der Ordniinq anqenvmme»: „§. 17. Die Wahlkreise und Wahl- be^irfe, die Wahldirectsren und das Wahlverfahren, insoweit dieses nicht durch das gegenwärtige Gesetz festgesiellt werden in oder durch Anerrnung der Reichsgewalt nech festgestellt werden wird, werden von den Regierungen der Einzelstaaten bestimmt." Ueber Anlage A Reichswahlmatrikel wird die DiScnssien zugelassen. Sie lautet: »Anlage^.: Reichswahlmatrikel. Zum Zweck der Wahlen der Abgeordneten zum Volkshaus werden zusammengelegt: 1) Lichtenstein mit Oesterreich. 2) Hessen-Homburg mit Groß- hcrzogthnm Hessen. 3) Schaumburg - Lippe mit Hessen-Kassel. ‘) Hobenzollern - Hechingen mit Hoheuzolleru - Sigmaringen. 5) Reuß älterer Linie mit Reuß jüngerer Linie. 6) Anhalt-Cöthen in i Anhalt- Bernbnrg. 7) Lauenburg mit Schleswig - Holstein. 8) Lübeck mit Mecklenburg-Schwerin. Nach einer sehr kurzen Disenssion, au welcher sich die Abgeordneten Venedey, Ruder aus Oldenburg, Iahn, M. Mo hl und der Berichteritatter R ies se r betheiligen, wird zur Abstimmung geschritten. Ein Verbkssernngsantrag des Abgeordneten Venedey zu 2): „Hessen- Homburg v. d. Höbe mit dem Großherzogthum Hessen, — das bessenbomburg sche Oberamt Meissenheim auf dem linken Rheinufer mit Rheinbaiern," wird angenommen; desgleichen zwei Anträge, welche wollen, daß Pyrmont mit Preußen (Backhaus ans Jena) und der auf dem linken Rheinufer liegende Theil von Oldenburg mit Rheinpreußen zusammeugelegt werde (Culmanu aus Zweibrücken). Die ganze Anlage A ReichSwahlmatrikel lautet daher: „Zum Zweck der Wahlen der Abgeordneten zum Volkshause werden zusammengelegt: 1) Lichtenstein mit Oesterreich. 2) Hessen- Homburg V. d. Höhe mit dem Großherzogthum Hessen : das hesseu- homburgische Amt Meisenheim auf dem linken RH inufer mit Rheinbayern. 3) Schaumburg-Lippe mit Hessenkussel. 4) Hohen- zostcin-Hechiugeu mit Hoheuzolleru Sigmaringen. 5) Reuß älterer Linie mit Reuß jüngerer Linie. 6) Anhalt-Köthen mit Anhalt- Bernburg. 7) Lanenburg mit Schleswig-Holstein. 8) Der auf dem linken Rheinufer liegende Theil von Oldenburg mit Rhein- vrenßeu. 9) Pyrmont mit Preußen. 10) Lübeck mit Mecklenburg- Schwerin." Hierauf wird das ReichSqesetz über die Taggegelder und Reisegelder der Abgeordneten zum Reichstag in Berathung gezogen. Es lautet: „Die Mitglieder des Staatenhauses und des Volksbanseo erhalten ein Taggeld von 7 Gulden rheinisch und eine Reisekostenentschädigung von 1 Gulden für die Meile sowohl der Hinreise als der Rückreise." Abgeordneter Schulz aus Darmstadt Null die für die Mitglieder des Volkshauses und Staa- i nhauses zu 7 Gulden rheinisch beantragten Tagegelder auf höchstens 5 Gulden herabgesetzt wissen und stellt einen derartigen Antrag. Abgeordneter v. Raumer unb Zimmer in a n n sprechen gegen den Antrag des Abgeordneten Schulz. Der Antrag des Abgeordneten Schulz findet nicht die gehörige Unterstützung. Der Llüsschußantrag wird angenommen. Ein Zusatz des Abgeordneten Wiesner: „und genießen vollständige Portofreiheit für alle an ne gelangenden unb von ihnen ausgehenden Correspondenzen und Drucksachen" wird angenommen. Es wird hierauf zur namentlichen Abstimmung über das ganze Wahlgesetz, wie es bisher vor- bchäluich der zweiten Lesung angenommen worden, geschritten. Ein Antrag des Abgeordneten Beseler aus Greifswalde, bad jun je Gesetz verzu'Fen, wird verworfen. Es wird mit 256 gegen 191 Stimmen an genommen.
