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selbe siegn, und damit man im Auslande den Charak­ter des Kampfes kenne, wollen wir hier die Kriegsgc- schichte in aller Kürze m itheilen. jßrnigc Tage nach der Junischlacht (am 5. Juli) setzte die Nationalver­sammlung, noch warm in ihrem Siegesgefühle, einen Ausschuß nieder, der ihr ein Gesetz ausarbeiten sollte, nach welchen der in Frankreich so heilloS vernachlä st,te Voikèschulunte richt endlich gebessert werben solle. Car- nvt, der Minister der provisorischen Regierung, hatte ihr zwar schon Entwürfe vorg^legt, aber sie schienen ihr zu atheistisch, und selbst die Ekleriker rochen in diesen Entwürfen Luxemburger AibeiteiParlamente und Kom- muliiSiuus. Darum ernannte sie eine Kommission oder einen Ausschuß, an dessen Sp tze sich der bekannte Mit- «tbrilcr des Journal oei Debats, Herr Barthelemp Saint - Hilaire stellte. Seit dem 5. Juli hält nun Bartheiemp 54, sage vier und fünfzig Sitzungen, von denen keine unter drei Stunden dauerte und in welchen kein Stein aus dem andern in dem Cariior'schen Ent- wu f gelassen wurde. H.rr Barthelemp Saint-Hilasie und seine Kollegen waren endlich dahin gelangt, ein neues Gesetz von mehr als hundert Artikeln zu vollen­den und der Nationalversarnm'ung vorzulegen, als Fal- lour, der neue Unterrichrsmimster, gestern im Montteur das mühsame Werk der Eklektiker „rnadmissible" erklärte und durch Ernennung neuer Kommissionen mit Einem Schlage vernichtete! Man kann sich den Schrrcken leicht denken. Wie eine Bombe fiel die Fallour'sche Pnuiärunterrichtscomnussion in das Lager der Ek.ektiker und Voltairianer. Barthelemp kannte sich vor Groll nicht mehr und rief gestern dem Munster zu, daß er .ertraparlamentarisch" gehandelt habe! Repellin ging noch werter und sagte laut, daß dem Minister kein Recht zustehe, eine solche Commijsion zn ernennen; die Unter- richtsfrage sei ein organisches Staatsgesetz und hiefür stehe Niemanden die J-a'tiative zu, als der Nat. -Ver- sammlung selbst. Odilon Barrot wies dem Vorwitzi­gen noch, daß es gegenwärtig in Frankreich zwei souve­räne Staatsgewalten gebe und die Verantwortlichkeit der Handlungen dir Nationalversammlung auch auf dem Gewsseu d s Ministerium- läge! Dupont aus Bussac

wollte diese Verwegenheit mit einem motivirteu Tadel strafen, doch Marrast begnügte sich, das Recht der Jni- tia'ive der Nationalversammlii rg dadurch zuzuerkennen, daß er die Bildung einer neuen Kommission auf die heutige Tagesordnung setzte. Sv weit wäre jetzt die S.placht zwischen den Jesuiten und Voltairianern vor­gerückt. Wrr werden dem Verlauf derselben genau folgen.

_ Paris, 5. Jan. (N. NH.'Z.) Miroslawski ist von Sicilien aufgesord.rt worden, den Oberbefehl über die Truppen bei dem auss Piene bevorstehenden Kampfe gegen den Henker von Neapel zu übernehmen.

Fast alle Minister unter Louis Philipp befinden sich jetzt in Paris. Wie scheu bereits Cumu-Geidame, Dumont, Hebert, Trezel und Jayr. Hr. Guizot wird morgen erwartet.

Man vei sichert, daß R pneval statt Oudinots nach Peteisburg als Gesandter gehe.

Rom, 25. Dezbr. ('N. Rh Z.) Der Kriegsmi­nister svidert die Bürger auf, sich zur Armee einschrri- ben zu lassen, alS dem cinz-gen Mittel, die Unabhän­gigkeit Italiens zu erobern.

