gleich rennen sie nach Berlin und holen sich eine Tasche voll preußischer Thaler, und nun wollen sie unsern König zum deutschen Kaiser machen. Immerhin, ich kann's ihnen nicht verdenken, wie aber bleiben gute Preußen und behalten unsern König, wenn er auch nebenoei deutscher Kaiser oder König ist."
Kann man deutlicher sprechen, als das? Friedrich Wilhelm will hiernach nicht deutscher Kaiser ■ werden und nebenbei König von Preußen bleiben, sondern umgekehrt König von Preussen bleiben und nebenbei deutscher Kaiser werden. Er will nicht die deutsche Reichs- grwalt diirch seine preußische Hausmacht stützen, nein! die preußische Hauemacht ist der Zweck, und für diese will er denn nebenbei auch die ihm zu übertragende deutsche Neichs^walt als Mittel benützen. Preußen soll nicht in Deutschland aussen; nein, Deutschland soll in Preußen aufgehen! So versteht man die Sache in Berlin. Hier könnt Ihr es lesen schwarz auf weiß! Wollt Ihr es noch läugnen, Ihr Herrn in Frankfurt? Ja, aber Ihr macht es, wie der Vogel Strauß; Ihr steckt Euern Kopf in den Sand, um nichts zu sehen und nicht gesehen zu werden; unD dann ruft Ihr: Ich sehe keine Reaktion, ich sehe keine Gefahr!
Wollt Ihr wißen, was man in Berlin von dem Zustand der kleinern deutschen Staaten hält? Hier leSt:
„Beim Könige von Würtemberg und beim Herrn Großherzoge von Baden und beim Herrn Herzoge von Nassau siehsiS traurig aus alleweile; das Geld ist dort ganz alle geworden und die Einkünfte des ganzen Landes sind Heidi! Dort haben nämlich seit dem März die sogenannten Volksfreunde und Frei- beitsmänner regiert, und weil sie daS Ding nicht verstanden haben, ist's Geldchen alle geworden und die Leute dort müssen nun neue Steuern bezahlen. Das kommt dabei raus, wenn diese VolkSmänner regieren. Na, bei uns in Preußen ist's noch gnädig abgegangev) Gott weiß aber, was d'raus geworden wäre, wenn Herr Hansemann langer Minister über die Finanzen, d. h. über die Staatseinkünfte, geblieben wäre. Die württembergischen, badischen und nassauischen Hansemänner haben sehr toll gewirthschastet."
Nun, wie gefällt Euch daö, Ihr ,,Liberalen" ans Baden, Nassau u. s. w.; was werden die Hrn. Bassermann, Hergenhahn ic. dazu sagen? Sie kommen zurück von Berlin mit den „befriedigendsten" Nachrichten, entzückt von den wider alles Verhoffen „deutsch n" Gesinnungen des Königs, erbaut von dem constttntionkÜen Geiste des Ministeriums Brandenburg-Manteuffel; und kaum haben sie den Rücken verwandt, so verfolgt sie ein offizielles Blatt mit Spott und Hohn, es behauptet, sie verständen das Ding nicht und hätten „sehr toll gewirthschaft"t! " Nun ?è.Derren , wie schmeckt diese „bkftiedigendste" Nachricht? .
So geht cs noch ein Paar Seiten fort, und nach einigen Lobreden auf Radetzky, Ferdinand von Neapel und Winkischgräß, und einem Ausfall gegen die Schweiz, der mit märkischen Regimentern und pomm rischer Landwehr gedroht wird, folgt der Schluß.
Und das Alles steht in einem offiziellen königlich preußischen „Son tagsblatt", das auf öffentliche Kosten gedruckt und mit vielen Tausenden umforst im Lande verbreitet wird. ' Ist das nicht ein Zeichen der Zeit?
Wer Augen hat zum Sehen, der sehe! Wer Ohren hat zum Hören, Orr höre! Oder wollt Ihr Euch mit dem alten Wiegenlied von Ordnung und Ruhe, von Recht und Ges'tz, von organischem Fortschritt und wohlmeinender Gesinnung, so lange einlullen lassen, bis die Spinne ihr festes Netz fertig um Euch gezogen hat und Ihr zuletzt unter kein tödlichen Stachel vergeblich zappelt, gleich wie die dummcu Fliegen?!
