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der Nähe der Goldgegeud sind auch Quecksirberminen gefunden worden, welche die ergiebigsten von der Welt sein sollen, wie die Botschaft selbst sagt.

Rachschrift.

Die neuesten Briefe und Blätter aus München bringen noch keine Lösung der Ministerkrisis, obgleich man am Vorabend des Landtags steht, der ein vollstän­diges, in sich einiges Ministerium sich gegenüber sehen muß, wenn bei de» grellen Gegensätzen der Elemente, die er einschließt, nicht in den ersten Sitzungen Ver­wirrungen entstehen soll. Zwei trifft der „Allgein. Ztg." wollen wissen, Freiherr v. Schrenk habe Anstand genommen, das durch Lerchenftldö Rücktritt erlcdi,te Portefeuille anzunehmen. Dagen behauptet ein anderer Correspondent, man habe Hrn. von Schrenk gar kein Anerbieten der Art gemacht, er sei nicht berufen wor­den, sondern habe sich schon mehrere Tage vordem Mi- nisterwechsel in München befunden (?), man denke an keine Reaktion, und. der Gesetzentwurf, wegen dessen Beanstandung Freiherr von Lerchenfeld restgriirt habe, sei auch im Ministerrath in der Minderheit geblieben oder gar nicht unterstützt worden. Ein weiterer Brief zählt noch andere Gründe des Rücktritts aus.

Gewiß ist, daß der Ausfall der Wahlen und vor allem das Benehmen der Münchener Wahlmänner einen : großen Theil der Schuld des eingetretenen Wechsels trägt, den man jetzt in München und Nürnberg, in Bamberg und Speier beklagt, während, wie die „All­gemeine Zeitung" meint, man am meisten sich selbst be­klagen sollte, daß man wechselseitiger Parteisucht ver- b'endet, einen Landtag zusammengewürfelt hat, der je­denfalls die Bildung einer besonnenen Majorität als sehr schwierig erscheinen läßt, während der Aengst- lichen nicht wenige sind, die fürchten, man werde nur zwischen zwei Uebeln zu wählen haben. Nach einem andern Schreiben sagt man, daß an Pro­fessor Edel das Anerbieten ergangen sei; andere nen­nen gar den Regierungsdirektor Hohe in Regensburg. „Sie fthen, daß wir in eine Stellung gekommen, wo guter Rath theuer ist. Denn daß Lerchenfeld, wie viel glauben, wieder berufen werden wurde, scheint mir, so wünschenswerth es wäre, wegen angeblicher persön­licher Antipathie von gewisser Seite für den Augenblick schwer denkbar zu sein." (O.-P.-Z.)

Berlin, den 26. Dezember. (F. I.) Wenn wir letzthin die Mittheilung gaben, daß Hr Arago abbe- rufen sei und die französische Republik sich durch Hrn. Cremieur bei unserem Hofe vertreten lassen werde, so können wir jetzt berichten, -dass diesif^Maßregel^ in Folge der neuesten Unterhandlungen zwischen dem"ge- genwârtigen Oberhaupte der Republik und Hrn. Elienne Arago rückgängig gemacht worden ist. Aus guter Quelle geht uns die Nachricht zu, daß die Aufhebung des Belagerungszustandes mit ziemlicher Sicherheit auf den 5. k. M. zu erwarten steht.

Wien, 23. Dezemb. Nach einem durch drei Tage fortgesetzten sehr hitzigen Wahlkampf entschied sich heute

Vormittag der Sieg für den ausgetretenen Reichsmi­nister v. Schmerling zum Abgeordneten in unseren Reichst» . Er erhielt 54, sein Mitbewerber v. Pillers­dorf 32 Stimmen. — Die Stimmung ist hier fort­während eine trübe und gedrückte. — Die hiesige Aka­demie der Wissenschaften hat ein schwaches Lebenszeichen ihrer kümmerlichen Vegetation gegeben, indem sich auf einen Vortrag ihres Präsidenten Baron Hammer-Purg- stall sämmtliche Mitglieder verabredeten, sich der längst abzuschaffenden Anreden in Bezug auf Wohl- und Hochgebornenschaft zu entschlagen. (R. K.)

Olmütz, 21. Dec^r. Während alle Zeitungen von Siegen der kaiserlichen Truppen melden, überschritten die Magyaren vorgestern die mährische Grenze zum großen Schreck n der Landbewohner bei Hochwaldau. Aus Ung. Hradisch haben sich mehrere Bürger nach Olmütz geflüchtet, die wirklich einen Uebersall ihrer Stadt befürchten. (C. B. a. B.)

