Einzelbild herunterladen
 

Mcd, was Iic w slltcu. Habcu sic nur eine ein* »i^e stoche au^ßeübt , einen c t n31 ß c n von denen 'u 's Gefängnis) geworfen, welche sie seit so langer Zeit dort massenweise eingesperrt hielten? Haben sie euwn einzigen Blutstropfen vergossen? Rem! Sie haben im Gegentheil das politische Schaffet um- gesturzt und die Todesstrafe abgeschafft. Was haben nun ihrerseits die Noyalisten gethan, als sie wieder Herren wurden, diese Menschen, welche euch Schrecken vor den Republikanern einsagten? Sie provozirten die schrecklichsten Kämpfe, bruddr- mördtrische Schlachten, in Folge Lern, weil die Kerker zu enge wurden, um die Menge der Opfer in ( mpfang zu nehmen, sie in Masse proscribirteii, ohne Urtheil deportirten; transporrirten und Frankreich mit Verzweiflung und Trauer erfüllten. Wem verdankt ihr die allgemeine Wahl,' welche euch aus politischen Leibeigenen , die ihr wäret, zu Bürgern machte, euch Recht zutheilte, die man euch stets verweigert hatte, ui eure Hände eure Zukunft legte, die von nun an so sein wird, wie ihr sie gestalten werdet, weil sie einzig von der Wahl eurer Mandatare abhängt? Wem, so fragen wir, verdankt ihr die allgemeine Wahl, wenn nicht den Republikanern, den Rothen, wie Lic- jenmen sie nennen, welche schon daran denken, euch dieses souveräne Recht zu rauben? Die Republi­kaner haben alle Freiheiten eingeführt. die Freiheit der Presse und der Cirkulation der Schriften, die Versammlungs- und Assoziationsfreiheit. Die Roya­listen haben euch alles Das genommen, und wenn ihr ein wenig wartet, so werden sie euch noch etwas ganz anderes nehmen. Bereitet euch darauf vor, wie­der steuerpflichtige, fruchtbare Unterthanen zu werden. --Die Republikaner hatten euch bewaffnet, weil jever Bürger es sein muß, um den inneren Frieden aufrecht zu erhalten, und das Vaterland gegen Lie Gefahren von Außen zu schützen. Die Royalisten aber trachten überall nach Auflösung der Nationalgarden. — Die Republikaner wollten, daß der Kredit euch vom Wucher befreien, und daß man der durch das Kapi­tal erdrückten Arbeit zu Hülfe käme, um ihr die Thä­tigkeit wieder zu geben, und gleichzeitig eine billigere Vertheilung ihrer Früchte zn erzielen. Sie wollten, daß die Staatslasten nach Maßgabe des Vermögens auf einem Jeden lasteten. Die Royalisten erklär­ten, daß das abscheuliche Ausschweifungen, der Um­sturz der Gesellschaft, das Verbrechen der Verbrechen sei, welches sie allgemein unter dem Namen Sozialis­mus verfluchen. Die Republikaner hatten die eben so chikanenhafte wie unbillige Getränke st euer abgeschafft. Die Royalisten aber im Einklang mit den Ministern des Elisees verlangten die Wiedereinführung

^'.'■■ahL^l-—u.----JSÜLIIIJJ t .,11 ,.>. . ■!• . . ■ A __!-_U!La.l- ■

und noch außerdem eine Erhöhung der Briefportotare welche fast einzig'die Bevölkerung des Landes zu tra- ! gen hat. Die Republikaner hatten versprochen, die Freiheit andere Völker zu achten, und ihnen sogar 'N ihlSr Vertheidigung brüderlichen Beistand zu leisten. Die V.yaUsleu haben sich überall gegen sie auf Seite । der Könige gestellt. Mit der feigsten und infamsten $ Heuchelei haben sie die römische Republick zum Rutzen I des pabstlichen Despotismus erwürgt. „Das sind die ! Handlungen! Run urtheilt! Urtheilt über die Re­publikaner, die Rothen und Die, welche sic so sehr bei euch verleumdet haben."