Nationalversammlung zu Frankfurt.
144. Sitzung.
Der Präsident zeigt den Austritt derAbgg. Oiiernrünchner aus Griceb^ch, Potpeschuigg aus Gratz, Ungerduhler auS Meh
rungen und Graf Wartensleben aus Pommern an. Der Reichs-, kriegSminister v. Peucker beantwortet die Interpellationen der Mgg. Hönnkger und Würth in Betreff der Besetzung der Fürsten- thumer Schwarzburg -Rudolstadt und Hohenzoilèrn - Sigmaringen durch Reiche-truppen. In Rudolstadt sei die Absendung eines MchSkommiffarS mit Reich Struppen von der dortigen Regierung in Folge von Störungen der gesetzlichen Ordnung verlangt worden; dw dort befindliche Besatzung belaufe sich aber nur noch auf drei Compagnien (Gelächter), jm Fursteuthum Sigmaringen sei ein anarchischer Zustand elngrtreten, der Fürst und die Regierung zur Flucht gezwungen worden. Dazu komme, daß die dortigen LandeSlruppen fich in völliger Auslösung befunden, und daS Land in Erfüllung seiner Bundespflichten so saumselig gewesen sei, daß noch nicht einmal die Ersatz- Mannschaften für 1840 und 1847 einberufen wurden. Die Reichsbesatzung daselbst sei übrigens diö aus zwei Compagnien bereits zurückgezogen worden (Gelächter), welche bis zu erfolgter R organisaNon der Landestruptzrn dort verbleiben wurden. Hön niger erklärt, daß die Auskunft deâ Ministers ihn nicht befriedige, und behält sich einen Antrag an das gesammte Reichsministerium bevor, glaubt aber schon jetzt das Verfahren des Reichs- ComunffârS mißbilligen zu müssen. Würth lâugner, daß in Sigmaringen Anarchie geherrscht habe. Der Fürst und seine R -gierung seien ohne allen Grund aus dem Lande geflohen. Der Redner behält sich ebenfalls weitere Anträge vor. Der Reithsminister deâ Innern zeigt an, daß er alle an ihn gerichteten Iuterveilationen, mit Ausnahme der die österreichische Frage betreffenden, in der ersten Sitzung nach den Feiertagen beantworten werde. Der mit den Baulichkeiten in der Paulèkirche beauftragte Architekt zeigt an, daß dieselben wohl am 4. Januar beendigt sinn würden, wegen der nöthigen Austrocknung u. s. w. aber die.Kirche nicht vor,dem 12. Januar an düz 'Nationalversammlung übergeben werden könne.
Auf der Tagesordnung steht zuerst Berathung über drei Berichte des Prioriläts- uud Pelinouâ-Auâschuffeâ , verschiedene Petitionen und Eingaben an die Nationalversammlung betreffend. Der Antrag des Ausschusses auf Tageserdnung wird ohne Debatte angenommen. In gleicher Weise beschließt die Vers. 2) auf das Gutachten des voikswirtyfchafllichen Ausschusses, über mehrere An. träge aus Beschränkung des Eisenbahnbetriebs zu Gunsten der Frachtfuhrleute und anderer Gewerbe zur Tagesordnung überzu- gehen, und einige andere, das Eisenbahnwesen betreffenden Cin- gâben dem Reichâminifienum zur Erwägung mitzutheilen. Ferner wird 3) über zwei, die Wehrangelegenheiten betreffenden Anträge des Abg. Heisterbergk, kann über die Petitionen der Schützengilde in Falkenberg, des Anhalt'schen Schützenvereins in Dessau ’C. gleichen Betreffs, vorbehaltlich der Berathung über die Wehr- verfaffung, nach dem Antrag deâ Wehrauâfchnsseâ die Tageè- ordnung tzefchl offen. Gleiche Erledigung fand 4) kein Gutachten des Ausschuss für Geschäftsordnung gemäß, der Antrag des Abg. Pink- kert, kie Präsidentenwahlen betreffend. Endlich wurde das Gesuch des Pfarrers F. W. Schellenberg zu