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schlage.

Das Wahlgesetz erlaubt nur eine temporäre

Cen®er3 KfinpS zeigt an, daß ihm noch keine Nach­richt von einer gerichtlichen Verfolgung wegen W.- öffeutlichung eines Briefes zugekommen. - Der Äo» niteur hat die Anzeige Dtqer Versolgnng der Patrie entnommen.

Paris, 3. D-zbr. (Mz. Zig,) D-r M»n»mr ent= Mt in (mm ->m"ch-» Th-»r außer .mchmeu G-- aX ter Stammer g-g°d-» MX, He fernes W™' »rarefteu re# Rö-u-orp^km-m» S Ä™«iU««^ Se-m^rma der ä OTiti/rrWsion. Dieser Ernennung geht ein Bc- i-icht' des Ministers des Innern Hrn. Ferdinand Barrot richt des W J ver 6. M.litärdlv.sion TT^ebS^^ dargethan, für K VcMiiem^ administrative Gewalt zu grüu- ÜKn Gewalt als die gewöhnliche ha. Außer ihrer Verbindung mit dem Ministerium des Innern werden die Prafekte die,er Departemente m ekte Relation mit dem außerordentlichen Kommlya- rius in Lyon stehen. Hierdurch wird es der Regierung nöalich sein, 'eine Uebersicht über den Zustand Dieter Eminente zu haben, die seit langer Jett in einer großen Aufregung und Unordnung gno. ^as -um- Lr mn gedenkt durch die Sendung des Hru. Lacoste als außerordentlicher Kommt,laruus Die Ruhe und ^ict)e? t;cit wieder herzusteUcn, die der arbeitenden Klape ^^Der Sltcle' meldet, daß am 20. Novbr. ein Minister- ratb wegen der römischen Angelegenheit gehalten wurde. England liest denselben Tag eine Neue überreichen, in Der eS sich für das Recht des römgcheu Volkes, ,eine Regierungsfornl nach Belieben zu regeln und zu wählen,

Die ^leqitimistische Verschwörung hat viel von Der Wichtigkeit verloren, die ihr der Präfekt Earlier geben wollte Die Zeitungen, Die sonst dem Elysee ergeben sind, wollten ihre Spalten Den Reklamen des Präfek­ten nicht öffnen. Hr. Carlier hat jedoch den '..lUth nicht verloren, wie Die Zeitungen meldeu. 2, Per­sonen sind wieder in Freiheit gefetzt worden, und nur 19 die als Eandidaten für höhere Ehargen vor ge­schlagen waren, sind in Haft geblieben. Die,e 19 Per­sonen sind Männer ohne Bedeutung. Es gelang bis Ut nicht, diejenigen zu entdecke«, welche den Faden der legimmstischen Umtriebe in Händen haben; Dieselben waren gewiß den meisten Ntitglederu der <-1. Pmbert- Legion unbekannt.

Die Provinzialjournale heben Den seltenen

im französischen Gerichtswesen hervor, daß ein fluch­tiger Angeklagte freigesprochen wird. Die Angeklag­ten wegen der Juni-Ereignisse in Perpignan, unter denen sich Etienne Arago befindet, sind den 24 Novbr. freigesprochen worden.

Ledru-Rollin schlägt, wie cs heißt, vor, Die Vex- urtheilteu von Versailles wieder zu erwählen, um da­durch ein Urtheil über den Beschluß des hohen Gerichts­hofs auszusprechen.

Der Evennemeut meldet, daß man die Kaimner- debatte über Die Getränkestcucr so lange, als möglich, hiiizuhalteu sucht, da weder das Mnisterium, noch der Präsident über diese Frage einen bestimmten Ent­schluß gefaßt hatten. Man fürchtet auch eine Theilung der Majorität in dieser Angelegenheit.

Das Journal Le Progres du Pas de GalatS be­stand dieser Tage seinen dreißigsten Preßprozeß, Den ersten seit dem 24. Februar. Eremieur erschien als Vertheidiger vor dem Geschwornengericht zu er. Omer. Das Journal ward freigesprochen.

