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der Abhaltung der Nationalversammlung, von welcher es znr Verantwortung gezogen zu werden fürchtet, während das frühere ungestüme Dringen des Oobor keinen andern Zweck hatte, als Stratimirovie zum Voj- voden wählen zu lassen, wenn auch die Vojvodschast mit ihrem Constituirungswerke aus einer imp ovissiten Nationalversammlung leer ausgegangen wäre. Wie die Dinge gegenwärtig stehen, wird es Stratimirovie schwerlich gelingen, zu reussiren, denn nun seine Pläne enthüllt, hat er allen Halt selbst im gemeinen Volke verloren, aus welches er sonst sicher hätte rechnen dür­fen. — Bei uns ging einige Tage das Gerücht, Albini beabsichtige mit seiner Flotte einen Schlag auf das kroatische Küstenland und namentlich auf Fiume aus­zuführen, welcher nichts anderes bezw.ckn solle, als die Kroaten zu zwingen, dass sie ihre Truppen aus Italien zurück,ufen. Dies Geiücht, so unha'tbar es anch ist, hat doch zumal im Küstenlande nicht geringe Besorgnisse hnvorgkiufen.

Weil ich Ihnen vom Küstenlande schreibe, so maß ich auch erwähnen, daß dieser Tage ein Ministererlaß an die hiesige Banalverwaltung herabgelangt ist, in welchem dieser angezeigt wird, daß das Ministerium be­reits die nöthigen Einleitungen getroffen habe, um sich mit dem kroatischen Littorale und namentlich mit dem Fiumaner Gubernium in unmittelbare Verbindung zu setzen, d. h. sich dasselbe unmittelbar zu untero. dne >. Dies wäre also eine neue Beeiiiträchtigiiug der kroati­schen Landesautonomie und der Banalautorilät, von welcher das Küstenland selbst unter dem Regime der ungarischen Statthaltern seligen Andenkens, in vielen Beziehungen abhängig war. Und da träumen die Kroa­ten noch von einem Föderativstaate, während sie sich täglich der Gelegenheit erfreuen, die Erfahrung zu ma­chen, wie der Föderationsidee eine Manischeste nach der andern versetzt wird. (C. Bl. a. B.)

D ä n e m a r k.

Kopenhagen, 5. Febr. Die von Gerüchten schon seit einigen Tagen ver ündete Proklamation an die Nordschleswiger, über deren kriegerisch,n Inhalt die übertriebensten Angaben sich gestern (Sonntag) verbrei­tet hatten, beschränkt sich auf ein lithographirtes Schrei­ben an die „treuen Einwohner Schleswigs," folgenden Inhalts: „Die Regierung fordert im Namen des Kö­nigs die treue Bevölkerung Schleswigs auf, in ihrem Widerstände gegeu unrechtmäßige Forderungen der Ge­walt nicht mit Gewalt zu begegnen, indem sie gewiß sein können, daß der König nicht über den Zeitraum hinaus, der ursprünglich für die Dauer des Waffenstill­standes vorgeschrieben ist, eine Verlängerung des uner­träglichen Zustandes, der eine Folge der mangelhaften Ausführung fei, zugeben werde." — „Fädrelandtt" be­merkt zu diesem Schreiben: Ohne Zweifel sollten die letzten Worte nicht so vei standen werden, als ob die Regierung damit andeuten wollte, daß bei eits die Kün­

digung des Waffenstillstandes beschlossen sei. Vernünf­tiger Weise könne man nur annehmen, daß die Regie­rung als Bedingung der Verlängerung wirk­lich? sichere Bürgschaften für die Aufrechthaltung der ursprünglichen Bedingungen, und namentlich für eine Veränderung in dem „uneiträglichen Zustande" der treuen Schleswiger fordern werde. Jin Fall das nicht zu erlangen sei, möge es als Beschluß der Regierung anzunehmen sein, daß sie den Krieg nach Ablauf der sechs Monate wieder beginne. (B.-H.)

Frankreich.