Cleeberg, Seelenverkäuferei betreffend, nach Anirag des völkerrechtlichen Ausschusses dem Reichâ- mhi iterium zur Ergreifung geeigneter Maßregeln überwiesen. Nach erschöpfter Tagesordnung interpellirt v. Maltzahn den Versatz angâauâschuß wegen Vorlage der Gewerbeordnung, worauf Ost errath erwiedert; der Ausschuß könne hierfür keinen bestimmten Zeitpunkt festseyen , werde aber die Vorlage möglichst beschleunigen. Der Präsident schließt hierauf die Sitzung um 10% Uhr, und beraumt mit Zuüimmung der Versammlung die nächste auf Mittwoch den 3 Ja». an. Tagesordnung: Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten, Ergänzung des Ausschusses für die Wahlen von Tbiengen und Konstanz, dann Berathung der litusfdiuf; beneide über die Ausweisung des Literaten Dietzel in Nürnberg, die Gefangenen in Bruchsal, den Antrag Wiesners wegen Abschaffung der körperlichen Züchtigung bei den Reichs- ^trnpp«»^ die Eingaben der honiöopathischen Aerzte, die Kosten der Deputation nach Wien. HF. I.)
Deutschland.
* Wiesbaden, 28. Tücör. Es sind der Redaktion einige Korrrsponbenzen zngikoinmen, in welchen weiter Lehrer in Vorschlag gebracht werden, welche am besten in die Schulkomlmsfion zu wählen seien. Wegen Mangels an Raum sind wir verhindert, diese Korrespondenzen vollständig mitzutheilen und wir beschränken unS daher darauf, dieselbe., hiermit im AuSzuge zur öffentlichen Kenntniß zu bringen.
Eine Korrespondenz aus Schwalbach vom 26. Dec. erklärt sich mit den beiden in No. 268 der „Fr. Ztg." vorgeschiageneu Candikaten Rühl und Welker einverstanden.
Ein Schreiben „vom Taunus" schlägt als Candidaten die Lehrer Welker und PrâtoriuS von Höchst vor.
Ein drittes Schreiben endlich (Vom Lande, 25. Dec.) I macht darauf aufmerksam, daß es wünschenswerth sein möchte, daß einer der beiden in die Schnlkommiision zu wählenden Elcmentarlkhrer ein Lehrer vom Lande sei,
und bringt dem entsprechend den Lehrer Kring in Höchstenbach in Vorschlag.
△ Lorch am Rhein, 26. Dcc. Verflossene Nackt stellte sich daS Eis des Rheines bis an die Wisper fest und h einigen Tagen gedenken wir die preußische Seite trockenen Fußes erreichen zu können. — Die Halbvol- lendete Wahl für den hi-sigen Gemeinderath" wurde leider von blindem Parteihaß geleitet. Das bis jetzt da,aus hcrvorgegangene Ncjnbat ist nicht sehr erfreulich.
R Vom Rhein. (Die Synode der Juden und die Rabbincn) Allen Dank dem Schreiber des Artikels „Vom Taunus -Abhänge" in Nr. 269 d. Bl. Es ist hierdurch ein Gegenstand, der allerdings vor das Forum der O ff.ntlichkeit gehört, uud eine tüchtige Besprechung verdient, angeregt. Allein im reinen Interesse der Sache muß ich es mir erlauben, diesen Artikel in einigen Punkten zu beleuchten, und möchte daher fragen: ob dieses eine wahrhafte Conse- quenz wäre, wenn die Landesregierung die Rabbincn eben so schutzlos, wie die Religioiislrhrer ließe? Wohl scheint das Verfahren der Landcsregiriung in Scheff der ReligionSlehrer dem Refcripte vom 3. Auzust 1842 nicht zu entsprechen, um so mehr, da eine Ministerial- und Negierungs-Resolution vom 22. Juni d. I. dasselbe als noch in Kraft bestehend betrachtet; aber was gewönne der ReWonSlehrrr, ja was gewonnen die Gemeinden, ober was wirrte dadurch an Gerechtigkeit gewonnen, wenn diese Handlungsweise auch gegen tie Rabbincn eingeschlagcn würde?