Paris, 5. Febr (F. I.) Spät Abends. Paris ist ruhig. Einige Verhaftungen fanden heute statt; Abends einige Attroupemeuts bei St. Martin. — Die Legislative diScutirt wieder das Unterrichtsgesetz.

Die Ärbeiter-Associarèvuen. Unter diesem Titel finden sich in dem „Almanach de nouveau inonde“ für 1850 ein kurzer Bericht über die Entstehung der pariser Arbeiter-Associationen veröffentlicht, welchen wir unsern Lesern um so lieber mittheileii, als er manche irrige Vorstellung in Betreff dieses Thema's berichtigen dürfte:

Wir rufen uns den ersten Anfang der Arbeiter- Associationen und alle die Wechselfalle ins Gedächtniß, welche muthige Arbeiter Lurchmacheu mußten, um ihre ersten^ Einrichtungen zu treffen. Wir wollen nicht von ! den Schneidern und Sattlern, von den Spinnern u. i b w. sprechen, deren Associationen unter den Anspielen ' deS Luxemburg und Unterstützt durch die unablässige I Sorgfalt desselben gleich anfangs einen tüchtigen Vor- j sprung genommen und von der provisorischen Regie- I rung ein Local und Bestellungen erhalten hatten. Ob­gleich sie von Seiten der Verwaltung Hindernisse aller Art erfuhren und überall auf stets wachenden bösen Willen stießen, vermochten sie doch alle diese Hiuder- nisse zu beseitigen und sich endlich frei zu entwickeln. Die Commission des Luxemburg hatte die National- Versammlung überlebt. Ohne jede officielle Auetori- i tät, aber getragen von dem Vertrauen der Arbeiter, ' unternahm es die Commission, das Associationsprincip : zu verallgemeinern und über alle Industriezweige von ! Paris zu verbreiten, indem sie bei denjenigen den An- 1 fang machte, welche in unmittelbarster Beziehung zu den Arbeitern als Kunden stanven und deshalb die sicherste Aussicht auf Erfolg gewährten. Mit Ende Mai wurden die Statuten der Friseure und der Köche ausgearbeitet. Der Juni kam heran; die Reaction wurde allmächtig, und erst Legen Ende August konnten diese Körperschaften ihre ersten Etablissements eröffnen. Welche Hindernisse hatte man übersteigen müssen' :

Mau fand nicht einen Hausbesitzer, welcher ein Ge- schaftslocal vermischen wollte; kaum daß die Kaufleute gegen baares Geld die Waaren verabreichten, welche für die Kundschaft nöthig waren — und die Arbeiter durch neunmonatliche Feier erschöpft, waren so arm! Endlich öffneten die Friseure der Straße Gravilliers die Köche in der Chaussee du Maine, in der Straße Simon k Franc und der Barriere Pigale ihre Lodale. Man wiy welcher Erfolg ihre Anstrengungen krönte. Die Friseure der Straße Gravilliers zählten an einem Tage 3000 Kunden; 28 Arbeiter hatten vollauf zu thun und reichten Sonntags und Montags kaum aus; in der Chaussee bu Maine fand bei den Köchen ein ununterbrochenes Ab- und Zuströmen der Menge statt, ^eck diese ersten Versuche die Bedenken der Ar­beiter bestätigt hatten, entstanden von allen Sei­ten Associationen unter dem Volke. Aus der fol­genden Liste kann man sich überzeugen, welche Aus­dehnung sie bereits gewonnen, und welchen Aufschwuna man ihnen für die nächste Zukunft prophezeihen kann Die Assoziationen, welche sich am meisten vermehrt und die besten Geschäfte gemacht haben, sind die mit den Arbeitern in unmittelbarer Berührung stehenden, während es mit denen, welche es mit der alten Welt der Concurrenz zu thun haben, langsamer vorwärts geht. Die letztem vermögen nur vermittelst niedriger Preise, guter Arbeit uiib strenger Rechtlichkeit im Han­delsverkehr eine Kundschaft zu erobern, welche' sich nichtsdestoweniger nur mit Widerwillen ein findet. Einige Staatsbehörden verlangen außerdem von den Arbeitern sobald sie eine Assoziation errichten wollen, Nachweise von Geldmitteln, welche ihre Kräfte gänzlich überstei­gen. Das muß aber für die bestehenden Assoziationen gerade ein Grund mehr sein, sich ihr Geschick gegen­seitig durch gemeinschaftliche Verbürgung (Solidarität) zu sichern. Dann werden sie eine compakte Masse von unwiderstehlichem Einfluß auf den Gang der Industrie bilden. Sie können sich dann gegenseitig beistehen und die Errichtung neuer Affoziatioiien befördern, damit alle Arbeiterklassen der unschätzbaren Folgen theilhaftig werden, welche sich ans der Anwendung dieses großen Prinzips ergeben.

