laufpaß verschaffen.

Dr. Ferdinand Crüger, welcher den 26. Dezbr. Paris verlassen sollte, ist denselben Tag sehr ernstlich

Der Polizeibeamte, der sich bei ihm kom­

menden Tages einfand, wahrscheinlich um einen un­angenehmen Befehl Muszuführen, entfernte sich sehr höflich mit der Bemerkung,es sei im Zimmer sehr warm", als er Herrn Dr. Crüger dem Tode nahe fand. Seitdem ist der Kranke nicht weiter behelligt worden.

Paris, 31. Dezember. Man hält es nicht für unwahrscheinlich, daß das Ministerium bei der La Plata-Frage eine Niederlage erleiden dürfte, welche eine wenigstens theilweise Aenderung desselben zur Folge haben konnte. Die La Plata-Frage ist eine der ernste­sten und schwierigsten, welche die Nationalversammlung zu lösen gehabt; die Meinungen der verschiedenen Frac- tionen weichen in buntester Weise von einander ab; ein Theil der Linken geht hier sogar Hand in Hand mit einem Theile der ministeriellen Partei, welcher Aufrechterhaltung des Friedens mit Buenos-Ayres ver­langt. Die Majorität scheint zu Gunsten des Aus­schußberichtes gestimmt, welcher es für unmöglich hält, daß man die französische Diplomatie länger in ihrer seitherigen zweideutigen Lage lassen könne, ohne die Interessen und die Würde Frankreichs schwecr zu be­einträchtigen; deßhalb könnte es sehr leicht dazu kom­men, daß die Majorität einen Antrag annähme, wel­cher auf die sofortige Absendung eines Erpe- ditions-Corps gegen den Dictator von Buenos- Ayres gerichtet sein würde. Das Cabinet hat sich nicht dazu entschließen können, durch Genehmigung des Ver­trages, welcher der Admiral Legredour mit dem Dic­tator Rosas abgeschlossen, sich auf freundschaftlichen Fuß mit Buenos-Ayres zu stellen, oder durch bewaff­nete Intervention Rosas zu einem für Montevideo günstigen Frieden zn zwingen. Das Ministerium hat ein gemischtes System angenommen, welches nur We­nige befriedigt, weil es geeignet ist, die nutzlosen Op­fer Frankreichs zu Gunsten Montevideo's auf ganz unbestimmte Zeit hinaus ohne allen Vortheil für den französischen Handel zu verläugnen; es will durch neue Unterhandlungen Modifikationen des Lepredourschen Vertrages erwirken und zugleich durch Geldunterstützun­gen seine Sympathien für Montevideo bethätigen.

Nach Eröffnung der heutigen Sitzung der Natio­nalversammlung theilte der Minister der auswärtigen Angelegenheiten General de la Hitte mit, daß nach einem Memorandum des brasilianischen Geschäfträgers in Paris und nach mündlicher Eröffnung eines an­deren brasilianischen Diplomaten Brasilien strenge Neu­tralität in dem Kampfe zwischen Montevideo und Buenos-Ayres zu beobachten fortfahre und daß Bra­silien in diesem Augenblicke auf dem besten Fuße mit Rosas stehe.

Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.

Bekanntmachungen.

* Als neuer Beleg für die vortreffliche Wirksamkeit und Heilkraft der weltbekannten und berühmten Golflbcrger^tTt

Kaiserl. Königl. u. Königl. Preuß. Allerhöchst privile- girten galvano - elec- trischen Rheuma­tismus-Ketten, welche in Wiesbaden einzig und allein bei Herrn Carl Leyendecker, Agent der Kölnischen Dampfschiffe, Marktplatz 9tro. 38, stets ächt und unverfälscht zu den festge­

stellten Fabrikspreisen vörräthig sind, mögen, statt jeden Eigenlobes, nach­stehende Zeugnisse hochachtbarer Personen dienen.

Daß die galvano - elektrischen Ketten des Herrn Goldberger sich in mancherlei schmerzhaften und krampfigten Affectionen muskulöser und fibröser Gebilde, insbesondere in Renralgieen und MuS- kelkrämpfen rheumatischer Natur, Rhcumatalgien der Wirbelsäule, auch der Grtremitäten, ohne bereits entstandene Organisations-Ausartung oder Verwechselungen ;c., unter einer übrigens ange- mefienen Behandlung und einer den örtlichen Zuständen und ihren Graden entsprechenden Anwen- dungsweise (wohin bei längerem Gebrauch auch ein Wechsel der K-tten gehört) sich wirklich nützlich und heilkräftig zu erweisen vermögen, habe ich in verschiedenen hartnäckigen Fällen obiger Art be­stätigt gefunden. In einigen dieser Fälle erfolgte auf die Anlegung dieser Kelten schon nach weni­gen Tagen gänzlicher Nachlaß der rheumatischen Schmerzen und Spasma, in anderen bedeutende Erleichterung.

Bonn, den 14. Juni 1849. «r. Harkest,

königl. Preuß. Geheime Rath, Professor an der Universität zu Bonn, Ritter des St. Wladimir-Oroens re.

Daß die Goldberger'schen galvano-elektrischen Ketten gegen Rheumatismus und andere dergleichen Uebel den Vorzug vor anderen dergleichen Fabrika­ten verdienen, auch sich als äußerst wirksam und heilbringend bewiesen haben, bescheinigt auf Verlangen

Leipzig, den 5. Mai 1849. Professor Mr. Braun.

