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thum beschlossen, und diese ist bereits nach Frankfurt abgesendet worden. Alle Parteien stnd gegen ein erb, liches und namentlich gegen ein Kaiserthum F-üdrich Wilhelms. fM. Abi.dzZ

Italien.

Die englisch-französische Vermittelung auf Sizilien hat ein sch nahliches Ende. Ferdinand hat den zwei Großmächten in Höst chen Worten förmlich die Thür gewiesen, indem die Antwort aus William Trinpli's Ultimatum auf alles eingeht, was dieses Ultimatum verlangt, ausgenommen die Hauptsache: eine selbststän­dige Armee für Sizilien. Nun hat die Erfahrung ge­lehrt, daß die Neapolitaner-Bon bonen mit der Heilig­keit des Eides ihr Spiel treiben und daß nur ein sizi- lianisches Heer d e zu gewährende Verfassung gegen die Meineidigfeit Ferdinands schützen könnte. Letzterer hat den Kaiser von Ruhland hinter sich, welcher die Ver­träge von 1815 will aufrecht ei halten wissen. Die Gesandten der Großmächte haben auf die Antwort Ferdinands erwidert, sie wollten neue Instruktionen bei ihren Regierungen einho'en. Unterdessen rüstete sich der Bourbone zn einer neuen Unternehmung gegen Sizilien. Die sizilianischen Truppen sollen sogar diesmal den Krieg beginnen, und bereits von Palermo gegen Mes­sina im Anzuge sein. In Neap l war das Gerücht verbreitet, daß die Regierung die Vorauszahlung der ganzen Steuer für 1849 verlangen würde, Behufs Be­streitung des Krieges gegen Sizilien. Nach dm Cor- 'kspondenten der „Times" soll der Krieg von Seiten Neapels erst nach Beilegung der päpstlichen Differenz und nach Verstäi kung der Armee durch frische Truppen mit Nachdruck fortgesetzt werden. (K. Z.)

Turin, 5. Jan. Durch königl. Decret vom 30. Dezember ist die Deputntenkammer aufgelöst. Die Wah collegien werden sich am 15. Januar versammeln und ras Parlament ist für den 23. deS gleichen Mo­nats zusammenberufen. (Bas. Z.)

Spanien.

Madrid, 2. Jan. Zu Anfang der heutigen Kam- mersitzung wurde das Ministerium wegen Catolonien intcrpeUirt. Der Minister des Innern bat jedoch, erst nach beendeter Adressediscussion darauf antworten zu dürfen. Dies wurde bewilligt.

Man spricht in einigen Kreisen von einem neuen carlistischen Vorhaben, in Navarra eine Schilderhebung zu versuchen. Die Regierung hat deßhalb einige Ba­taillone nach der Grenze marschiren lassen, um einem etwaigen Versuche vorzubeugen.

Es geht das Gerücht, daß in Folge einiger Miß­verständnisse, welche dem General Concha und den höheren Offizieren seiner Armee in Eatalonlcn ent­standen sind, diese letzteren zurückbernfen werden würden.

Großbritannien.

London, 8. Januar. Die „Times" zeigt heute an, daß Ritter Bunsen, auf eine Aufforderung des Königs von Preußen hin, am Samstag nach Berlin abgereist ist, um einestheils an einer Konferenz in Betreff der schleèwig-holstein'schen Frage Theil zu neh­men, und außerdem die schließlichen Instruktionen in Empfang zu nehmen, die wegen einer Aussöhnung des Königs vdn Dänema k mit den Herzogtümern näch­stens in London vor sich gehen werden.

Die heute eingetroffene westindische Post bringt keine Nachrichten von Bedeutung. In Jamaika lag der Handel fortwährend darnieder.

Frankreich.

Paris, 8. Januar. Wir finden über die Lage VenecigS folgende Beschreibung von der Prinzessin Bc!- gio >oso.

Jede belagerte Stadt hat Vieles zu erdulden; aber es gibt Leiden, die Venedig allein nur kennt. Zu dem Ende braucht man nur zu wissen, waS das Blokus einer Stadt bedeutet, Die auf den Fluthen des Meeres gebaut, deren Straßen Kanäle, deren Gärten Teiche sind, und die alles von Außen erhält, von der gering­sten Pflanze bis zum trinkbaren Wasser. Um düsen Zustand zu ertragen, muß man jene Ruhe und Aus­dauer besitzen, die zu allen Zeiten die Venetianer aus­gezeichnet haben. Aber keine Klage vernimmt man, und man sieht die ärmsten Leute munter diökutiren auf der Straße, den Stufen der Kirche u. s. w. die Reichen stehen mehr aus, als wir; oder vielmehr, es gibt keine Reichen mehr. Es gibt keine Venetmanerin mehr, die ein Armband, eine goldene Kette oder einen Cachemire besitzt. —

