gange von her Ausrüstung einer neuen Flotille gegen die Römischen Demokraten. Es hieß sogar schon, die Negierung habe Befehl gegeben, in Toulon für Civita Vccchia 7 bis 8000 Mann einzuschiffen. (N. NH.Z.)
Großbritannien.
London, 13. Jan. Allem Anschein nach bereitet sich in dem hiesigen Ministerium eine Krisis vor. Lord J. Russell soll in Folge eines Zwiespalts mit 'seinen Eollegen über eine erledigte Stelle zurückzatreten gesonnen sein.
Ungarn.
Czerniowce, 3. Jan. Seit einigen Tagen ist die hiesige Besatzung und die Einwohner in der grössten Bestürzung; die Neuigkeiten von Siebenbürgen sind die Quelle ihres Schreckens; die Sachen haben dort für die österreichische Armee eine ungünstige Wendung genommen. Die Abtheilung des Generals Wardyner ist fast aufgerieben und ein Theil ihrer Ueberreste ist mit dem Oberst Blonski .nach ^ der Grenze von Buko- wi ia geflüchtet, und der andere, mit dem General Wardyner, ist bei Klausenburg von d.r ungarischen Armee- umringt werden. — Es kursiren hier die Namen der Offizilre der früher hier stehenden Besatzung, die im Kampfe gefallen sind; die Zahl der Veiwundttrn und Erfrorenen ist sehr bedeutend; man sendet von Eier- mvwce einen Regimentsarzt, um die Kranken zu pflegen. — Der General Bem hat einen großen Schrecken über Siebenbürgen verbreitet; die Wallachische Bevölkerung vereinigt sich j-tzt mit den Ungarn. Man befürchtet einen Einfall der Ungarn in die Bukowina. Um dem voizubeugen, sendet man 6 Kompagnien von Bukowina nach der sicbenbürgischen Grenze aus; mit diesen sollen sich vereinigen diejenigen Truppen, die vom ezartkaner^-stanislauer Bezirke ausgerückt sind; man erwartet auch einen bedeutenden Theil der Lem» berger Garnison mit 36 Kanonen. Der General Mal- kowsky soll dieses neue Korps nach Siebenbürgen führen.
Der Grenzcordon zwischen Bukowina und Moldawien ist aufgehoben, da die Grenzbataillone nach der
fiebenbürgischen Grenze aufgebrochen sind. Die Schmuggler benutzen dieses, um türkischen Tabak auf Frachtwagen hinüber zu bringen. ' (N. D. Z.)
Nachschrift.
Detmold, 13. Jan. Heute hat unsere Regierung auf Befehl der Centralgewalt die Grundrechte des deutschen Volkes im Regierungsblatte puMicirt
Paris, 13. Jan. (N. D.Z.) So oft die Nationalversammlung eine wichtige Sitzung hält, werden die zu ihrem Schutze getroffenen Vorsichtsmaßregeln verdoppelt und verdreifacht. Auch gestern war dies wieder der Fall. Vater Marrast hatte sogar außer der Infanterie und Kavallerie noch für Geschütze gesorgt und Chan- garnier ertheilte in höchst eigener Person von den Tuillerien aus seine Befehle. Gestern handelte es sich nämlich um die eigene Lebensfrage der Versammlung selbst: der Vorschlag des Herrn Rateau, sich in Wohl- gefallen aufzulösen und einer späteren legislativen oder vielmehr dem offenen Königthum Platz zu machen, kam zur Diskussion. Alle europäischen Völker, die in Folge der Revolution Konstituanten berufen haben, theilen in dieser Beziehung dasselbe Schicksal, sie werden von ihren eigenen Schöpfungen verrathen. Wenn irgend wo, so ist es bei uns im vollstem Maße der Fall. Hat sich somit auf der einen Seite die hiesige Natwnalver- fammlung dadurch, daß die gegen sie von den Royalisten erhobenen Stimmen im ganze Lande Anklang fanden und in ihr selbst fast bei der Mehrzahl Ausdruck erhielten, das glänzendste Armuthszeuguiß ausgestellt, so ist auf der andern Seite doch nicht zu übersehen, daß es in der Bedeutung der vorliegenden Frage für das Land dakauf ankam, von zwei Uebeln daS kleinste zu wählen und lieber ein größten Theils verhaßtes Institut beizubehalten, als der frechsten royalistischen Reaction Thür und Dhvr zu öffnen. Denn auf nichts anderes als den Umsturz der jetzigen Verfassung und Staatsgewalt kam es dem Hrn. Rateau und Anhang an. Wäre irgend noch ein Zweifel darüber vorhanden, so würde er am Besten durch die Rebe des Hrn. V. Montalembert, des Jesuitenpatrons und