Was wird den 10. Dez. stattfindeu? So fragt man sich überall und Antworten fehlts nicht. Heerschau, Ball — Amnestie. Die Heerschau auf dem Mars- fklde von 1ö0,000 Mann scheint beschlossen zu sein, Den 9. Dez. ivirD Dupin, Präsident der Kammern den Präsidenten der Republik zu Tische ziehen. Den 10. Dez. wird Der Semeprafekt Dem Präsidenten zu Ehren ein Gaßmahl von 250 Gedecken auf dem Stadt- Hause geben. Abends wird ein Ball im neu restau- rirten Saal des Stadthauses gegeben. 600 Einladun­gen werden an die ersten Personen vornehmsten Rau- ges ergehen. (Republikanische Einfachheit!)

G r o ß b r è t K K K i e n.

London, 2. Dezember. Das Schiff „Pandora" unter Kapitän Wood, welches vor einigen Tagen hier ankam, hat aus dem königlichen Campier Herald eine bedeutende Sammlung von Merkwürdigkeiten mitgc- bracht, Die bei der Aufsuchung Der Franklin'schen Ex­pedition in den ysordpolgegeuden gefunden wurden. Dieselben bestehen aus einer Menge von Mamouth- Ueberresten, Schenkeln, Fangzähnen, Knochen; auS Kisten mit verschiedenen Exemplaren von Vögeln, Holz, Pflanzen und anderen Natur-Produkten der nörd­lichen Gegenden. Unter Mammouth-Ueberreften besin- i den sich nicht weniger als 11 Fangzähne, von denen Der größte 11 Fuß lang ist und 270 Pfund wiegt; dieser wurde im Easta-Sund gefunden, unter dem 69 Grad nördl. Breite; einige der anderen Knochen müssen von Thieren sein, die nur um ein Geringes weniger gigan­tisch sind als das Mammouth. Meistens wurden sie von den Klippen gesammelt, von denen vonZeit zu Zeit grosse Blöcke herabstürzen. Die Fangzähne DeS Schunaehop Mam- muth waren 9 Fuß 6 Zoll lang uuv zwei Derselben wogen zusammen 360 Pfund. Es sind im Ganzen 25 Kisten von Merkwürdigkeiten, worunter auch Der Kopf und das Geweih eines Hirsches, welches volle 3 Fuß lang uuv sehr schwer ist. Dasselbe Schiff hat auch einen 13jährigen Ehexokee-Indianer umgebe acht,

der sich sehr gelehrig zeigt und für den Sclnffsdiei ausgebildet werden soll.

Italien!.

Rom. Die Einschiffung der spanischen Truppe hat am 25. November in Porto d'Anzo begonnen mit der Kavallerie ward der Anfang gemacht. De Befehl, mit seinen Truppen den Kirchenstand zu per lassen, war am 20. au den General Cordova gelang. Den päpstlichen Hof und den spanischen Gesandten Hru. Martinez de la Rosa, soll die Zuxücköcxufum des spanischen Expeditionsheeres sehr unangenehm über rascht haben. Fünf päpstliche Regimenter werden du von den Spaniern verlassenen Orte besetzen.

— Ein gewisser Natale Ceccarelli, früher Offizier der Bürgergarde, fand sich am 24. November bei de, Andienz ein, welche die Cardinäle jeden Morgen allen welche darum anhalten, zu geben pflegen. - 'Er über- . reichte eine Bittschrift, in welcher er in sehr ent­schiedener Weise eine Stelle und die Summe von 100 Scudi verlangte, indem er vorgab, die päpstliche Com- , Mission habe sein Elend verschuldet. Als er sah, daß die Cardinäle seinen Wünschen nicht entsprechen woll­ten, gerieth er in die größte Aufregung, drohte, er werde sich umbringen und brachte sich auch wirklich, ehe es verhindert werden konnte, eine Wunde mit einem Dolche bei. Nach einer anderen, bis jetzt jedoch schlecht beglaubigten Version hätte Der Bittsteller einen Morv­anfall auf die Cardinäle gemacht und ist, als dieser Versuch durch herbeigeeilte Hülfe vereitelt worden, sich selbst zu tödten versucht.

Amtliche Nachrichten.^

Der Bauaccessist Gödecke ist von Herborn nach Nassau, der Bauaccessist Klein von Nassau nach Diez und der Bauaccessist Schüler von Diez nach Herborn versetzt worden.

Berichtigung.

