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«aturgemäßen mathematischell Regeln t so sichere und kunstmäßigeOperati- , als sie, Vermöge ihrer umfassenden bei größter Einfachheit, einem von darnach eingerichteten Geschäfte die vor- Organisation gewährt." Die wunderbare , heißtdas trigonometrische System der .essungs- und Zuschneideknnst", und dieses tri- .etrische System scheint den Herren G. A. Mül- und H. Klemm jun.,ganz besonders geeignet, oem verworrenen Zustande des Lehrfaches der Zu- yueidekunst eine einheitliche, wissenschaftliche und zu­gleich vollkommen zuverlässige Basis Herzustetten." Die Akademie der höhern Bekleidungskunst" und dastri- gonomelrische System der Körpermessungs- und Zu­schneidekunst" geben schließlich für ihre Leistungen die moralische" Garantie, daß demjenigen ein Preis von 500 Thalern zugesichert wird,welcher im Stande wäre, ein sowohl für das Lehrfach als für die Praxis eben so gutes oder besseres System, als trigonometrische in seinem Gesammtumfangc ist, zu bieten." Alles un­terzeichnet vonGustav Adolph Müller, Marchand- Tailleur , und Heinrich Klemm jun. Redakteur und Zeichner.

Italien.

Aus Oder-Italien, 19. Dez. (K.Z.) Obgleich nun die Waffen ruhen und Friede geschlossen ist, so hält doch der Tod unter den Reihen der österreichischen Armee dermalen keine geringere Ernte, als auf den italienischen und ungarischen Schlachtfeldern. Epide­mische Krankheiten, zumal Cholera und Typhus wüthen fast in allen Garnisonen mit mehr oder minder Ge­walt, und ich habe es aus dem Munde eines kundigen und glaubwürdigen Staabsofsiziers, daß man mit einer Angabe von 80,0j0 den Krankenstand der Armee nicht zu hoch greifen dürfte. Die Ursachen dafür liegen nahe und sind begreiflich. Der ungarische Feldzug steht in Strapazen und Entbehrungen hinter dem russischen Von 1812 wenig zurück, und es gehört eine normale Gesundheit dazu, um ohne Nachwehen davon zu kom­men. Die meisten Soldaten aber trugen einen Krank­heitsstoff davon, welcher jetzt zum Ausbruche kommt und in dem Caseruenleben bei der allgemeinen Em­pfänglichkeit leicht ansteckend wirkt. Dasselbe ist der Fall mit den TruppencorpS, die vor Venedig lagen und Monate lang auf und in den Lagunen bivouakir- ten. Das Fieber, welches sich dort eingenistet hat, verdammt, wenn es nicht auf der Stelle löstet, doch den Menschen auf sein Leben lang zum Siechthüm. Man kann das Belagerungskorps Venedigs auf 40,000 Mann rechnen; davon sind 12,000 auf dem Platze gestorben, 6000 vielleicht später in den Spitälern, 10,000 aber sind noch heut zu Tage krank, und kaum 25 Procent davon dürfen auf eine vollkommene Gene­sung rechnen. Auch in den Transporten der gefange­nen Honveds und deren Einreihung in die Regimenter will man eine Fortpflanzung des Krankheitsstoffes ent­decken. Wenn dem so ist, so liegt darin nur eine ge­rechte Strafe für die über alle Maßen barbarische Be­handlung, welche die armen Gefangenen unterwegs erleiden müssen. Prügel und Hunger werden in allen Gradationen auf sie angcwcndct, um, wie ich selbst von einem escortirenden Offizier hörte,die Magyarenhunde gehen zu machen", und dabei sind ihre Kleidungsstücke in einem Zustande, daß überall das nackte Fleisch her­aus schaut. So werden sie in Koppeln von 300 bis 400 wie das Vieh mitten durch die Schneestürme, die uns der frühe Winter schickt, hieher transportirt, wo jetzt eben auch keine Frühlingslüfte wehen. Natürlich, daß sie Krankheitshoffe mit sich bringen, die alsdann am Orte der Bestimmung in den vollgepropfteu Kaser­nen zum Ausbruch kommen und sich verbreiten. Glück­lich jene, die auf der heimatlichen Erde den Tod im Kampfe fanden. Die Regierung wird sich hüten, eine wahrheitsgetreue Statistik ihrer Verluste in dem ver­flossenen Jahre zu veröffentlichen; ich glaube, daß es