Zöglings, widerlegt, welcher natürlich für die Proposition sprach. Der tüchtigste von allen Rednern war diesmal Pierre Napoleon. Er sprach als offener Republikaner und erklärter Feind der Reaktion, der bereit ist, jeden Restanrationsverfuch, selbst einen kaiserlichen, mit den Waffen zu bekämpfen. Diejenigen, sagte er, welche sich heute gegen die Versammlung erheben, sind Verblendete Schuldige und Undankbare. Es ist Zeit, diesen Rebellen Stillühwekgen aufzuerlegen." Daher, ohne es zu wollen und zu wissen, sprach Odillon Barrot ein sehr wahres Wort. Er erklärte sich für die Auflösung der jetzigen Versammlung, weil er zwischen derselben und den Präsidenten gestellt, leicht an der Spitze des Ministe, iums bleiben könne. Herr Barrot steuert natürlich auf sein Ideal, das konstitutionelle Lügenspiel, loS und sieht deßhalb auch nicht ein, daß sich die Souveränetät nicht theilen läßt, und daß ein aus der Versammlung hervorgegangener Konvent all diese Konflikte nicht hätte aufkommen lassen. ES ist richtig, eins von beiden Instituten muß vernichtet werden; eS fragt sich nur welches? Herr Montalambert hat übrigens dadurch, daß er die republikanische Majarität in zwei Lager spaltete, für seine Partei den Sieg errungen indem 400 Stimmen gegen 396 sich dafür ausgesprochen, die Rateausche Proposition in Erwägung zu ziehen. Sie wird jetzt einem Komite überwiesen, welches Bericht zu erstatten und ein Dekret vorzulegen hat. Das Komite wird sich seine Zeit nehmen, weßhalb die praktischen unangenehmen Folgen des Vorschlages vorläufig abgewandt sind. —
Paris, 15. Jan. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung wurde zur monatlichen Präsidentenwahl geschritten. Bei 721 Votanten wurde Herr Armand Marrast mit 477 Stimmen wieder gewählt; 221 Stimmen fielen auf Hrn. Dufaure. Es wurde in dieser Sitzung die Berathung des organischen Gesetzentwurfes in Betreff der Organisation des Staats- rathes begonnen.
Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.
(.«ui Gesellschaft jum Gesuche
der
Auswanderer ii<td> Nord - Amerika,
unter specieller Aufsicht der französischen Negierung.
Diese Gesellschaft, welche dem Auswanderer die größte Sicherheit, verbunden mit den billigsten Preisen barbietet , befördert ihre Reisende nur durch gut gekupferte und zweckmäßig ein. gerichtete Dreimasterschiffe erster Classe. Die Papagicre sind einer Nachforderuug niemals unterworfen und ebensowenig verweilen dieselben im Seehafen länger als drei Tage; auch werden solche bis zum Einschiffungsort stets von einem Agenten begleitet, um nöthigen Falles mit Nath und That an die Hand zu gehen.
Bei dem großen Zudrang der Auswanderer für das nächste Frühjahr ist es ratsam, daß diejenigen, welche im Februar oder März 1849 nach New-York auszuwanderu beabsichtigen, sich jetzt schon ihre Plätze sichern, damit sie nicht zu ihrem Nachtheil zurückbleiben, oder bei Schiffsmäklern die Plätze theuer bezahlen müssen.
Die Unterzeichneten schließen gültige und gerichtlich beglaubigte Uebcrfahrts-Contracte ab und geben im klebrigen aus frankirte Briefe nähere Auskunft.
Der Haupt-Agent Der Agent
Professor Mayer sen. Wilh. Helm
Bockenheim bei Frankfurt a. M. zn Frankfurt a. M. (neue Kräme.)
Zur Nachricht:
Da man beabsichtiget, in denjenigen Orten, wo noch keine Agenten für obige Gesellschaft bestehen, solche nunmehr auzuuehmen; so sind Gesuche um Agentur-Uebertragung direct au den vorgenannten Hauptagenten, Professor Mayer sen. zu Bockenheim franco einzusenden.
(79) Soeben ist erschienen und zu haben in den Buchhandlungen von Heinrich Fischer und H. W. Ritter:
Geschichte der deutschen demokratischen Legion aus
Paris von einer Hochverrâtherin (Emma Herwegh.) geh. 27 kr.
(80) Soeben ist erschienen und zu haben in den Buchhandlungen von Heinrich Fischer und H. W. Ritter:
Der achtzehnte September in Frankfurta/^ herausaege- ben von C. Vogt. Vrosch. 24 kr.
