Eleud wird doppelt scheußlich. Es steht Euch aber frei, sagt der Staat, Euch dem zu eptzichcu. Doch eristirt diese Freiheit nicht. Denn um zu leben, be- II Salz, Wein, Essig, Brod, Fleisch, Holz kn? Wie wäre man da frei? u. s. w. Die Fähigkeit der
darf man Salz
Wein, Essig
Brod
w.
und Ko^ .....
indirekten Abgaben sind niemals der Kontribuirenden angemessen, sie stehen nicht im Verhältniß (um Preise der Lebensmittel und geben immer Veranlassung zu enormen Kosten für ihre Erhebung, mit einem Wort, man kann behaupten, daß die Steuer auf den Verzehr die unbilligste unter allen ist, und bei den Völkern, wo sie eingcführt ist, die dürftigsten
Familien geopfert werden." ,
Zum Schluffe macht Girardin noch einen eben so schlagenden Ausfall gegen Leon Fancher und sagt dann: „O ihr großen Doktoren^ der Tribüne, die ihr der ! großen Doktoren der Presse spottet, so hört doch! Es ! geht nicht anders; denn, nachdem ihr erklärt habt, ' daß die Steuer auf den Verzehr die gerechteste, die ! legitimste ist, habt ihr hinzugefügt: Was mich ;
anlanat, so ist es eine Finanz-Orthodorie. (Ich 1
s. ir.) Wer
anlan^t , so
bin zwar
der Meinung aber
u.
die
Freiheit and
Furcht verläugnet
aber schon bie Freiheit aus ^uruji vniuu^u hat, der wird auch, sobald die Gefahr ausbricht, nicht zögern, seine fiskalischen Ansichten zu verläugneu! Ein solcher Anfang, ein solches Ende! Haben Sie nicht (Herr Montalembert) ihre Carriere als großer Doktor der Presse damit begonnen, daß sie 1826 mit Lamen- uais das Journal „die Zukunft" gründeten, welches Sie zwei Jahre nachher feierlich in Rom besavouir- ten? Sie haben den Widerruf sanktionirt!"
„Mehr Bescheidenheit, mein Herr, und weniger Demuth." Emile de Girardi».
(Westd. Z.)
später tu eine Abhängigkeit von ihr bringen. Man wird mich damit nicht fangen, ich bin national. Ich bediene mich aller derer, die fähig sind und die mir folgen wollen. Deshalb habe ich meinen Staatsrath aus Mitgliedern der Constituante zusammengesetzt, die man gemäßigte oder Mitglieder deS Feuillantiner Klubs nannte, sowie aus Jakobinern, wie Brune, Real und Berlier. Ich liebe die ehrlichen Leute aller Parteien."
Armand Marast wird sich im Departement Arriege für die gesetzgebende Versammlung als Kandidat stellen. Hr. PilheS, wegen deS 13. Juni verurtheilt, muß nämlich einen Nachfolger erhalten.
— Herr Carlier hat beschlossen, alle weiblichen Beamten in bin Anhalten, bie von der Präfektur abhängen, durch Schwestern der Eongregationen zu ersetzen. Ein Journal erinnert daran, daß Hr. Carlier früher in einem Seminarium war, und daß sein Bruder ein Geistlicher ist.
Die Liberte gibt heute folgende Erklärung als leitenden Artikel: „Der Bonapartismus hat seine Zeit gehabt und ist nur ein Irrthum beb Volkes. Nur eine
; Hilfsquelle steht noch offen und diese ist der Socialismus." Eine Journal meldet, daß viele Obristen der GeuS-
1 darmerie ihre Entlassung eingeschickt haben.
Als die Juni-Insurgenten, die letzthin begnadigt wurden, gestern durch die Sine Trouchet zogen, rief ein Bürger aus dem Feuster: ES lebe die demokra- tisch-soziale Republik.