DeutfâSKrrv.
A Von der Dill, im Fcbr. Zu derselben Zeit, ivo Kirchenvater Buß aus Freiburg seinen Triumph- zug tr.n südlichen Theile unseres Herzogthums begann, und an den auserwählten Orten — mit^einer einzigen Au 5na^nie, wo verstockte Sünder ein edles Unternehmen d' ^rch unarticulirte Töne vereitelten — den gläubigen 'Herzen die vortrefflichen Institute der barmherzigen Schwestern (nicht übel!) und Jesuiten anpriks, um die Frei- geisterei zu ersticken und die heutige Babelswelt zum alleinseligmachenden Glauben znrückzuführen, um dieselbe Zeit war bei uns im Norden der rationalistische Protestantismus in nicht geringer Gefahr, von einem pietistischen Missionär verschlungen zu werden. Die Noth war gioß und wenn sich von den verschiedenen End- vunkten unseres Landes diese Angriffe wiederholen, so stehen wir nicht dafür ein, daß sich nicht die frommen Parteien beider Confessionen in der Mitte einander begegnen und daß dem „Nassauischen Zuschauer" dann das groß? Weck der Versöhnung gelingt: ein Hirt und eine Heerde. —
Die gläubige Gemeinde in Dillenburg, gestiftet von einem Schuhmacher, der zu Bannen in die Mysterien des ächten Protestantismus eingeweiht worden war und in dem Maße fromm, wie die Anzahl der Mitglieder gering ft halte sich vor einiger Zeit dem großen Rheini- schen MissionSverein augeschlossen und damit das Ding plausibel würde, ließ man den dortigen Inspektor kommen, um öffentlich, wie es hieß, Zeugniß zu geben von
d^?g:^'r-^??^3^gi>^MtjETT!™^jm»tta?£M^ um i —B»ro
W. Moritz Hartmann.
Tom SRcimcbrouiftcii.
Von allen Pfaffen auf dem Erdenruude
Kenn ich nur ein en, den ich wahrhaft liebe,
Deß herzcrhebend, kräftiges Geschriebe
Mich oft erquickt in banger, ernster Stunde.
Du bist es, Sänger aus dem neuen Bunde,
Deß Kelch- und Schwert-Lied *) in das morsch' Getriebe
Der trägen Geister zückte jene Hiebe, Daß heute noch vernarbt nicht ist die Wunde.
Und wie so kräftig schwangst des Spottes Geißel
Dn ob dem Haupt gesehnter Diplomaten,
s Spießbürger und slnchwürd'gcr Potentaten.
Ja, das ist Witz unb Geist, das sind »Gestalten," Die, jenem bad'schen Brntus vorgchaltcu, Ihn treiben-müssen, wie der Bnb den Kreisel!
>g Kelch und Schwert, Gedichte von Moritz Hartmann.