— So eben läuft das Gerücht, das Jesuitenmi- nisteeium trete zwar ab, doch trete der bekannte greise trockene Schleicher, Graf Male, Metternichs persön icher Freund, ein. Mög ich, daß man auf alle Weise einen Straßenkonflikt provociren w U. „L'Evenement", bona- partistisches Blatt unter Victor Hugo und Dumas, verlangt bereits zwei Kammern mit einem unverant­wortlichen Präsioenten der Republik. Huirah, die Todten reiten schnell. Diesen bodenlosen und zugleich grotesken Infamien gegenüber thuen Erscheinungen wohl, wie z. B. das wackere Auftreten Eugen Sue's, des Verfassers der „Mysterien von Paris". er hat ein v el# g Pfeiles republikanisches Volks- speziell BaurrnbüHlein „d^r Schäfer van Krayan" geschrieben. Die social- d mokratischen Ueberzeugungen machen bei den soge­nannten höheren Ständen" endlich jetzt auch den Fort­schritt der bei denen des Volkes schon längst ihnen zu Theil ward; und Prouohon's Unstern will, daß gerade er —gleich Orpheus den Manaden — in die unerbittliche Feder von D maiselle Henriette G., einer ausgezeichneten Kla­vierlehrerin (sie gewann neulich den Preis), fallt; der „düstere Philosoph des Elends" hatte bekanntlich seine vielleicht etwas schroffen Ansichten über die Stellung des Weibes in der künftigen Gesellschaft, in ziemlich un­sanfter Redeweise schriftlich wie mündlich au den Tag gelegt, und sofort schleudert eine „kühne Philosophin des Herzens" eine Bannbulle worin sie runft: „Emst wird auch ein Weib auftreten, dialektisch im Gefühe reformi« rend wie Sie, ernster kalter Magister, im Beistände. Sie sprachen: le propriété c’est je vol: Privatbesitz ist Diebstahl."

„Wohlan denn, ich rufe den jenem parallelen Satz: le propriété c’est le viol en fait d’amour, in der Liebe ist Privatbesitz gleich Nothzucht." Man Denfe sich den Jubel aller Reaktionsblätter über Proudhon's „Sittenstrenge", und heiligen Zorn über den „Baby- lo lümus der Socialdemokratinnen." — Mickiewicz, RybinSki und andere altaristoratische oder neumystische polnische Emigranten haben Bonaparte feierlich besucht; in einer schönen Rede forderte ihn der große Dichter und Anhä ger Towianski's auf, für Polen das

Schwert zu ziehen; der Prinz wußte aber nicht recht etwas zu antworten, undZnoch weniger weiß er etwas zu thun. (N. Rh. Z.)

9k a ch sch r i f t.

In Lübeck stößt einer Cor-efpondenz der „Hambur­ger Börse«,Halle" zufolge die Verkündigung der Grund­rechte mit Gesetzeskraft auf Schwierigkeiten.

Kopenhagen, 6. Jan. In der heutigen Sitzung des Reichstages wurde Grundtwig's Antrag: „Die Reichsversammlung möge im Namen des dänischen Vol­kes den Wunsch aussprechen, die Regierung wolle, un­ter Vermeidung fruchtloser Friedensvcrsuche, die ganze Macht des Reichs aufbieten, um den schleswi z-holstci- nischen Aufruhr zu unterdrücken, und Dänemark die volle Gewalt über das Herzogthum Schleswig, „das alte Süd-Jütland", zu verschaffen;" auf O t t e r st r ö m's Vorschlag, ohne Verhandlung mit 103 gegen 28 Stim­men abgewiesen. „Fädrelandet" bemerkt dazu, wie cs nur verünftl'g gewesen, jenen ausschweifenden Antrag nicht den Chancen einer Diskussion zu unterwerfen. — Eine Bekanntmachung der Post besagt, daß fortan bis auf Weiteres jeden Abend Briefe und Zeitungen über Kolding nach den Herzogthümern und dem Ausland befördert werden.

Paris, 9. Januar. In der heutigen Sitzung der Nat onalversammlung wurde über eine Neuwahl, die auf Korsika stattgefunden, nun die auf Hrn. Louis Lu­cian Bonaparte gefallen, B richt erstattet. Der Aus­schuß beantragte Annullirung dieser Wahl, da bei der­selben einige Unregelmäßigkeiten stattgefunden hatten. Hr. Louis Lucian Banaparte bemerkte: die Versamm­lung könne wohl seine Wahl annulieren; dann aber werde ihn nicht mchr eine Mrjortität von blos 1500 Stimmen in diese Versammlung schicken; denn diesmal werde die Wahl, nachdem gewisse Beamte von Corsika entfernt worden seien, frei von jedem Einflüsse sein. Die Versammlung sprach sich mit großer Majorität für die Annullirung der Wahl des Hrn. Louis Lucian Bonaparte aus. Bis 4y2 Uhr kam nichts weiter von Belang vor. (F. I.)