vollständigen Triumph gefeiert; in den Provinzen läßt sich jedoch auf denselben keineswegs mit Bestimmtheit rechnen. —
4
Paris, 15. Dez. (Mz. Ztg.) Seit einigen Tagen greifen die republikanischen Journale die bevorstehende Ernennung deS General Castelbajac zum Gesandten j in Petersburg an, weil er den General Duvernet zum Tode verurtheilte. Der heutige Moniteur enthalt fol- dende Rote, die auS LouiS Bonaparte's Feder kommen soll: „Gewisse Schriftsteller, deren Feder in Galle getaucht zu sein scheint, wenden täglich den Eifer einer treulosen Neugierde an, um die Vergangenheit der Männer aufzusuchen, die von der Regierung zu öffentlichen Aemtern erwählt werden. Sie kommentireu dieselbe mit einer heftigen Böswilligkeit und entstellen sie zu häufig durch die lügenhaften Erörterungen eines niedrigen Neides. Offen gesagt, wer ist der Glückliche, welcher, nachdem drei Revolutionen in weniger als 60 Jahren stattgefunden haben, in seinem vergangenen Leben keine Blöße der Leidenschaft denen gegeben, die herabsetzen wollen L AlS wäre das Faktum an sich, seinem Lande gedient zu haben, ein Verbrechen! Diese abscheuliche Taktik wird nicht den Erfolg haben, den man sich verspricht. Der Neffe deS Kaisers wird unerschütterlich bleiben. Er hat als seine LebenSregel die Worte seines unsterblichen Oheims angenommen, der eines Tages im StaatSrath auSrief: I „Durcy eine Partei herrschen, heißt, sich früher oder 1
Verona, 6. Dezember- Die Bischöfe der Lombardei beabsichtigen in Kurzem eine Synode in Mailand abzuhalten, um nebst mehren andern Punkten besonders die folgenden zur Hebung ihrer Sonocrinteres- sen dnrchzusetzen: Wiedereinführung deS Ordens der Jesuiten in allen Gcbietsthcileu deS lombardischen Königreichs, Unabhängigkeitserklärungen der Kirche vom Staate, daher Aufhebung deS Pkicet regium, vom Staate ganz unabhängige freie Wahl der Religions- lehreu, sowohl für alle Gymnasien als untere Schulen, und Eremtion der Geistlichen von den weltlichen Behörden, somit eigene Gerichtsbarkeit bei vorkommenden Verbrechen der Geistlichen. Hoffentlich wird die Regierung diesen und ähnlichen jeder Zeitbildung hohnsprechenden Tendenzen entschieden entgegen treten; die Völker Oesterreichs hoffen, daß die Zeiten vorüber sind, wo die Hierarchie alle Kreise deS gesellschaftlichen Le-
Madrid, 4. Dezember. EP arlameutarische Reform) Auch bei uns bricht sich endlich das Bestreben nach einer durchgreifenden Verbesserung der Landeszustände Bahn und da unser Land der gewaltsamen Wege ein Recht hat, in übe zu sein, so versucht die progresststische Partei natürlich den Gang der Reform und fängt damit, ganz vernünftiger Weise, da an, von wo aus sich bald eine heilsame Weiterwirkung verspüren ließe, nämlich bei der Laudesvertretung. Die gestrige Sitzung unserer Cortes war in dieser Beziehung eine sehr interessante; denn sie war der Diskussion eines Vorschlages des Herrn Gonzales- Moron gewidmet, welcher eine Reihe parlamentarischer Incompatibilitätcu aufstellte und namentlich alle Beamten, deren Gehalt unter 40,000 Realen (2666 Thlr.) ist, von der Landesvertretung ausgeschlossen wissen wollte. In seiner trefflichen Rede wies der Antragsteller zunächst den auch anderweitig geschichtlich bewahrheiteten Satz nach, daß das Repräsen- tativ-System nur dann eine Wahrheit sei und sein könne, wenn die Beamtengewalt in vernünftigen Schranken gehalten werde. Sodann wies er darauf hin, daß die Regierung, trotz aller ihrer Versprechen von Ersparnissen ein Budget von 1350 Millionen Realen (90 Millionen Thlr.) vorgelegt habe, und sah hierin, wie in dem vom Ministerium mit der Verleihung von Aemtern, Titeln und Orden getriebenen Mißbrauch, einen Beweis, daß das Ministerium, gegenüber dem von seinen eigenen Beamten auf dasselbe ausgeübten Druck, nur für das Böse Kraft besitze, für das Gute aber ohnmächtig sei. In Spanien gäbe es, außer den Provinzial- und Communalbeamten 274,358 Beamten, so daß je 5 bis 6 Steuerpflichtige einen Beamten zu ernähren hatten; das sei ein auf die Dauer unerträglicher Zustand. Die Beamten sollten keineswegs von der Vertretung ganz ausgeschlossen werden, aber es sei durchaus nöthig, sie in das rechte Verhältniß zur Vertretung der übrigen Klassen der Bevölkerung zurück zu bringen. Der Antrag fand jedoch bei den stark aus Beamten bestehenden Cortes keinen Anklang und obgleich ihn der Minister des Innern nur sehr schwach widerlegte, ward er doch mit 106 gegen 57 Stimmen zurückgewiesen.
bens beherrschte.
Am 12. Dezember war in Turin das Resultat von 87 Wahlen bekannt. Von dieser Zahl - gehörten 56 der konservativen Partei , 31 dem linken Centrum und der radikalen Opposition an; die letztgenannte Partei war stärker vertreten, als die gemäßigte Opposition. Trotz des günstigen Verhältnisses, welches sich hiernach für die Ministeriellen ergibt, läßt sich ihr Sieg noch nicht mit Gewißheit vorhersagen, da die Ge- sammtzahl der zu Wählenden 204 beträgt. In der Hauptstadt haben die Conservativen allerdings einen
Bekanntmachung.
(1312) Mit Beziehung auf die in ber nächsten Nummer deS Herzog!. Nass. Allg. JütelligenzblattS erscheinende HnuplUste ter Geschwornen des hiesigen Hofgeritt tsbezirks für dos Jnbr 1 «Ö0 mub hiermit öffentlich besannt gemacht, daß die Ziehung ter Geschwornen für das erste V eiteljahr 1X50 nach Art. 11 und der ErgänzungSrichter nach Art. 12 des angeführten Gesetzes TaniHtasz de» 29. 1. Akts. , Morgens 9 Uhr, in öffentlicher Sitzung des unterzeichnet,n Gerichts in dem Assisensaale dahier stattfinden wird.