Ich will mich hiermit keineswegs als Verth.'ikr'gkr der Rabbinen aufwe. fen, diese Herren mögen ihre Sache selbst führen. Die israelitischen Religionsgemeinden sollen nur auf ihr wahres Jliteresse aufmerksam gemacht werden, denn auch unter den Rabdinc i kenne ich z. B. den Herrn Dr. H öchstädter zu Langenschwalback, der sich um die Gemeinden verdient gemacht hat, und schon im Mak d. J. den im benannten Artikel berührten Vorschlag: Abgeordnete der Gemeinden, oder mit andern Worten: eine Synode zusammenzuberufeu, bei herzogl. Landesregierung eingereicht hatte. Wäre diese Behörde darauf eingegangen, so würde Manches besser aussehen.
Ein ReligionSlehrer.
0 Idstein, 24. Dezember. (Gemein deraths- waplen.) Die GemeinderathSwahlen sind nunmehr dahier beendigt. Das Ergebniß derselben war ziemlich günstig und die Mehrzahl der Mitglieder zählt zu einer freisinnigen Richtung. Es wurde sreil ch manches anders gewünscht, allein die redlichsten Absichten scheitern oft an beschränkten Einsichten und unüberwindlichen Aorurthei- len, so auch hier. Dennoch wollen wir uns zu dem Ergebniß gratuliren, da es dem in der Minorität gebliebenen conservativen Elemente, mindestens den Beweis geliefert hat, daß die Mehrzahl der Bürgerschaft ehrlich den Fortschritt will.
Gestern folgte auf die Gemeinderathswahlen die Bürgermeisterwahl. Ein dem jetzigen Bürgermeister gegenüber ausgestellter C-udidat ging deßhalb nicht durch, weil viele Bürger, ohne des Gewählten Ansichten zu huldigen, theils aus persönlichen Rücksichten, theils in der Unterstellung, daß ihn der freisinnige Gemeinde, rath schon vorantreiben würde, ihm ihre Stimmen gaben, die sonst für den durchgefallenen Candidaten gestimmt haben würden. Möge der Gewählte hierin eine Andeutung finden, daß jene Wahl keinesweas eine vollständige Bestätigung seiner bisherigen Wirksamkeit enthält, möge er diesen Wink nicht ungenutzt lassen und möge er sich nicht durch den von einem kleinen Theil künstlich et grumten Enthusiasmus, durch jenes Hörner- und Tr om« perengeschmcttcr und die darauf folgenden, alles Gefühl verletzenden wilden Orgien bestechen lassen; sonst möchten bei einer wiedeikehrenden Wahl, alle Versuch?, und selbst die EScamotagen eines ehemaligen Republikaners, der in den Märgtugen auf Tischen und Bänken republikanische Predigten hielt, und dec jetzt zum Jntriguan- ten und Coulissenreißer umgesattelt hat, erfolglos sein.
nicht verdächtigen kann. WaS meine Meinung über die Bestrebungen der ultramontanen Partei aulangt — welche Partei ich wol nach Ihrer Ansicht verdächtigt haben mag — so muß ich Ihnen wiederholt erklären, daß ich das von mir Gesagte für wahr halte. Ich liebe mein Vaterland aufrichtig und bin überzeugt, daß die Partei der Ultramontancn durch ihre .Bestrebungen" unser unglückliches Vaterland noch mehr spalten wird. Das ist tut Grund warum ich sie bekämpfe. Ich verwehre Niemand zu derselben zu gehören, aber es verarge mir auch Niemand gegen dieselbe zu streiten.
Verdächtigt habe ich Sie also nicht mein Herr.
