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Die Wabl würde also an die National-Versamm­lung zurückfallen.

Man sieht dieser Berechnung an, daß sie nur die ministeriellen Hoffnungen auf die Endentscheidung der Assemb'ëc ansdrückt. Weder Cavaignac noch Lamartine werden die angedeutete Simmenzahl erhalten. Dagegen aber ist cs wohl möglich, daß ^t, wo die Royalisten auch das henriquinquistische mittägliche Frankreich für die „Brücke" Napoleon gewonnen haben, der „kleine Prinz mit dem großen Namen" die absolute Majorität erreichen kann.

Paris, 8. Decbr. Die Vertheilung der Wähler- karten hat gestern in den Mairieen begonnen. An alle Personen, welche Karten haben, werden Stimmzettel für Cavaignac und L. Napoleon zahlreich vereheiit. Die Anhänger des Einen zerreißen die Zettri für den An­deren. Mehrere Lertheiler von Stimmzetteln wurden verhaftet, aber gleich wieder freigelaffen. — Bugeaud liegt zu Durantie krank und wird erst nach der Wahl des Präsidenten hierher kommen können. — Für den Fall, daß er Präsident werde, soll L. Napoleon das Unterrichtsministerium Hrn. Fallour angeboten, dieser aber wegen Kränklichkeit abgelehnt haben. — General Fabvier erklärt in einem Schreiben an Cavaignac, daß, er, wenn ibn auch ganz Frankreich zum Präsiventen er­hebe, dennoch jeder Regierung, deren Chef Cavaignac sei, den Gehorsam verweigern weide, falls derselbe wiikl'ch den in den Journalen veröffentlichten Dekret- Entwurf unterzeichnet habe, welcher Nationalbelohnun­gen als Preise für Meuchelmord bewilligt. — Die Nachricht von einer Vergiftung des Königs Kail Albert stellt sich als Erdichtung heraus. (K. Z.)

Großbritannien.

London, 7. Dezbr. Die Noth in I land steigt! Das ist die gewöhnliche Formel der irischen wie der englischen Journale. Ja, die Noth steigt; aber nicht unter der gioßen Masse, die niedere Klasse genannt; denn hier hat sie längst eine Stufe erreicht, die nicht überschritten werden kann. Aber sie steigt unter denen,

die noch vor einigen Jahren von Noth wenig oder gar nichts wußten. Sie erfaßt die Leute, die sich vor ihr ganz sicher gewähnt, und zeigt ihnen, daß bei einem so durch und durch faulen Zustande, wie der des irischen Gesellschaftskörpers ist, auch die bisher noch verschont gebliebenen Theile in progressiver Schnelligkeit ange­fressen werden. Halten wir uns diesmal an die Graf» schaft Colk, das „irische Zjorkshire." Eine Menge Fa­milien, die man für immer dem Bereich pekuniärer Ver­legenheiten entrückt glaubte, können nicht länger ihre dem Bankerutt sich nähernde Lage verbergen. Jeder Grafschaftsdistrikt zeigt das Schauspiel solcher dem Ruin verfallenden Familien. Die Patrizische Klasse beginnt ihrerseits das Loos zu fühlen, das namentlich seit Hercin- brechen der Kartoffelfeuche so schwer auf den Plebejern lastet. Die „Gentip" liefert von nun an täglich ihr Kontingent. Man berechnet den Verlust Irlands, den es in Folge der Kartoffelkrankheit erlitten, auf 43 Mill. Pfd. St. Sollte auch diese Schätzung übertrieben seien, so ist doch sicher der Verlust so groß, daß die Folgen nothwendig bis zur Noth auch in der sonst wohlhaben- Klasse führen^mußten. (N.RH.Z)

Italien.

Den römischen Zeitungen vom 1. Dez. zufolge, er- wartete man die alsbaldige Berufung einer „Affrinblea Constlluente" in Rom, und zwar zur Entwerfung einer Verfassung für ganz Italien. Mamiani, der Minister des Auswärtigen, hat dem Dcputirtenrath einen Ge- setzvorschlng darüber vorgelbot, welcher sogleich zur Be­rathung kommen sollte. Nach dem Contemporaneo trug der Platzkvmmandant der^Feflung Gaeta Anfangs Bedenken, den Papst aufzuehmen, welcher sofort meh­rere Stunden in der Locanda di Cicerone in Mola verwtilte, bis die telegraphische Antwort auf seine An- f-agk aus Neapel eintraf. Die römische Presse ist voll heftiger Ausfälle auf den König, die Regierung und die offiziellen Zeitungen von Neapel. — Die Times wiederholt ihre Versicherung, daß eine Ausgleickung zwischen Neapel und Sicilien ganz nahe bevorstche; erstes Resultat derselben werde die Räumung des Schlos­

ses von Messina seitens der königlichen Truppen sein — Aus Gaeta ist die Nachricht eingetroffen, daß der Papst von der Loggia des königlichen Palastes au- vorigen Montag (27.), Nachmittags 4 Uhr, unter Ka­nonendonner den Segen ertheilt habe. Viele Cardinale waren zwar in Neapel angelangt, Card nal Gizzi aber aber war in einer Sänfte auf dem Weg nach Monte Cassino getroffen worden, wohin sich auch der Pabst begeben zu wollen scheint. Auch mehrere römische Prin­zen, unter andern Borghese, hatten den Papst eingeholt.