Ein längeres anhaltendes rheumatisches Leiden, welches trotz aller angewandten Mittel nicht zu heben war, zwang endlich den Unterfertigten, einen Versuch mit der Goldberger'schen Kette zu machen. Der Gefertigte nahm diese Kette laut Anrathen an den kranken Theil und zwar Abends; und des Morgens, zum Erstaunen, war die plötzliche Herstellung da. Seither, daß der Gefertigte diese Kette braucht, nabt sich selbst nicht einmal ein rheumatischer Zustand. Dies bekräftigt mit eigener Unterschrift zur Steuer der Wahrheit

Wien, den 29. Januar 1840. _ Filip Smerczek,

Oberlieutenant beim Kaiser-Infanterie- Regiment.

Bei einem furchtbaren rheumatischen Zahn- und Gesichtsschmerz, nach einem Gesichtsrotblauf, wo mich alle angewandten Mittel im Stiche ließen, und der bereits durch mehrere Wochen wüthete, hob die Anlegung einer Goldberger'schen galvanv-electrischen Kette um den Hals den gräßlichen Schmerz in zehr kurzer Zeit, und kehrte derselbe nicht mehr wieder.

Prag, den 1. Januar 1849. Mr. S. Ieiteles, pr. Arzt.

Gefertigte bestätigt hiermit der Wahrheit gemäß, daß eine von ihr gebrauchte G ol d berg er'sche galvauo-electrische Kette in kürzester Zeit sie Von einem heftigen, Monate langen Zahnleidèn Voll­kommen geheilt hat.

Wien, den 1. Februar 1849. Generalin Halouziere.

Ich litt längere Zeit an den heftigsten gichtischen Kopfschmerzen und Ohrensausen. Nachdem ich mehrere Mittel erfolglos anweuvete, nahm ich meine Zuflucht zur .Gv ld b er ge r'schen Rheuma- tismuskette und verdanke der Anlegung derselben einzig und allein meine so baldige vollkommene Herstellung.

Budweis, den 1. Mai 1849. von Purkay, k. k. Artillerie-Lieutenant.

Ich litt an Brustbeschwerden m. längere Zeit, Ich nahm meine Zuflucht zu den Goldber- ger'sche» Gichtketten und binnen einigen Wochen, nächdem ich diese Kette vorschriftsmäßig getra­gen, war ich von meinem Leiden befreit. Ich veröffentliche dieses im Interesse der Menschheit.

Soest, den 2. Sept. 1849. G. Kerstin, Kaufmann.

Da ich an heftigem Kopfreißen litt, kaufte ich mir eine Gold berger'sche NhenmatiSmuS- fette; durch das unausgesetzte Tragen dieser Rheumatisniuskette bin ich von dem Nebel befreit, welches ich hiermit bescheinige. , ' v

Muhlhausen in der Provinz Sachsen, den 10. Febr. 1849.

August Koch, Tischlermeister.

Ich bezeuge hiermit in Wahrheit, daß ich nach l (tägiger Tragung einer Goldberge r'schen RheumaliSmuSkette von sehr heftigem Reißen in den Beineu befreit war, und empfehle diese Ketten Allen, welche an gleichem Nebel leiden.

Nieder-ArnSdorf bei Schweidnitz in Schlesien, den 2l. Juli 1819. Carl Pause.

w Die Hornige, eine im radikalsten Sinne von Heinrich Heise und Dr. Gottlieb Kell­ner redigirte Zeitschrift, erscheint im nächsten Quartal täglich, mit Ausnahme Montags, mindestens einen halben Bogen gr. 4. stark, zum Abonnementöpreis von 24 Sgr. vierteljährlich.

Pränumerirt wird bei allen kurhessischen Postanstalteu; für Kassel bei der unterzeichneten Stelle.

Bei dem großen Absatz des Blattes finden Anzeigen jeder Art, welche mit 1 Sgr. die gespaltene Petitzeile berechnet werden (für Abonnenten mit 25Ra­batt), die größte Verbreitung.

Kassel, Ende Dezember 1849.

.Die Expedition derHornisse",

obere Entengape Nr. 132.

(6) Es wird eine passende Person für den Dienst als Obersteiger über einige Braun­steingruben , in der Nähe von Limburg gele­gen, gesucht.

Ein angemessener Gehalt wird zugesichert, zugleich aber bemerkt, daß nur Personen, welche sich durch genügende Zeugnisse über ihre Thätigkeit, Festigkeit, Pünktlichkeit und Ebrlichkeit, in Zuziehung der gewöhnlichen Erfordernisse eines Grubenvorstehers auszuwei- fen vermögen, nöthig haben, ihre Anerbieten zu machen. Die deßfallsigen Eingaben sind schriftlich, an den Schichtmeister A Müller zu Oranienstein bei Diez adressirt, einzureichen.

(1) G. Assmann, Langgasse, kauft fort­während Fay'er verschiedener Größe.

(1347) Ein braun und weiß dunkel getie- gcrter Hühnerhund mit braunem Behang und großentheils braunem Hintertheil, auf den Na­men Bruno hörend, hat sich am 11. Dezem­ber verlaufen. Besondere Kennzeichen: das rechte Ohr ist geschlitzt, in der Zunge fehlt ein Stück, einer der untern Fangzähne ist ab­gebrochen. ,Dcr Wicderbringcr, oder derje­nige, welcher den Hund ausfindig macht, er­hält eine angemessene Belohnung bei

F. Hill zu Idstein.

(1301) Feste und gut getrocknete Lohkuchen franco in'ö Haus geliefert per Tausend 6 fl. bei August Herz im Nerothal.

NB. Bestellungen können in der Expedition dieses Blattes gemacht werden.

Druck und Verlag der C. Ritte r'schen Buchdruckern.