Was soft nun Ihr Brief. Sie müssen cs bei sattem Blute selbst bekennen, daß er nichts wemgce als in artigem Tone abgefaßt ist. Einer öffentlichen Kritik darf sich ein Kammcrmitglnd am wenigsten entziehen. Da ich Sic nicht verdächtigt, — so sehe ich nicht cm, wie Sie mich zwingen, ja zwingen wollen Ihre Rede ganz abzudrucken. Ick habe da;n keine Verbindlichkeit mein Herr; der Raum des Blattes erlaubt den Abdruck langer Reden nicht, besonders solcher, die vor- aussicktlich das Publikum wenig intcressiren. Auch besitze ich Ihre Rede nicht einmal.
Wenn Sie mir sagen, ich habe den Polizeistaat vertheidigt, so danke ich Ihnen für diese „Verdächtigung" — aber was soll das Publikum damit? Wenn Sie sagen, Sie hätten die Freiheit aller Konfessionen ver
theidigt , so habe ich ja in dem Berichte nicht das Gegentheil behauptet: ich habe ja vielmehr erwähnt, daß Sie den konfessionellen Schulen das Wort geredet haben. Wenn Sie mich nicht mehr für einen Ehrenmann halten wollen, wenn ich Ihre interessante Rede nicht berücksichtige , so schmerzt mich dieß aufrichtig: aber — ich Uußlücflidter — kann eS nicht ändern. Urtheilen Sie selbst über mein namenloses Unglück! Sie glauben mich mit jener Phrase wol moralisch zwingen zu können? — O! mein Herr! Meine Ehre steht so fest, als daß Sie daran etwas ab- ober zuthun könnten..
Einen tiefer liegenden Grund Ihres erschrecklichen Grolls Lege» mich finde ich in einem Artikel Nr. 259 der Freien Zeitung — Von der Lahn (SM.), wv von einem Landstand die Rede war, der keine Schule gehalten habe. Sie müssen aber wissen, daß ich Ihnen vorher einem ungleich heftigern Artikel gegen Sie, der Sie auch, soviel ich mich noch entsinne, ohne Weiteres beim ; Namen nannte, aus Rücksicht für Sie, nicht aufnahm.
Ich habe diesen Brief so lang ausgedehnt, um Ihnen zu zeigen, wie ich nicht gerne den Vvrwnrf, ^cmanb verdächtigt zu haben, auf mir ruhen sehe. E6 jvll mir lieb fein, wenn ich Sie überzeugt habe, daß j Sie von mit nicht verdächtigt sind, und also auch kein : Grund für mich vorhanden sein kann, Ihrem weiteren Ansinnen Folge zu leisten.
Wiesbaden, den 28. Dezember.
J. Oppermann.
So lebt und stirbt der Arme.
Erzählung aus dem Lebendes Volkes.
Von
Ernst Willkomm. jAuS den „Rheinfichen Jahrbüchern".)
(Fortsetzung.)
Unter hohen Stößen seinen weißen und gefärbten Garnes saß der reiche Mann an einem altväterlischeu, mit großen Blumen geschmacklos bemalten Tische und beschäftigte sich eben damit, Coupons abzuschneiden. Eine große Menge solcher schmalen Papiere lag in kleinen Häuschen auf dem Tische vertheilt. Er ließ sich durch den Eintritt des armen Webers nicht in seiner leichten Arbeit stören. Dem Armen leichthin mit dem Kopfe dankend, sagte er auf dessen Mvrgengrnß:
„Ist die Webe fertig?"
„Hätte ich gestern den Einschlag erhalten, |o würde ich gethan haben, was meine Kräfte vermögen, Herr ©tu j bermann, so mußte ich feiern wider meinen Willen."
„Warum kamt Ihr nicht ebegepern? Ihr wußtet, daß ich gestern Gesellschaft hatte unb mich da nicht mit Euch und Eurem Quängeleieu abgeben konnte. Ich habe Einbuße von der Verzögcrüng! In den nächsten Tagen geht ein großer Waarentranoport von mir ab, da sollte Euer Stück Arbeit mit auf den Markt gebracht werden, und nun muß ich's liegen lassen, wie lange!
" sk (Fortsetzung folgt.)