In dem, in der gestrigen Nummer abgedruckten Briefe des Herrn Prokurator Geiger muß in der zweiten Spalte, zweite Zeile von unten, statt: „haben würde" hatte gelesen und gegen das Ende des Brie- 1 fes hinter Den Worten „mit verletzenden Noten" be­gleitet eingeschaltet werden.

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

Bekanntmachungen.

Verein ;uv Wahrung der VolKsreeiM.

(1266) Sitzung, Sonntag den 9. December, 3 Uhr Nachmittags, bei G. Hahn im Nerotdat.

Tagesordnung: Berathung Der Frage: Kann und darf sich die Demo­kratie an den Wahlen nach Erfurt betheiligen?

Der Vorstand.

Siebente Auflage. — In Umschlag versiegelt. — Preis: 1 Dukaten.

(1265) Der |iersâmäirlie Sciiiat®.

Aerztlicher Rathgeber bei allen Krankheiten der Geschlechtstheile, die in Felge heim- Uaier Jugendsünden, übermäßigen GenugeS in der ge,chiechtlichen Liebe und durch Ansteckung ent­stehen, nebst prüktischen Bemerkungen über das männliche Unvermögen, die weibliche Unfruchtbarkeit und deren Heilung. Mit 40 erläuternden an atoinischen Abbildungen. Zuerst publi- cirt von Dr S. La'Mert in London. Stark vermehrt und unter Mitwirkung mehrerer praktischen Aerzte herausgegeben von LaurontiuS in Leipzig. Ole Aufl. 8. 170 S.

Allen Personen, die in ihrer Jugend die Sclaven der Sinnlichkeit waren, oder es noch sind; Allen, die das heilige Band der Ehe knüpfen wollen und sich nicht ganz rein von Fehl wissen; Allen, die die stlachwehen von jugendlichen BerirrungenZetzt in ihrem reiferen Alter durch Leiden aller Art empsinden; Allen endlich, deren Ehe in Folge von gcinderlosigkeit trübe und freud­los ist, — wird dieses Buch als ein sichrer, wohlmeinender Rathgeber zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit und zur Kräftigung und Befestigung ihres Organismus anempfohlen. Die Gesundheit ist das höchste Gluck auf Erden, denn was nützt Geld und Gut mit Kränklichkeit, Ge- schwâchtheit und Erschlaffung'. —

Warnung. — Da unter diesem und ähnlichem Titel fehlerhafte Anszüge und Nachahmun­gen dieses Buches erschienen sind, so wolle der Käufer, um sich vor Täuschung zu wahren, die Ausgabe von Laurentius bestellen und bei Empfang darauf sehen, daß das Werk mit dessen vollem Namenssiegel versiegelt ist. Außerdem ist es das Aechte nicht. —

t Diese ?te stark verm. Aufl. ist auf Bestellung durch die unterzeichnete Buchhandlung gegen portofreie Einsendung des obigen Preises rn beziehen.

H. W. Mittel’sche Buchhandlung in Wiesbaden.

Bewährte medicimsche WerLe für v^ècht- Merzte.

(1259) Durch alle Buchhandlungen sind zu bestehen:

Fränkel, l>r. W. B. Die Flechten, ihre Behandlung

und radikale Heilung 8. geh. 2. Aufl. ... — Thlr. 10 Sgr. od. — fl. 36 fr. Lugol. Die Skrofelkrankheiten. Deutsch von v. Harihau-

sen. gr. 8. geh...........— „ 22% „ „ 1 „ 21 „

Kreuznach. Die Mineralquellen und Bäder Kreuznach's von E. Schneegans. 8. geh.......— „ 10 „ „ — „ 36 „

Bolmer, Idi W. B olks-Arzneimittellehr«. Für

Nichtärzte. 8. geh..........— „ 17'/2 „ „ 1 „ — „

Die vorstehenden medicinischen Schriften sind von tüchtigen Aerzten für Nicht -Aerzte vorzugs­weise bearbeitet, grânte 1’8 Schuft über die Flechten und L u go l's berühmte Schrift derScro- felkrankheiten werden vielen Familien, in denen jene Uebel eingewurzelt sind, ein zuverlässiger Rath­geber sein, um diese Krankheiten radikal zu heilen. Ebenso kann Bolmer's BolkSarzneiiniltellehre als treuer Hausarzt allen Fannlien empfohlen werden.

Wilhelm Iriedricb's Verlag in Wiesbaden.