Hannover, 25. Dezbr. Unter der Ueberschrist: „Vertrauliches aus Hannover", heißt es in der „Han- nover'schen Zeit." vom 23. Dezbr.: „Die schleswig- holsteinische Doktrin vrm Reichsoberhaupte, der es um einen bhne Weiteres gegen Dänemark vom Leder zie- benden Kaiser von Deutschland zu thun ist, und die sich jetzt in den Frankfurter Blättern so wohl sein läßt: diese uneigennützige Lehre der Staatsklugheit begnügt sich nicht mit den in Ihrer Zeitung schon mit Recht ans Licht gezogenen Verdächtigungen Oesterreichs, son­dern ist, um die Unentbehrlichkeit eines erblich einheit­lichen Oberhauptes und die aUeiinge Tauglichkeit Preus­sens zu diesem hohen Berufe mehr und mehr veran­schaulichen , auch eifrig beflissen, die übrigen deutschen Staaten, und unter diesen Hannover, des Mangels an deutscher Gesinnung zn bezichtigen.

Preußen hat gezeigt, wie es die Frankfurter Offerten und Bestrebungen zu würdigen we^ß, und die übrigen deutschen Staaten, außer Oesterreich, werden sicher eben so wenig durch eine unpassende Kaiserrivalität sich bloß- stillen wollen, als es ihre Ansicht sein kann, ohne wei­teres ad majorem Dei gloriam von einem bisherigen Mitverbündeten sich unterpflügen zu lassen. Die Deutsche Zeitung, die von der deutschen Einheit und Einigkeit doch sonst so gut zu reden weiß, hätte daher füglich des ihre Spalten durchziehenden Geflüsters vom „Particularismus, der in voller Blüthe steht," und von „sonderbündlerischen Unterhandlungen zwischen Bayern, Kurhessen und Hannover rc." sich begeben mögen. So viel wenigstens Hannover anlangt, sind diese Insinua­tionen augenfällig eine wahre Absurdität, da kein ande­rer Staat sich offener zur deutschen Einheit bekannt hat, als eben Hannover. Oder war es Sonderbündlerei, was die hannoverschen Truppen in den Herzogthü- mern gegen die Dänen trieben? Ist es der Particüla- rismus, der 123,000 Thlr. Flottenbeiträge auf die erste Aufforderung baar zur Stelle liefert? der das Reichs­gesetzblatt im Lande vertheilt? der seine Truppen zur Erhaltung der Ordnung in andern Gegenden des Va­terlandes der Centralgewalt zur Verfügung stellt? Macht die Sonderbündelei offene Vorstellungen gegen

nachtheilige Grundrechts- und Verfaffuugsbeschlüsse? Wir könnten noch weiter fragen. Aber man wird in Frankfurt, wo man dies Alles recht gut weiß, der An­schwärzungen Hannovers und der Erinnerungen, daß es für Preußen Zeit zum Zugreifen sei, sich doch nicht entschlagen. Denn es handelt sich für die schleswig- holsteinische Doktrin ja nicht um deutsche Einheit, son­dern um den deutschen Besitz Schleswigs."

Paris, 25. Dccbr. ES wird als gewiß mitge- theilt, daß Hieronymus Napoleon Bonaparte, Mitglied der Nationalversammlung, von der neuen Regierung der französischen Republik, mit einer außerordentlichen Sendung nach England und Rußland beauftragt wer­den wird. — Die Regierung hat den Vertretern der verschiedenen Machte in Paris das Programm des Ministeriums, welches morgen der Nationalversammlung vorgelegt werden wird, offiziös mitgetheilt-

Es wird veificheit, der Justizminister habe demPro- curator der Republik und dem Polizeipräfekten die Wei­sung ertheilt, die Personen, welche „Es lebe der Kaiser" rufen würden, verhaften und gerichtlich verfolgen zu lassen, da dieser Ruf als eine strafbare Manifestation gegen die Verfassung der französischen Republik ange­sehen werden müsse.

— Das Journal „la Liberte" behauptet, am Diens­tag werde man eine allgemeine politische Amnestie oder den Rücktritt des Ministeriums haben. — Das Ge­rüche, General Cavaigna^ habe beabsichtigt, nach dec Jnstallirung des Präsidenten der Republik eine Reise nach dem Orient zu machen, ist ohne" allen Grund. Hr. Cavaignac hat im Gegentheile seinen Freunden auf daS Bestimmteste erklärt, er werde an den Berathungen der Nationalversammlung Theil nehmen, bis sie ihre Auf- lösung ausgesprochen haben werde. (F. I.)

Für die Hinterbliebenen Robert Blums sind bei der Redaktion der Freien Zeitung weiter ein­gegangen: fl. kr.

60) Von Einwohnern der Stadt Lim­burg, gesammelt durch den Vorstand der Turngemeinde daselbst . . 45 —

61) Nachträglich von einigen Turnern zu Limburg.......1 3 Summa 46 s 3

Uebertrag 547 42%

Summa 593 45%

Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.

Bekanntmachungen.

Allgemeine Bürger - Versammlung.

(1634) Nächsten Sonntag den 31. December, Nachmittags 3 Uhr findet in dem Saale des Gastwirthes Georg Hahn im Nerothale eine allgemeine Bürger-Versammlung statt.

Das Nähere wird durch Placate bekannt gemacht werden.