Stille; dann fing einer au, an der Mauer Heraufzu- steigen. Elise streckte in der Angst die Hände aus, als wollte sie den Mann zurückstoffen; sie wollte schreien, aber ihre stummen zitternden Lippen liegen nur einen langen Seufzer entschlüpfen. In diesem klugen6 liefe er­weckte sie ein deutliches Geräusch gänzlich; sie richtete sich auf und öffn.te die Augen. Da stand derselbe Mann vor ihr; sein Gesicht war durch ein rothes Tuch ver­hüllt und nur feine funkelnden Augen zeigten sich unter dem Hute. Elise war wie versteinert; sie konnte nicht schreien, sich nicht bewegen; kaum aber hatte sie den Mann erkannt, als unten ein Schug fiel. Der Dieb eilte nach dem Fenster und wich augenblicklich wieder zurück.

Ich bin verloren," sagte er;die Gendarmen!"

Bei diesem Worte trat Elise näher; sie war plötz­lich wieder ruhig geworden und sagte zu Marins Meinicr:

Fassen Sie sich Sie sollen ihnen entgehen."

Er wich bei diesem unerwarteten Ausspruche zurück.

Kaum war dies geschehen, so kam man die Treppe herauf; das Fräulein von Saurens öffnete, ehe man anklopfte.

WaS gibt es? Was ist geschehen?" fragte sie 'es, der zuerst mit einem Pistol in der Hand her-

ihr selbst manchmal bange werden muß, wenn sie auf die öden Strecken im südlichen Ungarn und an der Militärgränze hinschaut, wo die ganze männliche Ge­neration zwischen den Jahren 18 bis 35 buchstäblich ausgestorben ist und Kinder, Weiber und Greise die einzige elende, ihrer Arbeitskräfte und Erwerbsmittel beraubte Bevölkerung bilden. Es läßt sich daher die angelegentliche Sorge wohl begreifen, welche man sich in Wien gibt, um den Strom der deutschen Auswan- derung nach Ungarn zu leiten; aber nicht begreifen läßt sich diesmal das Vertrauen auf ein solches Maß deutscher Einfalt, welches zu einer Niederlassung unter Haynau's Blutgerüsten und zwischen Trümmern und Brandstatten sich wirklich werde ködern lassen. Es gibt eine Gränze der Zumuthungen auch an die deut­sche Einfalt.

Der Kriegszustand wird seit einigen Wochen, selbst im Venetianischen, wieder mit ganzer Strenge gehand­habt. In Verona wurde ein Handwerker, bei dem man ein Bayonnet gefunden hatte, wegen verheimlich- ten Waffenbesitzes mit Pulver und Blei abgethan. Bekanntlich ist auch die Mailänder Ballctschule ange­wiesen worden, sich innerhalb vierzehn Tage nach Ve­rona zu begeben und par ordre du Mufti auf dor­tiger Opern-Buhne sich zu produziren. Die armen Mädchen, in der Mehrzahl aus Mailand gebürtig und sehr mäßig bezahlt, hatten in Betracht des allzu gro­ßen Kostenaufwandes, welchen die Reise und der Auf­enthalt in einer fremden Stadt ihnen verursacht, ge­wagt, gegen den Befehl bescheidene Vorstellungen zu erheben. Die Antworc war eine Erinnerung an jene furchtbare Erecution im September, wogegen das schönste Geichlecht keinen Schutz mehr findet. Sie können den­ken, welchen Eindruck solche Mahnung hervorbrachte. Die armen Creaturen waren noch selbigen Tag unter­wegs nach Verona. Unsere Theater gleichen jetzt einem Erercierplatz, man fleht nur Uniformen, und selbst der Fachino bleibt von der Gallerie weg, wo er sonst seine glücklichsten Stunden zu verbringen gewohnt war. Die Scala in Mailand wird auch für den Carneval ge­schloffen. San Fenice in Venedig dagegen soll off­nen, aber weder Adel, noch höhere Bürgerschaft dürfte die Stadt hesuchen, sondern ist entschlossen, im stillen Zufammenleben auf ihren Landsitzen an der Brenta auch den Winter über zu verbleiben.

Turin, 2L Dezember. Die Kammer schritt in ihrer heutigen Sitzung zur Bildung der sieben Abthei­lungen durch das Loos. Der Minister des Innern und Mameli waren allein auf der Mmisterbank. Die u- reaur werden jedes aus 26. Mitgliedern bestehen. 196 Wahlen sind bekannt, unter Diesen 14 Doppelwahlen.