Leipzig 18-17. Weber. '
dem Verein und seinen großen Zwecken. Nachdem der Missionär Wallmann hier angelangt, unb in den politischen Organen der Städte Dillenburg und Herborn das Fest angcküudlgt war, stürmten unermeßliche Schaaren, besonders Bau rn, von allen Seiten nach Dillenburg und die Kirche daselbst war mehr angefüllt als selbst dann, wann es gilt die neusten Damenkostümen und Wehrmannsröcke sich zur gegens ikigen Beschulung einander vorzuführen. Eingekeilt zwischen etlichen Landsleuten mußten wir nolens volens, der Frömmigkeit wegen, einige Verse mitsingen helfen und bei lautloser Stille begann darauf der Missionär seine Rede von den besten, gütigen, holdseligen Heirn, — ein Sermon, der wohl verdiente publicirt zu werden, aber in einem poli- tsicheu Blatte leider nicht ganz ausgenommen werden kanil. Mit wirklich oratorischemTalente, ganz auf seine Landleute berechnet, wies er nach, der Zweck der Mission sei nicht den heidnischen Völkern A l m o f e n z u geben, obschon die Buschmänner und Hottentotten viel ärmer seien als unsere Armen; auch nicht sie Ackerbau, Handwerke, Künste, und Wissenschaften zu lehren, worin z. B. die Chinesen viel weiter wären als wir, und es sei schließlich auch einerlei einen Rock von seinem Tuche oder Baumrinde, eine feine Mütze oder eine von Kalbsfell rc. zu haben; worin ihm Alle beistimmten, vorausgesetzt, daß die Hochwürden mit ihrer Person ansiugeu. Selbst in der feinen Sitte u. Moral könnten wir von den Chinesen lernen, wie ein Prediger von dorten geschrieben; der Zweck ist vielmehr .... „in der Bibel steht's und was da steht, kann der klügste Chinese nicht herauSfinden und wenn er sich auf den Kopf stellte." (Beifällige Kopsbewegung vieler Landmäochen ) Schön war die Stelle, wo der Redner auseinandersetzte, wer die Völker lehren solle, und wo er klagte, daß der Verein seine ?IpofM meistens aus Handwerkeburschen recrutiren muffe, weil sich seit dem Bestehen der Bekehrungsanstalt bis j^t nur a ch t evangelische Candieaten dazu gemeldet hätten; „Thut aber nichts „Petrus, Johannes unb Paulus waren auch keine Candidaten; er hat sie vom Fischernachen weggenommen; mit „Kraft geht Alles." Am Schluffe wurde angeführt, wie der Verein vor 20 Jahren mit etlichen Silber- gro'chen angesangen, jetzt über eine Jaheeseiniiahme von 30,000 Rthlr. zu verfügen unb doch Schulern habe, deßwegen würde an den Tellern aufgepaßt. Nachdem dieser Satz auf fruchtbares Erdreich gefallen war, verließen Alle, tief gerührt die Kirche und auf vielen Gesichtern konnte man den Entschluß lesen sogleich zu den Kaffern, Hottentotten und Chinesen zu eilen, nmn auch manche Böswillige behaupten wollen, der dünne Kaffee, der nach der Kirche gemeinschaftlich in der Rachhaus- stube eingenommen wurde, habe das Blut etwas beruhigt und bin einen oder andern kühnen Plan vereitelt.
M Aus dem Amte Dillenburg. Vor einigen Tagen wurde hier ein Individuum arretirt, Daniel Her sch er aus Siegen, der, nachdem er bereits am Tage zweimal seine Kunst asgeübt, sich die Abenddämmerung auSersehen hatte, um in einem hiesigen Kaufladen sein drittes Erperiment mit einem falschen Preuß. Darlehen-Scheine 5 Thlr. zu wagen. Da die Unächtheit des Papiers sogleich erkannt wuroe, vei suchte H e r s ch e r den Schein wieder in seine Gewalt zu bekommen und da dies nicht gelang, zu entfliehen. Man hielt ihn ab-r fest und führte ihn auf's RathhauS, wo er in Gegenwart des Bürgermeisters, von dem er sich die Stiefel wollte auszikhcn lassen, und einiger Gemeinderäthe genau visirt wurde. Da fanden sich denn nebst mehreren arderen Scheinen und Silbergeld, eine geladene Pistole, viele Munition und dgl. Dinge. Noch des Abends wurde er dem Gerichte überliefert und durch schnelle Verkehrungen hofft man den Winkel der Fabrikation zu entdecken und in Belagerungszustand zu eikiären-
O Idstein, 27. Februar. Die „Nass. Allgerneine" bringt in einem abermaligen Artikel aus Idstein die Aufzüge, welche auf Fastnacht statt gesunden und be
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eA Blätter aus meinem Tagebuch.
