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Bei der deutschen Bevölkerug Serbiens hat die Ernennuna des G. R. Mayerhofer zum Vlce-L-o^ wotcn einen skhr guten Eindruck ä-m-cht, W°g-» n hie Serben sich in der Erwartung Ler Wahl eines solchen aus ihrem Stamme auf unangenehme Art g - täuscht ^^ Kronlande sind die Spuren d^s letz­ten unseUqen Bürgerkrieges sichtbarer, als in Sleben- Lm' Namentlich ist eine große Beno.rrrmg un Grundrechtsbesitze durch die Verbrennung o vieler A - chive und durch Entfernung der Besitzer Hervorgeg - aen. Denn nun finden sich neue Eigenthümer, weich , den nunmehrigen Besitz für sich ^, ^' “ ^ Besitzrecht streitig machen. Da die alte JU|ii$ mehr waltet, die neue aber noch nicht organlsirt ist, so erwächst dadurch ein sehr fataler Zustand.

_ Die Vorschläge zur Zollmngung mit -ei* land haben bei den Siebenbürger Industriellen fach- wohnlich zu Ende eines jeden Monats zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird diesmal einige Tage spa er er­scheinen, da das Uebereinkommen, welches diâatloual- Bank mit der Finanz-Verwaltung in Betreff der Ab­tragung eines Theils der Forderungen an den wtaat cingehen soll, dem Abschlusse nahe steht und dieses Uebereinkommen auf die Ziffersumme der in dem zu erfolgenden Ausweise aufzunchmenden Posten einen we­sentlichen Einfluß nehmen wird.

— Die Wittwe des Hingerichteten Grafen, Louis BattbpanN ist in der Schweiz angelangt. Bei ihrer Durchreise hat sie hier 15,000 Stück Dukaten einge­wechselt, der bei den ohnehin sehr iparl.chen Goldvor- räthen an hiesigem Platze zur Vertheuerung des Gol­des beigetragen haben soll.

Italien.

Rom. Der Priester Laigi Santarelli, der im Septem­ber aus den Snqutntionëgefängniffen entkommen war, ist wieder verhaftet worden. — General Rostolan ist am 21. und Hr. v. Corcelles am 22. Nov. nach Portici abgereist. — Handel und Gewerbe liegen noch immer in Rom darnsider; das einzige Geschäft, welches ge­deiht, soll das der Spione sein. — Der Bau der Ei­senbahn von Rom nach Frascati ist der Gesellschaft Pia Latina gewährt worden, deren Statuten der Mi­nister der öffentlichen Arbeiten genehmigt hat. (K.Z.)

Republik Frankreich.

Paris, 3. Dezember. Der mögliche Konflikt zwi­schen dem Präsidenten und der Kammermajorttat bildet das Gespräch in den Kammersälen. Die Amnestie un weitesten Sinne des Wortes, welche der Präsident den 10 Dezember zu ertheilen beabsichtigte und nur aus das heftigste Andringen der Minister aufgeschoben wurde, wird als Ausgangspunkt eines Zwiespalts angedeutet. Der Verfassung gemäß kann der Präsident kerne Am- ^stie auS eigener Machtvollkommenheit verlnhen, er kann sie nur der Kammer Vorschlägen; die Majorität wird sie jedoch in keinem Falle genehmigen, und man fragt sich was wird dann der Präsident thun . Montalembert und Mol 6 erkürten dieser ^age un en- qern Ausschuß der Réunion du eonseil d’Etat, daß sie aus ihrem Plan bestanden, den Präsidenten in sei­ner Politik zu unterstützen; er sei das einzige Bollwerk gegen den Socialismus.

Die Versammlung der bonapartlstychen Deputlrten zählte am Freitag Abend 90 Mitglieder; sie soll von Tag zu Tag an Zahl gewinnen. _ .