(1530) In den Buchhandlungen von Heinrich Fischer und H. W. Ritter in Wiesbaden sind einzeln oder buchweise um billigen Preis zu haben:
F o r hi 11 larc
zur
Erklär u n Z
über
den Betrag des nach dem Gesetz vom 1L November 1848 der wachsenden Einkommensteuer unterworfenen
Einkommens.
Nachricht für Auswanderer.
(71) Unterzeichnete Agentur der amerikanischen Schifffahrt, empfiehlt bestens ihre sich seit Reihen von Jahren sicher und gut bewährte Ueberfahrt nach den sämmtlichen Staaten Amerika's.
Zur Sicherheit der Auswanderer wurde von mir bei der Großherzoglich Hessischen Negierung die gehörige Caution geleistet, wonach die Verträge nach Vorschrift des Ministerial-Rescripts vom 16. März 1847 ausgefertigt werden. — Die Abfahrt kann von Biebrich, Bingen oder Coblenz geschehen.
Worms im Januar 1849.
Joh. Bapt. Adams, concessionirter Agent.
Nähere Auskunft ertheilt Herr Frz. C. Nathan in Wiesbaden.
Bekanntmachungen.
(1442) In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist soeben erschienen und zu haben:
Die
Gemei n de - -Or - nuna
für das
Her;oAlhum Nassau,
wie solche von den Volksvertretern berathen , beschlossen, von der Staatsregierung genehmigt und publicirt worden ist nebst
Ordnung
für die
Wahlen des Bürgermeisters, der Gemeinderäthe und des Bürgerausschufses.
Preis 9 Kreuzer.
(58) Anzeige.
Um dem mehrfach verbreiteten Gerücht zu begegnen, als sei ich gesonnen in Folge meiner neuen Stellung meine Buchhandlung aufzugeben, sehe ich mich zu der Erklärung veranlaßt, daß mein Geschäft
nach wie vor
fortbestehen wird.
Auch für die Folge wird für prompteste Bedienung meiner Kunden gesorgt werden, wie ich überhaupt mein Geschäft meinen Mitbürgern bestens empfohlen halte.
Wiesbaden, den 15. Januar 1849. Heinrich Fischer,
Buchhändler.
(77) Herr Gerichtsvollzieher Landsrath dahier sucht einen zweiten Gerichts- vollziehergehülfcn, welcher im Schreiben erfahren und ein gutes Zeugniß aufzeigen kann; der Lusttragende wolle sich bei demselben alsbald melden.
(1615) Bei Unterzeichnetem sind zwei fehlerfreie braune Zugpferde aus der Haud zu verkaufen. Liebhaber wollen sich mit demselben benehmen.
Winkel, den 18. Dezember 1818.
Nikolaus Beringer senior.
(22) Der Unterzeichnete ist gesonnen, wegen Wohnortsveränderuug sein Wohnhaus in der Oberwebergaffe, mit Hintergebäunde und Stallung , nebst einem Garten mit vorzüglichem Frühobst, Bleichplatz und einem sehr guten Weinstock ganz oder theilweise zu vermietben. Dasselbe sann gleich oder auch später bezogen werden. Adam Eichhorn,
Hofkorbfabrikaut.
(72) Das Wohnhaus Nr. 14, Taunusstraße, ist ganz oder getheilt zu vermiethcn oder zu verkaufen.
(74) In Hochheim wird ein junger Mensch in die Lehre gesucht, das Metzgerhaudwerk zu erlernen. Wo? sagt die Expedition.
(42) Hiermit zeige ich einem verehrten Publikum an, daß ich meine frühere Wohnung in der Oberwebergaffe verlassen^ und dagegen eine Wohnung in der Mühlgasse Nr. 4 bezogen habe. Indem ich meine bekannten Korbwaaren bestens empfehle, bemerke ich, daß ich alle mir zu Theil werdenden Aufträge und Reparaturen bestens anSführen werde.
Adam Eichhorst,
Hofkvrbfabrikant.
Edictalladung.
(76) Ueber das Vermögen des Friedrich Brenner von hier ist der Con- cursprozeß erkannt worden.
Dingliche und persönliche Ansprüche an der Masse find
Donnerstag den 1. Februar k. I., Morgens 8 Uhr,
hier geltend zu machen, bei Vermeidung des Ausschlusses.
Wiesbaden, den 29. Dezcmb. 1848.
Herzoglich Nassauisches Amt Winter.
(70) Ein fleißiges, reinliches Mädchen, welches bürgerlich kochen kann und alle Hausarbeiten gründlich versteht, auch mit Kindern umzugehen weiß, wird gesucht. Die Expedition dieses Blattes sagt wo?
Berlaa von H. Fischer und C. Ritter. — Druck der C. Ritter'schen Buchdruckeret.