Rom den 29ten Februar 1848.
II.
(FortscyuugZ
Zögernden Fußes war ich den Corso hinauf gewandert, eilend durchzog ich ihn abwärts, denn meine Schritte beflügelte der Gedanke, bald jene holde Nordländerin zu sehen und mit ihr, wenn auch nur aus der Ferne, auf einige Augenblicke zu tändeln.
An einem der herrlichen Tage, den der jetzige Monat in reicher Fülle aufweisen konnte, hatte ich mit meinem Landsmanne einen Ausflug nach dem alten Rom gemacht, welches fast die ganze Ebene einnimmt, die sich zwischen der jetzigen Stadt, Albano und Frascati ausbreitet. Die Morgenstunde und die Hälfte des ZkachmittSgs hatten mir mit der Betrachtung jener unzähligen Ruinen ehc- mahlicher Tempel, Landhäuser und Grabmäler zugebracht; ermüdet durch den weiten Weg, den wir zurückgelegt, und die Menge von Eindrücken, die unsere Sinne auf- genommen, wandten wir uns endlich wieder der Stadt zu. Der Weg führte uns durch das Thal der Egeria, vorüber an dem heiligen Hain und der darunter liegenden Grotte gleichen NamenS. In letzterer mm sah ich jenes liebliche Wesen zum ersten Mal, als sie eben im Begriffe war, sich erfrischenden Trank aus der kühlen Quelle zu schöpfen. Mein Freund und ich staunten aus
richtet unter anderen, daß dem Vernehmen nach ein junger Staatsdiener eine Uniform zu der aufgefüheten Co- mödie hergeliehen habe. Es ist hier nicht der Ort zu untersuchen, aus welcher Cloake der Co refpondent der „Nass. Allgem." sein „Vernehmen" geschöpft hat, aber w inschenswerth wäre es, wenn die Staatsregierung eine genaue Untersuchung zur Ermittelung des Thatbestandes anordnete.
Der bezüchtigte „junge StaatSdiener", welcher unbewußt des Gewebes der thu umstrickenden Bosheit, ruhig seines Amtes wartete, bekam eist durch den Artikel der „Nassauischen Allgemeinen" Veiständniß über die ihm vor einigen Tagen dieserhalb hingeworfene Anspielung. Eingezogene Erkundigungen beachten ihm die Gewißheit, daß die ganze Stadt bereits das wußte, was ihm noch unbekannt war. Die weitere Nachricht, daß eine Untersuchung dieserhalb gegen ihn anhängig sei, könnte demselben nur angenehm sein, indem diese ihm nur Gelegenheit verschaffte, sich glänzend zu rechtfertigen.
□ Vom Westerwald, 25. Febr. (Letzte Erwiderung auf die „Erwiderung" in Nr. 46 ber Nass. Allg. Ztg., über die nassauische Strafgesetzgebung.) Ich habe das Unglück gehabt, mit der „Nass. Allg. Zeit." in einen Federkrieg zu gerathen über die am 4. März versprochene aber bis jetzt noch nicht erfolgte Einführung von Schwurgerichten in Nassau. Ich sage: „das Unglück", weil ich mich überzeugt habe, daß in einem solchen Kampfe mit einer Gegnerin, welche statt der Gründe nur Schimpfworte hat, keine Lorbeeren zu ärnten sind. Ich hatte in einem größeren Aufsatz über die bisherige Verwirklichung der neun Forderungen der Nassauer bei der sechsten Fo-derung („Oeffentlichkeit, öffentliches unb mündliches Verfahren mit Schwurgerichten") angegeben, daß dieselbe noch gar nicht erfüllt sei unb das Verschulden bezeichnet, das hierbei der Regierung zufalle. Die Allgemeine fiel in größern Eifer darüber her und behauptete, die Stelle meines Aussatzes enthalte wider besseres W ssen in der Welt geschleuderte Unwahrheiten. Ich entgegnete ihr hierauf damit, daß ich meine Behauptungen in einzelne Sätze zergliederte und näher ansführte und die Allgemeinen aufforderte, wenn sie es