Die Ernennung deS Herrn Castelbajac 511 in Mun­ster in St. Petersburg scheint auf einige Hindernisse gestoßen zu sein, die von Einigen dem Elysee, von An­dern dem General zugeschrieben werden. — Wohlun­terrichtete Männer behaupten, daß das gute Einver­nehmen zwischen dem russischen Hofe und dem Elysee etwas getrübt ist. Die Demission des General Lamo- riciere soll zu erwünschter Zeit gekommen sein, und der Gesandtschaftsposten am russischen Hofe dürfte für einige Zeit unbesetzt bleiben.

Die Sendung des Herrn Brifault in einem außer­ordentlichen Auftrage zu General Dufour wird von den Zeitungen besprochen. General Dufour hat keine amtliche Stellung in der Schweiz, die eine Gesandt­schaft an denselben rechtfertigt; die republikanischen Organe sind daher neugierig zu wissen, wer die Kosten dieser Sendung trägt.

Ueber die Zurückberufung der englischen und fran­zösischen Flotte aus der Levante sind die verschiedensten Gerüchte verbreitet. Louis Napoleon scheint in dieser Angelegenheit nicht ganz einig mit den Mitgliedern der Majorität zu fein, die sich hauptsächlich darüber beklagen, daß ihnen die Endabsichten des Präsidenten nicht deutlich sind. Die legitimistischen Organe werfen dem Präsidenten Undankbarkeit vor; sie nennen ihn ihr Machwerk, das Geschöpf ihrer Politik — ein In­

strument, das dem Meister nicht nur nicht gehorchen will, sondern sich sogar gegen denselben kehrt.

Der Courrier de la Gironde erklärt als einziges Heil für Frankreich und die europäische Weltordnung eine Allianz mit Rußland. Die Assemblee nationale, welche früher Rußlands Beispiel empfohlen hat, nimmt jetzt ihr Muster aus der Nähe: Spanien ist ihr Idol! Da herrscht Ruhe und Ordnung. Die Opposition* wird im Zaum gehalten, die Presse ist gezügelt und die Negierung bekümmert sich nur um das Wohl deS Landes.

Der Evenement lobt die Haltung des Hrn. Gui- zot, der in_ her Zurückgezogenheit lebt. Genanntes < Journal hofft, daß der Erminister einst seinen ver­dienten Rang in der Kammer einnehmen werde, und - schreibt Guizot's Politik in den letzten Jahren der Ju­lidynastie dem Manöver der Opposition und den Um­trieben des Hrn. Thiers zu; Guizot sei in der That èin sehr liberaler Mann.

Die Demokratie pacifique erläßt einen Aufruf an alle ihre Anhänger, Propaganda für den Fourieris- ! mus zu umchen. In der letzten Zeit hatte dieses Or­gan den Socialismus im Allgemeinen vertreten, jetzt nimmt es wieder die Farbe seiner besonderen Schule an.

Die Reforme ist gestern mit Beschlag belegt wor­den. Der Staats-Anwalt findet in einem Artikel der- 1 selben, betitelt: „An's Landvolk", eine Aufreizung zum Haß und zur Verachtung der Regierung und eine Aufreizung der Bürger unter einander zu gegenseitigem Hasse. (Mz. Z.)

•i

Großbritannien.

London, 3. Dec. Die verwittwete Königin ist gestern Morgen um 7 Min. vor 2 Uhr in Stan- 1 more Priory nach einer langen und schmerzlichen Krankheit gestorben.

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Amtliche Nachrichten.

Der Elementarlehrer Barth zu Hachenburg hat seine Dienstentlassung erhalten.

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

Bekanntmachungen.

Verein ;ur Wahrung der Vokksrechte.

(1266) Sitzung, Sonntag den 9. December, 3 Uhr Nachmittags, bei G. Hahn

im Nerothâl. .

Tagesordnung: Berathung der Frage: Kann und darf |id) die Demo­kratie an den Wahlen nach Erfurt beteiligen? Der Vorstaud.