__________ (Franks, I.)

9k a ch fch r i f t.

Rendsburg, 8. Dezember. (S.-H.-Z.) Seit dem 5. d. Mts. ist die Rude durchaus ungestört geblieben der Wille der Bürger hatte sich zu entschieden dahin ausgesprochen, daß die Ordnung aufrecht erhalten wer­den solle.

Kopenhagen 7. Dez. „Flpv.'posten" will aus gu­ter Quelle wissen, daß die nach London abgegangenen Di­plomaten (der Gesandte Gras Reventlow und der Conferenzrath Treschow, die am 3. mit dem „Aegyr" von Kopenhagen nach Wismar abgegangen) die In­struktion mitgenommen, in keinem Fall in eine Theilung Schleswigs zu willigen, sondern sich auf die von den Großmächten Dänemark gegebene Bürgschaft des ewigen Besitzes Schleswigs zu berufen, übrigens sei auch von einer Inkorporation Schleswigs nicht die Rede.

Durch die verehr!. Redaktion der Freien Zeitung zu Wiesbaden ist mir die Summe von 37 fl. 15 kr. für die bedürftigen Abgebrannten dahier zugeschickt wor­den. Indem ich den Empfang dieses Betrags beschei­nige, sage ich zugleich Denen, welche sich an dieser mil­den Gabe betheiligt haben, im Namen der Verunglück­ten den wärmsten Dank.

Caub, den 9. Dezember 1848.

Der evangelische Pfarrer. ______________________BüSgen.___________

Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.

Bekanntmachungen.

WWWIWMlUMW.ZWiMMiIUWWUWIZIZUMWWZ

I Große Mobilienversteigerung i

B zu Wiesbaden. 8

W (1573) Mittwoch, den 13. Dezember d. J. und die folgenden Tage q feg jedesmal Morgens 9 Uhr anfangeud werden in dem Gast- und Badhaus zur Rose dahier, eine große Anzahl von Mobilien bestehend in Bett- stellen, Commoven, Tischen, Canapee's, Caunitzen, Stühlen, Schränken, W W Spiegeln, Wasch- und Nachttischen rc. von Nußbaum-, Kirschbaum- und Z W Tannenholz; sodann eine große Parthie Haar- und Seegras-Matratzen, Z kW Fenster- und Bettvorhängen, Teppichen, Picque- und gesteppte Decken und verschiedenes Weißgeräthe rc. öffentlich wegen Wohnortsveränderung versteigert.

W

Die Mobilien, einzeln oder Zimmerweise, werden auf Verlangen M D vor dem Versteigerungstermin auch aus der Hand abgegeben und wird sZ W den Käufern und Steigerern gegen entsprechende Garantie Zahlungsaus- iZ stand gewährt.

Wiesbaden, am 11. Dezember 1848.

Der Stadtschultheiserei-Verwalter H Christmann. 0= aagiiiaiaigmimaaM^

Aechtes Frankfurter Parlamentsbier billigst auf der Dietenmühle.

(1580) Dem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebenste An- zeige, daß ich Dienstag, den 12. d. M. meine Weihnachts-Ausstellung M M eröffnet habe, empfehle anbei besonders eine sehr bedeutende Auswahl M M ganz neuester schön glacirter Marzipan-Figuren, Liqueur und Choco- M M lade-Bonbons; Wind- und Makron-Confekt â Pfd. 1 fl. 4 fr. sehr ge- M eignet (zu Christbäumchen) für au Bäumchen, so wie alle in dies Fach M einschlagende Artikel zu äußerst billigen Preisen. M

M Lebkuchen â Pfd. 12 kr., sowie auch viele andere Sorten feine E M Baseler, Nürnberger; Nürnberger weiße und feinste Gewürz- M Hl und Honig-Kräuterkuchen. Heinrich Wens9 M

U Conditor. W

In Georg Wigand's Verlag in Leipzig ist erschienen und in den Buch­handlungen von Heinrich Fischer und H. W. Ritter in Wiesbaden zu haben:

Nieritz, Gust., Sächsischer Volkskalender auf das Jahr 1849.

Mit 3 Kupferstichen und 20 Holzschnitten. Geheftet. Preis 36 kr.

Frankfurt. Cours der Staatspapiere. 1 Uhr.

Destcrrcich

Preußen

Bayern st

Würtemb.

Baden

Darmstadt

Den 11. December 1848.

Metalliques Obligationen ....

Wiener Bank-Actien..... 500 fl. Loose........