Rom, 16. Dec. (Westb. Z.) So hat denn doch die Geistlichkeit der harten Nothwendigkeit sich fügen, sie hat ihre Güter Dem Hause Foulo gegen ein Dar­lehen von 4 Millionen römischer ^yalci vk!psanoeu müssen. Dieses Ereigniß hat indeß unter der Geist- lichkeit solche Unzufriedenheit hervorgerufen, daß die blinde Ergebenheit derselben gegen den Papst, ein Er­zeugniß seines geistlichen und weltlichen Ansehens, nicht im Stande ist, Die lauten Klagen der Geistlichkeit zu­rückzuhalten, ja sie selbst bis zum offenen Ungehorsam ausbrechen zu lassen. Gewisse Cardinale vergleichen den Papst mit Mazzini und Proudhon. Der Zorn ihres Organs, desOsservatore romano", ist wahr­haft unterhaltend; eS ruft unverholen aus: Pius IX. ist ein Mazzini, ein Proudhon.

Was hat nun in der Wirklichkeit der Papst gethan, indem er Dem Hause Fould Die Kirchengüter für die Dem Staate so nöthigen 4 Mill. Thaler als Unter­pfand stellte? Der Papst hat nicht von der ihm durch Die Geistlichkeit zugeschriebenen absoluten Gewalt und Machtvollkommenheit Gebrauch gemacht, um zu einem vollständigen Demagogen zu werden; denn er hat nur ein Anerbieten genommen, welches ihm dieselbe Geist­lichkeit im September 1848 selbst machte, als es sich ebenfalls um eine Anleihe von 4 Millionen Thalern gaiJUUWf^Haaaa^tfMUUEaW/lffJ^Ua'XIMUUlJ^^^ l'lLlffflltnffflraS^

Ach," rief er, indem er sich im Zimmer umsah, es ist Niemand da."

Allerdings ist Niemand außer mir hier," ant­wortete sie;woher dieser Lärm 7 Was fürchten Sie 7"

Es ist unbegreiflich!" rief JameS nochmals, indem er an daS Fenster .trat;eS ist Niemand hier herein, gekommen?"

Elise schüttelte den Kopf.

Ich laS hier an dem Tische," sagte sie, indem ' sie auf das aufgeschtagenc Buch deutete;ich habe nichts gesehen. WaS ist denn geschehen 7"

ES versuchten Diebe in daS Haus cinzusteigen," antwortete James;ich wachte unten mit diesen Herren, als ein Bettler, der in der Scheune schlief, uns meldete, er habe Geräusch gehört; vor einer Stunde sah ich Ihr Fenster halb offen und eilte herbei. Diesmal haben mich meine Augen getäuscht. Hier auf Dem Fensterbrctte glaubte ich einen Mann zu erblicken, der hereinstieg, während unten mehrere andere sich versteckten."

Er wird hinuntergefallen sein," sagte ein Gendarm; Sie haben ihn gefehlt," setzte er hinzu, indem er auS dem Fenster hinuntersah,eS liegt Niemand unten."

Der Bettler hat in der Scheune geträumt und Sie haben auch alles dies im Traume gesehen, guter James," sagte Elise mit ruhigem Lackeln, indem sie sich auf den Stuhl stützte, da ihre Knie wankten.

handelte, worüber indeß die November-Ereignisse und die Flucht des Papstes nach Gaeta eintraten. Nach- dein Die Unterhandlungen über Die Anleihe mit Dem Hause Hope in Amsterdam und Rothschild in Paris fehlgeschlagen, hat Fould den Agenten des Finanzmi­nisteriums, Righetti, nicht abgewiesen. Er hat es dem Papfte nicht entgelten lassen, daß kurz vorher seine Glaubensgenoffen, die Juden, in Rom so arg miß­handelt wurden, was bei Rothschild die Ursache deS Abbrechens der Unterhandlungen gewesen sein soll.

Aus Rom wird berichtigt, daß die spanischen Trup­pen in dem -Labinerbistrikt und in dem bis nach Spo- leto sich erstreckenden Theile von Umbrien wahrschein­lich durch neapolitanische Truppen werden ersetzt wer- den. Aus Portici wird mitgetheilt: Der Papst habe dem Cardinal Lambruschini den Vorschlag gemacht, die oberste Leitung der Staatsangelegenheiten zu über­nehmen; dieser jedoch habe ihm erwidert:Ich leitete unter dem Papste Gregor Die Verwaltung. Es ist aber heutzutage unmöglich, dessen System wieder auf- zunehmen. Ich liebe die Verfassung nicht. Aber ich glaube nicht, daß man sie ohne Gefahr in diesem Au­genblicke zurücknehmen könnte."