Paris, 9. Febr. Der „Constitutione!" berechnet die Dauer der Nationalversammlung noch auf etwa 3 Monate, indem er annimmt, daß die nach dem gestern zum ersten Male verlesenen Wahlgesetze Vorzunehmenden Wahlen für die gesetzgebende Versammlung etwa am 22 April statlsinden werden, und daß die gesetzgebende Versammlung ungefähr am 7. Mai ihre Sitzungen er­öffnen kann. — Außer den zum Tode Verurtheilten ha­ben auch mehrere der anderen wegen Ermordung des Generals Brea oder Betheiliguug daran verurtheilten Personen auf Revision, resp. Cassation des Urtheils an- genagen. Der „P.uple" meldet, daß junge Leute der Schulen den Repräsentanten des Berges eine Petition an die Versammlung übergeben hatten, worin sie von ihr begehren, daß sie mit ihrem souveränen Ansehen dazwischen trete, um die Vollziehung des Kriegsgericht­lichen Urth.ilsspruchcs in der Sache Brea zu verhin­dern. Die gestern Abend nach dem Fort Vauves ab» geführten Verurtheilten waren zu zwei und zwei an einander gekettet; bloß einer derselben ward auf sein dringendes Bitten, daß man ihn nicht mit seinen Mit- verurtheilten zusammensperren möge, weil sie ihn umzu- bringen gedroht hätten, einstweilen wieder in seine Zelle im Militärgefängniffe zuiückgeführt. Einer der zur Zwangsarbeit Verurtheilten tief beim Einsteigen in den Zellenwagen: „Nach Ablauf meiner zehn Jahre werden mir noch Kräfte genug bleiben, der vemokratrschen und socialen R-publik zu dienen." Die zu geringen Stra­fen Verurtheilten zeigten die meiste Niedergeschlagenheit. Einer der zu lebenslänglicher Zwangsarbeit Verurtheil­ten schrie laut, man solle ihn lieber gleich erschießen, als ihn auf die Galeeren senden. — In den Batignolles ward gestern auf eine geheime Gesellschaft gefahndet. Die Polizei hatte erfahren, daß an bestimmten Tagen eine Anzahl Personen tot in einer Weinschenke zusam­men kamen und ließ gestern Abend zwischen 9 und 10 Uhr das Haus gleichzeitig von drei Seiten durch eben so viel Schaaren der Wächter von Paris umringen. S:e drangen ein, ohne daß ihre Annäheiung bemerkt worden war. In dem Hauptzimmer waren etwa 60 Personen beisammen, welche, sobald sie die Hüte der Polizeiagenten gewah ten, durch Fenster und Thüren die Flucht ergriffen. Sicbeiizehn mürben verhasst unp nach der Polizeipräfektur gebracht. Unter ihnen sinp

mehrere mit Graden bekleid, te Nationalgardisten der Ba­tignolles, so wie zwei Personen, die sich früher in den dortigen Clubs durch ihre heftige Sprache bemerkbar machten.

— Nach Briefen von der spanischen Gränze wurde Cabrera am 27. Januar in einem Treffen gefährlich am Schenkel verwundet und am 31. bedrängten ihn die königlichen Truppen so sehr, daß er genöthigt war, mit seinem Ärzte nach Frankreich zu entweichen. — Nach­schrift. Wie man versichert, soll eine Umgestaltung des Ministeriums im Werke sein. Odilon Barrot würde, statt V. Faucher'S, daS Innere, H'. Vivien die Justiz und General Oudinot das Kriegsministerium überneh- men. Auch von Ersetzung den Hrn. Buffet ist die Rede. — I i der heutigen Sitzung der Nationalversammlung wurden bloß Gegenstände von untergeordnetem Interesse verhandelt.

9t a ch sch r i ft.