9è aeh schrift.

Hamburg, 6. Jan. Ein Schleswiger Correspon- bent meldet, daß am 4. b M. in Folge der Nachricht, daß der Friede mit Dänemark auf der Grundlage einer scheinbaren Selbstständigkeit Schleswigs, also Trennung von Holstein, geschlossen werden solle, in Schleswig eine allgemeine Bürgerversammlung gehalten und in derselben eine sofort mit zahlreichen Unterschriften ver­sehenen Adresse an das deutsche Reichsministerium ge­gen ein solches Projekt beschlossen worden sei. Ver- sammlungen zu Demselben Zwecke stehen in den Land- distrikten bevor. (H. C.)

Wien, 4. Jan. Das Haup'quartier des Fürsten Windischgräß ist nach Katz vorgeschoben, die Vorposten des Banns stehen unfern von Of n. Eine für Pesth vorgrschlagene Kapitulation soll Windischgrätz zurückge.

wie!en haben: er unterhandle nicht mit Aufrührern. Die Nachricht von der Einnahme Esseks war voreilig. Es war umschlossen, ebenso Römern, in das sich viele un­garische Edelleute geflüchtet haben sollen. Der rechte Brückenkopf ist bereits genommen. Von Pulszkp hieß es, er sei nach Dreslau^ertkommen.

Wien, 4. Jan. Die verbreitet gewesenen und von der „Ostdeutschen Post^mitgetheüten Gerüchte von der Besetzung Pistb's durch die f. k. Truppen haben sich bis j ht noch nicht bestätiget. So viel ist aber gewiß, daß die Armee vor Pesth und Ofen st.ht, und daß beide Städte an einen W derstand nicht denken. Eine kleine Schaar Mobilgardcn allein will sich in Pesth vertheidigen. (Fs. I.)

Für die Hinterbliebenen Robert Blums sind bei der Redaktion der Freien Zeitung weiter ein- gdgangen: (L kr.

65) Von ,49 Bürgern und Bârgers- wittwen der Gemeinde Obe:scheid, Amts Dillenburg......2 26

(Die Aermsten haben zu dieser Gabe selbst beigefleuert: Ehre den Gebern. Ihre vom sauern Verdienst mühsam abgezogenen Kreuzer sind kostbare Gaben auf dem Altare des Vaterlandes).

66) Betrag einer Collekte zu Holzappel, eingesandt durch Bergassessor Naht daselbst.........7 40 Summa 10 6 Uebertrag 615 26 74

Summa J 625 32%

Verantwortlicher Redakteur: J. Oppermann.

Bekanntmachungen.

,M) Bekanntmachung.

Da Herr F. C. Nathan dahier bei der gestrigen Urwahl sowohl im I. wie auch im X. Stadtviertel als Wahlmann gewählt worden ist und die Wahl des I. Viertels angenommen hat, so wird für das X. Viertel zur Wahl eines Ersatz-Wahlmannes Termin auf nächsten Mittwoch den 10. d. M. gleich nach der auf diesen Tag des Vormittags 11 Uhr bestimmten Bürgermeisterwahl in der neuen Schule dahier anberaumt und werden die stimmberechtigten Bürger des X Viertels hiermit dazu eingeladen.

Wiesbaden, 8. Januar 1849.

Der Stadtschultheiserei-Verwalter.

Christmann.

w Turnverein.

Sonntag, den 14. Januar findet eine Abendunterhaltung des Wies­badener Turnvereins im Saale der „Vier Jahreszeiten" statt, wozu die Mitglieder eingeladen werden. Anfang Abends 7 Uhr. — Karten können in Empfang genommen werden Donnerstag, den 11. l. M. in der Stadt Frankfurt von 6—8 Uhr Abends; Sonntag den 14. in den Vier Jahreszeiten Nachmittags von 1—3 Uhr. Das Comite.