250 fl. Loose von 1839 .... Bethmännische Obligationen . . .

59 Thaler Prâmien-Scheine . . . Ttaatt.-Tchnld-Scheine â 105 . . Obligationen . ....... Ludwig-Kanal-Actien incl. d. v. C. Bexbacher Eisenbahn-Actien . . . Obligationen........ Obligationen ....... Lotterie-Anlehen a 50 fl. von 1840 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . . . Obligationen........

pEt.

5

4

3

2%

4

1%

3%

3%

3%

4% 3%

3%

Pavier | 72% 59 42% 38

1243 125

78 60 69%

81% 76%

67 76% 93% 74% 45%

75%

Geld 1 72%' 58 ! 41% 57% 1233 : 124%

77 %' 59 68%! 92%' 80%' 76

66% 76% 92% 74% 45%

75

Darmstadt

Kurhesseu Nassau

Frankfurt

Holland

Spanien Polen

Sardinien

Den 11. December 1848.

Obligationen........

Lotterie-Anlehen von 50 fl. . . . 25 fl. Loose........ Friedrich-Wilhelms-Nordbahn . . 40 Thaler Loose bei Rothschild . . Obligationen bei Rothschild . . .

ditto 25 fl. Loose . . .

Obligationen........

ditto von 1839 ....

ditto von 1846 . . . .

Taunue-Eisenbahn-Actien â 250 fl. .

„ „ „ per ultimo

Jntegr.-Obligatiouen..... Syudicats......... Innere Schuld neue Obligationen . Ardoins incl. 14 Coup. .... Lotterie-Loose 300 ......

ditto 500 ......

36 Frs. Loose bei Gebr. Bethmann

pCt.

4

4

3%

3 3% 3%

2% 3%

3

Papier | 85% 61 %! 21% 42 26 79% 21% 77 90% 87% 272

48

18%

70% 24%

Geld 85 61% 21 41% 25% 79 20%

90 87

268

47% 73 18% 11% 98

7/ 24%

Cours der Wechsel. ________Den 11. December.

Amsterdam, loo fl. Erl. . . . Augsburg, fOl) fl. Ert. . . . Berlin, 60 Thlr...... Bremen, 50 Rthlr. in Louisdor. Hamburg, lOO Mrk. Bco. . , . Leipzig, 60 Thlr......

„ in der Meye .... London, 10 Livr. St..... Lyon, 200 Fr....... Paris, 200 gt....... Mailand, 250 Lir. Austr. . . . Wien, in 20r 100 fl. C.-M. . . Dicconto ........

Kurze Briefe 100t/8 105%

88%

121

95 100%

Sicht

Geld

119%

99

105%

94%

94%

107%

Zwei Briese

87%

120%

Monat Geld 1*10%

"1%

Gold- und Silber-Sorten.

fl.

kr.

Neue Louièd'or ............ Friedrichsd'or............. Ducaten..............

20 Frank-Stücke ........... Holländische 10 fl. Stücke........ Englische Souverains.......... Laubthaler ............. Preußische Thaler...........

Hochhaltibes Silber.......... Gering-mtttelhaltiges Silber ........

11

9

5

9

10

12

2

1

24

24

(F'

5

56

36

38

5

2

43%

45

24

18

kf. I.)

Verlag von H. Fischer und C. Ritter. - Druck der C. Ritter'schen Buchdruckerei.

Ausverkauf.

(1572) Der Unterzeichnete beabsichtigt, seinen ganzen Surratt) an Papp-, Ledergalanterie- und Portofeuillewaaren, die zu Weihnachts­geschenken besonders geeigenschaftct sein möchten, zu festgesetzten Preißen unter dem Ladenpreis auszuverkaufen.

Zugleich bringe zur Kenntniß, daß ich ein Lager in allen Schreibmaterialien Unterbalte und halte mich besonders empfohlen zu Bear­beitung von Papp- und Ledergalantene- sachen für Stickereien.

A. Ritzel, Buchbinder am Kranz. ____________ ____________________ ■'___________—— (1577) Bei Unterzeichnetem stehen 3 Bullen: 1 zweijähriger reiner Schweizer (sehr schwMl 1 2'/^jähriger reiner Vogelsberger und 1 %llll( riger gemischter Vogelsberger Race zu ver- kauf-m Wilh. Wiegand, Sohn

in Langenschwalbacy.^

Dringende Cinladung. (1571) Zu einer Versammlung im ^/sthauS zum Adler am 14 Dezember 1818 Abend Uhr zum Behuf einer Besprechung wegen Trink- und Gewerbhalle dahier.

Wiesbaden, 12. Dezember l848.

Mehrere Burger.

(1578) Militär-Einsteher werden gesucht. Nähe­res bei der Erpedition dieses Blattes. ^

Schöner Buchs

zum Einsassen der Gartenwege und Länderist bei Georg Mayer in der Verbindungsstrah neben der Kleinkinderschule, billigst iu v*

(1579)