(1269) Bei Aug. Sorge in Osterode ist soeben erschienen und in der nn- terzeichneten Buchhandlung vorräthig:

Allgemeiner und immerwährender

G e s n n d h e i t s k a è e u d e r

auf jedes Jahr und jede Zeit anwendbar.

Für das deutsche Volk

herausgegeben, nach den besten Quellen bearbeitet, wie auch theils durch eigne Praxis bewährt gefunden und zum Wohle desselben an's Licht gestellt

von

Carl Pauli.

Preis 54 Kreuzer.

H. W. Ritter'sche Buchhandlung in Wiesbaden.

Schriften über Wiesenbau und Siegener Kunftwiesenbau.

(1256) Die nachfolgenden in meinem Verlage erschienenen Werken Schenk, K. F. Der Wiesenbau in seinem ganzen Umfang und der Kunstwiesenbau des Siegener

Landes. 2. Ausgabe. Mit 72 Abbild. 1 7 Bog. in 8. cart.

1 Thlr. — Sgr. od. 1 ff. 45 kr.

Schulte, A. Die Feldmeßkunst für den Bürger und

Landmann. Mit 5 Steinlsln. n. 2 Farbtfln. gels. — „ 12% „ „ — „ 45 „

Zeitschrift, kritische, über Wielenbau und Landwirth-

schast von K. F. Schenk. 12 Hefte, circa 50

Bogen mit vielen Abbildungen jetzt..... I „ 17% „ „ 2 „ 45 „

welche zusammen . 3 thlr. — Sgr. od. 5 ff. 15 kr. kosten, sollen zusammengeiiommen zu

2 Thlr. 19 Sgr. oder 1 fL 6 kr. abgegeben werden, um deren Anschaffung namentlich allen Land Jemeniten möglich zu machen. Jede ordentliche Buchhandlung ist im Stande, aus feste Anbestellung Exemplare obiger Werke zu besor­gen. Die Preise der einzelnen Schriften bleiben unverändert.

Wilhelm Fricdrieh's Berèag in Wiesbaden.

(1073) Zn der H. W. Nitter'säwn Buch andluug ist wieder vorräthig:

Blicke in das Labyrinth der Zukunst.

In merkwürdigen Weissagungen des Johann Ad. Müller,

weiland Bancrömaun auf dem Maisbach.r Hofe bei Heidelberg.

Preis 12 kr.

Frankfurt.____________________________Cours der Staatspapiere.__________j_____________ Schluß der Börse.

Den 6. December 1849.

pEt.

Papier >

Geld |l

Den 6. December 1849.

pCl.

Papier j

Geld

Loesterreich Metalligues Obligationen ....

5

84%

84%

Darmstadt Obligationen........

82% 1

81%

N ft ff • • • *

4

67%

67 :

4

88%!

88%

ff ff , , , .

3

50%

50 1

4%

94

93%

ff ff ff « e « f

2L2

44%

44%;

„ Lottcrie-Anlchen von 50 fl. . . .

—

72

71 %

„ Wiener Bank-Actien.....

3

1292

1292 ,

„ 25 fl. Loose........

—

28

27%

„ 500 fL Loose........

—

156%

156 1

Kurhesscu Friedrich-Wilhelms-Nordbahn . .

4

48%

48%

„ 250 ff. Loose von 1839 ....

—

_

„ 40 Thaler Loose bei Rothschild . .

—

33%

32%

„ Bethmännische Obligationen . . .

4

71

_ 1

Nassau Obligationen........

5

102%

101%

ff ff ff « • •

4%

79%

79 1

„ Obligationen bei Rothjchild . . .

3%

84%

84

Preußen 50 Thaler Prämien-Scheine . . .

—

—

101 '

„ ditto 25 fl. Loose . . ,

—

25%

25%

„ Staats-Schnld-Schcine â 105 . .

3%

—

89 1

Frankfurt Obligationen........

3

78%

78%

Bayern Obligationen........