Die Liste, auf welche in dem Aufsatze Bezug ge­nommen wird, zählt in Paris 103 bestehende Arbeiter- Assoziationen auf, in welchen so ziemlich alle Gewerbe vertreten sind. Die zahlreichsten Assoziationen bilden die Friseure (11), die Schuhmacher (5), die Köche (11), die Tischler (3), die Weinhändler (3), die Hutmacher (3) und die Buchdrucker (3).

Verantwortlicher Redakteur: 3. Oppermann.

WeLSANKWSiPNWgeN.

M^ML- Alles schon dagewesen, ^^IÉ

nur noch keine

Kappenfahrt in Wiesbaden.

(114) Montag, den 11. d. M., Mittags 2 Uhr, wird von mehreren hiesigen Vereinen, die sich bereits permanent erklärt haben, eine große Kappenfahrt statt­finden, wozu wir alle Verehrer des Fasching höflichst einladen.

Die hieran Thcilnehmcnden versammeln sich am bestimmten Tage im Allee­saal, von wo aus die Abfahrt in offenen Glaswagen vor sich geht. Anmeldun­gen werden täglich Mittags von 1—3 Uhr vom Comito im Alleesacke entgegen- gcnommen, und hoffen wir, bei %r Neuheit des Unternehmens, ass eine recht zahlreiche Theilnahme.

Wiesbaden, den 7. Februar 1850. i Ä^g.® OOSBftilé.

CarnevaLs-Zug.

(117) Um es möglich zu machen, ein bestimmtes Programm aufzustellen, werden die Herrn, welche an dem Zuge Theil nehmen wollen, ersucht, sich wo möglich bis heute, Sam flog den 9. b. M., Nachmittags zwischen 1—3 Uhr beim Comite im Alleesaale auzumelden.

Ebenso werden sämmtliche Theilnehmer gebeten, Sonntag zwischen 1—3 Uhr in genanntem Lokale ihre Nummern abzuholen, da Niemand an dem Zuge sich betheiligen kann, der nicht eine solche vorzuzeigen hat._________5»see Cmmft*.

(1292) Durch Die H. W. Ritter'sche Buchhandlung in Wiesbaden ist zu be- ziehen:

KsmiMes VolkskstleAder für iss©.

Herausgegeben

von

Adolph Brenuglas.

Mit vielen Illustrationen von Th. Hosemann. Fünfter Jahrgang, broschirk. Preis 36 fr.

Frankfurt. ' Cours der Staats pap iere. Schluß der Börse.

Den 7. Februar 1850.

pEt.

Papier

Geld 1

Den 7. Februar 1650.

pEt.

Papier

Geld

Oesterreich

w M

1»

ff

V

ff

Pf

Pf

Preußen

Bayern Würtemb.

Baden

Pf

PP ______

Metalliques Obligationen ....

PP Pf '

ff ff ....

ff ff ....

Wiener Bank-Actieu..... 500 fl. Loose........

250 fl. L^ose von 1839 .... Bethmännische Obligationen , . .

50 Thaler Prâmien-Scheine , . . Staats-Schuld-Scheine a 105 . , Obligationen........ Bexbacher Eisenbahn-Actieu . . . Obligationen........