(1241) Soeben ist erschienen und in Der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden vorräthig:

Mydmjsdjes Tajchensiucsi auf das Jahr IKZ^.

Hcransgcgeben von

Earl D r ä x l e r - M a ir f r e d.

Mit 8 Stahlstichen. Preis 4 ft. 24 fr. (1241)

A n fr a g e.

(1265) Soviel Einsender mesos bekannt ist, sind bereits die Geschwornennicister zur Prü­fung der Meister- und GeieUeiistücke für die Bauhandwerker unter Zuz chuug eines Laud- bauuiciltcrö in Limburg gewesen. Leider aber haben sie ihren Mandat^ebern bis jetzt von dem einen oder andern, worüber man sich besprochen hat, noch nichts inilgetheilt. Es scheint, als wenn der frühe Winter auch diese Herren mit fernem Schlare heiingesucht habe, oder glauben dieselben vielleicht, sie hatten nicht die Verbindlichkeit, rhoeu Wählern von deur, was sie berathen haben, ganz genaue Mittheilungen zu machen?

Antwort auf die Leise Anfrage. (1264) Die im gestrigen Blatte unter Nr. 12j« enthaltene leise Anfrage wird von der . Geschäftsleitung der Filanda dahin beantwor­tet, daß cö der Zweck der Scidenzucht-GcseU- schaft ist, den Armen Brod zu verschaffen, und daß zur Erreichung dieses Zweckes Alles darauf anfommt, die verarbeiteten Seiden­stoffe so schnell als möglich zu verwerthen, damit der Verdienst der in der Filanda be­schäftigten armen Mädchen keine Stockung erleidet. Gerade das Mädchen, welches von den Erzeugnissen der Filanda verkauft, ist in der Anstalt noch neu und kann an den Ma­schinen noch nicht so viel verdienen und nur die wenigen Kreuzer Verkaufolohn stellen es im Verdienste den andern Mädchen gleich. Es ist Die 16jährige Tochter der so sehr ai = men Wittwe Gruber zu Rambach und hilft ihrer Mutter noch vier unmündige Kinder — von denen das jüngste erst drei Jahre alt ist — ernähren. Wenn es des Abends nach Hause geht, so bringt es seine in der Filanda erhaltenen Kreuzer dem Backer in Sounen- berg auf ihre alte Brodschuld, damit er ihnen

noch ferner borgt, sonst könnte ihm seine Mut­ter noch nicht einmal für den andern Tag ein Stückchen Brod in die Filanda mitgeben, wo es schon mit Tagesanbruch eintreffen und den ganzen Tag verweilen muß. — Von der Ar­muth auf den Dörfern können wir Städter uns oftmals keine Vorstellung machen, denn unsere Armen sind wohl versorgt und stehen sich oft besser, als manche schamarmc Familie.

Wenn in der leisen Anfrage diese Art des Verkaufs ein unausstehliches Anfvringen ge­nannt wird, so ist dieses irrig, denn täglich kommen Dienstboten mit dem Auftrage in die Filanda, das Mädchen mit den Seidenstoffen zu ihren Herrschaften zu bestellen. Wohl ein sicherer Beweis wie sehr man geneigt ist, die Absichten der Gesellschaft, den Armen Brod zu verschaffen, zu unterstützen.

Die Geschäftsleitung.

(1263) Ein junger Mann von 14 —15 Jah­ren, der die nöthigen Schulkenntnisse hay wird auf ein Bureau gesucht. Das Nähere auf dem Geschaftöbureau von Carl Leyendecker, Marktplatz Nr. 38._______________

(1249) Es hat sich ein schwarzer Pünscher- Hund mit weißer Brust und braunem Abzei­chen verlaufen. Wer denselben zurückbringt, oder Auskunft darüber geben kann, erhält in Nr. 10 auf dem Markt eine Belohnung von

1 fl. Der Hund hört auf den Namen Pünschcr.

(12-2) Die israelitische Gemeinde zu Sing- Hofen, Herzog!. Amts Nayau, beabsichtigt einen Religionslehrer und Vorbeter anzustel­len. Befähigte Znvividucn, welche diese Stelle antreten wollen, belieben sich in portofreien Briefen oder persönlich an den Unterzeichneten zu wenden.

Singhofen, den 29 November 1849. Morgenstern, Vorsteher.

Druck und Verlag der C. Ritter'schen Buchdruckerei.