Für die Hinterbliebenen Robert BlumS

sind bei der Redaktion der Freien Zeitung weiter ein­gegangen: fL kr.

67) Von einem Mitglied des Gesang­vereins in Idstein.....1 45

68) Von mehreren Mitgliedern des Ver­eins zur Wahrung der Volksrechte in Walstorf .......2 30

69) Nachfeier einzelner Freunde Robert Blums, eingesandt durch Dilger iu Idstein ........ 7 —

70) Von A. Herber tu L. Schwalbach 36 Summa 11 51 Uebertrag 625 32% Summa 637 23%

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

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Bekanntmachungen.

(49) Fliedner 8f Comp. in New-Aork empfehlen allen deutschen Aus­wanderern, insbesondere den Cajüten- und Stcerage- Passagieren, ihren neu eingerichteten Gasthof zum Greenwich Monse, Greenwich Straße Nr 82, nahe am North River. Bei den vielen Prellereien, deren so manche deutsche Emigranten in den hiesigen Gasthöfen ausgesetzt sind, kann es Jenen nur erwünscht sein, nach einer langen, beschwerlichen Seereise, einen soliden Gast­hof zu finden. Wir bitten über unsere Realität und gute Bedienung bei der uns schräg gegenüber stehenden Agentur der deutschen Gesellschaft Nro. 95 Erkundigung einzuziehen nnd keinem Mackler Gehör zu schenken, da wir solche nicht unterhalten.

New -Mork, den 24. November 1848.

Fliedner H' Comp.

a-, Segel-Schifffahrt

Da die preußische Regierung sich erboten hat, znr Aushülfe der Segelschiffer des Rheines denselben die Anschaffung von Dampfschiffen zu erleichtern, so kommt es darauf an, zu ermitteln, auf welche Weise ein Schleppdienst einzurichten ist, und mit welchen Mitteln jeder der Schiffer beizutreten vermag, wie auch zur Gründung eines Schiffer-Vereines. Alle dentsche Segelschiffer zunächst, welche einem solchen Unternehmen beitreten wollen, werden aufgefordert sich

am 20. Januar 1849 Morgens 9 Uhr in Coblcnz bei Unterzeichnetem zu einer Versammlung anzumelden und dabei ihre Patente, wie auch die letzten Gewerbsteuerquittungen mitzubringen.

Coblenz, den 10. Januar 1849.

Leonhard Tillmann.

Mrerhach's Dorfgeschichten.

Vierte Auflage. Mit Holzschnitten, 1848. geh. 1 fl. 45 kr.

Vorräthig in der Buchhandlung von Heinrich Fischer und in der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden. (1584)

(1442) In der H. W. Ritter'schen Buchhandlung in Wiesbaden ist soeben erschienen und zu haben:

Die

Gemeinde-Erdnung für das Her^ogtÜum Nassau, wie solche von den Volksvertre'te 'n berathen, beschlossen, von der Staatsregierung genehmigt und publicirt worden ist nebst Ordnung für die Wahlen des Bürgermeisters, der Gemeinderathe und des Bnrgerausschufses.

Preis 9 Kreuzer.

Jodin - Seiden - Taffent für Skropbcl-Krankheil überhaupt und speciell gegen Drüsen-Anschwellungen u. Verhärtungen aller Art ist stets vorräthig bei J. L. Seibert in der Langgasse.

K. Willer'scheè Schweizer Krauter-Oel; A. Nowiand'S Macassar-Oel zu 2 fl. 3 kr. und Kalydor, Waschwasser zu 2 fl. 38 kr. die Flasche; Rowlaud's Odonto, Perlzahnpulver 3 t fl. 45 kr. per Dose; Flüssiges Eautchauc; Hübucraugen- Pflaster von Gebrüder Leutner; Wahler'scheè Zertheil- und Heilvflaster; Eau de Cologne von Johann Anton Farina; Arsenik- sreien Schwefel in Schnitten; Syrop Cupillacre für Brustleidcn rc. zc. bei

(50) J. L. Seibert in der Langgasse.

(52) Im Badehaus zur goldenen Kette sind Zimmer zu vermiethen.

(51) Ein solides Hausmädchen, welches mit guten Zeugnissen versehen ist, kann sogleich eine Stelle erhalten.

Ein gewanndter Hausknecht kann so­gleich in einer nah gelegenen Stadt eine Stelle erhalten.

Ein braver Laufbursche findet sogleich Anstellung durch das Geschäfts-Bureau von Earl Leyendecker.

(1643) Es wird ein Eiusteher^auf Nro. 62 gesucht, wo möglich ausgedienter Soldat. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes.

Verlag von H. Fischer und C. Ritter. — Druck der C. Ritter'schen Buchdruckerei.