Wepublik Frankreich

Paris, 25. Dezember. DerMoniteur" fällt mit seinen Berichtigungen von der Scylla in Die Charyb- Diö. Er berichtigt sich darin, daß er in feiner Liste Der Irrthümer der Presse einen Artikel der Liberte dem Journal des Debats zngeschneben habe. Diese Berich­tigung erfordert eine neue. Das Wort Presse ist in Cursivschrift und bezeichnet hierdurch das Journal deS Hrn. Girardin, während es die Presse im Allgemeinen bezeichnen sollte.

Der Pandelsminister hat dem Präsidenten die An­fertigung und Veröffentlichung statistlscher Karten von Frankreich anempfoylen. Diese Sammlung wird auS >8 Nummern bestehen und folgende Karten enthalten: 1) meteorologssche, 2) hydrographische, 3) geologische, 4) botanische, 5) zoologische, 6) agronomische, 7) Wald- karten. 8) indu^r-elle, 9) Handelskarte, 10) Karte der Nattonalstraßen, der Eisenbahnen und der Dampschiff- fayrten, 11) Finanzkarte, 12) Verwaltungskarte, 13) Militärkarte, 14) Karte für das Kirchenwesen, 15) Karte des öffentlichen Unterrichts, 16) Medicinalkarte, 17) ethnographische, 18) Karte Der Bevölkerung.

He. Segur d'Aguesseau sprach gestern, und wenn Hr. Segur chiicht, so will er Skandal machen. Es gelang ihm gestern nicht. Er gab sein Glaubensbe- kenntnlß als Republikaner, will jedoch Die Republika­ner des 24. Februar als Banditen angesehen wissen; die Stavtsolvaten sind seine Helden; sie allein haben am 24. Februar eine Belohnung verdient. Selbst daS Journal des DebatS mit seinen Worten unzufrieden.

Pr. Radaud und Genoßen hatten den Antrag ge­stellt, Die Arbeiter-Assoziationen nicht nur, wie das Gesetz es erlaubt, bei öffentlichen Bauten anzuwenden, sondern auch bei der Ausbeutung von Manufakturen unD Ackerbauarbeiten. Die Commission verwarf den Antrag und schlug Der Kammer vor, ihn nicht in Be­rathung zu ziehen. Sie ersetzte Den Antrag des Hrn. Nadand durch folgenden:Die Assoziationen können zu allen Arbeiten, Die voin Departements, der Ge­meinde, Dem Staate und von öffentlichen Anstalten abhangen, zugelassen werden. Sie brauchen keine Cau- tlon zu leisten; doch wird in diesem Falle, wenn sich eine Assoziation zugleich mit einem Unternehmer zur Uebernahme einer Arbeit anbietet, auch Der Unterneh­mer von Der Cantion entbunden."

Persigny ist gestern Abend nach Berlin abgereist. General v. Castelbajac wird erst in einigen Tagen abreisen.

Der General-Anwalt der Republik hat gestern die Reform mit Beschlag belegen lassen. Diese Maßregel ward durch den Abdruck der Adresse Der Erilirteu .vom 13. Juni an ihre demokratischen Brüder in England

;Nein, nein," antwortete er,ich sah die Kerle ; einer versuchte, durch dieses Fenster cinzusteigen. Der : Schuff wird Die Banditen verscheucht haben."

Sie übereilten sich," meinte ein Gendarm;hätten . sie gewartec, bis der Eine herein war, so hätten wir , ihn todt oder lebendig bekommen."

Ohne Zweifel," entgegnete Elise kaltblütig.

Aber Sie wären einer größern Gefahr ausgesetzt gewesen und würden sehr erschrocken sein," unterbrach sie James;ich dachte nur daran."

Nun, splach das Fräulein, so ruhig als mög­lich,es ist zum Glück alles gut abgelaufen. Wir sind außer Gefahr; ich danke Ihnen, meine Herren und bitte Sie, wieder hinunterzugehcn..."

Mein Fräulein," entgegnete James,Sie sehen ganz blaß aus und zittern; ^-le können unmöglich die Nacht allein hier bleiben."

-Allerdings nicht," erwiederte sie lebhaft;ich werde mich zur Frau von Moutsallier begeben und es soll gar Niemand hier bleiben."

Sie nahm Die Lampe, folgte den Herrn, verschloß die Thüre und steckte den Schlüssel zu sich.

(Fvrtseplnig folgt.)