Wien, 7. Febr. Privatberichte aus Kroatien schildern die Stimmung im Lande sehr getheilt, und wähend ein Theil noch mit enthusiastischer Verehrung an dem Banus hänge, wende sich ein anderer und nicht der kleinere magyarischer Gesinnung zu und feinde Jellachich an. — Die von der magyarischen Partei be­setzten festen Punkte werden mit großer Hartnäckigkeit behauptet und der Krieg erstreckt sich noch auf eine weise Streck'. Serben, Croaten und Magyaren über­treffen sich dabei an Grausamkeiten. — Neuere Prioat- richten bestätigen, daß in Croatien große Unzufrieden­heit herrsche und eine eigene Deputation an den Banus abgesendet werden soll, um hierüber zu remonstrireu, — Auch sollen die Magyaren wieder in Miskolcz einqe- rückt sein. — Der bekanntlich unter höheren Einflüssen erscheinende Olmützer Correspoudent versicheit, daß Slo- Vakien für Ungarn unwiederbringlich verloren sei. —

Pesth, 5. Febr. Nach der „Magyarischen Correspon- denz" der „Bresl. Ztg." ist der kais. Oberst Graf Mou- tecuculi in GyongyöS von den Ungarn gefangen genom­men worden. Die Niederlage, welche der Gen. Gr. Schlick bei Tokai erlitten hat, soll sehr bedeutend sein, waS übrigens sogar aus den Berichten der Wiener Zeitung hervorgeht. — Die Ofener Kaufmannschaft hat bei Win- dischgrätz angefragt, ob der sehr wichtige Kerreßturer Markt besucht werden dürfe. Die Antwort erfolgte verneinend, ein Zeichen, daß Kerreßtur in der Gewalt der Magya­ren ist. Ebenso mußte die Post von Ofen nach Mis« ko'z umkehren, weil KöveSd von den Magyaren besetzt ist — Die von Debrezin in Pest ankommenden Frem­den werden von der Polizei verhört und mit dem strengen Befehl entlassen, Nichts zn erzählen. Doch ist man zieinlich gut unterrichtet, da der Befehl nicht allzusehr resp ctirt wird.

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

Bekanntmachungen.

Gesellschaft zum Schutze der Auswanderer

nach

Nord A m e r i k a.

Unter specieller Aufsicht der französischen Regierung.

■(186) Diese Gesellschaft, welche dem AuSwauderer die größte Sicherheit, verbunden mit den billigsten Preisen darbietet, befördert ihre Reisenden nur durch gut gekupferte, zweckmäßig eingerichtete Dreimaster-Schiffe erster Klasse. Die Passagiere sind einer Nachfordcruug niemals unterworfen, und eben so wenig verweilen dieselben in einem See­hafen länger als drei Tage; anch werden solche bis zu ihrem Emschiffungsort stets von einem Agenten begleitet, um nothigcnfallS mit Rath und That an die Hand zu gehen.

Die Unterzeichneten schließen gültige und gerichtlich beglaubigte UeberfahrtS-Contracte ab, und geben im Uebrigen auf franhrte Briefe nähere Auskunft.

D e r H a n p t - A g c n t:

Professor Mayer seit. zu Pockenheim bei Frankfurt a. M. Wilh. Helm, neue Kräme in Frankfurt a. M. Georg Brchl in Fulda.

K. W. Leipold in Gelnhausen. Peter Müller in Rettert bei Nastätten.

F. W. Gcilhausen in Coblenz. Christ Tellenbach in Cöln.

A. Hermens in Haffen bei ReeS. Schulz & Seelhof in Luxemburg.

nete Handlungshans, unter Zusicherung der pünktlichsten Besorgung sowie der Einsendung der amtlichen Ziehungslisten nach ftattgefundcner Ziehung. Verloosungsplau gratis.

Diorit« «F Stiebel, Banqnier in Frankfurt a. M.

N. S. Der Verloosungsplan liegt auf dem Comptoir dieser Blätter zur Einficht auf.

Verein jur Wahrung der Volksrechte.

(191) Mittwoch den 14. Februar. Tagesordnung:

1) Bericht der Commission über die Feier des 4. März.

2) Berathung einer Adresse an die Linke der National -Versammlung zu Frankfurt.

Sitzungslocal: 9tltsfa«er Hof.______

"^ Ilii9 luaMßié et paré.