In Georg Wigand's Verlag in Leipzig ist erschienen und in den Buch­handlungen von Heinrich Fischer und H. W. Ritter in Wiesbaden zu haben:

dèieritz, Gust., Sächsischer Volkskalender auf das Jahr 1849, Mit 3 Kupferstichen und 20 Holzschnitten. Geheftet. Preis 36 ft

(24) Seit beinahe zwei Monaten ist unser Kollege Wo llrabe ohne Engage­ment und dadurch in die traurigste Lage gebracht. Die Unterzeichneten sehen sich daher veranlaßt für denselben ein großes Vokal- und Instrumental-Con­cert im Gasthause zum Adler zu veranstalten, in welchem alle ersten Kräfte der hiesigen Oper Mitwirken werden. Zu diesem Zwecke wird in diesen Tagen eine Subscription eröffnet, und Tag der Aufführung, sowie Urogramm mitg e- theilt werden. Um recht zahlreiche Theilnahme bitten ergebenst

Wiesbaden, den 6. Januar 1849.

Cberius. Pecz. Stepan.

(1581) Bei Fr. Vieweg und Sohn in Braunschweig ist soeben erschie­nen, und in den Buchhandlungen von Heinrich Fischer und H. W. Ritter in Wiesbaden vorräthig zu haben:

Otto, Dr. Fr. I., Lehrbuch der rationellen Praris der land- wirthschaftlichen Gewerbe. Die Bierbrauerei und Branntwein­brennerei, die Hefe-, Liqueur-, Essig-, Stärke-, Stärkezucker- und Ruttkelrübenzuckerfabrikation, die Kalk-, Gyps- und Ziegelbrennerei, Pottaschsiederei, Oelrasfinerie, Butter- und Käsebereitung, das Brot- backen und Seifensieden umfassend. Dritte nm gearbeitete und sehr vermehrte Auflage, bearbeitet unter Mitwirkung von Carl Siemens. 1—4te Lieferung. Preis 3 fl. 36 kr.

Das ganze Werk wird 8—10 Lieferungen umfassen. Jede Lie­ferung kostet 54 kr.

Frankfurt. Cours der Staatspapiere. 1 Uhr.

Oesterreich

Preußen

Bauern

Würtemb.

Baden

Darmstadt

Den 8. Januar 1849.

Metalligues Obligationen ....

V „ ....

ff w ....

" ff

Wiener Bank-Actien..... 500 fl. Loose........

250 fl. Loose von 1839 .... Bethmännische Obligationen . . .

50 Thaler Pramien-Scheine . . .

S taats- Schnld- S cbeiuc â 105 . .

Lndwig-Kanal-Aclien incl. d. v. C. Bexbacher Eiscnbabn-Acticn . . . Obligationen........

Obligationen........

Lotteric-Anlehen a 50 fl. von 1840 33 fl. Loose vom Jahr 1845 . . . Obligationen........

pCt.

5

4

3

2%

4

"1%

3% 3%

3% 4% 3%

3%

Papier 73%

44 :

39 1

1174

132 1 771/ 6) 70

8O'/a 76%

67% 78% 93% 75%

4j% 26% 78'/.2

Geld

73%

59 ;

43% 38%

1169 .

131%

76%' 59%' 69% 96

80 [ 76%

67%' 7;%' 93

75%' 45 %1

26 '

77 I

Darmstadt

Knrhessen Nassau

Frankfurt

Holland

Spanien

Polen

Sardinien

Den 8. Januar 1849.

Obligationen........

Lotteric-Anlehen von 50 fl. . . . 25 fl. Loose........ Fricdrich-WilhelmS-Nordbahn . .

40 Thaler Loose bei Rothschild . .

Obligationen bei Rothschild . . . ditto 25 fl. Loose . .

Obligationen........

ditto von 1839 ....

ditto von 1846 ....