Obligationen........

Lotterie-Anlehen â 50 fl. von 1840 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . . .

5 4%

4

3

3

4

4*4

3%

3%

4%

3%

5

3%

84% 74% 66% 49% 44%

1212 149

95%

' 89% 82 84

95% 82% 99% 79% 54

33%

84% 74%’ 65%' 49%'

1 /e

1207 ' 148%

95 - 70 1 79%

103'% 89 1

83%' 95%' 82 ' 99%; 79%' 53'4 33 1

Darmstadt

Kurhessen

Nassau

Frankfurt

Holland

Spanien Polen

Sardinien

Obligationen........

Lottcric-Anlchcn von 50 fl. . . . 25 fl. Loose...... .

Friedrich-WilhelmS-Nordbahn . . 40 Thaler Loose bei Rothschild . . Obligationen........ Obligationen bei Rothschild . . .

ditto 25 fl. Loose . .

Obligationen........

ditto von 1839 ....

ditto von 1846 ....

Tannus-Eiscnbahn-Acticn â 250 fl. .

Jntcgr.-Obligatioucn..... Syndicats......... Innere Schuld neue Obligationen . Lotterie-Loose 300 ......

ditto 500 ......

36 Frs. Loose bei Gebr. Bethmann

3% 4

4%

4

5 3%

3 3% 3%

2% 3%

3

83% 90% 94% 73% 28% 45% 33%

103% 84% 24

79% 94% 89% 307

55%

29% 123%

81% _33%

83 89% 91% 72% 27% 46% 33% 10-2%

84% 23% 79

93% 89

305

55% 86% 29%

81

33%

Cours der Wechsel. 1

Den 7. Februar.___

Kurze Sicht

Zwei Monat

Gold- und Sllbcr-Sorten.

Neue Louisd'or............

Friedrichsd'or.............

Ducaten..............

20 Frank-Stücke ............

Hochhaltiges Silber..........

fl.

11

9

5

9

10

12

1

2

24

(Frk

fr.

6

52

40

37

3

45

32

f. I.)

Briefe

Geld

Briefe

Geld

Amsterdam, 100 fl. Cn. . . . Augsburg, 100 fl. Crt. . . . Berlin, 60 Thlr...... Bremen, 50 Rthlr. in Lmnsd'or. Hamburg, 100 Mrk. Bco. . . . Leipzig, 60 Thlr......

„ in der Messe .... London, 10 Livr. St..... Lyon, 200 Fr....... Paris, 200 Fr...... Mailand, 250 Lir. Austr. . . . Sien, in 20r 100 fl. C.-M. . . ^ie conto ........

100'/2

105%

98’/a

105%

121%

95’4

95’/8

106%

100% 120

88%

99%

120%

100

87%

1%

Druck und Verlag der E. Ritter'sche« Buchdruckerei.

(115) Eine perfekte Köchin, die schon seit mehreren Jahren in sehr frequenten Gasthö­fen ohne Beihülfe eines Koches conditionirte, sucht zu Anfang April eine Stelle. Anskunfk ertheilt die Expedition d. Bl.

Berlsrâ.

(116) Eine goldene Doppelnadel, mit einem von Granaten besetzten Knopf, wurde gestern Abend in der Stadt verloren. Der redliche Finder wird gebeten, solche in der Expedition d. Bl. gegen eine angemessene Belohnung ab­zugeben.

Samstag den 9. Februar findet der vierte und letzte

Gefellschasts - Ball

im Gasthaus zum Adler statt.

(112) 3£ <«<•#;.

GB Es sind Kapitalien in Tjeder Größe stets zu haben V 7 ; vnrch Friedrich Schauß in

* Wiesbaden, Marktplatz Nr. 12.

(1) G. Aßmann, Langgasse, kauft fort* während Fässer verschiedener Größe.

Theater zu Wiesbaden.

Samstag, den 9. Februar. Der Jude, Schauspiel in 4 Akten, nach Richard Cumberlands englischem Ori­ginale.