£3 (1637) Meine achten Brust-Caramellen nach wahrer Compo- LI sition des Herrn Professor Ackermann in Heidelberg bringe ich hier- â mit dem geehrten Publikum in empfehlende Erinnerung, nebst mehrere M M andere heilsame Bonbons für Brust- und Halsbeschwerden, als M M Malzzucker, Rettig- und Gibisch-Bonbons â 1 fl., sowie W M ich meine sehr bekannten Wurmpatronen zu empfehlen habe, welche E M 6ar feinen Wurmsamen gesch mack haben und äußerst wirk- M M 1 am sind äStück 3 kr. mit unserer Firma versehen;

Punschefseuz per Flasche 1 fl. 36 kr.

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Alle Sorten Liquenre 5 Flasche 1 fl. 12 kr. bis zu 2 u 2%fL

Rum .......... 1 fl. g

„ Jamaica Cognac . . . Genevre . . .

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//

„ 1 fl.

ISeinrie

1 fl. 30 kr.

1 fL bis 2 fl.

eh Wens, Eonditor,

Langgasse Nr. 38.

(1505) In den Buchhandlungen von H. Fischer und H. W. Ritter in Wies­baden ist vorräthig zu haben:

Merkwürdige Prophezeihungen

des

Pater Guardian in einem Kloster in Polen von den Jahren 1790—2000.

Preis 9 Kreuzer.

Bremen 1848.

Offene Stellen.

(1635) Eine perfekte Köchin kann so- gleich oder auf Neujahr unter sehr vor­theilhaften Bedingungen eine Stelle er- halten durch das Geschäftsbureau von Curl hey entleerter.

Ein Hausmädchen mit guten Zeug­nissen versehen und der englischen Sprache etwas kundig kann eine sehr vortheithaste Stelle erhalten durch das Geschäftsbureau von Curl heyentlecJter.

(1631) Gesucht wird ein großer wachsamer Hund. Wo? jagt die Expedition dieses Blattes.

(1639) Es können 4—600 fl. sofort, da­gegen 7—1800 fl. Anfangs April l. I. gegen gerichtliche Sicherheit auf Grundstücken ausgc- liehru werden. Wo ? sagt die Redaction dieses Blattes.

(1637) Französischer Cognac per Flasche 48 kr., Rum 48 kr., 1 fl. 24 kr., 1 fl. 45 fr., Arrac de Batavia 1 fl. 36 kr., Schweizer Kirschwasser 1 fl., Extrait d’Absynthe 1 fl. 40 kr, Punsch- essenz 1 fl. 20 kr., 1 fl. 36 kr., 2 fl. 12 tr. große Flaschen, Citronen per Stück 3 und 4 fr., Orangen 9 kr., spanische Brünellen per tt. 24 kr., Mirabellen 18 kr. und sonstige in dies Fach schlagende Artikel bei' Curl Crutner, am Kranz.

(1518) Bestellungen aus die

„Neue Rheinische Zeitung"

für das nächste Quartal 1849, wolle man baldigst machen und zwar in Köln bei der Expedition der Zeitung (unter Hutmacher Nr. 17), auswärts bei allen Postanstalten Deutschlands.

Für Frankreich übernimmt Abonnements das königl. Obcrpvstamt in Aachen, für Holland und Belgien: die königl. Briefpoftämicr, für Großbritiauien; das. königl. belgische Briefpostamt in Osteude.

Durch den Wegfall des Stempels wird dèr Abonnementspreis ermäßigt und beträgt von jetzt an für Köln nur 1 Thlr. 7 Sgr. 6 Pf., bei allen preußischen Postanstalten, (das Porto ein­begriffen) nur 1 Thlr. 17 Sgr. vierteljährlich; für Abonnenten im übrigen Deutschland tritt ein verhältnißmäßiger Postausschlag hinzu.

Die Redaktion bleibt unverändert.

Die bisherigen Monatsgänge der ..Neuen Rheinischen Zeitung" sind ihr Programm. Durch ihre persönlichen Verbindungen mit den Chefs der demokrat. Partei in England, Frankreich, Italien, Belgien und Nordamerika ist die Redaktion in Stand gesetzt, ihren Lesern die politisch-soziale Bewegung des Auslandes richtiger und klarer abzuspiegeln, als irgend ein anderes Blatt. Die „N. Rh. Ztg." ist in dieser Beziehung nicht blos das Organ der deutschen, sondernder europäischen Demokratie.' %

Inserate: Die vierspaltige Petitzeile oder deren Raum 1 Sgr. 6 Pf.

Anzeigen aller Art erlangen durch die großen Verbindungen unseres Blattes eine sehr weite Verbreitung. ■

Die Geranten der „Neuen Rheinischen Zertung."

In Georg Wigand's Verlag in Leipzig ist erschienen und in den Buch- hvndlungen von Heinrich Fischer und H. W. Ritter in Wiesbaden zu haben:

Stierte, Gust., Sächsischer Volkskalender auf das Jahr 1849.

Mit 3 Kupferstichen und 20 Holzschnitten. Geheftet. Preis 36 kr.

Verlag von H. Fischer und C. Ritter.

— Druck der C. Nitter'schen Buchdruckerei,