Dillenburg, den 17. Dezember 1849.
Herzoglich Nassauisches Hof- und AppellationSgeri.pt.
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(1310) Ich mache hiermit allen meinen hiesigen wie auch mtSwiuliacn Ftenudeu und Besonnten die Anzeige, daß eü bem Allmâck'tigen gefallen hat, meinen iM^-ln-bt n und treuen Galten van dieser in jene bessere Welt abstrusen, halte mich zugleich verpflichtet, allen meinen hochgeehrten Freunden für ihre herzliche Theilnahme an dem harten Schicksale, welches mich durch den Tod meines unvergeßlichen Gatten betroffen hat, hiermit meinen verbindlichsten Dank abzustatten.
Ich verbinde andurch bie Anzeige, daß ich mein Geschäft mit und unter der Lellnug unseres Geschäftsführers, »reicher meinem seligen Gatten bereits schon 6 Jahre mit vielem Fleiß und Geschicklichkeit brigestanden hat, fortführe, und bitte alle meine hochverehrten Freunde und Gönner, daß sie mir fortan gütigst ihr geehrtes Zutrauen schenken und mir dieses nicht entziehen wollen, wodurch sie mir einigermaßen mein hartes Schicksal werden erträglich machen.
Wiesbaden, den 17. Dezember 1849.
Wittwe Schuhmacher, Hofschuhmachcr.
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(1311) Durch die in dem gestrigen Wochenblatt veröffentlichte Bekanntmachung des Herrn Bürgermeisters wird der Beschluß des Bezirksraths vom 3. d. Mts. (Brpdaecis betreffend) nicht auSgesuhrt.
Ich habe für mich und Herrn Werner auf der Kupfermühle hiergegen bei der Herzoglichen Landes-Regierung Beschwerde erhoben. Ueberzeugt, daß derselben Abhülfe wird, halte ich eS an der Zeit, meinen verehrlichen Kunden die weitere Zahlung von y2 Kreuzer für Octroi zu ersparen und setze den Preis meines Brodes von heute an y2 Kreuzer für 4 Pfd. herab.
Was mir von dein seither mit Unrecht abgcnommeucn Octroi -Betrag zurück- vergütet wird, werde ich den Armen überweisen, da cs nicht möglich ist, solches jedem einzelnen meiner verehrten Abnehmer wieder zu erstatten.
Hammer muh le, den 19. Dezember 1849-
B. May.
Amtliche Nachrichten.
Dem provisorischen Lehrgchülfen Sauer in Braubach ist die vasige Lehrgehülfenstelle desinitiv übertragen worden.
Dem provisorischen Lehrgehülfen Horn in Camp ist die dasige Lehrgehülfenstelle definitiv übertragen worden.
Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.
Höchst wichtig für Handwerker und Gewerbtreibendel
(1279) In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist zu haben: VerbaNdluuften und Bef^lüffe des »Handwerker- und Gewerbe-Gontp effes zu Trier am 22. und 23. April 18.^ Preis 18 kr.
(1241) Soeben ist erschienen und in Wiesbaden vorräthig:
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(1316) Citronen per Stück 3, 4 und 5 kr., Prima: Talglickter per
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im £#: 18 fr. bei
Varl Crassser,
(1316) Ein Schiff mit frischen Steinkohlen ist angekommen und wird Morgen angefangen auszuladen.
Biebrich, den 19. Dezember 1849. J. K Lembach
(1308) Ein Einstcher wird gefucht. Näheres bei Kaufmann Bernhardt, Eck der Marktstraße.
(1309) Ein israelitische Lehrer, welcher das Seminar besucht hat und in allen (Sleinentar- fâchern, sowie in der französischen Sprache Unterricht V1 ertheilen im Stande ist, sucht eine Stelle als Hauslehrer. Näheres in der Crpe- dition d. Bl.
Druck und Verlag der C,Rittcr'schen Buchdruckerei.
(1241)
(1313) Heute angekommen in bester Qualität: Schellfische, Kabeljau, Austern, Caviar, Kräuter-An- chsviS, Büânze zum Rohcsseii, empfohlen zu den billigsten Preisen bei
Anzeige.
(1311) Mittwoch den 28. Dezember (2. Ehristfeiertag) findet der zw^ito diesjährige GeseUschaftsball im Adler statt. Dies zur 'Nachricht für die verehrlichen Abonnenten.
Wiesbaden, den 20. Dezember 1849.
W. Block.
(1296) Die Action zur vierten Vertheikung der großen Hamburger Lotterie, deren Ziehung am 31. Dezember stattfindet, sind nur noch längstens bis zum 26. b. MtS. ä 45 kr. zu haben bei M. (?aüit,
Nechenstruße I). 33 in Mainz.
Prospect nnenlgeldlich.