Wegen der am Freitng bei der Frau Herzogin stattflnden- den Soiree wird der auf Freitag den 16. d. bestimmt gewesene Maskenball im Adler auf Samstag den 17. d. verlegt.

Zur Nachricht. Da man beabsichtigt, in denjenigen Orten, wo noch keine Agenturen für obige Gesellschaft bestehen, solche nunmehr anzunehmen, so sind Gesuche um Ägentur- Ucbcrtragung bittet an den vorgenannten Haupt-Agenten, Professor Mayer sen. zu Bockenheim franco einzusenden.

150)

Packet- zwischen Antwerpen und 9tew-Bork, am I. und 15.

Schifffahrt jeden Monats, für Cajuten- unb Zwischendeck - Passagiere.

Gastwirthschafts - Eröffnung.

(187) Einem geehrten Publicum zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich das Gasthaus zum schwarzen Bären käuflich übernommen habe, und die Fastnacht sie Wirthschaft mit einem Glase Geisenheimer 1846r Auslas eröffnen werde.

^"38. Montag und Dienstag Maskenball.

Höchst a. M., den 12. Februar 1749.

Coarail S*»ieiset.

(188)

Turnverein.

Samstag den 17. Februar, Abends 8 Uhr, findet im Saale des Nerothals eine außerordentliche Generalversammlung des Turnvereins Statt, zu welchem die Mitglieder desselben dringend eingeladen werden.Der Vorstand.

Am 1. März 1849 das amerikanische gekupferte Dreimaster-Schiff Luconia, von 050 Tonnen, Capitän Hamilton. — Am 15. März 1849 das amcr.kanische gekupferte Drei­master-Schiff Hector, von 700 Tonnen, Capitän Post.

Letzteres Schiff hat eine zweite Cajüte im Hause auf dem Verdeck.

Näheres über die Preise der Plätze ertheilt das allgemeine Geschättsburcan von

Carl Leyendecker in Wiesbaden.

Joh. Fr. Meckel in Herbon.

Dr. G. Strecker in Mainz.

Ant. Jos. Klein in Bingen.

Jos. Stock in Czreuznach.

Strecker, Klein u. Stock in Antwerpen.

Wohttttngsvermietliung.

(103) Die Wohnung, welche Hr. Lehmann 8 Jahre bewohnte, wird, da derselbe sein eigen Haus bezieht, leihfallig. Das Nähere bei

Philipp Rossel,

im goldenen Roß, Eck der Goldgasse.

(167) Es ist bei J. Strauß auf dem Michelsberg zu verkaufen: Eiu einspänniges, noch wenig gebrauchtes Chaisengeschirr, nebst Reitsattel und Zaum.

Großh. Badisches Staats-Anlehen von fl. 14,000,000

(178) Ziehung am 28 Februar in Karlsruhe. Hauptgewinne: fl. 50,000, fl. 15,000, fl. 5000, 4 5 fl. 2000, 13 5 fl. 1000 rc. rc. Acticn a fl. 1. 30 ke. empfiehlt das unterzeich­

(179) Zu der Wohnung des verstorbenen Hrn. Regterungs-Kammerrath Moritz, im Hause des Hr». Obcrsorstrath Dern, Markt­straße Nr 18, sind mehrere Zimmer, mit oder ohne Möbel, mit oder ohne Kost, an einzelne Herren oder Schüler, gleich oder bis zum 1. April billig zu vermiethen.

Wieöbadcu, 11. Februar 1849

E. E. Wolf.

Offene Stelle.

(144) Ein gewandter junger Mann, der sich bei einer Land-Obcrschulthcißerei ausge­bildet hat und nicht zu hohe Ansprüche macht, kann dauernd beschäftigt werden. Nur inner­halb 8 Tagen erfolgende Anmeldungen können berücksichtigt werden. Wo? sagt die Erpedi- tion dieser Blätter.

M e g e l M ü ß i g e

Verlag von H. Fischer und C. Ritter.— Druck der Ritter'schen Buchdruckerei.