3%

84%

83%’

„ ditto von 1839 ....

3%

92%

92%

„ Ludwig-Kanal-Actien incl. d. v. C.

—

48

„ ditto von 1846 ....

3%

88%

88

„ Bexbacher Eijenbahn-Actien . . .

—

85%

84%

„ Taunus-Eisenbahn-Actien â 250 fl. .

—

297

1 295

Würtemb. Obligationen........

4%

94%

94%

Holland Jntegr.-Obligatiouen.....

2%

54%

54%

3%

81%

81%

„ Syndicats.........

3%

—

83%

Baden Obligationen........

5

99%

98%

Spanien Innere Schuld neue Obligationen .

3

29'/«

28%

3%

79%

78%

Polen Lotterie-Loose 300 ......

—

—

113

„ Lottcrie-Anleheu â 50 fl. von 1840

—

53%

I 53

„ ditto 500 ......

—

80%

80%

__« 1 35 fl. Looic vom Jahr 1845 . . .

—

31%

1 31%

Sardinien 36 Frs. Loose bei Gebr. Bethmann

—

31%

! 31%

(1268) D e Mitglieder des Nassauischen Vereins für Alterthumskuude und Geschichts­forschung werden zu der Donnerstag den 20. d. MtS. zu haltenden General-Ver- sammlnng mit dem Bemerken ergebenst ein- geladen, daß die statutenmäßige Vorstands­wahl darin statlhaben wird. Die Eröffnung erfolgt Morgens 10 Uhr im Locale des Mu­seums.

Wiesbaden, den G. December 1849.

Der Vorstand.

(1255) Feste und gut getrocknete Lohkuchcn franco in's Haus geliefert per Tausend 6 st. bei August Herz im Nekothal.

NB. Bestellungen können in der Expedition dieses Blattes gemacht werden.

(1221) 600— MOO fL sind auszuieihen.

Näheres in der Expedition d. Bl.

Cours der Wechsel.

Den 6. December.

Kurze Sicht

Zwei Monat

Gold- und Silber-Sorten.

fl.

kr.

Briefe

Geld

Briefe

Geld

Amsterdam, 100 fl. Crt. . . . Augsburg, 100 ft. Erl. . . . Berlin, 60 Thlr. ..... Bremen, 50 Nthlr. in Lomsd'or. Hamburg, 100 Mck. Bco. . . . Leipzig, 60 Thlr......

„ in der Messe .... London, 10 Livr. St..... Lyon, 200 Fr....... Paris, 20v Fr. ..... Mailand, 25o Lir. Anstr. . . . Wien, in 20r 100 fl. C.-M. . . "dstckconto........

105*/4 98% 88

105%

90%

100% 119% 105

87 3/^

121% 95'/8 95', 8

108

87%

100%

121

2%

Neue Üouiéb'or ............ Friedrichöd'or............. Ducaten..............

20 Frank-Stücke ........... Holländische 10 fl. Stücke........ Englische Souverains.......... Laubthaler ............. Preußische Thaler.....'......

5 Franc-Thaler............

Hochhaltiges Silber..........

11

9

5

9

10

12

1

2

24

(Frk

6

52

39 37%

2% 3

45 21% 32

L 2)

Druck und Verlag der C. Ritter'schen Buchdruckerei.

§£3?’ (1242) Wir machen wiederholt auf unsere Niederlage des

Syrop Capi Haire aufmerksam; derselbe ist in Wiesbaden nur einzig und allein ächt zu haben in der Langgasse bei Herrn I. L. Seibert; der Syrop Capillaire ist gegen Brust- und Hals- übel ein Mittel von sicherer und schneller Wirksamkeit. Die Gebrauchs-Anweisung sagt das Weitere. Auch verkauft obige Handlung feinen Gewürz -Chocotade, welchen wir, als unser Fabrikat, hiermit eben­falls bestens empfehlen.

l'elijc 4’ Cnnti». in Berlin.