Tannus-Eisenbahn-Actien ä 250 fl. .

„ „ „ per ultimo

Jntegr.-Obligationen.....

SyndicatS.........

Innere Schuld neue Obligationen .

Ardoins incl. 14 Coup.....

Lotterie-Loose 300 ......

ditto 500 ......

36 Frs. Loose bei Gebr. Bethmann

pCt.

4

4

3%

3 3% 3%

2% 3%

3

Papier 87% 65 21’/, 38 25% 78% 21% 77 92 87% 273

49%

19%

72% 25

Geld 87% 643/4 21% 37% 25%

21 76% 91% 877.

270

49 76 19%

99 71% 24%

Cours der Wechsel.

Den 8. Januar.________ Amsterdam, loo fl. Erl. . . . Augsburg, 109 fl. Crt. . . . Berlin, 60 Thlr. ..... Bremen, 5 > Nihlr. in Louisd'or. Hamburg, loo Mck. Leo. . . . Leipzig, f»o Thlr......

„ in der Messe .... London, 10 Livr. St..... Lyon, 200 Fr....... Paris, 200 Fr....... Mailand, 250 Lir. Austr. . . . Wien, in 20r 100 fl. C.-M. . .

1 Discon to........

Kurze Briefe

119%

99

121

99% 106%

Sicht Geld 100%

105

87% 105%

94% 947.

Zwei Briefe

87%

126%

Monat Geld 99%

1%

Gold- und S l' l b c r - S o r t e u.

Nene Louisd'or............

Friedrichüd'or.............

Ducatcu..............

29 Frank-Stücke ...........

Holländische 10 fl. Stücke........

Englische Sonvcrains..........

Laubthaler .............

Hochhaltiges Silber ._.........

Gcring-mittelhaltiges Silber........

fl.

11

9

5

9

10

12

2

1

24

24

(Fr

kr.

5 54 36 35

1

2 43% 45 24 18

fr. 3) 1

Verlag von H. 8if$cr und C. Ritter. — Druck der C. Ritter'schen Duchdruckerei.

(37) 3mal 600 fU 700-1000 fl. sind gegen doppelt gerichtliche Sicherheit auszulciheii. Näheres bei der Expedition.

(38) Bei Wittwe Ellmer, Taunusstraße Nro. 37 ist eine verschlossene Parterrewohnung von 4 Zimmern, Küche, Keller, Holulall, Mit- gebranch der Waschküche, Pumpe, Trockenspei­cher und Bleichplatz auf den 1. April zu ver- miethen.

(36) Zu Zeilsheim, Amts Höchst, soll in Bälde die Bürgermeisterwahl geschehen. Es liegt im großen Interesse aller Mitbürger un­serer Gemeinde, zu dieser wichtigen Stelle ei­nen Mann zu berufen, der das öffenlliche Ver­trauen besitzt, und durch Charakterstärke, mit Umsicht unv großer Thätigkeit, keinem zu lieb und keinem zu leid, dieses Amt verwaltet und nicht auf Abwege gerathe, wie dieses bis Dato der Fall ist, wo der resp. Vorsitzende durch leidenschaftliche Maßnahmen und Selbstwill- kühr es soweit und dahin gebracht hat, daß wider ihn noch mauche Beschwerdepuukle zur Erledigung vorliegen.

Zeilsheim, im Januar 1849.

Mehrere Bürger.

(35) Die Verloosuug der Metall-Guittarre geschieht Mittwoch den 10. dieses Monates um 2 Uhr Nachmittags auf dem Nathhausc.

Mühlsteinverkauf.

(33) Zwei neue rothe Läufer 3 Fuß breit, fiud wcgcnihrer anßergewöhulicheu Große billig zu verkaufen. Nähere Auskunft auf portofreie Briefe ertheilt Joseph Rauch, im wilden Mann zu Wiesbaden.