könne, diese Behauptungen Satz für Satz zu widerlegen, wenn sie es nicht könne aber, ihre sinnlosen Schimpfereien zu unterlassen. Ich erwartete hierauf entweder den Versuch einer gründlichen Widerlegung oder — Schweigen. Aber ich kannte die Nass. Allg. Zeit, noch zu wenig, als ich die Erwartung hegte; hat sie abermals weder einen Versuch zur Widerlegung gemacht noch auch geschwiegen, sie hat abermals geschimpft. Sie spricht in athemloser Hast von dem „vei kappten Westerwälder", von einer Züchtigung desselben, von groben, geflissentlichen Unwahrheiten, Leichtfertigkeit, gewiffenlofer Aufreizung des Volkes u. s. w. in einem Tone, der eher einem leidenschaftlichen Deuuuciantea ziemt, als einem Blatte, das die schwierige Aufgabe übernommen hat, das Organ einer Staatsregierung zu sein. Alle diese Schimpfworte gründen sich auf die Voraussetzung, ich hätte es in Abrede gestellt, daß die Regierung am 18. August die beiden Entwürfe über das Strafverfahren und das Strafgesetzbuch ber Abgeo.dnetenversammlung vorgelegt habe, während ich doch, wie sich die Leser erinnern werden, in meinem Artistl diese Uebergabe vom 18. August ausdrücklich hervorgehoben unb sie zur Grundlage meiner Schlußfolgerung gemacht habe. Ich glaube, daß hieraus zur Genüge heivorgeht, daß meine G 'gnerin mit anderen Waffen, als Schimpfwörter, entweder nicht fechten kann ober nicht fechten will. In dein einen wie in dem andern Fall fühle ich keinen Blruf, mich auf einen solchen Kampf einzulassen. Der einzige Versuch einer Widerlegung, welcher gemacht wird, besteht in der Behauptung, daß das Ministerium den Hessischru Entwurf und das Hessische Gesttz nicht blindlings zu dem feinten gemacht, sonoern beide einer Prüfung und Revision unterworfen habe. Dies ist eine Thatsache, die ich dahin gestellt sein lassen will;
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i der Ferne die bezaubernde Erscheinung an und wagten i nicht, sie in ihrer Einsamkeit zu stören Nach einiger I Zeit kam eine ältliche Dame; sie verließ mit dieser den 1 Ort unb bestieg einen in der Nähe haltenden Wagen, ber sich entfernte und sie so unsern Blicken entzog.
Als ich sie zum zweiten N?ale schauen konnte, führte sie ein mir günstiges Geschick in meine Arme. Ich war ebenfalls von einem Spaziergange in die Campagna zur Stadt zurückgekehrt und wollte noch von den Trümmexn der Kaiserpaläste, um den Weg in schöner Weise zu beschließen , die untergchende Sonne beobachten und mich an dem ihr Licht in wunderbaren Farben brechenden Horizonte ergötzen. Der Eingang liegt dicht an rem Circus maximus und wird nur durch die vorüber- führende Straße von ihm getrennt. Ich hatte zum Theil schon die steile Treppe erstiegen, als sie oben mit jener alten Matrone erschien, um herab ,usteigen. Sorgsam setzte sie ihre Füßchen auf die alten durch häufige Berührung glatt geworrenen Stufen und doch glitt sie aus als sie in meine Nähe gekommen war und wäre gefallen, wenn ich sie nicht erhascht hätte. Einen kleinen Moment ruhte sie durch den Schrecken betäubt an meiner Brust, ich fühlte ihr ängstlich pochendes Herz, eS war für mich ein Genuß so süß, wie ich ihn noch nie empfunden; leider war cs nur zu kurz: denn sie erholte sich bald, dankte mir erröthend in italienischer Sprache und verschwand mit ihrer Gesellschafterin.
In diesem Augenblicke trieb es mich unwiderstehlich
